kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Anschlagsserie erschüttert Damaskus 2. September 2012

Filed under: Moslembrüder — Knecht Christi @ 20:12

Anschlagsserie erschüttert Damaskus

Neuer Syrien-Gesandter Brahimi setzt Assad weiter unter Druck

 

Beirut/Amman (dapd): Der Appell des neuen internationalen Syrien-Gesandten Lakhdar Brahimi zum Gewaltverzicht ist am Wochenende ungehört verhallt. In der Hauptstadt Damaskus gab es eine Reihe von Anschlägen. Im Zentrum gingen am Sonntag zwei Bomben nahe der Büros der Generalstabschefs hoch, in einem Vorort kamen am Vorabend bei einem Autobombenanschlag mindestens 15 Menschen ums Leben. Brahimi hatte bei seinem Amtsantritt am Samstag alle Konfliktparteien in Syrien zur Einstellung der Kämpfe aufgerufen. Nach Angaben des syrischen Staatsfernsehens wurden bei dem Doppelanschlag am Sonntag im Viertel Abu Rumane vier Soldaten verletzt. Regierungskreisen zufolge war das Ziel der Explosionen ein im Bau befindliches Gebäude nahe den Büros der Generalstabschefs. Das Gebäude sei zum Zeitpunkt der Explosionen menschenleer gewesen. Am Samstagabend kamen bei einem Autobombenanschlag nahe einem palästinensischen Flüchtlingslager nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur SANA mindestens 15 Menschen ums Leben. Bei der Explosion in al Sbeine, einem Vorort von Damaskus, seien etliche Menschen verletzt und umliegende Gebäude schwer beschädigt worden. Für den Anschlag wurde eine „bewaffnete Terroristengruppe“ verantwortlich gemacht. So wird die oppositionelle Freie Syrische Armee, die gegen das Regime von Präsident Baschar Assad kämpft, in regierungstreuen Medien bezeichnet. Der in London ansässigen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zufolge griffen Assads Truppen am Sonntag erneut Rebellenhochburgen in und um Damaskus, in der Wirtschaftsmetropole Aleppo und der Provinz Idlib an der Grenze zu der Türkei an. In Kafr Batna, einem Vorort im Süden der Hauptstadt, seien drei Menschen im Stile von Hinrichtungen auf einem öffentlichen Platz getötet worden. Bereits am Samstag meldeten Aktivisten Straßenkämpfe in Aleppo und anderswo. In der Ortschaft Al Bukamal in der ölreichen Region Deir el Sur nahe der Grenze zum Irak eroberten Rebellen der Beobachtungsstelle zufolge eine Flugabwehrstellung. In einem Video waren Soldaten zu sehen, die sagten, sie seien gefangen genommen worden. Die Authentizität der Aufnahmen konnte nicht unabhängig bestätigt werden.

 

 

Brahimi fordert Gewaltverzicht

 

Brahimi räumte am Samstag in einem Interview mit dem Fernsehsender Al Arabija ein, noch keine konkreten Ideen zur Beilegung des Syrien-Konflikts zu haben. „Ich kann nichts tun, außer auf die Notwendigkeit für ein Ende der Gewalt und den Beginn eines politischen Prozesses zu bestehen, der glaubwürdig ist und dem syrischen Volk Frieden und Stabilität bringen kann“, sagte der Sondergesandte der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga. „Wir brauchen einen politischen Übergangsprozess. Darüber gibt es innerhalb und außerhalb Syriens keine Meinungsverschiedenheiten.“ Da die Regierung und die Opposition nicht direkt miteinander verhandelten, könne er als Vermittler auftreten, sagte Brahimi. Unterdessen sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Samstag in Moskau, die internationale Gemeinschaft sei zwar geeint in ihrem Wunsch, das Blutvergießen in Syrien zu beenden. Allerdings gebe es „recht ernsthafte Meinungsverschiedenheiten“, wie das zu erreichen sei. Die Länder, die einen militärischen Eingriff favorisierten, kritisierte er scharf. Sie sollten ihren Einfluss auf alle Parteien in Syrien, insbesondere auf die, mit denen sie engen Kontakt pflegten, geltend machen, um Gewaltverzicht zu fordern.

