kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Erst Amerika und jetzt Frankreich: Unterstützung der Rebellen?!? 31. August 2012

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 22:15

Frankreich fordert syrische Opposition auf, eine Interimsregierung zu bilden!

 

 

Der französische Staatspräsident François Hollande

hat die syrische „Opposition“ aufgefordert,

eine provisorische Regierung zu bilden,

die sein Land dann als legitime Regierung Syriens anerkennen werde.

Hollandes Erklärung ist die erste,

die in diese Richtung weist,

und hat den diplomatischen Druck

auf das Regime des syrischen Präsidenten Baschar Al-Assad weiter erhöht.

 

 

 

Die syrische Opposition ist weiterhin bitter in sich zerstritten, und es gilt daher alles andere als sicher, dass eine solche Interimsregierung überhaupt in naher Zukunft zustande kommt. Viele Beobachter sehen Hollandes Vorstoß als zusätzlichen Anreiz, eine solche Regierungsbildung in Angriff zu nehmen. Darüber hinaus warnte der französische Präsident die syrische Regierung Assads vor einer direkten militärischen Intervention: »Zusammen mit unseren Verbündeten verfolgen wir die Entwicklung sehr sorgfältig. Ein Einsatz von Chemiewaffen muss verhindert werden und wäre für die internationale Gemeinschaft ein legitimer Grund für eine direkte militärische Intervention«.

 

Nur wenige Tage vor dieser Ankündigung

hatte bereits der amerikanische Präsident Barack Obama Assad gewarnt,

die USA würden auf jeden Einsatz von Chemiewaffen

oder sogar die Verlegung dieser Waffen unmittelbar militärisch reagieren.

 

Der französische Präsident kritisierte auch Russland und China,

da »die Haltung [dieser Länder] unsere Möglichkeiten behindert,

entsprechend den Vorgaben der UN-Charta zu handeln«.

 

 

»Freie Syrische Armee

soll Stellvertreterrolle

für ausländische Mächte übernehmen«

 

Der Direktor der Antikriegskoalition ANSWER, Brian Becker, erklärte im Gespräch mit Russia Today, der Westen setze immer mehr darauf, als Teil seiner neokolonialen Pläne für die Nahmittelost-Region eine Marionettenregierung einzusetzen. Ein solcher Schritt der Bildung einer Interimsregierung, die von einigen Staaten diplomatisch anerkannt würde, lieferte dann den geeigneten Vorwand für eine umfassende militärische Intervention, fügte er hinzu. Der französische Präsident hat die syrische Opposition aufgefordert, eine provisorische Regierung zu bilden, die Frankreich dann anerkennen werde. Was halten Sie davon? Brian Becker: In diesem Zusammenhang muss man einmal daran erinnern, dass Frankreich die frühere Kolonialmacht in Syrien war und zusammen mit England als Kolonialmacht im Nahen und Mittleren Osten auftrat. So gesehen ist es schon skurril und in gewisser Weise eine Ironie, eigentlich sogar extrem scheinheilig, wenn die französische Regierung nun von der syrischen Opposition fordert, ›dann bildet mal eine Regierung und wir erkennen euch dann an‹. Das entspricht genau dem Vorgehen in der ›guten, alten Zeit‹, als die Kolonialmächte ihre Macht in Syrien oder Ägypten, oder wo sie sonst noch Kolonien besaßen – und das war in fast allen Teilen der damaligen Welt der Fall -, über Stellvertreter ausübten. Hier und heute haben wir es mit einer Eskalation der ausländischen Einmischung zu tun.

 

Wenn Frankreich, England und die USA, wenn die NATO-Mächte

tatsächlich diese Regierung der syrischen Opposition,

diese durch französischen Kolonialismus in einem neuen Gewand gebildete Regierung anerkennen,

liefert man, wie wir sehen werden,

den Vorwand für eine umfassende militärische Intervention,

mit der diese neue Regierung,

die nach Ansicht des Westens

dann die einzige legitime Vertretung des syrischen Volkes darstellte,

verteidigt würde.

 

 

Aber wer soll

diese neue provisorische Regierung bilden?

