kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Jemen: Schweizer Christin weiter in Hand von Terroristen 18. August 2012

Filed under: Christenverfolgung,Islamischer Terror — Knecht Christi @ 15:24

Christen im Nahem Osten: Bedroht von einer religiösen Diktatur

 

Die Schweizer Sprachlehrerin Silvia Eberhardt wird offenbar weiterhin von Kämpfern der Terrororganisation Al-Qaida im Jemen gefangen gehalten. Die Frau war im März entführt worden, bisher sind zwei Videos von ihr aufgetaucht. Am vergangenen Wochenende ist eine geplante Lösegeldübergabe aber in letzter Minute geplatzt. Jemenitische Behörden hatten mit der Hilfe von örtlichen Stammesführern eine Einigung mit Al-Qaida erzielt. Kurz vor der Übergabe erhöhte die Terrorgruppe ihre Forderung jedoch auf rund 12 Millionen Euro. Das „Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten“ (EDA) äußerte sich dazu nicht, um die Sicherheit der Gefangenen nicht zu gefährden. In einer zuvor erschienenen Videobotschaft bat Eberhardt den Schweizer Bundesrat um Hilfe für ihre Freilassung. EDA-Sprecher Tilman Renz lies in einer Stellungnahme verlauten, dass der eingerichtete Krisenstab alles Menschmögliche unternehme, „um die sichere Freilassung der Geisel bei guter Gesundheit zu erreichen“.

 

In einem Youtube-Video vom 1. Mai hatte die Schweizerin bereits um Hilfe gebeten. In der kurzen Videosequenz sagte sie zudem, dass es ihr „mehr oder weniger“ gut gehe. Seit dem 13. März ist Silvia Eberhardt in den Händen der Terrorgruppe. Die Geiselnehmer hatten sie aus ihrem Wohnhaus in der Küstenstadt Hudaida im Westen Jemens nach Shabwa im Südosten des Landes verschleppt. Die Schweizerin arbeitete für die Sprachschule „International Learning Center (ILC)“ in Hudaida als Englischlehrerin. Bevor Eberhardt in den Jemen ging, war sie Mitglied einer Baptistengemeinde im Kanton Zürich. Allerdings ist die Frau laut Aussage verschiedener Quellen auf Eigeninitiative im Jemen. Christliche Missionsgesellschaften betonten, dass sie aufgrund der dortigen gefährlichen Situation für Christen keine Missionare mehr in den Jemen senden würden. Zudem ist auch die Sprachschule nicht als christliche Institution bekannt. Die Schweizerin habe aber schon lange eine große Leidenschaft für den Nahen Osten gehegt, erklärte ihr ehemaliger Pastor, Willyams Fischer, der sich einige Wochen nach der Entführung zu Wort gemeldet hatte. {Quelle: www.jesus.de}

 

 

 

Bedroht von einer religiösen Diktatur

 

 

Franziskaneroberer: Syrische Christen leiden unter Verfolgung

 

Harissa: Der sich verschärfende Syrien-Konflikt hat nach Einschätzung des obersten Franziskaners im Land, Halim Noujeim, zunehmend dramatische Auswirkungen auch für die christliche Bevölkerung. Im Interview im libanesischen Harissa berichtet der Regionalverantwortliche für Syrien, Jordanien und den Libanon über Verfolgungen syrischer Christen durch bewaffnete Rebellen. Er befürchtet Auswirkungen für die gesamte Region, sollte es zum Sturz der Regierung in Damaskus kommen.
 

 

Frage: Pater Halim, Sie sind soeben aus Syrien zurückgekehrt. Wie ist gegenwärtig die Lage?
 
Noujeim: In bestimmten Gebieten, etwa der Altstadt von Damaskus, ist die Lage relativ normal. Doch die Kampfhandlungen zwischen der Armee und den bewaffneten Rebellen, der Lärm von Bomben oder Hubschraubern sind Tag und Nacht zu hören.
 
Frage: Heißt das, das Leben der Bevölkerung in diesen Gebieten verläuft ebenfalls vergleichsweise normal?
 