 

 

Bahrain protestiert gegen iranische Manipulation

von Mursi-Rede

 

Nach einer Manipulation von Assad-kritischen Äußerungen des ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi durch das iranische Fernsehen übermittelte Bahrain derweil eine formelle Beschwerde. In seiner Rede bei der Konferenz der Bewegung Blockfreier Staaten in Teheran hatte Mursi am Donnerstag gesagt, die Rebellen in Syrien kämpften gegen ein repressives Regime. Das iranische Staatsfernsehen hatte in der Übersetzung in die Landessprache Farsi einfach das Wort „Syrien“ durch „Bahrain“ ausgetauscht. Mit seiner Rede hatte Mursi den Iran, einen engen Verbündeten des syrischen Regimes, offen düpiert. Teheran wiederum hat wiederholt die Unterdrückung der mehrheitlich schiitischen Bevölkerung durch die sunnitische Führung in Bahrain kritisiert. Die Beschwerde wurde nach Angaben des Golfstaats am Samstag einem iranischen Diplomaten überreicht. {Quelle: www.welt.de – Hamza Hendawi und Jamal Halaby sind Korrespondenten der Nachrichtenagentur AP}

 

 

Jordanien braucht 700 Millionen Dollar

für Syrien-Flüchtlinge  

 

 

Schon mehr als 170.000 Syrer vor Kämpfen

nach Jordanien geflohen

 

Jordanien braucht nach eigenen Angaben 700 Millionen Dollar (knapp 560 Millionen Euro), um die unzähligen Flüchtlinge aus Syrien aufzunehmen. Bisher seien angesichts der Kämpfe in ihrem Land 177.000 Syrer nach Jordanien gekommen, erklärte am Samstag in Amman der Minister für internationale Zusammenarbeit, Dschaafar Hassan. Sein Land rechne mit insgesamt 240.000 Flüchtlingen aus dem Nachbarland. Ohne internationale Hilfe könne Jordanien diese Aufgabe nicht mehr bewältigen, betonte Hassan bei einer Pressekonferenz mit einem Vertreter des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR). {Quelle: www.welt.de}

 

 

Jordanien fordert Finanzhilfe

für die vielen Flüchtlinge aus Syrien

 

Jordanien und das Uno-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR)

haben angesichts der steigenden Zahl der syrischen Flüchtlinge

in dem Königreich finanzielle Unterstützung

in Höhe von 700 Millionen Dollar gefordert.

 

Der jordanische Planungsminister Dshafaar Hassan erklärte am Samstag, das Geld werde gebraucht, um den 240 000 Flüchtlingen und anderen Syrern im Land zu helfen. Die Wasser- und Energieressourcen in Jordanien seien ohnehin schon knapp. Der Flüchtlingsstrom stelle eine zusätzliche Belastung dar. Rund 5000 Syrer überquerten diese Woche innerhalb von 24 Stunden die Grenze nach Jordanien. Mehr als 180 000 Syrer fanden bislang in Jordanien vor dem Bürgerkrieg in ihrem Land Zuflucht. UNHCR-Vertreter Andrew Harper sagte, es sei noch mit weitaus mehr syrischen Flüchtlingen in Jordanien zu rechnen. {Quelle. www.nzz.ch}

 

 

Doppelanschlag im Regierungsviertel: Im Zentrum von Damaskus explodierten zwei Bomben nahe der Büros der Generalstabschefs. (2. September 2012)

 

Iran manipuliert Mursis Syrien-Rede

 

Anschlagsserie in Damaskus

 

Das iranische TV soll die gegen das syrische Regime gerichtete Rede von Mursi manipuliert haben,

indem es das Wort «Syrien» durch «Bahrain» austauschte.

In Damaskus explodierten währenddessen mehrere Bomben.

 

Nach einer Manipulation von Assad-kritischen Äusserungen des ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi durch das iranische Fernsehen übermittelte Bahrain derweil eine formelle Beschwerde. In seiner Rede bei der Konferenz der Bewegung Blockfreier Staaten in Teheran hatte Mursi am Donnerstag gesagt, die Rebellen in Syrien kämpften gegen ein repressives Regime. Das iranische Staatsfernsehen hatte in der Übersetzung in die Landessprache Farsi einfach das Wort «Syrien» durch «Bahrain» ausgetauscht. Mit seiner Rede hatte Mursi den Iran, einen engen Verbündeten des syrischen Regimes, offen düpiert. Teheran wiederum hat wiederholt die Unterdrückung der mehrheitlich schiitischen Bevölkerung durch die sunnitische Führung in Bahrain kritisiert. Die Beschwerde wurde nach Angaben des Golfstaats am Samstag einem iranischen Diplomaten überreicht.

