kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Zeig Deine Kippa! 6. September 2012

Filed under: Islamischer Terror — Knecht Christi @ 17:57

 Juden müssen sichtbar bleiben, auch wenn sie angegriffen werden

 

 

Der Rabbiner Daniel Alter wurde letzte Woche in Berlin-Friedenau

vor den Augen seiner Tochter

von vermutlich arabischstämmigen Jugendlichen zusammengeschlagen.

»Bist du Jude?«,

hatten sie ihn gefragt,

nachdem sie seine Kippa gesehen hatten.

Es kann hierzulande gefährlich werden,

als Jude erkennbar zu sein.

 

Das ist ein schrecklicher Satz.

Aber er stimmt – trotz der Renaissance des Judentums in Deutschland,

von der die neuen Synagogen in unseren Städten zeugen.

 

Die Jüdische Gemeinde zu Berlin rät Eltern, ihre Kinder nicht mit Kippa in der Stadt herumlaufen zu lassen. Nicht nur vor dem einheimischen Hass der Neonazis, auch vor dem importierten islamisch eingefärbten Antisemitismus müssen sich Juden in manchen Quartieren in Acht nehmen. Die islamischen Verbände und die Moscheegemeinden müssen sich endlich damit auseinandersetzen, statt reflexhaft auf die verbreitete Islamfeindlichkeit zu verweisen, die auch schlimm sei. Manche muslimische Jugendliche wachsen in einer Monokultur auf, berieselt von judenfeindlicher Propaganda. Der Jude, den sie schlagen, ist vielleicht der erste, den sie je getroffen haben. Solche Abschottung muss bekämpft werden, am besten von Juden, Christen, Muslimen und Atheisten gemeinsam. Denn auch die Mehrheit ringt schwer mit religiöser Differenz. Es entspricht nicht dem Selbstbild des liberalen Deutschland, doch unsere engherzigsten gesellschaftlichen Debatten kreisen ums Anderssein, das sich in Kopftüchern, Moscheebauten und Beschneidungen manifestiert. Eine religiös bunte Gesellschaft braucht aber ein entspanntes Verhältnis zur Sichtbarkeit des anderen.

 

 

Darum wäre es fatal, wenn Juden in Deutschland ihre Kippot nun unter Basecaps verstecken würden. Ein »Kippa-Flashmob« in Berlin, bei dem Hunderte – auch Nichtjuden – solidarisch mit Käppchen flanierten, war das richtige Zeichen. Wenige Tage nach dem Angriff sagte Daniel Alter bei einer Demo – die Wange noch verbunden –, er habe zwar »das Jochbein gebrochen bekommen, aber meinen Willen, mich für den interreligiösen Dialog und die Verständigung von Völkern und Nationen einzusetzen, haben diese Typen nicht gebrochen«. Daniel Alter ist ein Held. Er hat sich um ein besseres Deutschland verdient gemacht, in dem man ohne Angst verschieden sein kann. {Quelle: blog.zeit.de –  Kurzkommentar von Jörg Lau  aus der ZEIT}

 

 

 

 

Botschafter Hadas-Handelsman

zum Antisemitismus in Deutschland

 

 

Botschafter Yakov Hadas-Handelsman hat heute im Armeeradiosender Galei Zahal über den Angriff auf Rabbiner Daniel Alter in Berlin in der vergangenen Woche und Antisemitismus in Deutschland gesprochen… „Der Vorfall ist besorgniserregend für uns Israelis, für die Juden in Deutschland und die deutsche Öffentlichkeit. Es ist mir aber wichtig, auf die Welle der Solidarität mit Rabbiner Alter und der jüdischen Gemeinde aufmerksam zu machen, wie eine Solidaritätsdemonstration, an der vor allem Nichtjuden teilgenommen haben“. Hadas Handelsman sagte außerdem, der Antisemitismus sei ein gesamtgesellschaftliches Problem, das sich nicht auf einzelne Bevölkerungsgruppen beschränke. Die Zunahme des Antisemitismus gäbe Anlass zur Sorge. Die deutsche Regierung sei sich dessen bewusst und wachsam. Der Antisemitismus ist kein ausschließlich deutsches Phänomen und alle israelischen Diplomaten müssten sich ihm entgegenstellen. Die israelische Botschaft steht regelmäßig im Dialog mit deutschen Schülern jedweder Herkunft und auch der muslimischen Gemeinschaft und fördere das Wissen über Israel. Außerdem finde ein regelmäßiger Austausch mit der deutschen Regierung zum Thema Antisemitismus statt. {Quelle: www.hagalil.com}

 

 

 

Günther B. Ginzel

über die doppelte Bedrohung für Juden

 

Eine schreckliche Kontinuität

 

Die deutschen Juden sehen sich einmal mehr einer doppelten Bedrohung ausgesetzt:

Es gibt Angriffe

von Muslimen

und Rechtsextremisten.

