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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Moslembruder Morsi plant historische Iran-Reise 22. August 2012

Filed under: Moslembrüder — Knecht Christi @ 22:38

Ägyptischer Panzer in al-Arisch im Nordsinai: Angeblich unabgesprochene Aufrüstung

Israel fordert Rückzug ägyptischer Panzer vom Sinai

 

 

Nach mehreren Anschlägen auf dem Sinai hat Ägypten aufgerüstet:

Kairo hat auf der Halbinsel Panzer auffahren lassen.

Die Regierung des benachbarten Israel fühlt sich brüskiert:

Laut einem Medienbericht fordert Premier Netanjahu von Mursi

den Abzug der Fahrzeuge.

 

 

Tel Aviv – Seit den Attacken auf dem Sinai ist das Verhältnis zwischen Ägypten und Israel erneut belastet. Jetzt hat die Regierung in Tel Aviv das Nachbarland aufgefordert, die erst kürzlich auf die Halbinsel verlegten Panzer wieder abzuziehen. Die Führung in Kairo müsse künftig auch weitere Truppenverlegungen in die Grenzregion mit Israel koordinieren, berichtete die israelische Zeitung „Maariv“. Das Blatt beruft sich auf eine Botschaft von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu an die ägyptische Regierung von Staatschef Mohammed Mursi. „Israel ist wegen der ägyptischen Panzer auf dem Nordsinai besorgt. Dies stellt eine Verletzung des Friedensvertrags dar“, zitierte die Zeitung einen ungenannten Regierungsvertreter in Jerusalem. Das Friedensabkommen von Camp David sieht eine weitgehende Demilitarisierung des Sinai vor. Regierungssprecher Mark Regev wollte sich zu dem Bericht nicht äußern: „Wir kommentieren solche Artikel nicht.“ Auch das Außenministerium lehnte eine Stellungnahme ab. Ägypten hatte sein Militär im Nordsinai verstärkt, nachdem militante Islamisten am 5. August 16 ägyptische Soldaten getötet und anschließend die Grenze zu Israel durchbrochen hatten. Bisher hieß es in Medienberichten, die Truppenverlegung sei mit Israel abgesprochen gewesen.

 

Jerusalem fordert seit Wochen von Kairo, die Grenze zum Gaza-Streifen energischer zu bewachen. Seit dem Sturz des langjährigen Diktators Husni Mubarak im vorigen Jahr klagt Israel über zu laxe ägyptische Sicherheitsvorkehrungen. Der neue ägyptische Präsident Mursi steht deshalb unter Druck. Er hat Tel Aviv zugesagt, den Sinai wieder unter die Kontrolle der Sicherheitskräfte zu bringen. Die Regierung in Jerusalem befürchtet, dass der Sinai sich zum Rückzugsgebiet für Islamisten entwickelt, die von dort aus mit Extremisten aus dem Gaza-Streifen Anschläge auf den jüdischen Staat verüben und so den Friedensvertrag mit Ägypten gefährden könnten. Am Montag hatte die Nachrichtenagentur Reuters gemeldet, dass Ägypten neben Panzern auch die Luftwaffe auf dem Sinai einsetzen will. Die Regierung in Kairo werde gegen Milizen in der Grenzregion auch mit mobilen Raketenwerfern vorgehen, verlautete am Montag aus den ägyptischen Sicherheitskreisen. Laut Reuters sollen auf dem Sinai erstmals seit dem Krieg mit Israel im Jahr 1973 Panzer und die Luftwaffe eingesetzt werden. Der in der vergangenen Woche ernannte Verteidigungsminister General Abdel Fattah al-Sisi plane den Einsatz derzeit. Eine andere mit dem Vorhaben vertraute Person sagte, die Armee wolle in der zentralen Bergregion angreifen. Dort sollen sich islamische Milizen aufhalten, die Ägypten für den Angriff auf den Grenzposten Anfang August verantwortlich macht. {Quelle: www.spiegel.de}

 

 

 

Moslembruder Morsi plant historische Iran-Reise

 

Zum ersten Mal seit mehr als 30 Jahren will ein Staatsoberhaupt Ägyptens Iran besuchen:

Mursi plane in eineinhalb Wochen eine Reise nach Teheran,

heißt es aus Kairo.

