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Amerikanische Waffenverkäufe ins Ausland verdreifachen sich 30. August 2012

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 19:12

Amerikanische Waffenverkäufe ins Ausland haben sich 2011 verdreifacht und erreichten einen Gesamtumfang von 66,3 Milliarden Dollar.

 

 

Die Anrainerstaaten des Persischen Golfs

waren dabei die wichtigsten Käufer,

allen voran der amerikanische Verbündete Saudi-Arabien,

der den Löwenanteil hält.

 

Die Golfstaaten kauften Rüstungsgüter im Wert von 33 Milliarden Dollar,

wobei es sich dabei um verschiedenste Rüstungsgüter

von Kampfflugzeugen des Typs F-15 bis zu Raketen handelte,

wie eine neue Untersuchung des amerikanischen Kongresses enthüllte,

die vom wissenschaftlichen Forschungsdienst des Kongresses,

dem Congressional Research Service, erstellt wurde.

 

 

 

 

 

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) erwarben ein hochmodernes Terminal High Altitude Area Defense (THAAD, ein Raketenabwehrsystem gegen ballistische Raketen mit einer Reichweite von 200 Kilometern, das mit Abfangraketen in großer Höhe operiert), das alleine schon 3,49 Milliarden Dollar kostete, sowie 16 Transporthubschrauber von Typ Boeing-Vertol CH-47 Chinook für insgesamt eine Milliarde Dollar. Nach Ansicht von Fachleuten könnten die stark gestiegenen Waffenverkäufe der USA im Zusammenhang mit den Befürchtungen der Käuferländer stehen, der Einfluss des Iran in der Region könnte noch zunehmen. »Die Golfstaaten kaufen Rüstungsgüter, weil sie der Arabische Frühling und der Aufstand in Bahrain aufgeschreckt haben, und weil sie Teil des von den USA angeführten militärischen Aufmarsches gegen den Iran sind«, erklärte der Politologe Chris Bambery und fügte hinzu, Saudi-Arabien sei nach dem Sturz Mubaraks zum wichtigsten amerikanischen Verbündeten in der arabischen Welt aufgestiegen, und dies reflektiere sich in den amerikanischen Rüstungsgüterverkäufen.

 

Die Spannungen zwischen dem Iran und Israel flackerten vor Kurzem erneut auf, als berichtet wurde, Tel Aviv plane noch vor den amerikanischen Präsidentschaftswahlen im November dieses Jahres einen Angriff auf die iranischen Nuklearanlagen. Hunderte prominenter Israelis haben bereits eine Petition unterzeichnet, in der sie diese Pläne der Regierung scharf kritisieren, die allerdings die volle Rückendeckung der USA genießen, die ein militärisches Vorgehen nie grundsätzlich ausgeschlossen hatten. Zu weiteren wichtigen Abnehmern amerikanischer Rüstungsgüter zählen nach Angaben der schon erwähnten Kongressuntersuchung Indien (mit vier Milliarden Dollar) und Taiwan (mit zwei Milliarden Dollar). Interessanterweise schloss Washington auch ein Abkommen zur Lieferung von Rüstungsgütern im Umfang von vier Milliarden Dollar mit der größten asiatischen Volkswirtschaft ab – der Volksrepublik China. Mit diesem Abkommen profitieren einerseits zwar die amerikanischen Rüstungskonzerne von den immensen Dollar-Devisenreserven Pekings, andererseits schaden sie damit aktiv ihrem eigenen Militär. Nach Auffassung Bamberys stecken die USA China gegenüber in einer Zwickmühle. Einerseits setzt Washington alles daran, dem militärischen Einfluss Chinas im Pazifik entgegenzutreten, andererseits hängen die USA in wirtschaftlicher Hinsicht von China ab – der Kompromiss sieht nun so aus, dass die USA zwar Waffen an China verkaufen, den Umfang aber gering zu halten versuchen. Alles zusammen genommen macht der amerikanische Anteil am weltweiten Auslandshandel mit Rüstungsgütern 78 Prozent aus. Die Verkäufe von Rüstungsgütern erreichten 2011 nach Angaben der Studie den bisher höchsten Stand der amerikanischen Geschichte. Gegenüber dem Vorjahr sei es noch einmal zu einem »außergewöhnlichen Anstieg« gekommen. 2010 hatte Amerika Rüstungsgüter im Wert von 21,4 Milliarden Dollar ins Ausland verkauft. »Vor dem Hintergrund der Konflikte, die derzeit weltweit ausgetragen werden, muss man feststellen, dass vor allem der Westen den Löwenanteil der Waffen liefert. Das ›Amerikanische Jahrhundert‹, wie es für die Zeit nach 1945 verkündet wurde, ist vor allem durch anhaltende Kriege gekennzeichnet«, kommentierte Bambery.

