Demonstranten skandieren vor der „Dar Al-Salam-Moschee“ in Berlin-Neukölln Slogans gegen die „Rechtspopulisten bzw. Islamisierungsgegener„
Nachdem die Demonstration gegen einen Aufzug
der rechtspopulistischen Splitterpartei Pro Deutschland
in Berlin-Wedding ruhig verlaufen ist,
kam es bei einer zweiten Demo in Neukölln gegen „Rechts“ zu Zwischenfällen.
Einzelne Teilnehmer warfen Flaschen und Farbeier auf die Islam-Gegner.
Rund 100 Teilnehmer aus Parteien, Gewerkschaften und linken Gruppen forderten in Berlin-Wedding „Nazis raus“ und hielten Fahnen der Linkspartei und der SPD empor. Ihnen gegenüber standen vor einer Moschee in der Torfstraße etwa 50 Pro-Deutschland-Anhänger. Sie hielten Mohammed-Karikaturen hoch und zeigten Schilder mit durchgestrichenen Moscheen. In Bonn hatte es im Mai nach einer ähnlichen Demonstration heftige Ausschreitungen gegeben. In Solingen wurden auch Polizeibeamte verletzt. Im Islam sind Bilder von Gott oder den Propheten verboten. „Man hat aus Solingen gelernt“: Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) sagte vor der Moschee, die Stadt reagiere besonnen auf die Demonstrationen von Pro Deutschland. „Wer Provokation sät, darf nicht das ernten, was er sich davon erhofft.“ Ein Polizeisprecher bezeichnete den Protest als „friedlich und bunt“. Die muslimische Gemeinde hatte nicht zu einer Gegendemonstration aufgerufen. „Man hat aus Solingen gelernt“, sagte Burhan Kesici, der Generalsekretär des Vereins Islamrat für die Bundesrepublik. Am Freitag hatten drei Moschee-Vereine beim Oberverwaltungsgericht Beschwerde gegen die Aktion der rechten Splitterpartei eingelegt: Sie wollten das Zeigen von Mohammed-Karikaturen vor ihren Häusern untersagen lassen. Die Richter wiesen den Eil-Antrag jedoch ab. Die öffentliche Sicherheit sei nicht gefährdet, der Tatbestand der Volksverhetzung oder der Beschimpfung religiöser Bekenntnisse nicht erfüllt, befanden die Richter.
Zwischenfälle in Berlin-Neukölln: Am Samstagnachmittag gingen rund 1000 Demonstranten gegen den Aufzug der rechtspopulistischen Splitterpartei Pro Deutschland in Berlin-Neukölln auf die Straße. Dabei warfen Gegendemonstranten vereinzelt Flaschen und Farbeier auf die Islam-Gegner. Die Polizei nahm eigenen Angaben zufolge einen Demonstranten wegen des Verdachts auf Körperverletzung fest. Nichtsdestotrotz zeigte sich die Polizeivizepräsidentin Margarete Koppers am Rande der Veranstaltung zufrieden mit dem Verlauf der Demonstration. Ihrer Meinung nach hat die große Polizeipräsenz dazu beigetragen, dass die politischen Lager nicht aufeinander gestoßen sind. {Quelle: www.berliner-zeitung.de}
Keine Ausschreitungen trotz Karikaturen
Rechtspopulisten und Islamisten demonstrierten.
In Neukölln wurden Pro-Deutschland-Anhänger beworfen.
Insgesamt aber alles friedlich
Schwieriger Tag für die Polizei. 17 Demonstrationen sind für diesen Samstag in Berlin angemeldet. Die Rechtspopulisten von Pro Deutschland demonstrierten vor Moscheen in Wedding und Neukölln, der israelfeindliche Al-Quds-Aufmarsch ging über den Kudamm. In Neukölln gingen rund 500 Demonstranten am Nachmittag gegen den Aufzug von Pro Deutschland auf die Straße. Es gab vereinzelt Flaschen- und Farbeierwürfe auf die Islam-Gegner. Die Polizei nahm einen Demonstranten wegen des Verdachts auf Körperverletzung fest. Zu der Gegendemonstration hatten Parteien, Gewerkschaften und linke Gruppen aufgerufen. Bei einer verangangenen Demonstration in Wedding war es ruhig geblieben, obwohl Pro-Deutschland-Demonstranten versuchten, mit dem Zeigen von Mohammed-Karikaturen zu provozieren. Berlins Vizepolizeipräsidentin Margarete Koppers sprach isngesamt von einem friedlichen Verlauf. Der Islamrat hatte die Muslime dazu aufgerufen, die Proteste zu ignorieren. An der sogenannten Al-Quds-Demonstration verschiedener muslimischer Gruppierungen haben sich am Samstag in Berlin nach Polizeiangaben 1.100 Menschen beteiligt. Es habe keine Zwischenfälle gegeben, sagte ein Polizeisprecher. Der israelfeindliche Al-Quds-Aufzug war vom Adenauerplatz und zum Wittenbergplatz gezogen.