 

Doppelanschlag im Zentrum von Damaskus: Der Appell des neuen internationalen Syrien-Gesandten Lakhdar Brahimi zum Gewaltverzicht ist am Wochenende derweil ungehört verhallt. In der Hauptstadt Damaskus gab es eine Reihe von Anschlägen. Im Zentrum gingen heute Sonntag zwei Bomben nahe der Büros der Generalstabschefs hoch, in einem Vorort kamen am Vorabend bei einem Autobombenanschlag mindestens 15 Menschen ums Leben. Brahimi hatte bei seinem Amtsantritt am Samstag alle Konfliktparteien in Syrien zur Einstellung der Kämpfe aufgerufen. Nach Angaben des syrischen Staatsfernsehens wurden bei dem Doppelanschlag am Sonntag im Viertel Abu Rumane vier Soldaten verletzt. Regierungskreisen zufolge war das Ziel der Explosionen ein im Bau befindliches Gebäude nahe den Büros der Generalstabschefs. Das Gebäude sei zum Zeitpunkt der Explosionen menschenleer gewesen.

 

15 Menschen sterben durch Autobombe: Am Samstagabend kamen bei einem Autobombenanschlag nahe einem palästinensischen Flüchtlingslager nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Sana mindestens 15 Menschen ums Leben. Bei der Explosion in al-Sbeine, einem Vorort von Damaskus, seien etliche Menschen verletzt und umliegende Gebäude schwer beschädigt worden. Für den Anschlag wurde eine «bewaffnete Terroristengruppe» verantwortlich gemacht. So wird die oppositionelle Freie Syrische Armee, die gegen das Regime von Präsident Bashar al-Assad kämpft, in regierungstreuen Medien bezeichnet. Der in London ansässigen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zufolge griffen Assads Truppen am Sonntag erneut Rebellenhochburgen in und um Damaskus, in der Wirtschaftsmetropole Aleppo und der Provinz Idlib an der Grenze zu der Türkei an. In Kafr Batna, einem Vorort im Süden der Hauptstadt, seien drei Menschen im Stile von Hinrichtungen auf einem öffentlichen Platz getötet worden. Bereits am Samstag meldeten Aktivisten Strassenkämpfe in Aleppo und anderswo. In der Ortschaft al-Bukamal in der ölreichen Region Deir al-Zor nahe der Grenze zum Irak eroberten Rebellen der Beobachtungsstelle zufolge eine Flugabwehrstellung. In einem Video waren Soldaten zu sehen, die sagten, sie seien gefangen genommen worden. Die Authentizität der Aufnahmen konnte nicht unabhängig bestätigt werden.

 

Brahimi fordert Gewaltverzicht: Brahimi räumte am Samstag in einem Interview mit dem Fernsehsender al-Arabiya ein, noch keine konkreten Ideen zur Beilegung des Syrien-Konflikts zu haben. «Ich kann nichts tun, ausser auf die Notwendigkeit für ein Ende der Gewalt und den Beginn eines politischen Prozesses zu bestehen, der glaubwürdig ist und dem syrischen Volk Frieden und Stabilität bringen kann», sagte der Sondergesandte der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga. «Wir brauchen einen politischen Übergangsprozess. Darüber gibt es innerhalb und ausserhalb Syriens keine Meinungsverschiedenheiten.» Da die Regierung und die Opposition nicht direkt miteinander verhandelten, könne er als Vermittler auftreten, sagte Brahimi. Unterdessen sagte der russische Aussenminister Sergei Lawrow am Samstag in Moskau, die internationale Gemeinschaft sei zwar geeint in ihrem Wunsch, das Blutvergiessen in Syrien zu beenden. Allerdings gebe es «recht ernsthafte Meinungsverschiedenheiten», wie das zu erreichen sei. Die Länder, die einen militärischen Eingriff favorisierten, kritisierte er scharf. Sie sollten ihren Einfluss auf alle Parteien in Syrien, insbesondere auf die, mit denen sie engen Kontakt pflegten, geltend machen, um Gewaltverzicht zu fordern. {Quelle: bazonline.ch}

 

One Response to “Anschlagsserie erschüttert Damaskus”

  1. Emanuel Says:

    Brahimi fordert Gewaltverzicht !!!

    Die Situation Syriens und die Argumentation des „Westens“ macht folgender Bericht sehr deutlich :

    http://hinter-der-fichte.blogspot.de/2012/09/syrien-wie-ers-macht-ists-falsch.html


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