 

Israel, die USA und andere blicken besorgt

auf eine mögliche Annäherung der beiden Länder.

 

 

Kairo: Es wäre eine Reise mit starker symbolischer Bedeutung: Ägyptens Präsident Mohammed Mursi will Ende August am Gipfeltreffen der blockfreien Staaten in der iranischen Hauptstadt Teheran teilnehmen. Mursi werde dort den Vorsitz des Verbundes an Iran übergeben, berichtete die amtliche ägyptische Nachrichtenagentur Mena unter Berufung auf einen Insider im Präsidialamt. Ein Sprecher Mursis war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Ägypten führt derzeit den Vorsitz der Blockfreien. Sollte Mursi tatsächlich in eineinhalb Wochen in Teheran eintreffen, wäre das der erste Besuch eines ägyptischen Staatsoberhaupts in Iran seit mehr als drei Jahrzehnten. 1979 hatten sich die Beziehungen zwischen den beiden Staaten drastisch abgekühlt – in Iran eroberten die Mullahs in der Islamischen Revolution die Macht, Ägypten schloss im gleichen Jahr Frieden mit Israel. Die neu etablierte Theokratie in Iran legte kurz darauf als Reaktion auf den Friedensvertrag die diplomatischen Beziehungen mit Kairo auf Eis. Seitdem ist die konfrontative Haltung zwischen dem schiitischen Regime in Teheran und dem sunnitisch geprägten Ägypten eine wichtige Konstante in dem fragilen Machtgefüge des Nahen und Mittleren Ostens. Daher wird eine mögliche Annäherung der neuen Führung in Kairo an Iran von dessen strategischen Gegenspielern mit Sorge gesehen – von den USA und Israel, aber auch den Golfstaaten mit Saudi-Arabien an der Spitze.

 

 

 

 

 

Eine Straße in Teheran

ist nach dem Attentäter Sadats benannt

 

Vor dem Hintergrund der symbolischen Bedeutung eines persönlichen Besuchs Mursis in Teheran hatten ägyptische Medien denn auch spekuliert, der Präsident würde stattdessen seinen kürzlich ernannten Stellvertreter Mahmud Mekki zum Blockfreien-Gipfel entsenden. Nun erklärte der Insider aus Mursis Umgebung, der Präsident werde Teheran am 30. August auf seinem Rückweg von China selbst besuchen. Wie feindselig die Haltung zwischen den beiden politischen Schwergewichten in der Region seit Jahrzehnten ist, wird auch an Symbolen deutlich. So gewährte ausgerechnet Ägypten 1979 dem in der islamischen Revolution gestürzten und aus dem Land vertriebenen Schah von Persien Ali Resa Pahlewi Asyl. Im Gegenzug benannte Iran kurz nach dem tödlichen Anschlag auf den ägyptischen Staatschef Anwar al-Sadat, der den Frieden mit Israel geschlossen und die Annäherung an die USA gesucht hatte, eine Straße in Teheran nach dem Attentäter. Bereits kurz nach dem Sturz Husni Mubaraks im vergangenen Frühjahr hatte sich eine Lockerung dieser starren strategischen Linie angedeutet, an der unter der jahrzehntelangen Herrschaft von Sadats Nachfolger nicht zu rütteln war. Im Mai 2011 hatte der damalige Außenminister Ägyptens durchscheinen lassen, das Verhältnis zu Teheran verbessern zu wollen. Im gleichen Frühjahr durften erstmals seit 1979 wieder iranische Kriegsschiffe den unter ägyptischer Kontrolle stehenden Suezkanal passieren.

