kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Hinter Gittern in der Grundschule 5. September 2012

Filed under: Moslembrüder — Knecht Christi @ 15:35

Hinter Gittern in der Grundschule

Syrische Rebellen improvisieren Zellen für ihre Gefangenen

 

Al Bab (dapd): Die Grundschule von Al Bab dient als Gefängnis. Hinter einer Gittertür mit Vorhängeschloss sitzen im Flur zehn Männer, die als Diebe, Schläger oder Spitzel des Regimes von Baschar Assad verdächtigt werden. Seit die Aufständischen die Kontrolle über die nordsyrische Stadt bei Aleppo übernommen haben, müssen sie auch zusehen, wo sie ihre Gefangenen unterbringen. Der Oberaufseher sagt, alle Häftlinge bekämen drei Mahlzeiten am Tag und eine Dusche. Er sagt, alle würden vor das neue Richtergremium der Stadt gestellt, und keiner werde misshandelt. Ein mutmaßlicher Gauner hat indes zwei blaue Augen. „Ich bin mit dem Motorrad gestürzt“, erklärt er in Hörweite der Wärter die Veilchen. Ein als Spitzel verdächtigter Mitgefangener trägt Beulen im Gesicht und rote Striemen am Arm und sagt: „Ich bin hingefallen“. Improvisierte Gefängnisse wie in Al Bab gibt es viele in Syrien. Sie sind keiner örtlichen oder überregionalen Instanz verantwortlich. Das macht Menschenrechtsgruppen Sorgen und führt dazu, dass Gefangene ganz unterschiedlich behandelt werden. Ein von Prügel gezeichneter Häftling berichtete der Organisation Human Rights Watch, man habe ihm drei Wochen lang die Augen verbunden und ihn Tag für Tag geschlagen. Anderswo sahen AP-Reporter gefangene Regierungssoldaten gemeinsam mit ihren Häschern im Schwimmbecken planschen.

 

Unmöglich, die Anzahl der Internierungslager festzustellen. Doch Gespräche mit Rebellen, Aktivisten, Gefangenen und Menschenrechtlern im Norden Syriens sowie Besuche dreier Einrichtungen bieten einen kleinen Einblick. Wenig deutet darauf hin, dass die Rebellen so häufig und selbstverständlich foltern würden, wie es Menschenrechtler dem Assad-Regime vorwerfen. Doch viele Häftlinge tragen Spuren von Schlägen und Narben wie von Peitschenhieben. Einige Rebellengruppen räumen ein, dass Gefangene, die Blut an den Händen haben sollen, standrechtlich erschossen werden. Andere fordern „Blutgeld“ von den Familien oder versuchen sie gegen gefangene Kameraden auszutauschen. Das größte bekannte Gefängnis der Rebellen in Nordsyrien in Marea wird geleitet von einem bulligen Ex-LKW-Fahrer mit Spitznamen „Jumbo“, dem von einer Schießerei mit Regierungssoldaten noch eine Kugel im Kopf steckt. Andere werden von Bürgerräten aus Anwälten, Lehrern und Geistlichen geführt, die eine Mischung aus syrischem und islamischem Recht praktizieren. Der Mangel an Aufsicht macht Menschenrechtsorganisationen Kopfzerbrechen. „Es ist äußerst wichtig, dass die Oppositionsführung deutlich signalisiert, dass die Art von Misshandlungen, die wir gesehen haben, nicht hinnehmbar sind und dass die Täter zur Rechenschaft gezogen werden“, sagt Anna Neistat von Human Rights Watch.

 

Nach 17 Monaten und 20.000 Toten scheint in Syrien keine Seite dem Sieg nahe. In jüngster Zeit haben Rebellen die Streitkräfte aus einigen Städten im Norden vertrieben und sind nun selbst für Alltagsdinge wie die Versorgung mit Benzin und Brot und eben auch für das Festsetzen von Gefangenen zuständig. Die zwei größten Gefängnisse im Norden werden vom Revolutionsrat für den Großraum Aleppo geleitet, der eng mit der islamistischen Tauhid-Brigade verbunden ist. Der AP wurde der Zutritt zum Hauptgefängnis in Marea nördlich von Aleppo verweigert. Doch Neistat konnte bei einem Besuch vor kurzem vertraulich mit zwei Gefangenen sprechen, die beide von Schlägen auf die Fußsohlen berichteten. In Al Bab, 45 Kilometer nordöstlich von Aleppo, gewannen die Rebellen im Juli die Oberhand, vertrieben die Regierungssoldaten und setzten als Stadtverwaltung einen Rat aus zwölf Personen ein. Das Gefängnis wurde in der Grundschule eingerichtet. Rund 60 Leute wurden im August hier durchgeschleust, wie Oberaufseher Mohammed Nouh berichtet. Die Gefängnisverwaltung holt Zeugenaussagen von Einwohnern ein, und ein richterlicher Rat aus Anwälten und islamischen Geistlichen prüft die Fälle. Die meisten Häftlinge würden innerhalb von ein paar Tagen freigelassen, sagt Nouh. Die zehn mutmaßlichen Kriminellen, die an diesem Nachmittag hinter dem Gitter sitzen, wurden nach seinen Angaben alle in der Woche zuvor gefangen genommen. Jeder hat eine Matratze und ein Kissen und Zugang zu einer Toilette hinter einem Vorhang. Zum Rasieren bringen die Wärter Plastikrasierer.