 

 

 

 

 

Russland nimmt in der Studie mit Waffenverkäufen ins Ausland

im Umfang von 4,8 Milliarden Dollar den zweiten Platz ein.

 

 

»Der amerikanische militärisch-industrielle Komplex

sucht nach neuen Märkten«

 

Der frühere Oberstleutnant Anthony Shaffer, leitender Wissenschaftler am Center for Advanced Defense Studies in Washington, vertritt die Auffassung, der massive Anstieg der Rüstungsgüterverkäufe gehe darauf zurück, dass die Rüstungsindustrie versuche, Gewinnrückgänge auszugleichen. »Es fällt mir schwer, zuzugeben, dass wir [in den USA] einen gewaltigen militärisch-industriellen Komplex haben, der umsorgt und gefüttert werden will, aber so ist es nun einmal. Lassen Sie es mich offen aussprechen, die Militäroperationen im Irak und in Afghanistan gehen in absehbarer Zeit zu Ende, und die brutale Wahrheit lautet: Wir brauchen für unsere [Rüstungsindustrie] neue Absatzmärkte« sagte er gegenüber Russia Today. Weiter bemerkte Shaffer, einer der Gründe dafür, dass Saudi-Arabien und andere Golfstaaten so weit oben auf der Liste der Käufer von Rüstungsgütern stünden, hinge damit zusammen, dass die USA ihre regelmäßige Belieferung mit Erdöl aus der Region sicherstellen wollen. »Die Grundidee dahinter besagt, wenn wir gute Beziehungen zu allen diesen Ländern und insbesondere zu Saudi-Arabien unterhalten, wie dies etwa 1991 während des Golfkriegs der Fall war, könnten diese Länder die Stabilität ihrer eigenen Erdölvorkommen und Erdölexporte gewährleisten«.

 

Ein weiterer wichtiger Grund für die Aufrüstung dieser Länder könnte sein, dass sich die USA auf einen Krieg gegen den Iran vorbereiten, der nach Ansicht Shaffers »unvermeidlich« ist. »Ich bin überzeugt, wenn nichts wirklich Dramatisches geschieht, wird es innerhalb der kommenden anderthalb Jahre, wenn nicht schon früher, zum Krieg kommen. Und man glaubt [in Washington], wenn wir unsere Verbündeten mit Waffen beliefern, könnten sie [für uns] stellvertretend Krieg führen«, sagte er. Gleichzeitig haben die USA, so Shaffer, gar keine langfristige Strategie für diese sensible und anfällige Region, in die sie jetzt Rüstungsgüter in großen Mengen liefern. »Im Moment verfügen die USA über keine globale Strategie. Wir wissen nicht, wie es in Syrien weitergeht. Aber ohne eine klare und zusammenhängende Strategie, die darüber hinausgeht, den Iran jetzt zu isolieren und Israel zu unterstützen, fehlt eine klare Ausrichtung für die Zukunft«, bemerkte er. {Quelle: Russia Today  – info.kopp-verlag.de}

 

3 Responses to “Amerikanische Waffenverkäufe ins Ausland verdreifachen sich”

  1. Emanuel Says:

    „Hunderte prominenter Israelis haben bereits eine Petition unterzeichnet, in der sie diese Pläne der Regierung scharf kritisieren, “

    erstaunlich ! Israelische „Antisemiten“ ………….

  2. G.K Says:

    Im letzten Jahr haben die USA Waffen im Wert von 66,3 Milliarden Dollar exportiert. Dies ist dreimal so viel wie im Jahr zuvor und mehr als doppelt so viel wie im bisherigen Rekordjahr 2009, als sich die Waffenexporte auf 31 Milliarden Dollar beliefen. Russland als zweitgrösster Waffenexporteur kommt gerade einmal auf 8,4 Milliarden.

    Zweitgrösstes Abnehmerland hinter Saudiarabien ist Indien, das von den USA zehn Transportflugzeuge vom Typ C-17 für 4,1 Milliarden Dollar kaufte.

    tja wenn die Kriegerischen nur Krieg führen wollen anstatt Frieden–bereichern sich eben die anderen–wie armselig doch die Welt noch lebt,…

    Das Geschäft mit dem Tod ist ein „gutes“ Geschäft. Nur schon deshalb lohnt es sich, Feinbilder wie Russland oder Iran ewig aufrecht zu erhalten und immer neue Bedrohungen herauszubeschwören. Man stelle sich nur vor, der Waffenexport der Kriegsnation Nr.1 würde zusammenbrechen…


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