 

Brian Becker: Es dürfte sich dabei um diejenigen Personen oder Gruppen handeln, die nach Ansicht der Franzosen, Briten und der USA ihren jeweiligen Interessen am besten dienen. Zu Beginn des Konflikts in Syrien gab es eine Opposition, sogar eine starke Opposition, gegen die Regierung Assad. Diese Oppositionsgruppen lehnten Gewalt und Bürgerkrieg und vor allem eine Einmischung aus dem Ausland ab. Aber sie wurden an den Rand gedrängt und durch die Freie Syrische Armee ersetzt. Aber bei diesen angeblichen syrischen Revolutionären handelt es sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt um nichts anderes als Handlanger ausländischer Mächte. Daher werden die NATO-Mächte, die sozusagen das Gewaltmonopol besitzen, letztlich darüber entscheiden, wie diese neue so genannte Oppositionsregierung oder, wie sie es nennen, die legitime Regierung des syrischen Volkes, zusammengesetzt sein wird.

 

Moskau hat die USA und ihre Verbündeten vor einem solchen Szenario – »Demokratie durch Luftangriffe« – gewarnt.

Nun hat Frankreichs Präsident erklärt,

Russland und China »schwächten« die Rolle der Vereinten Nationen im Zusammenhang mit Syrien.

Stimmen Sie dem zu?

 

Brian Becker: Genau darum geht es ja. Wenn die USA, Frankreich und England die Vereinten Nationen lediglich als Mittel zur Durchsetzung ihrer eigenen Außenpolitik betrachten, sind sie natürlich sehr verärgert über Russland und China, wenn diese die »UN schwächen«. Aber wenn die Vereinten Nationen ihrer eigentlichen Rolle und Bedeutung entsprechend eine Stimme des Friedens und ein Instrument zur Verhinderung von Krieg und Kolonialismus sein sollen, wie es ja zumindest in der Vergangenheit mal geheißen hatte, dann ist das Vorgehen Russlands und Chinas natürlich völlig legitim. Denn sie sagen nichts anderes, als dass die Vereinten Nationen nicht zum Spielball oder Werkzeug der französischen, britischen oder amerikanischen Außenpolitik verkommen dürfen, sondern die zentrale Vertretung der Weltgemeinschaft sein müssen. Und allein dadurch, dass sie daran festhalten, eine eigenständige Position zu vertreten, erregen sie den Zorn der Westmächte. Aber die Menschen in Syrien und in der ganzen Nahmittelost-Region hoffen, dass China und Russland ihren Kurs beibehalten, denn sie alle wollen, dass diese Region ein für alle Mal vom Einfluss der früheren Kolonialmächte befreit wird und unabhängig bleibt. {Quelle: info.kopp-verlag.de}

 

 

 Iranian President Mahmoud Ahmadinejad talks to Egyptian President Mohammed Mursi (R) the latter’s his speech during the 16th summit of the Non-Aligned Movement in Tehran. (Reuters)

 

 

Iran weist Mursis Syrien-Kritik zurück

 

 

Teheran/Kairo: Ein iranischer Parlamentarier hat die harten Worte von Ägyptens Präsident Mohammed Mursi gegen das Regime in Syrien scharf kritisiert. Dem Ägypter fehle die «notwendige politische Reife», um einen Gipfel der Blockfreien Staaten zu leiten, sagte der ehemalige stellvertretende Außenminister Hussein Scheicholeslam am Freitag der Nachrichtenagentur Mehr. In Kairo hingegen wurde Mursi am Donnerstagabend bei seiner Ankunft auf dem Flughafen von rund 300 Anhängern begeistert empfangen. Mursi hatte die iranische Führung am Donnerstag brüskiert, indem er bei der Eröffnung des Blockfreien-Gipfels in Teheran die Unterstützung der Revolution in Syrien «eine moralische Pflicht sowie eine politische und strategische Notwendigkeit» nannte. Die syrische Delegation verließ während der Rede den Saal. Mursi habe in seiner Funktion als Vorsitzender des Blockfreien-Gipfels die Position Ägyptens zur Sprache gebracht, dies sei ein «großer Fehler» gewesen, sagte Scheicholeslam.

