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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Syrien wird zum Schlachtfeld der „Dschihadisten“ 23. August 2012

Filed under: Moslembrüder — Knecht Christi @ 15:07

Die radikale Dschabhat kämpft in Aleppo für ein Syrien, in dem die Scharia gilt. Aber von Terroristen wie al-Kaida grenzt man sich ab.

Im Schatten staubiger Bäume vor einer Moschee sitzen die Männer, vor denen sich der Westen fürchtet.

 

Gelangweilt plaudern sie miteinander, um sich die Zeit zu vertreiben bis zur nächsten Schlacht in Aleppo, der umkämpften syrischen Handelsmetropole im Norden des Landes. Wenn es so weit ist, geht es mit Kalaschnikows und Granatwerfern gegen Kampfflugzeuge. Es sind Soldaten von Dschabhat al-Nusra, einer der radikalen islamistischen Gruppen, die sich im Zuge des Aufstandes und des Bürgerkriegs in Syrien gebildet haben. „Wir kämpfen, und wir beten, aber wir sind keine Extremisten“, sagt Abu Ibrahim. Er ist der Anführer der kleinen Einheit, die in der Moschee ihr Basislager bezogen hat. Rund 50 Männer führt er in den Kampf. Abu Ibrahim ist ein unauffälliger, drahtiger Mann mit hoher Stirn. Der 32-Jährige spricht leise, fast emotionslos. Neben dem Eingang der Moschee hängt eine schwarze Flagge mit weißer, arabischer Aufschrift: „Es gibt keinen Gott außer Gott, und Mohammed ist sein Prophet“, steht auf dem Banner. Es ist eine Fahne, wie man sie im Bürgerkrieg immer öfter sieht. Es ist ein Flagge, die Befürchtungen weckt, denn sie wird mit al-Kaida assoziiert. Auch das Terrornetzwerk nutzt sie als sein Symbol, ebenso wie zahlreiche andere Gotteskrieger. Die Rebellen hier werden deshalb nicht müde zu betonen, dass die Fahne älter ist als die Organisation von Osama Bin Laden. „Die Fahne ist eine islamische Ikone“, erklärt Abu Ibrahim.

 

Anfang des Jahres ist Dschabhat Al-Nusra zum ersten Mal prominent in Erscheinung getreten. Damals übernahm die Gruppe auf einer Dschihadisten-Webseite Verantwortung für einen Anschlag in Aleppo, bei dem 26 Menschen getötet wurden. Sie steht in dem Ruf, Auffangbecken für unterbeschäftigte Al-Kaida-Kämpfer aus dem Irak zu sein. Dorthin waren in den vergangenen Jahren viele syrische Dschihadisten gepilgert. Seit dem Aufstand gegen Baschar al-Assad kommen sie zurück in ihre Heimat. Laut Berichten westlicher Geheimdienste soll es inzwischen bis zu 1500 Al-Kaida-Kämpfer in Syrien geben. Sollte das zutreffen, dann würden sie sehr verdeckt und isoliert operieren. Selbst radikale Einheiten wie Dschabhat al-Nusra bemühen sich sichtlich um Distanz zum Terrornetzwerk. „Ständig wird uns vorgeworfen, wir seien al-Kaida“, beklagt sich Abu Ibrahim. Eine Verbindung zur Terrororganisation gebe es nicht, behauptet er. Allerdings gibt er zu, dass zu seiner Einheit ausländische Dschihadisten aus dem Libanon, Tunesien oder Marokko gehören – und ein Syrer, der im Irak gegen die Amerikaner gekämpft hat. Ganz in der Nähe in einem Krankenhaus unweit der Moschee operiert auch ein ganz anderer Kämpfer, der mit der Revolution gezogen ist: Abu Mohammed, ein 44-jähriger Herzchirurg, der in Deutschland ausgebildet worden ist. Bevor er sich den Rebellen in Syrien angeschlossen hat, war auch er im Irak und hat den Aufständischen dort geholfen. „Ich bin dorthin gegangen, um als Araber, als Muslim zu kämpfen“, sagt er.

