kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Exodus einer Minderheit 30. August 2012

Filed under: Christenverfolgung,Islamischer Terror — Knecht Christi @ 19:35

Irakische Kirchenvertreter befürchten Auflösung des Christentums

 

Irakische christliche Kirchenvertreter weisen auf eine drastische Verschlechterung der Lage für Christen im Irak hin. „Alles läuft auf eine Auflösung des Christentums im Irak hin“, sagte der Erzbischof von Bagdad, Jean Sleiman, am Mittwochabend in Aachen. „Die Christen haben nur die Wahl, sich ganz zurückzuziehen oder sich aufzulösen“.

 

 

Demütigungen, Entführungen und Anschläge

hätten die Botschaft:

Werdet Muslime oder verlasst den Irak„,

sagte Sleiman!

 

 

 

 

Den Verlust des Gefühls, in den Irak zu gehören, hält Sleiman für viel schlimmer als die Gewalt selbst. Der 66-Jährige ist jedoch entschlossen zu bleiben, „auch wenn ich der letzte Christ im Irak wäre“. Der Erzbischof war Gast  einer Konferenz des Missionswissenschaftlichen Instituts des katholischen Hilfswerks Missio.  Ein Miteinander der 14 offiziell anerkannten christlichen Konfessionen gebe es nur vereinzelt, beklagte der Dominikanerpater Thomas Mirkis aus Bagdad. Er erhoffe sich durch Konferenzen wie die von Missio die Stärkung einer christlichen Lobby, um den Exodus der christlichen Minderheit aus dem Irak aufzuhalten. Die Suche nach einer gemeinsamen politischen Identität und angemessenen Repräsentanz in den Gesetzgebungs- und Regierungsinstitutionen sei schwierig. Vertreter der christlichen Religionsgemeinschaften hätten kaum politisches Gewicht, da jede Gruppe um ihren eigenen Erhalt kämpfe.   Seit die letzten US-amerikanischen Soldaten Ende 2011 nach ihrer achtjährigen Besatzungszeit den Irak verlassen hätten, sei das Land, in dem mit 97 Prozent überwiegend Muslime leben, wie ein Vulkan kurz vor dem Ausbruch, mahnte Pater Mirkis. Dabei würden vor allem Christen zur Zielscheibe von Terroristen und Extremisten, die einen islamischen Gottesstaat errichten wollten.   Pauschale Bezichtigungen Islamisten machten Christen für den gesellschaftlichen Zerfall verantwortlich und bezichtigten sie pauschal der Kollaboration mit dem Westen und des Verrats am irakischen Volk, berichteten die irakischen Kirchenvertreter.

 

 

 

 

Obwohl die Verfassung Religionsfreiheit garantiere, gelte in vielen Bereichen das islamische Recht der Scharia. Wegen der mangelnden Autorität staatlicher Organe und örtlicher Sicherheitskräfte lebten irakische Christen in ständiger Angst vor Entführungen, Vergewaltigungen, Erpressungen und Attentaten.   Zwischen den Machtkämpfen von Sunniten und Schiiten sowie den Autonomiebestrebungen der Kurden gerieten die Christen unter Druck. Vor allem die jungen, gut ausgebildeten Christen verließen wegen fehlender beruflicher Perspektiven ihre Heimat, klagte Erzbischof Botros Moshe von Mossul: „Von den jungen Leuten will keiner mehr im Irak bleiben.“   Der Irak, das Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris, zählt zu den ältesten Siedlungsgebieten des Christentums. Die schätzungsweise bis zu 500.000 im Land verbliebenen Christen gehören neben der größten Kirche der Chaldäer unter anderem zu den Glaubensgemeinschaften der Griechisch-Orthodoxen, Armenisch-Orthodoxen, Syrisch-Orthodoxen, syrischen Katholiken, armenischen Katholiken, Mekiten, Kopten, Assyrer und Protestanten. Nach Worten von Missio wird ein Koordinationsbüro im nordirakischen Erbil noch in diesem Jahr damit beginnen, die Arbeit christlicher Medien, Parteien und gesellschaftlicher Gruppen zu bündeln. {Quelle: www.domradio.de}

 

 

Die Kirche in Karadosh

 

 

Chaldäische Bischöfe und Hilfswerke

eröffnen Büro im Irak  

 

 

