kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Syrien: Christliche Flüchtlinge durch die Psalmen ermutigt 17. August 2012

Filed under: Christenverfolgung,Islamischer Terror — Knecht Christi @ 17:18


 

In Syrien finden die christlichen Flüchtlinge aus Homs,

dem Epizentrum des Konflikts zwischen der Regierung und den Oppositionellen,

Trost und Ermutigung in den Psalmen.

 

Vor dem Ausbruch des Konflikts zählte die Stadt Homs um die 40’000 Christen. Heute sind es weniger als 5’000. Um den Tausenden von Flüchtlingen zu helfen, unterstützen die Kirchen anderer Städte sie mit Hilfsgütern und organisieren für sie spezielle Gottesdienste. Die christlichen Flüchtlinge werden insbesondere durch die Psalmen ermutigt. «In diesem Buch finden wir Gebete, die alle Arten von Emotionen für die verschiedensten Lebensumstände zum Ausdruck bringen. Darin stossen wir auf Menschen, die Gott um sein Eingreifen in ihre ganz persönliche Situation bitten», erklärt uns ein Pastor, der unter den Flüchtlingen tätig ist. An diesem Tag predigt er über den Psalm 142. Als David diesen Psalm schrieb, war er auf der Flucht vor Menschen aus seinem eigenen Volk und hielt sich in einer Höhle vor ihnen versteckt… eine ähnliche Situation wie die, in der sich die Flüchtlinge befinden! «Dieser Psalm ist ein Hilfeschrei. Darin klagt David, dass sich niemand um ihn kümmert. Danach wendet er sich direkt an Gott. Gott will uns anhören, er möchte, dass wir ihm ohne Bedenken all das ausdrücken, was wir empfinden. Zum Schluss drückt er seine Hoffnung auf eine bessere Zukunft aus.» Die Zuhörerschaft ist sehr aufmerksam, denn die Worte des Predigers widerspiegeln genau ihre eigene Situation.

 

 

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Auf Christenverfolgung reagieren:

Gemeinsam beten und ermutigen

 

 

Open Doors: Verfolgt zu werden um Jesu Willen ist heute für Millionen von Christen bittere Realität. Verspottet, ausgegrenzt, vertrieben oder misshandelt und umgebracht zu werden: So sieht der Alltag von Männern, Frauen und auch Kindern in mehr als 50 Ländern aus. Verfolgte Christen ermutigen, für sie beten und ihnen zeigen, dass sie nicht vergessen sind: Das ist das Anliegen des alljährlichen „Weltweiten Gebetstages für verfolgte Christen“ – in diesem Jahr am Sonntag, 11. November 2012. Das Hilfswerk Open Doors und die Weltweite Evangelische Allianz rufen Kirchengemeinden auf der ganzen Welt auf, an diesem Sonntag einen Gebetsgottesdienst für verfolgte Christen zu feiern – getreu dem biblischen Beispiel: „Während Petrus nun streng bewacht im Gefängnis saß, betete die Gemeinde intensiv für ihn zu Gott.“ (Apg 12,5). Mehr als eine halbe Million Gemeinden unterschiedlicher Denominationen nahmen im vorigen Jahr weltweit teil. Der Schwerpunkt des diesjährigen Gebetstages liegt auf Christen in Ägypten und Bhutan.

 

 

Bedroht, aber nicht besiegt

 

Der Buddhismus ist in Bhutan Staatsreligion. Tempel und Kultstätten prägen das Gesicht des Landes. Das Glück der Bevölkerung hat in dem Himalaya-Reich oberste Priorität. Das ist sogar in der Verfassung verankert. Doch die vorgeblich menschenfreundliche Politik zeigt ihre Schattenseiten bei der Religionsfreiheit. Christen können ihren Glauben zumeist nur im Verborgenen leben, wobei sich die Lage in Städten inzwischen zum Besseren gewandelt hat. Das Evangelium weiterzugeben, hat harte Folgen. Seit zwei Jahren sitzt Prem Singh Gurung im Gefängnis, weil er christliche Filme gezeigt hat. Im islamisch geprägten Ägypten hofften Christen sehr, mit dem Umsturz im Arabischen Frühling würde sich auch ihre Lage verbessern. Diese Hoffnung wurde enttäuscht. Islamisten sind auf dem Vormarsch. Weiter kommt es zu Übergriffen auf Christen. Muslime, die Christen angreifen, gehen weitgehend straffrei aus. Doch in beiden Ländern wollen die Christen nicht aufgeben und Licht und Salz in ihrer Heimat sein.