 

Der jüdische Publizist Günther B. Ginzel

spricht im domradio.de-Interview über die Ursachen der Gewalt und der kollektiv empfundenen Furcht.

 

domradio.de: Wie erklären Sie sich diese neuesten Vorkommnisse – es sieht nach Trittbrett-Fahrerei aus nach dem Überfall auf den Rabbiner, oder?
Ginzel: Ich würde nicht sagen Trittbrettfahrer, das ist zu verharmlosend. Es sind eherFolgetaten von Menschen, die entsprechend gestimmt sind, entsprechend aggressiv sind und nun das Gefühl haben, dass das irgendwie raus muss. Also Menschen, die das sowieso irgendwo vorhatten und die dann spontan reagiert haben. Als vor zwei, drei Jahrzehnten  in Köln die Synagoge geschändet wurde, kam es zu über 2.500 Folgetaten. Das ist alles ganz schlimm und wir haben zu befürchten, dass  da noch mehr kommt.

 

domradio.de: „Jüdisches Leben in Deutschland ist sicher“ – hat Dieter Graumann, der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, in den letzten Tage mehrfach gesagt. Fühlen Sie sich sicher?
Ginzel: Ja, natürlich. Aber es stimmt eben beides. Ich finde es sehr gut, dass Graumann hier nicht Öl ins Feuer schüttet und die übrigen Verbände halten sich ja auch erkennbar zurück, wie etwa die Union progressives Judentum. Aber wir müssen sehen, dass es zwischen der individuellen Bedrohung und der kollektiv empfundenen Situation der Bedrohung einen Unterschied gibt. In der Tat bekommen jüdische Gemeinden seit so vielen Jahren so viele böse Briefe, Anrufe, Bedrohungen. Selbst die kleine liberale jüdische Gemeinde in Köln: Wenn sich da 20-30 Leute zum Gebet versammeln, durchsucht die Polizei erst die Räumlichkeiten und dann steht ein Polizeiwagen den ganzen Abend oder den ganzen Tag vor der Tür. Erst wenn abgeschlossen ist, fährt die Polizei wieder weg. Nicht weil die Gemeinde das fordert, sondern weil die Behörden Sorge haben. Das hat natürlich den Effekt, dass man sich zurückzieht, weil eine Barriere entsteht. Wer geht schon gerne zum Gebet, wenn er von Polizisten betrachtet wird?

 

domradio.de: Der Überfall auf den Rabbiner Alter könnte auf das Konto arabischstämmiger Täter gehen. Bei dem Vorfall mit den Schülern trug eine Täterin ein Kopftuch. Was bedeutet das für die Beziehungen zwischen Muslimen und Juden in Deutschland?
Ginzel: Ganz schwierige Frage. Auf der einen Seite sind die Beziehungen so gut wie nie. Man ist in sehr vielem ganz öffentlich solidarisch, gemeinschaftlich. Es gibt durchaus einen interkonfessionellen Dialog, der funktioniert. Auf der anderen Seite dringt dies nicht durch zur Basis. Es rächt sich jetzt, was in den Heimatländern läuft. In der Türkei und vor allem in den arabischen Ländern wird seit Jahren eine antisemitische Stimmung erzeugt. Es werden traditionelle antijüdische Filme gezeigt, die zusätzlich zur politischen Situation die Stimmung anheizen. Hinzu kommt natürlich auch das Gefühl der Deklassierung. Große Teile der arabischen Welt begreifen nicht, warum sie zu den am unterentwickeltsten Regionen in dieser Welt gehören. Und diejenigen, die hierher wandern, schaffen zum Teil nicht den sozialen Aufstieg. Was sie von den Mädchen erzählt haben: Wir beobachten seit über zehn Jahren die Zunahme von türkischen Mädchenbanden, die auch sehr aggressiv sind. Das ist weniger ein Ausdruck des Islams, weniger des Türkischseins, sondern eine soziale Deklassierung, durch die Mädchen in die Aggression geraten. Jungs natürlich noch viel mehr. Wir haben es hier mit den Folgen einer gescheiterten Integrationspolitik zu tun.