Aachen, 30.8.12 (Kipa): Die unter Gewalt und wirtschaftlicher Not leidenden Christen im Irak sollen wirksamere Hilfe erhalten. Dafür wollen die mit Rom unierten irakischen Bistümer ein gemeinsames Koordinationsbüro eröffnen. Es soll bis Ende des Jahres in der Stadt Arbil im kurdischen Autonomiegebiet die Arbeit aufnehmen und von kirchlichen Hilfswerken in Deutschland unterstützt werden, wie die Teilnehmer einer deutsch-irakischen Konferenz am Mittwoch in Aachen bekanntgaben. „Das Büro soll vor allem wirtschaftliche Projekte entwickeln und deren Finanzierung koordinieren“, sagte der Leiter des Missionswissenschaftlichen Instituts des Hilfswerks Missio und Organisator der Konferenz, Harald Suermann. Die Menschen brauchten schnelle Hilfen und berufliche Perspektiven, damit die christliche Massenauswanderung aus dem Irak gestoppt werden könne. Das Büro werde aber auch das zweite grosse Problem der irakischen Christen – die fehlende Sicherheit – in den Blick nehmen.

 

 

Zwei Drittel der Christen ins Ausland geflohen

 

„Dafür soll es bei der Bagdader Regierung deutlich für einen besseren Schutz der Menschen eintreten“, so Suermann. Seit Beginn der US-geführten Invasion im Irak 2003 ermordeten Islamisten und kriminelle Banden mehr als 1.000 Christen. Von den rund 1,2 Millionen irakischen Christen sind nach Schätzungen von Missio zwei Drittel ins Ausland geflohen. An der zweitägigen Konferenz nahmen neben Vertretern der Hilfswerke Missio, Misereor, Kirche in Not, Caritas international und des Kindermissionswerks hochrangige, überwiegend chaldäische Bischöfe aus dem Irak teil. Die Erzbischöfe von Bagdad, Mosul und Arbil dankten den deutschen Stellen für ihre Unterstützung.  Jean Sleiman (Bagdad), Amel Nona (Mosul), Botros Moshe (syrisch-katholischer Erzbischof von Mosul) und Bashar Warda (Arbil) bezeichneten die Hilfe als wichtiges Zeichen gegen die Massenabwanderung in ihren Gemeinden. Es gehe dabei aber auch um Verbesserungen für das ganze irakische Volk. Auch Muslime sollten von den Projekten des Büros profitieren können.

 

 

Aufruf an Investoren

 

Die Geistlichen riefen deutsche Investoren auf, den Irak nicht aufzugeben, und sich am Wiederaufbau des Landes zu beteiligen. Der chaldäische Weihbischof von Bagdad, Shlemon Warduni, sagte, er hoffe auch auf ein grösseres Interesse der deutschen Regierung am Irak. Sie könne deutsche Unternehmer zu mehr Engagement ermutigen und selbst grösseren politischen Einfluss auf die innere Entwicklung des Landes nehmen.

{Quelle: kipa-apic.ch}

 

2 Responses to “Exodus einer Minderheit”

  1. Emanuel Says:

    Dank der höllischen Allianz zwischen den Wahhabiten -Salafisten Saudi-Arabiens und den westlichen schwulen und lesbischen Politiker/Wirtschaftsbossen sowie den Eminenzen im Hintergrund werden in naher Zukunft auch die Christen aus Syrien vertrieben/ermordet sein …. Und Syrien ist das Land der Vorfahren Abrahams – allerdings hieß er damals noch ABRAM — ein kleiner aber wichtiger Unterschied im Namen …

    Diese Duplizität der Ereignisse ist kein Zufall !!! Gott sendet uns täglich Hinweise – die Wahrheit zu erkennen und unsere Konsequenzen daraus zu ziehen !!!!!!!!!!!!

    Unter Saddam Hussein gab es christliche führende Politiker ! Unter Assad gab und giebt es wichtige christliche Entscheidungsträger !!!

    Alles wird durch US-RAEL zerstört !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Wie jemand schon neulich treffend sagte : Die neue Weltordnung wird der Herr errichten und kein Satan !!

    Die Teufel und die Satane dieser Welt, die uns regieren, halten sich für Gott …….. Sie werden bald erfahren, das sie unterste Fußsohle sind …..!!!!!

  2. Ibrahaim Says:

    Es ist eine Schande! Warum schaut der „Westen“ zu? Helfen wir unseren Schwestern und Brüdern im Irak!

    Durch Gebet und Worte! Sprechen wir mit Freunden und Bekannten über Ihre Lage und die Probleme

    mit dem Islam und dem „neuen“ Irak! Helfen wir mit Gebet, Worten und Taten. Amen


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