kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Ahmadinedschad versammelt die halbe Welt um sich 30. August 2012

Filed under: Moslembrüder — Knecht Christi @ 21:40

Treffen der Blockfreien Staaten im Iran

 

 

Für den Iran ist der Gipfel der Blockfreien Staaten eine Chance.

Vertreter aus rund 100 Ländern

tagen von heute an in Teheran,

das könnte dem Iran im diplomatischen Ringen

um sein Atomprogramm helfen.

Auch UN-Generalsekretär Ban will kommen

Sehr zum Verdruss von Israel und den USA.

 

 

 

 

Der Iran übernimmt für die kommenden drei Jahre den Vorsitz der Bewegung der Blockfreien Staaten. 35 Staats- und Regierungschefs kommen iranischen Angaben zufolge zum Treffen nach Teheran. Unter ihnen sollen unter anderem Ägyptens Präsident Mohammed Mursi, Indiens Premierminister Manmohan Singh und Kubas Führer Raul Castro sein. Außerdem hat UN-Generalsekretär Ban Ki Moon seine Teilnahme angekündigt. Der Generalsekretär freue sich auf den Gipfel, sagt dessen Sprecher Martin Nesirky. Es sei eine Gelegenheit, mit den Teilnehmerstaaten inklusive dem Gastgeberland Iran bei der Lösung globaler Fragen zusammenzuarbeiten.

 

 

 

 

USA fordern von Ban klare Stellungnahme: Diese Auffassung wird bei weitem nicht von allen geteilt. Israel und die USA halten den Auftritt Bans in Teheran für kontraproduktiv und schädlich. Denn, so Victoria Nuland, die Sprecherin des US-State Departments, es handle sich beim Iran um ein Land, das alle möglichen UN-Verpflichtungen verletze und eine destabilisierende Macht darstelle: „Wir hoffen, dass jene, die sich entschlossen haben teilzunehmen – inklusive UN-Generalsekretär Ban Ki Moon – gegenüber den Iranern klar Position bezüglich deren internationalen Verpflichtungen beziehen werden“. Das, so Bans Sprecher, sei die feste Absicht des UN-Generalsekretärs: „Er wird die Gelegenheit nutzen, um Befürchtungen und Erwartungen der internationalen Gemeinschaft bezüglich beidseitiger Zusammenarbeit bei der regionalen Stabilität und dem Wohlergehen der iranischen Bevölkerung zu überbringen. Das beinhaltet Irans Atomprogramm, Terrorismus, Menschenrechte und die Krise in Syrien“. Ganz zweifellos erhofft sich der Iran durch die Ausrichtung dieses Gipfels eine diplomatische Aufwertung. Unter der Führung Washingtons versucht der Westen, die Islamische Republik diplomatisch zu isolieren, wirtschaftlich zu schwächen und politisch unter Druck zu setzen, um Teheran Zugeständnisse im Atomstreit abzuringen. Die iranische Führung wird beschuldigt, an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Teheran bestreitet das und gibt an, das iranische Atomprogramm verfolge rein zivile Zwecke.

 

 

Indiens schwierige Beziehung zum Iran

www.dw.de

 

 

