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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Irak: Angst treibt Christen zur Flucht 14. August 2012

Filed under: Christenverfolgung,Islamischer Terror — Knecht Christi @ 17:02

Aus der offiziellen Webseite des Marschalls Ahmad Schafik: „Wartet auf die Teilnahme der ägyptischen Armee an der Allianz „Syriens Freunde„, um Bachars Truppen an der Seite der Kämpfer der Moslembrüder zu stürzen„!

 

 

Irak: Angst treibt Christen zur Flucht

 

Tötungen, Diskriminierungen und Verfolgung

 

 

 

 

Immer mehr irakische Christen

verlassen ihr Heimatland aus Angst.

 

Wie die wenigen Christen vor Ort

jedoch ihr Leben meistern,

zeigt der Autor Malte Henk in der aktuellen Ausgabe der „GEO“.

 

 

Es ist die Ursprungsregion des Christentums: Der Nahe Osten. Malte Henk weist gleich zu Beginn seiner Reportage darauf hin, dass heute nur jeder zwanzigste Mensch dort Christ ist. Um 1900 war noch jeder fünfte Bewohner dieses Gebiets christlich. Die Gründe? Der Irak zum Beispiel verfolge eine „offene, brutale Variante“, schreibt der Redakteur, der zusammen mit dem Fotografen Andy Spyra Christen in dieser Region besucht hat. Nach dem Sturz Saddam Husseins waren dort 1.000 Christen ermordet worden. Viele flohen daher ins Ausland, bauten sich neue Existenzen auf. Nur ein kleiner Teil blieb im Irak und versucht nun, dort möglichst frei zu leben – unter Waffenschutz. „GEO“ berichtet von einer jungen Frau, die ihren Mann verloren hat. Lilian Dschanan Sa´deed ist Christin, Mitte zwanzig und hat eine Tochter. Ihr Mann starb, als er mehrere Busse mit christlichen Studenten aus Karakosch vor Bomben am Straßenrand warnen wollte. Die Fahrzeuge kehrten um, der junge Mann jedoch starb bei der Explosion. Lilian war damals hochschwanger.

 

Die junge Frau hat vieles erlebt, berichtet Henk in „GEO“. Ihre Familie war lange Zeit Einschüchterungen ausgesetzt, weil sie sich zum Christentum bekannte. Schließlich floh sie nach Karakosch. Dort sind 98 Prozent der Einwohner Christen. Sie ist die größte christlich geprägte Stadt des gesamten Nahen Ostens. Insgesamt leben etwa 45.000 Einwohner dort. Neben den neun Kirchen, die in Karakosch stehen, gibt es rund 2.000 bewaffnete Menschen, die die Einwohner, die Christen, beschützen sollen. Frei fühlt sich Lilian in der Stadt nicht, sie will weg aus dem Irak. Weit weg. Dies sei nur eine Geschichte von vielen, schreibt Henk. Das will auch der „GEO“-Fotograf Spyra zeigen, der in Schwarz-Weiß-Fotografien das Leben der Christen im Irak dokumentiert und dafür viele Menschen in ihrem Alltag porträtiert hat. In der aktuellen Ausgabe der „GEO“ zeigt er seine Bildreportage {Quelle: www.jesus.de}

 

 

 

 

 

Christen im Irak

 

GEO-Reporter Malte Henk und Fotograf Andy Spyra waren vor Ort,

um das Leben von Christen im Irak zu dokumentieren

 

Um das Jahr 1900 war jeder fünfte Bewohner des Nahen Ostens, der Ursprungsregion des Christentums, christlich. Heute ist es noch jeder zwanzigste. Es gibt die offene, brutale Variante wie im Irak, wo im Bürgerkrieg nach dem Sturz Saddams etwa 1000 Christen ermordet wurden; von wo seitdem geschätzt jeder zweite Christ geflohen ist, nach Detroit oder in die deutsche Provinz oder sonst wohin. Und es gibt die versteckte Variante, das schleichende Wirken der Demographie: Wirtschaftsmigration; schrumpfende Geburtenraten; ein langsam tröpfelnder Abfluss. Andy Spyra und ich trafen unter anderem Lilian Janan Sa’deed: Sie war knapp so alt wie Andy Spyra, Mitte zwanzig, und saß in ihrer Wohnung auf einem viel zu großen Sofa und schaute ins Leere. Es gab sonst nicht viel in dieser Flüchtlingswohnung in der Stadt Karakosh im Norden des Irak. Ein paar Bilder an den Wänden, einen einsamen Couchtisch, auf dem ein Kinderbuch lag, My Little Book About God. Lilians Tochter, ein süßer Fratz im Schleifenjäckchen, steckte sich das Buch in den Mund und gluckste fröhlich vor sich hin. Ihre Mutter saß auf dem Sofa und blickte in eine unerreichbare Ferne, und sie erzählte in stockenden Worten ihre Geschichte.
 

