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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Regierungsdelegation im Sudan abgestürzt 19. August 2012

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 16:11


Im umkämpften Süden des Sudans sind beim Absturz eines Flugzeugs alle 32 Insassen ums Leben gekommen.

 

 

 

 

Dies bestätigte das Büro des sudanesischen Präsidenten.

Bei den Opfern handelt es sich um Angehörige einer offiziellen Delegation von Regierungsbeamten.

 

 

Getöteter Minister Ghasi al-Sadek: Er war mit einer Delegation auf dem Weg zu einem Fest

 

Getöteter Minister Ghasi Al-Sadek:

Er war mit einer Delegation auf dem Weg zu einem Fest

 

 

Die Delegation war unterwegs in die Region Südkordofan, um an den Feierlichkeiten zum Ende der muslimischen Fastenzeit Ramadan teilzunehmen. Unter den Opfern ist auch Religionsminister Ghasi al-Sadiq. Al-Sadiq war erst seit Juli im Amt. Vorher war er als Minister für Tourismus und Altertümer tätig. Das Flugzeug ist in der Nähe der Stadt Talodi, in der sudanesischen Provinz Süd-Kordofan, abgestürzt. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Suna sollen schlechte Wetterbedingungen das Unglück ausgelöst haben. Andere Quellen sprechen davon, dass bei der Landung der Maschine eine Explosion zu hören gewesen und das Flugzeug darauf hin zerstört worden sei. Im Sudan kommt es relativ häufig zu Flugzeugunglücken, weil die Flotte veraltet ist. Da die Flugzeuge nicht den europäischen Sicherheitsanforderungen entsprechen, dürfen sie in der Europäischen Union nicht starten und landen. Die EU-Liste gilt auch für die Schweiz.

 

 

Konfliktregion Südkordofan

 

In der seit langem umkämpften Region Südkordofan an der Grenze zum Südsudan sind Regierungstruppen gegen die Rebellen der Sudanesischen Volksbefreiungsbewegung (SPLM) im Einsatz. Die Friedensverhandlungen zwischen beiden Seiten sollen Ende August wieder aufgenommen werden. Formal gehören die umstrittenen, rohstoffreichen Grenzregionen bisher zum Sudan, jedoch beansprucht auch Südsudan die Gebiete für sich. Über die genaue Grenzmarkierung konnten sich die Konfliktparteien bisher nicht einigen. {Quelle: www.tagesschau.sf.tv}

 

 

Technisches Versagen war Ursache

für Flugzeugabsturz im Südsudan

 

Nairobi/Khartum: Der Absturz eines Flugzeugs im Südsudan ist nach Angaben aus südsudanesischen Regierungskreisen auf technische Fehler zurückzuführen. Bei dem Unglück am Freitag kamen 23 Menschen ums Leben, darunter mehrere Politiker der südsudanesischen Regierung. „Beide Triebwerke fielen aus, und es gab nichts, was der Pilot tun konnte“ sagte Präsident Salva Kir am Samstag dem britischen Rundfunksender BBC. Beim Absturz der Maschine der Fluggesellschaft Southern Sudan Air Connection waren unter anderem Verteidigungsminister Dominic Dim Deng und Präsidentenberater Justin Yak ums Leben gekommen. Kir rief eine dreitägige Staatstrauer im Südsudan aus. Das Flugzeug von Typ Beechcraft 1900 war mit den Politikern und einer Militärdelegation von Wau an der kongolesischen Grenze in die südsudanesische Hauptstadt Juba unterwegs gewesen. Der Pilot hatte kurz zuvor über Funk technische Probleme mit einem der Triebwerke gemeldet und um Landeerlaubnis auf dem Flughafen Rumbek gebeten. Kurz danach sei der Funkkontakt abgebrochen, hieß es. Im Juli 2005 war der sudanesische Vizepräsident John Garang bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen. Der Südsudan hat nach jahrelangem Krieg gegen die Zentralregierung in Khartum seit 2005 eine autonome Regierung. {Quelle: www.merkur-online.de}

 

 

 

 

 

Vize-Präsident Garang tödlich verunglückt

 

 

Der sudanesische Vize-Präsident und ehemalige Rebellenchef Garang

ist bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen.

Politiker befürchten jetzt einen Rückschlag für die Friedensbemühungen in dem Land

In Sudans Hauptstadt Khartum kam es zu Unruhen.