 

Kommentatoren in Ägypten lobten dagegen Mursi wegen seines Eintretens für die Aufständischen gegen das Regime von Baschar al-Assad. «Wirksame Solidarität mit der syrischen Revolution ist eine Pflicht für Ägypten», meinte der links-liberale Politologe Amr Hamzawy. «Auf die, die Assads Diktatur unterstützen, sollten wir Druck ausüben». Der Iran gilt als der stärkste Unterstützer Syriens in der Region. Mursi kommt aus der islamistischen Muslimbruderschaft, deren syrischer Zweig den Aufstand gegen das Assad-Regime entscheidend mitträgt. Er ist der erste ägyptische Präsident, der seit der Islamischen Revolution von 1979 den Iran besucht. Die beiden Staaten unterhalten keine diplomatischen Beziehungen. Der Blockfreien-Gipfel sollte am Freitag zu Ende gehen. Der Iran übernimmt von Ägypten für drei Jahre den Vorsitz der Bewegung. {Quelle: www.welt.de}

 

 

 

 

 

China's President Hu Jintao and his Egyptian counterpart Mohammed Mursi during an official welcoming ceremony at the Great Hall of the People in Beijing August 28, 2012. (REUTERS/Jason Lee)

 

 

 

 

Und die Stromaufälle halten an?

 

4 Responses to “Erst Amerika und jetzt Frankreich: Unterstützung der Rebellen?!?”

  1. Radium Says:

    ägypten macht eine zeitreise in die vergangenheit, früher hat man ägypten besucht um die geschichte zu sehen, jetzt kann man sie dort direkt miterleben. haha

  2. Erich Foltyn Says:

    es wäre ja der normale Weg, dass bei einem Aufstand die Regierung zurück tritt und eine neue gebildet wird, die bringt dann auch nicht alles zusammen und so sind die Aufständischen nur partiell gefährlich und sie müssen ja dann als in der Regierung mit sich selbst kämpfen. Aber der Westen ist schon ungeheuer blauäugig und masochistisch vertrauensselig. Auf diese Art machen sie keinen Frieden, sondern sie schieben den Konflikt nur auf die lange Bank, bis er Weltdimensionen erreicht, damit sie zufrieden und glücklich sind. Aber der Assad ist mit seiner Opposition derart verfeindet, dass man nicht einfach eine Oppositionsregierung bilden kann. Auch wenn das gelänge, würde ja offenkundig oder offenkundiger werden, wie der Massaker weiter geht. Aber da es mir wurscht sein kann, für mich sind ja die 550 Millionen Europäer die Schutzschilde, die es abkriegen, lange bevor ich etwas davon spüre. Und in Österr. schreiben sie heute in der Zeitung für was wir überhaupt noch ein Heer brauchen. Also was soll ich mich scheren mit meinen 69 Jahren, was die Österr. machen. Denen geht es eh noch viel besser als mir und das will was heißen. Komisch nur, dass die in den islamischen Ländern nicht der Neid frisst, sodass sie es auch so machen wollen wie wir. Aber nein, die wollen zu Adam und Eva zurück.

    • carma Says:

      sie betonen immer wieder einmal ihr alter und das es ihnen recht solide/gut geht und es ihnen somit also egal sein kann, was die gesellschaft so umtreibt. diese „wurschtigkeits“-haltung drückt sich in ihrer aussage, es würden sie schon die restlichen 500 mill. eu-bürger schützen, auf eine recht zynische weise aus, finden sie nicht? genau diese einstellung erlaubt es den moslems, sich ungehindert zu verbreiten…
      so einfach kann man es sich als christ nicht machen, die dinge einfach so laufen zu lassen – nur ein entschlossener geistiger widerstand v.a. auch in den kirchengemeinden kann etwas bewirken: JEDER kann und sollte sich in irgendeiner form zur initiative entschließen, und sei es nur, diskussionen in gang zu setzen. das, was wir hier täglich zu erfahren bekommen, muss auch hinaus in die welt getragen werden – sonst bleibt es nur ein debattierclub unter „eingeweihten“: wir MÜSSEN also mehr MUT wagen!
      mit freundlichen grüßen

  3. Erich Foltyn Says:

    komisch, wenn sie eh schon im Schützengraben liegen, wieso niemand auf die Idee kommt, gegen den Islam zu sein und für ein besseres Leben zu kämpfen. Islam heisst ja nichts anderes, als dass einen das Gebet und der Gesichtsschleier wichtiger sind als alles andere. Damit kann man ja keine Waren produzieren, man muss in Lehmhütten auf dem Fussboden schlafen nur mit der Kalaschnikow im Arm. Und wenn sie alle Christen umbringen, haben sie deswegen auch kein besseres Leben.


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