kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Verschandeln mit Segen der Kirche 24. August 2012

Filed under: Von hier und dort — Knecht Christi @ 18:58

Übermaltes Jesus-Bild in Borja

 

 
Gut gemeint ist eben nicht gut gemacht:

Eine über 80 Jahre alte Frau überpinselte ein Jesus-Bild

und sorgt so für weltweites Gelächter.

Nun behauptet sie: Die Kirche wusste von der „Restaurierung„.

 

Die Welt lacht über den Jesus von Borja: Eine über 80 Jahre alte Spanierin konnte es nicht mehr ertragen, dass an einem Jesus-Fresko in ihrer Kirche der Zahn der Zeit nagte. Also beschloss sie, das lädierte Bild des Gottessohnes selbst zu retten. Ein nobler Gedanke, der allerdings nach hinten losging: Statt dem leidenden Antlitz des Gottessohnes schmückt die Kirche von Borja nun das Gemälde eines verunstalteten Jesus Christus. Der erinnert mit seinem einfältigen Gesichtsausdruck und der übermäßigen Körperbehaarung allerdings eher an einen fetten Affen. Wie genau sich die rüstige Rentnerin an dem Bild zu schaffen machte, ist noch nicht geklärt: Während die Kulturbeauftragte des Kirchenrats sagt, das Bild sei „ohne um Erlaubnis zu fragen“ bearbeitet wurden, tritt die Amateur-Restauratorin nun die Flucht nach vorne an: „Der Priester wusste alles. Jeder, der in die Kirche kam, konnte sehen, dass ich male“, sagte sie dem spanischen Fernsehsender TVE. Ihre Schwester Esperanza Giménez betonte: „Cecilia wollte nur etwas Farbe in die Kirche bringen“.

 

Jesus, Fresko, Restaurierung, Spanien, Rentnerin, Borja

 

Des einen Leid… Gestützt werden die Behauptungen der zwei alten Damen ausgerechnet von einer Enkelin des Malers Elías García Martínez. Teresa García bestätigte, dass die Rentnerin in der Vergangenheit schon häufiger Hand an das Gemälde ihres Großvaters gelegt hatte. Gestört hatte das bis dahin niemanden. „Früher hatte sie nur das Gewand nachgebessert. Aber nun hat sie sich an den Kopf Christi gewagt und so das Bild zerstört“. Obwohl das 50 mal 40 Zentimeter große Fresko weder besonders alt noch wertvoll war, hatte es einen hohen ideellen Wert für die Kleinstadt mit rund 5000 Einwohnern. Deshalb überlegt die Stadtverwaltung nun, ob sie rechtliche Schritte gegen die Frau einleiten soll: „Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass sich jemand ungestraft an unserem Kunsterbe vergreifen darf“, sagte der zuständige Kulturreferent Juan María Ojeda der spanischen Nachrichtenagentur Efe. Nun sollen professionelle Restauratoren retten, was noch zu retten ist. Das Bild sei laut den Behörden „schwer beschädigt“, Experten versuchen nun nachzuvollziehen, welche Farben und Materialien die Dame verwendet hat.

 

…des anderen Freud: Im Netz dagegen ist die rüstige Rentnerin bereits ein Star: Eine flugs eingerichtete Facebook-Fanseite hat schon mehr als 20.000 Anhänger. Die lechzen schon nach weiteren Bildern im Stil der Spanierin: Einige fordern eine alternative „Mona Lisa“, andere Munchs „Schrei“ oder Botticellis „Geburt der Venus“. Das einfältig dreinschauende Jesusgesicht ist bereits zum eigenständigen Mem geworden. So machen Unbekannte selbst vor Leonardo da Vincis berühmten Abendmahl keinen Halt: In der modifizierten Version bekommt nicht nur Jesus ein neues Gesicht spendiert, sondern auch gleich seine zwölf Apostel. Und die Netzgemeinde spendiert dem Jesus-Kopf sogar ein eigenes, wenn auch fiktives Videospiel: Wer zeichnen will wie die spanische Seniorin, sollte sich eine besondere Edition von Nintendos „Art Academy“ anschauen. Dort lernt der Nutzer Schritt für Schritt, wie aus komplexen Gemälden simple Kinderzeichnungen werden. Damit dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis weitere Gemälde folgen. {Quelle: www.stern.de}

 

2 Responses to “Verschandeln mit Segen der Kirche”

  1. Bernhardine Says:

    Ich glaube, die alte Frau pinselte ein Selbstportrait drüber.

  2. silver price Says:

    Obwohl das 50 mal 40 Zentimeter große Fresko weder besonders alt noch wertvoll war, hatte es einen hohen ideellen Wert für die Kleinstadt mit rund 5000 Einwohnern. Deshalb überlegt die Stadtverwaltung nun, ob sie rechtliche Schritte gegen die Frau einleiten soll: „Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass sich jemand ungestraft an unserem Kunsterbe vergreifen darf“, sagte der zuständige Kulturreferent Juan María Ojeda der spanischen Nachrichtenagentur Efe.


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