 

 

Khartum/Nairobi: Garangs Rebellenbewegung SPLM habe die Uno und andere Diplomaten über den Tod ihres Anführers informiert, sagte ein Uno-Vertreter heute in der kenianischen Hauptstadt Nairobi. Der 60-Jährige hatte sich am Samstag auf dem Rückflug aus Uganda in den Sudan befunden, als der Funkkontakt zwischen seinem Helikopter und den Behörden abriss. Erst gestern wurde bekannt, dass Garang als vermisst galt. Sämtliche Insassen des Hubschraubers seien bei dem Absturz ums Leben gekommen, sagte ein Vertreter der ugandischen Regierung. Die Ursache für das Unglück sei schlechtes Wetter gewesen. Das Wrack des Hubschraubers wurde nach Angaben eines Diplomaten im Südsudan gefunden. Laut dem ugandischen Außenminister Sam Kutesa befanden sich 14 Insassen an Bord des Hubschraubers, sechs Sudanesen und acht Ugander. Ex-Rebellenchef Garang war erst am 9. Juli als Vize-Präsident und als Chef des autonomen Verwaltungsgebiets Südsudan vereidigt worden. Im Januar hatten die sudanesische Regierung und die SPLA ein Friedensabkommen unterzeichnet, das den 21-jährigen Bürgerkrieg im Süden des Landes beendete. In dem Konflikt waren etwa zwei Millionen Menschen ums Leben gekommen. Der kenianische Verhandlungsführer Lazaro Sumbeiywo zeigte sich tief besorgt über die möglichen Auswirkungen von Garangs Tod auf die Friedensbemühungen im Sudan. „Wir alle beten zu Gott, dass nichts Schlimmes mit dem Friedensprozess passiert“, sagte er. In den Verhandlungen sei eine Klausel vereinbart worden, die die Machtaufteilung in dem ostafrikanischen Land für exakt den Fall regele, der nun eingetreten sei. In der sudanesischen Hauptstadt Khartum kam es zu Unruhen. Tausende Menschen begaben sich auf die Straßen, einige von ihnen trugen Messer und Schusswaffen. Auf der Straße lagen Menschen, die möglicherweise tot waren. Ein europäischer Diplomat in Khartum sprach von „ernsten Zwischenfällen“. Demnach waren Gewehrschüsse zu hören. In der ganzen Stadt wurden Straßensperren errichtet. Auch der Zugang zum Flughafen sei gesperrt, Schulen und öffentliche Gebäude seien geschlossen worden {Quelle: www.spiegel.de}.

 

2 Responses to “Regierungsdelegation im Sudan abgestürzt”

  1. Vize-Präsident Garang tödlich verunglückt

    Der sudanesische Vize-Präsident und ehemalige Rebellenchef Garang
    ist bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen

    Du erntest was Du säst,..

    Drei christliche Staaten entstanden, die nur langsam, zwischen 1200 und 1500, von arabischen Nomaden und ägyptischen Kaufleuten unterwandert wurden. 1504 gründeten die schwarzafrikannischen Fundsch das Reich von Sannar (Sennar). Zunächst nur oberflächlich islamisiert, holten die neuen Herrscher zu ihrer Unterstützung Missionare aus Arabien, Ägypten und Marokko, die zusammen mit dem Islam die mystischen Bruderschaften und die arabische Sprache einführten. So entwickelte sich im Niltal die typisch sudanesisch-islamische Kultur, die ihr nubisches Gesicht nicht verleugnet, zugleich aber tiefe Bindungen an die übrige islamische Welt empfindet.

    • Der 60 Jahre alte Garang hatte etwa zwei Jahrzehnte die Rebellenbewegung im längsten Bürgerkrieg des Kontinents angeführt.
      Der Krieg war ausgebrochen, als die Regierung in Khartum die islamische Rechtsprechung im christlich und animistisch geprägten Süden einführen wollte.
      Er verschlimmerte sich mit der Entdeckung großer Ölvorkommen im Süden.

      Zwischen 2003 und 2005 handelte Garang mit dem damaligen Vizepräsidenten Ali Osman Taha ein Friedensabkommen aus, nachdem der Süden weitgehend eigenständig wird und die Hälfte der Öleinnahmen bekommen soll.


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