 

 

Teheran bejubelte Mursis Sieg

als „islamisches Erwachen“

 

Ende Juni dieses Jahres hatte ein vermeintliches Interview Mursis mit der iranischen Nachrichtenagentur Fars für großen Wirbel gesorgt. Wenige Stunden vor seiner Ausrufung zum Sieger der Präsidentschaftswahlen soll Mursi darin sein Interesse an einer Allianz mit Iran bekundet haben. Wenige Stunden später dementierte ein Sprecher des Präsidenten aber entschieden, dass Mursi das Interview überhaupt gegeben habe und sagte, der Inhalt entbehre jeder Grundlage. Allerdings hatte der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad vor einigen Wochen auf seiner Homepage mitgeteilt, er habe mit Mursi gesprochen und den islamistischen Präsidenten persönlich eingeladen. Den Wahlsieg Mursis hatte das Regime in Teheran euphorisch als „islamisches Erwachen“ begrüßt. Und auch umgekehrt hat Ägypten deutliche Zeichen für eine veränderte Haltung gegenüber Iran gesetzt. Vor wenigen Tagen hatte etwa Mursi beim Gipfeltreffen der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) in der saudischen Stadt Mekka Iran als ein Mitglied für eine vorgeschlagene Kontaktgruppe genannt, die im Syrien-Konflikt vermitteln soll. Eine mögliche Annäherung an das Mullah-Regime würde Mursi allerdings vor eine erhebliche diplomatische Herausforderung stellen. Denn der frühere Muslimbruder versucht derzeit, keinen Zweifel an seiner Zuverlässigkeit als Bündnispartner des Westens aufkommen zu lassen – das Land erhält nach wie vor milliardenschwere militärische Unterstützung aus den USA. {Quelle: www.spiegel.de}

 

2 Responses to “Moslembruder Morsi plant historische Iran-Reise”

  1. Emanuel Says:

    .. echt lustig das Ganze … Überlegt euch mal .. die Teufel und Satane in den Höllen planen und paktieren.. wie die Räuber und Mörder auf dieser Erde .. Sobald sie eine Chance sehen, ihren „Kumpanen“ umzubringen, um selber besser dazustehen, machen sie das – natürlich …genau diese Situation sehen wir jetzt .. alle sind Teufel. die den Nächsten, bei der sich nächst bietenden Gelegenheit , umbringen …. für ihren eigenen Vorteil ..it`s easy .. ihr müsst es nur noch verstehen …

  2. gold price Says:

    Ägypten ist neben Jordanien das einzige arabische Land, das einen Friedensvertrag mit Israel geschlossen hat und diplomatische Beziehungen zu Israel unterhält. Ägypten hatte sich nach dem israelischen Abzug aus Gaza als Mittler engagiert und an der Ausbildung von Sicherheitskräften und Zöllnern mitgewirkt. Die Machtübernahme in Gaza im Juni 2007 durch die Hamas wurde von Ägypten als illegitim verurteilt; wie die meisten arabischen Staaten erkennt Ägypten nur den palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas als legitimen Machthaber an. Kairo hat sich – bisher erfolglos – für die Freilassung des israelischen Soldaten Shalit im Austausch gegen palästinensische Häftlinge eingesetzt. Ägypten unterstützt die im März 2007 wiederbelebte arabische Friedensinitiative der Arabischen Liga im Nahostkonflikt und die Bemühungen des Nahost-Quartetts. Im Mai 2011 wurde in Kairo unter ägyptischer Vermittlung eine Übereinkunft zur innerpalästinensischen Aussöhnung (besonders zwischen Fatah und Hamas) unterzeichnet, die u.a. die Einsetzung einer Interimsregierung sowie Neuwahlen für das Parlament und den Präsidenten binnen eines Jahres vorsieht. Ägypten setzt sich nachdrücklich für eine Lösung des Nahost-Konflikts ein und spricht sich für die Anerkennung der Staatlichkeit Palästinas im VN-Rahmen aus. Die israelische Politik gegenüber Gaza wurde von der neuen ägyptischen Regierung verurteilt und der Grenzübergang Rafah für den Personenverkehr sowie für humanitäre Güter geöffnet.


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