 

domradio.de: Auf dem Friedhof dagegen wurden Hakenkreuze gesprayt, lassen also einen rechtsradikalen Hintergrund vermuten. Macht das für Sie einen Unterschied, aus welcher Richtung solche Angriffe kommen?
Ginzel: Einerseits nein, weil sie gleichermaßen bedrohlich sind und ernst genommen werden müssen. Andererseits zeigt sich hier eine schreckliche Kontinuität: Wenn wir auf der muslimischen Seite von Anzeichen einer gescheiterten Integration sprechen, sehen wir hier Zeichen einer mangelnden Integration einer ganzen jungen Generation nach der deutschen Einheit. Man hat sich um diese Jugendlichen nicht gekümmert. Die einzigen, die sich tatsächlich gekümmert hatten, waren die Neonazis. Ich habe dies vom Zusammenbruch der DDR an vor Ort verfolgt. Erstaunlicherweise ist nach allen Umfrageergebnissen die Bevölkerung in Ostdeutschland weniger antijüdisch als die Bevölkerung im Westen. Das sind hier immerhin 10-15% der Menschen, die antijüdische Ressentiments hegen. Aber der Neonazismus ist in Ostdeutschland sehr viel stärker etabliert und strukturiert, vor allen Dingen in den ländlichen und kleinstädtischen Milieus. Er ist zudem viel stärker dezidiert antijüdisch. Hier macht sich die Kontinuität einer nationalsozialistischen Propaganda durch entsprechende alte Führer bemerkbar. Der Jude wird als das Minussystem schlechthin dargestellt. Auch die Kirchen sind für diese Leute jüdisch, sind genauso Hassobjekte für junge Rechtsextremisten wie Synagogen, wie Juden. Und es kommt auch immer wieder zu Schändungen von christlichen Friedhöfen, Kruzifixen und Kirchen. Das ist eine äußerst ernste Situation! Vor allen Dingen hat die Lokalpolitik über ein Jahrzehnt verschlafen, sie hat sich nicht getraut etwas zu unternehmen. Und jetzt haben wir etablierte rechtsextreme Jugendformen, das haben wir ja auch an der Zwickauer Terrorzelle gesehen. Das ist jetzt sozusagen der Nachwuchs, der auf dem jüdischen Friedhof trainiert, was er in Wirklichkeit umsetzen will. Nämlich dieses Land von allem zu befreien, was sie als fremd und anders empfinden. {Quelle: www.domradio.de}

 

2 Responses to “Zeig Deine Kippa!”

  1. Ibrahaim Says:

    Religiöser Faschismus siehe die Bilder der Nazis und der Hisbollah!

    Islamischer Faschismus!

    ZU DER KIPPA:

    DAS ZUR SCAHU ZEIGEN DAS MENSCHEN „GLÄUBIG“ SIND! SO WIRD RELIGION ÖFFENTLICH ZUR

    SCHAU GESTELLT!

  2. కార్లోస్ Says:

    Der englische Philosoph Hobbes hat mal gesagt, dass der Mensch ständig im Krieg mit jedem anderen Menschen ist. Aber als er diesem Naturzustand entstiegen ist, hat er Gruppen gebildet, innerhalb dieser die Menschen sich nicht mehr bekämpfen. Aber die Gruppen (Staaten, Volksgruppen, Religionen) selber bekriegen sich weiterhin.

    Juden waren eine Gruppe, die überall (Diasopra) klein war und somit leicht zu bekämpfen. Mit bekämpfen meine ich, dass man mit ihnen einen Sündenbock hatte um all die doofen Sachen, wie die Pest z.B., zu entschuldigen. U. A. zeigte es sich dadurch, dass man Juden verbot einen „ehrlichen“ Beruf nachzugehen. Sie durften nur mit Geld handeln, sie vergaben also Kredite. Die meisten verreckten dadurch natürlich, aber einige wenige konnten überleben und einige ganz wenige sogar Reich werden. Deshalb auch dieses Vorurteil, Juden wären alle reich, weil sie das Kapital besitzen. Somit sind sie ein leichtes Opfer, wenn es darum geht den Kapitalismus zu kritisieren. Auch ein Grund, warum sich hinter Kapitalismuskritik auch immer ein verstecker Antisemitismus verbergen kann.

    … So, dass mal als kleinen Anreiz dich mehr zu informieren. Ist jetzt nur ne ganz grobe und lückenhafte Antwort auf deine Frage.


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