Bewegung vertritt fast die Hälfte der Weltbevölkerung: Bei dem Treffen werde es um die Entwicklung im Nahen Osten, um soziale Gerechtigkeit und das Palästinenserproblem gehen, sagt Mohammed Reza Forghani vom Außenministerium in Teheran. Rund 100 Staaten der knapp 120 Mitglieder umfassenden Bewegung der Blockfreien haben laut Forghani ihre Teilnahme zugesagt. Eingeladen sind auch die Palästinensische Autonomiebehörde sowie die vom Westen als Terrororganisation eingestufte Hamas. Zunächst finden Gespräche auf Expertenebene statt, dann beraten die Außenminister und am 30. und 31. August wird der Gipfel der Staats- und Regierungschefs über die Bühne gehen. Die Bewegung der Blockfreien Staaten vertritt knapp die Hälfte der Weltbevölkerung und gilt als zweitgrößte internationale Organisation nach den Vereinten Nationen. Wiederholt hat deren Generalsekretär Ban auf die Wichtigkeit der Bewegung hingewiesen: „Wir müssen Hunger, Armut und Klimawandel sowie Bedrohungen des Friedens und Kriege sowie viele andere miteinander verbundene Herausforderungen überwinden. Mit Hilfe der Bewegung der Blockfreien können wir eine friedliche und prosperierende Welt schaffen, die die Gründer der Bewegung zum Wohle der Menschen anstrebten“. Bewegung 1961 gegründet: Die Bewegung wurde 1961 in der Hochphase des Ost-West-Konflikts in Belgrad gegründet. Treibende Kräfte waren Kubas Fidel Castro, Jugoslawiens Staatschef Josip Tito, Indiens Premierminister Jawaharlal Nehru, Ägyptens Präsident Gamal Abdel Nasser und Indonesiens Präsident Sukarno. Voraussetzung zur Mitgliedschaft war, keinem Militärbündnis anzugehören. Zu den frühen Zielen der Bewegung zählten nationale Unabhängigkeit, territoriale Unversehrtheit und Sicherheit sowie der Kampf gegen Imperialismus, Kolonialismus und Postkolonialismus.

 

 

 

 

Dauerthema: die Palästinenserfrage

 

Dauerthema auf allen bisherigen Gipfeln war das Palästinaproblem, das immer wieder auch von politischen Hardlinern instrumentalisiert wurde. So auch 2003 beim Treffen in Kuala Lumpur, als der malaysische Ministerpräsident Tun Mahathir eine scharfe Attacke gegen Israel ritt: „Die armen Länder wurden und werden von den Reichen unterdrückt und terrorisiert. Natürlich sind die Armen verbittert geworden und wütend und haben ihr Vertrauen in Gerechtigkeit und Ehre verloren. Und der letzte Strohhalm, der sie zu fruchtlosen und zerstörerischen Terrorangriffen treibt, ist die offene Unterstützung des Staatsterrorismus, wie er von Israel und anderen praktiziert wird“. Die Bewertungen darüber, was die Bewegung in der konkreten Politik seit ihrer Gründung vor 51 Jahren erreicht hat, gehen weit auseinander. Für UN-Generalsekretär Ban jedenfalls gilt mehr denn je, dass das Engagement der Blockfreien sehr wichtig sei, um globale Lösungen für gemeinsame Probleme zu finden. Die Verpflichtung der Blockfreienbewegung zum Frieden stelle einen hohen Wert in einer Welt ohne Massenvernichtungswaffen dar. Leider gibt es noch keine Welt ohne Massenvernichtungswaffen. In Teheran dürfte darüber mit Blick auf Irans Atomprogramm, Israels Atomwaffenarsenal und die massive Aufrüstung am Persischen Golf viel gesprochen werden. {Quelle: www.tagesschau.de – Von Reinhard Baumgarten, ARD-Hörfunkstudio Istanbul}

 

 

 

 

Das Kriegsgeschrei wird lauter

 

 

 

Iran rüstet gegen Israel auf – mit Worten

 

 

Israel droht mit einem Angriff auf Irans Atomanlagen – und der Iran reagiert mit immer schärferen Tönen.

Zuletzt nannte die Staatsführung Israel erneut ein „Krebsgeschwür“.

Zunehmende Sorge bereitet in der Region,

dass auch die Hisbollah offen mit Raketen droht.

 

 