 

Der Mann mit den Verletzungen im Gesicht und am Arm sei ein Spion des Regimes, sagt Nouh: „Eine Menge Leute sagen, er ist ein Spitzel, er hat dem Regime Koordinaten durchgegeben.“ Abseits seiner Wärter befragt, erklärt der 42-jährige Mohammed Abeid, er sei verhaftet worden, weil er für eine Staatsfirma gearbeitet habe. „Sie sagten, ich gehöre zum Regime“, sagt er. „Das ist nicht wahr.“ Abeid sagt, er sei nicht misshandelt und gut ernährt worden und habe mit dem Richterkomitee gesprochen, das über seinen Fall entscheidet. Das zweite Gefängnis der Stadt ist ein kahler Raum in einem früheren Büro der Agrarbehörde, in der sich eine Rebellenbrigade einquartiert hat. 15 Soldaten hatten sich ihr ergeben. Zehn davon seien freigelassen worden, nachdem sich herausstellte, dass sie niemanden getötet hätten, sagt Kommandeur Omar Othman. Alleine befragt, berichten die fünf verbliebenen Gefangenen, sie würden nicht misshandelt und bekämen regelmäßig zu essen. Sie befürchten allerdings, dass die Rebellen sie benutzen könnten, um Lösegeld zu erpressen. Drei von ihnen, Sunniten wie die meisten der Rebellen, wurden Othman zufolge entlastet und dürfen bald gehen. Die restlichen zwei gehörten zum militärischen Sicherheitsdienst und sind Alawiten wie Assad und viele seines Regimes. Othman will sie gegen gefangene Rebellen austauschen, „nicht mehr und nicht weniger“.

 

Auch andere Gruppen nutzen Gefangene zu ihrem Vorteil. In einem dreigeschossigen Landhaus in Kafar Hamra, einem Vorort von Aleppo, halten Rebellen 13 Soldaten fest. Formell zwar Gefangene, bewegen sie sich ungehindert, essen zusammen mit den Rebellen und baden gemeinsam mit ihnen im Swimmingpool der Villa. Sie alle sind sunnitische Wehrpflichtige Anfang 20. Auch im Einzelgespräch beteuern sie, sie würden bei den Rebellen besser ernährt als bei der Truppe, und sie vertrauten darauf, nach Hause zu kommen. Weshalb sollte ich fliehen?“, fragt der 22-jährige Mohammed Kilani. „Sie geben mir zu essen und Zigaretten, und wir spielen Fußball miteinander, und sie sagen, sie bringen mich zu meiner Familie zurück.“ Wenig später blättert der Onkel eines Wehrpflichtigen aus Damaskus umgerechnet 600 Euro hin, um seinen Neffen freizukaufen. „Ist schon gut“, sagt Dschihad Chalid. „Wenn sie mehr verlangt hätten, hätten wir das auch gezahlt“. {Quelle: www.welt.de}

 

 

 

 

Assad würdigt unvoreingenommene Arbeit

von Rotem Kreuz in Syrien

 

 

Mitarbeiter des Roten Kreuzes besuchen Verwundete in Hula. Foto: Houla Media Center/ Archiv

Dank den Moslembrüdern sieht das rote Kreuz jetzt so aus …

www.antenneunna.de

 

Der syrische Präsident Baschar al-Assad hat bei einem Treffen mit dem Chef des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Peter Maurer, die Arbeit des Komitees bei der Regelung der Folgen der Syrien-Krise gewürdigt, meldet die AFP am Dienstag. Am Vortag begab sich der IKRK-Chef zu einem dreitägigen Besuch nach Syrien. Das ist seine erste Syrien-Reise als Chef der humanitären Organisation. Präsident Assad versicherte Maurer, er würdige die Arbeit der Organisation auf dem syrischen Territorium. Dabei hob er hervor, dass die Mitarbeiter der Organisation ihre Arbeit unabhängig und unvoreingenommen erfüllen und keine der Konfliktparteien unterstützen. Der Schweizer Peter Maurer bekleidet das Amt des IKRK-Präsidenten seit Anfang Juli 2012. Der frühere Chef dieser Organisation, Jakob Kellenberger, besuchte mehrmals verschiedene Regionen Syriens, um sich ein Bild von der Lage im Land zu machen. Der Konflikt in Syrien, dem Uno-Angaben zufolge bisher 17 000 Menschen zum Opfer fielen, dauert seit März 2011 an. Westliche Länder und eine Reihe von arabischen Staaten fordern einen Rücktritt von Präsident Assad in der Hoffnung, dass dies der Gewalt Einhalt gebieten wird. Russland und China befürchten hingegen, dass eine äußere Einmischung in Syrien und der Verlust der Staatlichkeit zu einer Eskalation des Konflikts führen würden. {Quelle: de.ria.ru}

 

 

Besuch des IKRK-Präsidenten

Über 103’000 syrische Flüchtlinge in einem Monat

 

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