 

Abu Ibrahim präsentiert ein Bild seiner Gruppe, mit dem er den westlichen Sorgen über eine zunehmende Radikalisierung im syrischen Bürgerkrieg entgegentreten will: Selbstmordanschläge lehne man ebenso ab, wie man Minderheitenrechte achte und anderen Religionen auch in Zukunft einen Platz in Syrien einräume. Von dem Bombenattentat in Aleppo will Abu Ibrahim nichts wissen. Er betont zudem, dass er in Syrien nicht bei einem globalen, sondern nur einem nationalen Dschihad mitkämpfe. Mit diesem Bild seiner islamistischen Organisation hofft er darauf, dass ihr der Westen beisteht. „Wir wollen Hilfe, von jedem, der uns helfen kann. Nur wenn sie sich in unsere nationalen Angelegenheiten einmischen, wollen wir keine Hilfe“, sagt Abu Ibrahim. Seine Vorstellung von einem zukünftigen Syrien ist klar. Es soll ein Land werden, in dem das Scharia -Recht gilt: „Wir hoffen, dass die Regierung nach Gottes Recht regiert.“ Doch innerhalb der kämpfenden Opposition ist Dschabhat al-Nusra mit 300 Kämpfern nur eine von vielen Gruppierungen in Aleppo, sagt Abu Ibrahim. Insgesamt dürften in der Stadt einige Tausend Rebellen kämpfen. Aber mit jedem Tag, den die Bevölkerung in den umkämpften Gebieten Beschuss durch Kampfjets, Panzer und Hubschrauber erleiden muss, schwindet die Hoffnung auf Hilfe aus dem Westen. Die Opposition sucht nach anderen Quellen für Unterstützung und wendet sich immer häufiger islamischen Ideen zu. Denn Waffenlieferungen gibt es etwa aus Katar oder Saudi-Arabien. Auf die Frage ob Abu Ibrahim Hilfe von al-Kaida akzeptieren würde, antwortet an seiner Stelle der Übersetzer, der den Islamisten kritisch gegenüber steht: „Ja – wenn sie denn helfen würden.“ Der lokale Anführer bittet noch um Geduld. Aber er gibt sich zuversichtlich über die Zukunft Syriens: „Lasst uns das Land regieren, und urteilt dann über uns“, sagt Abu Ibrahim.

 

Opfer des Bürgerkriegs: Tote Bei dem seit 17 Monaten dauernden Aufstand gegen die Regierung von Baschar al-Assad sind nach Angaben der Uno mehr als 18.000 Menschen ums Leben gekommen. Flüchtlinge Nach offiziellen Angaben sind bisher insgesamt 170.000 Menschen ins Ausland geflohen. Fast 70.000 von ihnen hat allein die benachbarte Türkei aufgenommen.

{Quelle: www.ftd.de}

 

3 Responses to “Syrien wird zum Schlachtfeld der „Dschihadisten“”

  1. Emanuel Says:

    ..the point of no return ..
    ..ist bald erreicht! Wenn die Macher der „Neuen Weltordnung“ ihr Zwischen-Ziel erreicht haben, die Sunniten und Schiiten (Aleviten) so gegeneinander scharf zu machen, das sie sich gegenseitig umbringen – wird die Hölle voll und ganz geöffnet … was dann folgt, wird auch die „Macher der Neuen Weltordnung“ wegspülen …..

    • CARMA Says:

      der macher der neuen weltordnung heißt JHWE – nicht rothschild, nicht bilder-schlauberger noch zynonist!!
      machtkartelle hat es seit anbeginn der welt gegeben, ihre wirkungsweise war aber immer zeitlich und lokal begrenzt – sie kämpfen für materielle vorteilssysteme, weniger für die geistige bemächtigung ihrer produzierenden zu-arbeiter. der weltweite „klassenkampf“ sollte nicht mit dem kampf geistiger sphären verwechselt werden, d.h. dem „kampf“ ums rechte Gottesbild – dieser ist viel tiefgreifender und umfassender als das seit ewigkeiten anhaltende „geplänkel um macht und moneten“…


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