 

 

 

Beirut: Patriarch erhofft von Papst „neue Kraft zu Krisenlösung

 

 

Römische Planer wie libanesische Gastgeber hoffen,

dass sich Kampfhandlungen aus Syrien nicht nach Westen ausweiten.

Übergreifen auf Nachbarland würde zu Absage der Papstreise führen,

ebenso Eskalation der israelisch-iranischen Spannungen

 

Beirut (kath.net/KAP): Der maronitische Patriarch Bechara Boutros al-Rai erwartet vom Papstbesuch im Libanon in einem Monat eine Stärkung und „neue Kräfte, die großen Schwierigkeiten zu bewältigen“. Rai äußerte sich am Mittwoch in einer Botschaft für die offizielle Papstbesuchs-Website von libanesischem Staat und katholischer Kirche, www.lbpapalvisit.com. Benedikt XVI. startet seinen Besuch im Zedernstaat am Freitag, 14. September. Die Ankunft in Beirut erfolgt laut Programm um 13.45 Uhr Ortszeit (12.45 Uhr österreichischer Zeit). Bei der Ankunft wird der Papst eine programmatische Rede halten, die auch auf das Drama im Nachbarland Syrien eingehen soll. Wie es heißt, arbeitet Benedikt XVI. derzeit in Castel Gandolfo an den Ansprachen. Die Reise des Papstes hätte eigentlich auch nach Damaskus gehen sollen. Als am Ende der römischen Nahost-Synode 2010 nach einem geeigneten Ort zur Veröffentlichung des Schluss-Dokuments gesucht wurde, nannten orientalische Kirchenvertreter spontan „Syrien und Libanon“. Die aktuelle Entwicklung hat diese Pläne überholt. Einziges Reiseziel des Papstes bleibt somit der Libanon, der einzige Nahoststaat mit einem großen Christenanteil. Unterdessen hoffen römische Planer wie libanesische Gastgeber, dass die Kampfhandlungen aus Syrien sich nicht auf den Libanon ausweiten. Ein Übergreifen auf das Nachbarland würde zu einer Absage führen, ebenso eine Eskalation der israelisch-iranischen Spannungen.

 

Die 24. Auslandsreise von Papst Benedikt XVI. soll in erster Linie eine geistliche Mission sein. Knapp zwei Jahre nach dem Bischofsgipfel hat der Papst als Ergebnis ein „Nachsynodales Apostolisches Schreiben“ verfasst, das er unmittelbar nach seiner Ankunft im Notre-Dame-Heiligtum oberhalb von Beirut unterzeichnen, und am darauffolgenden Sonntag bei einer Messe auf dem Hafengelände der Hauptstadt veröffentlichen wird. Der Text versteht sich als Programm und Grundlage für den künftigen Kurs der Kirchen in Nahost, die zwischen Kairo und Teheran vielfach sozialem, politischem und religiösem Druck ausgesetzt sind. Ihnen, die unter Diskriminierungen leiden und vielerorts vom Exodus bedroht sind, will der Papst in den Ursprungsländern des Christentums weltkirchliche Rückenstärkung bekunden. Allerdings stößt Benedikt XVI. bei seiner pastoralen Reise nahe des derzeit heißesten Nahost-Konflikts auf ein Bündel brisanter politischer, sozialer und interreligiöser Probleme. Mit Spannung wird daher seine Rede vor Politikern, Diplomaten und Religionsführern am zweiten Besuchstag im Präsidenten-Palast von Baabda erwartet. Der 16-jährige Bürgerkrieg (1975-91) hat aus der einstigen „Schweiz des Nahen Ostens“ die „Hölle von Beirut“ gemacht.