 

Es war eine Geschichte, wie wir sie so oder so ähnlich schon mehrmals gehört hatten in den vergangenen Tagen. Und Andy Spyra hatte so etwas sogar noch viel öfter erlebt, weil er schon seit dem Frühjahr 2011 dem Exodus der Christen aus dem Nahen Osten nachspürt. Spyra ist in der Türkei gewesen, in Ägypten, im Irak, er plant Reisen nach Israel und nach Gaza und in weitere Länder. Man kann sagen, dass Andy Spyra so etwas wie ein Experte geworden ist für die Verbrüderung von Glaube und Gefahr, ein Detektiv, der den Zeichen des Verschwindens nachspürt, ein Experte für die schizophrene Lage von Menschen, die auf dem Bleiben beharren und doch vom Ausland träumen, die stolz sind auf die uralte Geschichte ihrer Kultur – und Angst haben vor der Zukunft. Von all dem erzählt Andy Spyra mit seinen Schwarz-Weiß-Bildern, er hat einen Blick für die Macht von Ritualen und Traditionen, und er hat einen Blick für die Wucht von Landschaften, die uralte Kulturräume sind, mit Friedhöfen und Klöstern und Kirchen aus den Anfangszeiten des Christentums; auf seinen Fotos wirken diese Landschaften wie gemacht für einen Western, irgendeinen Alles-oder-nichts-Film, der in längst vergangenen Zeiten spielt.

 

Und natürlich hat Andy Spyra einen Blick für das Leid der Menschen, die er trifft, für Bedrohungen und Lebensbrüche, die sich in Gesichter gegraben haben; er hat einen Blick dafür, was eine Geste verraten kann, ein Blick, eine einsam wehende Gardine im Empfangszimmer einer viel zu leeren, viel zu kalten, viel zu traurigen Wohnung. So war es bei Lilian Janan Sa’deed. Sie erzählte ihre Geschichte: von den Einschüchterungen, denen ihre Familie sich im Irak ausgesetzt sah, nur weil sie Christen waren. Von der Flucht nach Karakosh, einer Stadt mit neun Kirchen, 2000 Mann unter Bewaffnung, 45.000 Einwohnern, davon 98 Prozent Christen – Karakosh ist heute die größte christlich geprägte Stadt des gesamten Nahen Ostens. Von ihrer Heirat erzählte Lilian, als endlich alles gut zu werden schien. Und von dem Tag, als sie, hochschwanger, morgens mit ihrem Mann telefonierte. Davon, wie er kurz darauf losrannte, weil er die Fahrer mehrerer Busse, voll mit christlichen Studenten aus Karakosh, vor der Explosion einer Bombe am Straßenrand warnen wollte. Wie die Busse zwar abdrehen konnten, der Körper ihres Mannes aber von der Bombe zerfetzt wurde. Heute feiern sie ihren Mann als Märtyrer, aber Lilian versinkt in der Traurigkeit. Man muss vielleicht an einem Ort wie Karakosh gewesen sein, um zu ermessen, was es bedeuten kann, heute noch Christ zu sein. Lilian flehte uns an, sie aus dem Irak zu bringen, nur fort von hier, aber wir konnten nichts für sie tun, natürlich. Wir baten sie, Fotos von ihr machen zu dürfen, und sie stimmte zu, weil sie, irgendwo am Grund ihrer Verzweiflung, darauf hoffte, dass ihr Porträt, über ihre Geschichte gelegt, irgendetwas bewirken, von irgendetwas erzählen könnte, das ihr wichtig war.
 

Es quälte diese depressive junge Frau in der Uniform der irakischen Witwen, dem langen schwarzen Kleid, sich einem Fotografen zu stellen. Aber sie wollte es so und wünschte es. Also schickte ihr Andy Spyra ein aufmunterndes, fast schüchternes Lächeln hinter seiner Mittelformatkamera hervor, und dann fotografierte er sie.

{Quelle: www.geo.de – Text von Malte Henk}

 

One Response to “Irak: Angst treibt Christen zur Flucht”

  1. Klotho Says:

    Nun wenn um 1900 in dieser Region 20 % Christen waren, wohin sind diese Christen gegangen, zum ersten wohl sind wohl viele in den Westen, vor allem in die USA ausgewandert. Kahlil Gibran war ein syrischer Christ der wunderschöne Bücher und Texte geschrieben hat. Zu solchen wunderbaren, einfühlsamen Texten sind die Islamisten nicht fähig, von ihnen kommen nur Hasstiraden, Tötungsaufrufe und zu einer freien Geistesausdruck ( Dazu gehört Meinungsfreiheit) und spiritueller Literatur sind sie nicht fähig. Islamisten sind die Faschisten des 20. Jahrhunderts. Die Saud-Familie wurde von den Briten gefördert, daher gehört sie zum britischen Imperium.


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