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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Main-Taunus: „Open Doors“ plant neues Zentrum 6. September 2012

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 15:22

Info-Abend beim christlichen Hilfswerk „Open Doors„. Der christliche Verein sorgt in Kelkheim für Diskussionen. Parlamentarier streiten um den Grundstücksverkauf.

 

Seit zehn Jahren hat das christliche Hilfswerk Open Doors seinen Sitz in Kelkheim. Bislang hat sich daran niemand gestört. Erst der Plan im Gewerbegebiet ein großen Informationszentrum zu bauen sorgt für Unmut. Die Opposition im Parlament ist der Verein, der sich für verfolgte Christen weltweit einsetzt, nicht geheuer. Um für sich zu werben hat Open-Doors-Vorstand Markus Rode am Montagabend alle Parlamentarier in seine Geschäftsstelle eingeladen und dort erklärt, was sein Hilfswerk eigentlich macht. Er räumte ein versäumt zu haben, die lokale Öffentlichkeit besser über den Verein zu informieren. Die FR gibt eine Zusammenfassung. Der gemeinnützige Verein ist ein überkonfessionelles internationales Hilfswerk, das sich seit 56 Jahren in über 50 Ländern für verfolgte Christen einsetzt. Es gibt Büros in vielen Ländern. Open Doors Deutschland e. V. hat zwölf Mitglieder. Der Vorstand besteht aus zwei, der Aufsichtsrat aus drei Personen. In dem Team von 43 Mitarbeitern kümmern sich 33 um Öffentlichkeitsarbeit und zehn um Verwaltung und IT.

 

 

Wie arbeitet Open Doors?

 

Open Doors unterstützt zum Beispiel Christen,

die wegen ihres Glaubens im Gefängnis sitzen oder Witwen und Waisen mit Besuchen.

Man schreibt Karten und bringt auf Wunsch Bibeln und Gesangsbücher mit,

die in einigen Ländern verboten sind.

Laut Geschäftsführer Markus Rode gibt es ein weltweites Netzwerk an Helfern,

die im Untergrund arbeiten. Zweiter Kernbereich ist die Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland.

Open Doors gibt den so genannten Weltverfolgungsindex heraus, informiert Medien, Geistliche, Politiker und Schulen über verfolgte Christen.

Namhafte Medien – Rode nennt Spiegel, Welt, Stern oder ZDF – berufen sich auf Informationen,

die sie von Open Doors bekommen.

 

 

 

Was ist der Weltverfolgungsindex?

 

Rode zufolge ist er die einzige Quelle zur Zahl der weltweit verfolgten Christen. Derzeit sind es laut Index 100 Millionen.

Ihm liegt ein Katalog von 50 Fragen zugrunde, der von Christen in verschiedenen Ländern beantwortet wird.

Als Verfolgter gilt, wer wegen seiner religiösen Auffassung verfolgt oder unter Druck gesetzt wird.

Der Index ist nicht unumstritten, da der Begriff Verfolgung schwer zu definieren ist.

Kritiker bemängeln, es gebe zu wenig Transparenz bei der Erstellung des Index.

 

 

Wie finanziert sich der Verein?

 

Mit Spenden. Für 2012 rechnet Geschäftsführer Markus Rode mit neun Millionen Euro allein für Open Doors Deutschland, die von etwa 25.000 Spendern kommen.

Zudem werben Mitarbeiter in Gemeinden um Unterstützung. Das Werk trägt das Spendenprüfzertifikat des evangelikalen Netzwerks Deutsche Evangelische Allianz.

 

 

Was hat Open Doors in Kelkheim vor?

 

Seit zehn Jahren ist Open Doors Deutschland in Kelkheim aktiv. Zunächst im Keller von Markus Rode, mittlerweile auf drei Gebäude in der Friedrichstraße und eines im Mittelweg verteilt. Seitdem wächst die Organisation. Geplant ist ein neues großes Informationszentrum mit Büros für 60 Mitarbeiter und Tagungsräumen, in dem Seminare und „gottesdienstähnliche Veranstaltungen“ stattfinden sollen sowie eine feste Ausstellung Platz hat. Räume für bis zu 250 Personen sind geplant, auch auf Freiflächen davor möchte man Versammlungen abhalten, eventuell gemeinsam beten. Rode erwartet Geistliche aus ganz Deutschland, die sich über verfolgte Christen informieren möchten. In Kelkheim soll ein Leuchtturm für verfolgte Christen weltweit entstehen, so Rode.

 

 

Warum gibt es nun Ärger?

 

Vor zwei Jahren hatte Open Doors eine Fläche im Gewerbegebiet Münster-Süd gekauft.

Einige Anlieger befürchteten Nachteile für sich und klagten. Grundstücksverkäufer ist die Stadt. Um einem Rechtsstreit zu entgehen bot Bürgermeister Thomas Horn (CDU) der Organisation ein 16000 Quadratmeter großes Ersatzareal an.

Bei der Abstimmung bekam die schwarz-gelbe Koalition keine Mehrheit: Vier ihrer Mitglieder fehlten oder durften wegen Befangenheit nicht abstimmen. Die Opposition lehnte den Verkauf ab.

 

 

Warum ist die Opposition

gegen den Grundstücksverkauf?

 

UKW-Fraktionschef Albrecht Kündiger hält ein Gewerbegebiet nicht für den richtigen Ort für gottesdienstähnliche Veranstaltungen. Weder der Besuch von Markus Rode bei seiner Fraktion noch der Infoabend in der Geschäftsstelle hätten ihn vom Gegenteil überzeugt, sagte er am Montagabend. Verdächtig erscheine ihm, dass ein Pfarrer und eine Hilfsorganisation aus Kelkheim den Verein nicht kannten. In der Stadtverordnetenversammlung nannte er die Organisation eine „fundamentale evangelikale Gruppe“. Auch Julia Ostrowicki von der SPD sprach sich gegen den Grundstücksverkauf aus. FDP-Fraktionsvorsitzender Heinz Kunz dagegen verglich Open Doors mit Amnesty International. Wie geht es jetzt weiter? Rathauschef Horn hat zum ungewöhnlichen Mittel des „Widerspruchs“ gegriffen und die Parlamentsentscheidung als Verstoß gegen das „Wohl der Gemeinde“ angefochten. Bei der Parlamentssitzung am kommenden Dienstag stimmen die Stadtverordneten erneut ab. Thomas Horn rechnet mit einer Mehrheit für den Grundstücksverkauf und die Änderung des Bebauungsplans. „Die Vorstellung von Markus Rode hat auf mich einen sehr guten Eindruck gemacht“, sagt Horn. „Ich bin überzeugt, dass das eine gute Sache für Kelkheim ist“. {Quelle: www.fr-online.de – Von Jennifer Hein}

 

One Response to “Main-Taunus: „Open Doors“ plant neues Zentrum”

  1. OpenDoors macht eine gute und wichtige Arbeit!

    Zitat: „Verdächtig erscheine ihm, dass ein Pfarrer und eine Hilfsorganisation aus Kelkheim den Verein nicht kannten.“

    Das ist tatsächlich peinlich: Jedoch eher für peinlich für die befragten Stellen, die sich anscheinend nicht für ihre Stadt interessieren.


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