 

In den vergangenen Jahren hat die erstarkende schiitische Hisbollah das Land immer stärker in den israelisch-palästinensischen Konflikt wie auch in die innerislamischen Spannungen zwischen Sunniten und Schiiten hineingezogen. Papst und Kirche sorgen sich vor allem um die multireligiöse Identität des Landes, in dem die bislang gleichberechtigten Christen immer stärker an den Rand geraten – nicht zuletzt durch eigenes Verschulden. Zahlenmäßig stellen sie längst nicht mehr die Bevölkerungsmehrheit. Weiter geschwächt werden sie durch ihre Spaltung und ihre Parteinahme mit den gegensätzlichen politischen und religiösen Lagern des Landes. Ein Teil hat sich mit den Sunniten, ein anderer mit den Schiiten verbündet. Papst Benedikt XVI. wird die Reise zu einem eindringlichen Appell zur Bewahrung des besonderen Charakters des Libanon und zu einer überparteilichen Geschlossenheit der Christen nutzen. Ähnlich wie sein Vorgänger Johannes Paul II. 1997 in Beirut wird er vermutlich betonen, dass der Libanon mehr sei „als ein souveräner Staat, der Libanon ist eine Botschaft“. Er dürfte dabei auch an die Muslime appellieren, in Fairness und Dialogbereitschaft mit den Christen zusammenzuarbeiten. Der Papst dürfte von Beirut aus eine Friedensbotschaft an den Nahen Osten mit seinen alten und neuen Konflikten senden. Dabei sind die Erwartungen hoch. Auch wenn die Gastgeber alles Mögliche für die Sicherheit tun werden, gilt die Reise in den Krisenherd zudem als nicht ungefährlich.

 

 

Die Christen des Libanon müssen vereinter sein

 

Im Libanon haben zuletzt wegen des Bürgerkriegs in Syrien

die Spannungen zwischen den Religionsgruppen zugenommen.

 

Ein Interview mit dem Patriarchen der Maronitisch-katholischen Kirche,

Bechara Boutros Rai.

 

München (kath.net/KIN): Im Libanon haben zuletzt wegen des Bürgerkriegs in Syrien die Spannungen zwischen den Religionsgruppen zugenommen. Oliver Maksan, Nahost-Korrespondent von „Kirche in Not“, hat mit dem Patriarchen der Maronitisch-katholischen Kirche, Bechara Boutros Rai, über die aktuelle Lage gesprochen.

 

Kirche in Not: Eure Seligkeit, glauben Sie, dass der syrische Bürgerkrieg auf den Libanon übergreifen und zu religiösen Kämpfen zwischen Sunniten und Schiiten führen wird? Dieses Jahr gab es ja schon Kämpfe zwischen beiden Religionsgruppen.

Patriarch Bechara Boutros Rai: Sicher. Der Bürgerkrieg in Syrien zwischen der sunnitischen Mehrheit und der alawitischen Minderheit beginnt sich schon auf die Sunniten und Alawiten im Nordlibanon, in Tripoli und Akkar auszuwirken. Außerdem sind die Libanesen in Unterstützer des Assad-Regimes und Unterstützer der Opposition gespalten. Zudem wird der anhaltende politische Konflikt zwischen den Sunniten und den Schiiten aufgrund der syrischen Ereignisse schärfer.

 

Kirche in Not: Was können die Christen des Libanon tun, um neue Spannungen in ihrer Heimat zu verhindern?

Die Christen des Libanon müssen wieder vereinter sein und wieder ihrer Verantwortung gerecht werden. Denn sie streben aufgrund ihrer Kultur und geistigen Einstellung immer nach Frieden, Fortschritt und den Werten der Moderne. Sie lieben den Frieden und kämpfen für die Gerechtigkeit. Sie sind zum Zusammenleben und zur Zusammenarbeit mit den Muslimen bereit, ohne Vorurteile und Hintergedanken.

Kirche in Not: Aber erschwert die Verfassung des Libanon nicht dieses Zusammenleben? Der Staat und seine Ämter sind entlang der Grenzen der Religionsgruppen aufgeteilt. Kritiker meinen, dass so die Gräben zwischen den Religionen auf Dauer verfestigt werden.