Noujeim: Nein. Viele Menschen haben ihre Arbeit verloren oder mussten ihre Häuser verlassen, vor allem viele Christen. Allein aus Homs und Hama sind mehr als 200.000 Christen geflohen, entweder in andere christliche Regionen in Syrien oder in den Libanon. Besonders hoch ist die Zahl der Binnenflüchtlinge in Damaskus. Diese Menschen brauchen dringend Unterstützung, weil sie alles verloren haben. Es mangelt an medizinischer Versorgung, an Babynahrung; die Verkehrswege zwischen den Städten sind sehr schlecht. Wo Bedarfsgüter noch erhältlich sind, haben sich die Preise teils mehr als vervierfacht. Eine Flasche Gas kostet inzwischen mehr als 2.000 syrische Pfund (rund 25 Euro); früher waren es 500. Die Franziskaner versuchen zu helfen, wo es geht, unter anderem durch finanzielle Unterstützung aus dem Ausland.
 

 

KNA: Inwiefern sind Christen von dem Konflikt besonders betroffen?
 
Noujeim: Es kommt zu Verfolgungen von Christen durch bewaffnete Regierungsgegner. In Hama etwa wurden die Christen aus ihren Häusern vertrieben. Die Kirche wurde von der Rebellenarmee besetzt. Die Zukunft ist sehr ungewiss.
 
Frage: Wer ist für die Gewalt verantwortlich?
 
Noujeim: Beide Seiten. Aber unter den Regierungsgegnern gibt es keine Einheit. Es gibt keine Kontrolle und kein Gesetz. Die Gefahr bei einem Sturz der Regierung wäre, dass es zu noch mehr Gewalt und zur Diktatur kommt. Schon in anderen arabischen Ländern haben wir gesehen, dass eine politische Diktatur durch eine religiöse Diktatur ersetzt wurde. Und es gibt keine schlimmere Form der Diktatur als eine religiöse, insbesondere für eine christliche Minderheit, die in einer mehrheitlich muslimischen Gesellschaft lebt. Der Westen steht mehrheitlich auf der Seite der Oppositionellen – und realisiert die aktuelle Situation nicht, in der die Christen hier leben. Das heißt nicht, dass wir für oder gegen die Regierung wären. Wir sind gegen jede Form von Diktatur oder Gewalt, aber wir sind sehr besorgt über die Zukunft, weil wir keine bessere Alternative sehen.
 

 

Frage: Im Libanon treffen immer mehr syrische Flüchtlinge ein. Die Lage ist zunehmend gespannt. Befürchten Sie ein Übergreifen der Gewalt aus Syrien?
 
Noujeim: Der Libanon steht in diesem Konflikt nicht außen vor, dafür ist Syrien uns zu nahe; es ist unsere einzige Landverbindung zur arabischen Welt. Die aktuelle Situation in Syrien hat also einen großen Einfluss auf die Libanesen. Das libanesische Volk ist gespalten; gleichzeitig versucht die libanesische Regierung, Neutralität zu wahren. Sollte sich Syrien gegen seine Regierung entscheiden, wird das viel Unruhe bringen, auch für den Libanon. {Quelle: www.katholisch.de – Das Interview führte Andrea Krogmann}

 

 

 

Studie: Religiosität in Deutschland nimmt ab

 

Nach einer aktuellen Studie des Marktforschungsinstituts „Gallup International“

ist die Zahl derer,

die sich als religiös bezeichnen, rückläufig – sowohl in Deutschland als auch weltweit.

 

 

Laut der am Mittwoch in Dublin (Irland) veröffentlichten Studie halten sich 51% der Deutschen für religiös. Damit liegt Deutschlands „Religiositäts-Index“ leicht unter dem globalen Durchschnitt, aber noch über dem von Ländern wie Österreich (43%), Frankreich (37%) oder Schweden (29%). Im Vergleich zu 2005 ist allerdings ein Rückgang von 9% zu verzeichnen – sowohl global als auch deutschlandweit. Dagegen steigt die Zahl der überzeugten Atheisten: In Deutschland sind es 15%, also 5% mehr als vor sieben Jahren. In Frankreich nahm der Anteil sogar um 15% zu. Die meisten Atheisten leben aber weiterhin in Nord-Asien, an der Spitze China mit 47% der Befragten. Aus den Daten der Studie geht auch hervor, dass sich ärmere Menschen eher als religiös bezeichnen als Reiche. Das spiegelt auch die Tatsache wieder, dass die Länder mit der höchsten Religiosität auch zu den Ärmsten gehören: Ghana verzeichnet 96%, in Nigeria liegt der Anteil bei 93%, in Armenien und auf den Fidschi-Inseln beträgt er jeweils 92%. Für die Studie wurden über 50.000 Menschen in 57 Ländern gefragt, ob sie sich als religiös, nicht religiös oder als überzeugten Atheisten bezeichnen würden {Quelle: www.jesus.de}.

 

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