Zu zwei Gegenkundgebungen hatten sich einige Hundert Menschen versammelt. Unter dem Motto „Gegen Antisemitismus – Solidarität mit Israel“ hatte unter anderem das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus zu einer Gegendemonstration aufgerufen. Nach Angaben der Veranstalter der Gegendemonstrationen fand „der diesjährige Al-Quds-Marsch vor dem bedrohlichen Hintergrund des ungebrochen und beschleunigt vorangetriebenen iranischen Atomprogramms statt“. Zugleich beklagten sie, dass sich gegen Israel „eine Welle des Hasses entlädt“. Auslöser sei nicht zuletzt das aufsehenerregende Israel-Gedicht von Literaturnobelpreisträger Günter Grass gewesen. Der integrationspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Burkard Dregger warnte, „wer zu Hass, Gewalt und Volksverhetzung aufruft, setzt sich in diametralen Widerspruch zu den Grundwerten unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung“. Seit 1996 gehen in der Hauptstadt radikale muslimische Gruppierungen für die „Befreiung“ von Al Quds – wie die israelische Hauptstadt Jerusalem auf Arabisch heißt – auf die Straße. Die Gegner werfen den Islamisten der Al-Quds-Demonstration vor, antisemitische und antiisraelische Hetze zu betreiben. 1979 hatte der damalige iranische Machthaber Ayatollah Khomeini weltweit zu solchen Protesten aufgerufen.
Schon gegen 12.30 Uhr begannen etwa 60-70 Anhänger von Pro Deutschland mit ihrer Kundgebung vor der Sahaba-Moschee in Wedding. Sie zeigten an der Torfstraße Schilder mit durchgestrichenen Moscheen und schwenkten Deutschlandfahnen. Rund hundert Menschen demonstrierten vor der Moschee gegen den Aufzug von pro Deutschland. Sie forderten „Nazis raus“ und hielten Fahnen der Partei Die Linke und der SPD empor. Beide Gruppen wurden durch die Polizei durch einen etwa 50 Meter breiten Sicherheitskorridor voneinander getrennt. Die Polizei hatte alles unter Kontrolle. Wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz wurden die Personalien von zwei Personen überprüft.
Karikaturen von Mohammed gezeigt
Kurz vor dem Ende der Demo zeigten einige Mitglieder auch wie angekündigt kurz Mohammed-Karikaturen. Reaktionen gab es darauf keine. In Bonn hatte es im Mai nach einer ähnlichen Demonstration heftige Ausschreitungen gegeben. Im Islam sind Bilder von Gott oder den Propheten verboten. Der Generalsekretär des Islamrats Deutschlands, Burhan Kesici, rief die Muslime in Berlin dazu auf, nicht an Gegenveranstaltungen teilzunehmen, um Ausschreitungen zu vermeiden. In den Moscheen treffen sich Salafisten: Die betroffenen Berliner Moscheen gelten als Zentren radikal-islamischer Salafisten. Die Moschee-Verbände wollten das Zeigen der Mohammed-Bilder per Eilantrag untersagen lassen. Das Berliner Oberverwaltungsgericht urteilte jedoch, dass die Aktion keine Beschimpfung religiöser Bekenntnisse darstelle. Eine Straftat liege damit nicht vor. An diesem Wochenende feiern Muslime das Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan. Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) rief zur Besonnenheit auf. Die Stärke einer Gesellschaft zeige sich daran, wie selbstbewusst und gelassen sie auf solche Provokationen reagiert. Nach Gesprächen mit der Polizei hatten auch die drei Moschee-Vereine erklärt, sich nicht provozieren lassen zu wollen. „Niveaulose und beleidigende Provokationen verdienen unsererseits keine Aufmerksamkeit“, hieß es. {Quelle: www.bz-berlin.de}
Jo, unsere „Fachkräfte“ aus dem Orient u. die zu „Fachkräften“ mutierten Kartoffeln sind schon ganz besonders friedlich. Alhamdullillah. Islam in seiner schönsten Form….