Muslime und Christen leben im Allgemeinen in gemischten Gebieten. Der Libanon trennt, anders als alle anderen Staaten der Region, Religion und Staat. Er respektiert dabei Gott und alle Religionen und Bekenntnisse. Der Staat mischt sich nicht in Fragen ein, die das göttliche Gesetz angehen. Er anerkennt die gesetzgeberische und rechtsprechende Autonomie aller Religionen, was die Fragen der Religion und der Ehe mit ihren zivilen Wirkungen anbelangt. Das wird ‚Statut Personnel‘ genannt. Es ist ein Aspekt des Konfessionalismus. Der andere Aspekt ist die gleiche Teilhabe der Christen und der Muslime an der Macht und der öffentlichen Verwaltung. Um diese Übereinkunft, die auch ‚Pacte National‘ genannt wird, zu verstehen, muss man sich daran erinnern, dass alle arabischen Staaten und sogar Israel auf einer islamischen oder jüdischen Theokratie gegründet sind. Der Libanon ist ein rein ziviler Staat. Er hat keine Staatsreligion, und kein religiöses Buch ist Quelle seiner Gesetzgebung. Es handelt sich um ein gemeinschaftliches Leben, das die Christen, die naturgemäß nach Laizität streben, und die Muslime, die nach Theokratie streben, organisiert.

 

Kirche in Not: Der Heilige Vater wird den Libanon nächsten Monat besuchen, um das Apostolische Schreiben im Anschluss an die Nahostsynode von 2010 zu veröffentlichen. Was erwarten Sie sich davon?

Das Apostolische Schreiben wird gewiss einen Pastoralplan für die katholische Kirche im Nahen Osten entwerfen. Ein guter Teil wird sich mit der Gemeinschaft zwischen den Kirchen, dem Islam und den anderen Religionen befassen. Ein anderer Teil wird eine Handlungsanweisung für ein gutes christliches Zeugnis sein, sowohl auf der Ebene des täglichen Lebens, auf der Ebene der Dienste, die die Kirche zur Verfügung stellt, als auch auf der Ebene des Beitrags der Christen zur Entwicklung in ihren jeweiligen Ländern. Des weiteren wird dieses Apostolische Schreiben die Hoffnung beleben und die Völker des Nahen Ostens ermutigen, ihre Einheit und ihr Zusammenleben zu intensivieren und ihre Rolle innerhalb der arabischen wie der internationalen Gemeinschaft zu spielen.

 

Kirche in Not: Nun wird die Situation für die Christen im Nahen Osten ja nicht besser. 100 000 Kopten sollen Ägypten seit der Revolution verlassen haben. In Syrien bedrohen sunnitische Extremisten die Christen. Wird der Islamismus die Präsenz der Christen im Nahen und Mittleren Osten beenden?

Nie im Leben. Die Christen sind in den Ländern des Nahen Ostens seit 2000 Jahren verwurzelt, seit den Zeiten unseres Herrn Jesus Christus und der Apostel. Sie haben den örtlichen Kulturen die Werte des Evangeliums eingeprägt. Sie unterhalten ihre verschiedenartigen Einrichtungen und in ihren jeweiligen Ländern eine aktive Präsenz. Unterdessen ermöglicht ihnen das Leben des Friedens und der Ruhe, die Auswanderung zu vermeiden und weiterhin aktiv zu bleiben. Die Muslime selbst erkennen an, wie wichtig die Präsenz der Christen aufgrund ihrer intellektuellen, moralischen und beruflichen Qualitäten ist.

 

Kirche in Not: Wie ergeht es den Maroniten in Syrien? Sind sie von den Kämpfen betroffen?

Den Maroniten in Syrien ergeht es wie ihren christlichen und muslimischen Mitbürgern. Der Bürgerkrieg und die Gewalt verschonen niemanden. Wir haben drei Diözesen in Syrien: Damaskus, Aleppo und Lattakia. Es gibt keine direkten Angriffe auf Maroniten. Denn sie sind respektiert und mischen sich nicht in die Politik ein. {Von Oliver Maksan}

 

3 Responses to “Syrien: Christliche Flüchtlinge durch die Psalmen ermutigt”

  1. Emanuel Says:

    Diese Art von Berichten sind so „lau“, daß man als Christ sie nur ausspeien kann,so – als hätte man den Kot seines Chefs verschluckt…. aber diese Typen aus den Höllen , lieben ja den Kot und den Urin ihrer „Chefs“………………….


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