Sie rufen „Marg bar amrika“ – Tod für Amerika und „Marg bar Israil“ – Tod für Israel. Tausende Menschen hat das Regime in Teheran vergangenes Wochenende auf die Straße gebracht, um die angenommenen Feinde der Islamischen Republik zu verwünschen. Die wirtschaftliche Lage im Iran wird von Tag zu Tag kritischer. Der Ton gegen mutmaßliche Angreifer – allen voran Israel – wird schärfer. „Sie wissen, dass sie verwundbarer sind als je zuvor“, behauptet Staatschef Ajatollah Ali Chamenei. „Wenn sie irgendeine fehlkalkulierte Aktion gegen uns ins Werk setzen, dann wird ein furchtbarer Schlag die Antwort sein“. Israels Regime – „ein Krebsgeschwür, das verschwinden muss“: Wie dieser Schlag aussehen würde, hat Chamenei offen gelassen. Einer seiner Vertrauten, General Amir Ali Hajizadeh, würde jedenfalls einen Angriff Israels auf den Iran begrüßen. Denn das, so der Luftwaffenchef der „Pasdaran“ genannten Revolutionsgarden gegenüber der offiziellen Nachrichtenagentur IRNA, würde dem Iran die Gelegenheit zum Gegenschlag geben und „den jüdischen Staat für immer los zu werden“. Ein Wunsch, den viele in der iranischen Führung teilen: Das zionistische Regime sei ein echtes Krebsgeschwür in der Region, das verschwinden müsse, meinte unlängst Chamenei – der wirklich starke Mann Irans. Am Wochenende legte Präsident Mahmud Ahmadinedschad nach. „Das zionistische Regime sei ein Krebstumor, das im Nahen Osten keine Zukunft haben werde“.

 

Hisbollah droht deutlicher als je zuvor: Wiederholt hat der Iran in den vergangenen Wochen Manöver abgehalten und ballistische Raken unterschiedlichster Reichweite getestet. Wie zielgenau diese Raketen sind, ist nicht klar. Anders als etwa die technologisch hochentwickelten amerikanischen Raketen oder Cruise Missiles werden die iranischen Geschosse nicht via Satellit ins Ziel gelenkt. Einmal abgefeuert, kann die Peilung nicht mehr korrigiert werden – was irrelevant ist, sollten große Ziele wie Städte ins Visier genommen werden. Sorgen könnte auch die Zahl möglicher auf Israel abgeschossener Raketen bereiten, die nicht nur aus dem Iran kämen. Deutlicher als je zuvor hat am Wochenende Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah Israel vor einem möglichen Militärschlag gegen den Iran gewarnt: „Wir haben uns Ziele in Israel ausgesucht. Nicht viele. Wir brauchen nicht viele Ziele, die wir mit präzisen Raketen treffen wollen“, sagte Nasrallah. „Wenn wir diese Ziele, deren Namen ich jetzt nicht nennen werde, mit ein paar Raketen treffen, dann wird sich das Leben von Hunderttausenden Zionisten in eine wahre Hölle verwandeln“. Das Kriegsgeschrei im Nahen Osten ist in den vergangenen Tagen auf beiden Seiten wieder lauter geworden. Gleichzeitig geht die Aufrüstung am Golf in beispielloser Weise weiter. Die USA haben inzwischen vier Flugzeugträger samt Begleitflotten, acht Minensuchboote sowie Hunderte von Kampfflugzeugen und Cruise Missiles in der Region. Der Iran versucht, zumindest verbal mitzuhalten. {Quelle: www.tagesschau.de – Von Reinhard Baumgarten, ARD-Hörfunkkorrespondent Istanbul}

 

2 Responses to “Ahmadinedschad versammelt die halbe Welt um sich”

  1. CARMA Says:

    puh, jetzt wirds ja endgültig ein unentwirrbares gemenge von interessen, allianzen und loyalitäten. die „dritte welt“ gibt sich blockfrei, bei genauerem hinsehen offenbaren sich jedoch ideologisch-wirtschaftlich-militärische verflechtungen, die darauf abzielen, eine schlagkräftige armada von meist autokratischen mittelmächten zu einen. man will sich wohl gegenseitig zur aktiven weltpolitischen machtteihabe ermuntern, unter führung der arabischen liga versammeln sich die letzten sozialistischen nationen dieser welt: gemeinsam gaukelt man der „dritten“ welt gemeinsame interessen vor…
    ahmedinedschad fleht nun geradezu um sunnitische nestwärme – nur die saudis können ihn wohl noch vor einer möglichen israelischen attacke bewahren. man hat ja „freunde“ in amerika?! die saudis spielen ein doppelbödiges spiel – gegenüber dem westen wie iran.


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