kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Die Türkei befürchtet den Kurdischen Frühling 13. August 2012

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 19:53

Erdogan: “eine türkische Intervention in Syrien ist ein natürliches Recht der Türkei”

 

 

Es war eigentlich zu erwarten, und die türkische Nazi-Regierung hat sein Bestes getan, um sie herauf zu beschwören: den Kurdischen Frühling. Jetzt steht sie vor der Schwelle und die Erdogan-Regierung scheut sie, wie der Teufel das Weihwasser. Im alten türkischen Säkularstaat, mit einem starken, ziemlich unabhängigen Militär und mit der Hoffnung, dass irgendwann eine echte Demokratie entsteht, mit gleichen Rechten für alle Bürger des Staates, konnte man die Kurden irgendwie bei der Stange halten, auch wenn es in der Nachbarschaft rumorte. Aber nicht so in Erdogans Türkei:

 

 

Hinter den Linine:

Die Türken fürchten denKurdischen Frühling

 

Die regionalen Entwicklungen stellen Ankara vor der Möglichkeit, in der Zukunft zu seinen Grenznachbarn zwei halb-souverähne kurdische Einheiten zu zählen. Die Handlung der türkischen Regierung (Militäranschlag gegen die Kurden) kommt zu einer Zeit als Ankara über die merkbare Verbesserung in der Lage der Kurden im Zuge einer Reihe von Entwicklungen im Mittleren Osten besorgt ist. Ankara fehlt die ganze Zeit die Möglichkeit, die Geschehnisse in Syrien und Iraq richtiggehend zu beeinflußen, so scheint die türkische Regierung zu versuchen, eine Linie in den Sand zu ziehen, die sie ihre eigene Grenze nennt. Die Türkei versucht jede Unruhe unter den Türk-Kurden zu unterdrücken, die sich jetzt durch die Verbesserung der Lage der Syrer-Kurden und der Iraker-Kurden ermutigt fühlen könnten. Die Sorge der Regierung aus der türkischen Perspektive ist leicht zu begreifen. Entgegen aller Medienberichten, demnach die Lage in Syrien sich dem „Endspiel“ nähert, kommt der Bürgerkrieg jetzt erst richtig im Gange und es ist kein Ende in Sicht. Vielmehr ziehen sich die verschiedenen Parteien zurück und graben sich in ihren Bunkern ein, in der Vorbereitung eines langwierigen Krieges. Die syrische Regierung hat nicht mehr die zentrale Macht. Die Syrisch-Kurden haben aus dem Wunsch der Regierung, ihre Position zu verfestigen, ihre eigenen Vorteile gezogen. Die Syrisch-Kurden sind die natürlichen Widersacher der arabischen nationalen Assad-Regierung. Und hier: Der türkische Staatsschef Erdogan sagte, dass die Türkei eine Intervention gegen die Rebellen im Norden Syriens als ihr „natürlichstes Recht“ betrachtet. Jerusalem Post

 



 

Der jüdische Artikel ist eine lange, komplexe Analyse der türkisch-kurdischen Situation in einem geänderten, und sich laufende ändernden Umfeld, in dem Maße, wie die Konfliktherde Syrien, Irak und vielleicht bald auch Jordanien, sich weiter entwickeln. Das große Besorgnis der Türkei wird allein schon in der intensität der Gespräche mit dem schiitischen Gottesstaat Iran sichtbar, was wiederum für die westlichen (Ex-?)Freunde der Türkei kein guter Freundschafts- und Treuebeweiß als NATO-Mitglied erscheinen mag. Wer englisch kann, sollte ihn unbedingt einmal wenigstens kurz überfliegen. Jedenfalls hat die Türkei diese kurdische Auflehnung voll verdient und wir gönnen den Kurden ihren Unabhängigkeitskampf. Wir sehen nur zwei unerfreuliche dunkle Flecken darauf: Die vielen Türken und Kurden werden diese Angelegenheit als Asylgrund missbrauchen und ihren schmutzigen Kampf aber mit sich bringen und hier in Westeuropa auf die Kosten der hießigen Wirtsvölker weiterkämpfen. Und der zweite Fleck ist das Schicksal der christlichen Völker, die dort leben, zwischen den kurdischen Dörfern. Die aramäischen Christen bezahlen mit ihrem Blut das, was die Osmanen und die Kurden dort rücksichtlos treiben. Ansonsten gönnen wir der Türkei jeden einzelnen Tag eines aufkommenden, langen Bürgerkrieges, in dem sie auch den letzten Völkern ihre Unabhängigkeit und ihr heimatliches Gebiet zurück geben müssen, die sie je erobert haben. {Quelle: www.kybeline.com}

 

 

 

 

 

 

Syrien: „Kirche in Notgewährt Nothilfe für Christen in Aleppo

 

Wien/Aleppo, 13.08.2012: Das internationale katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ gewährt eine weitere Nothilfe von 50.000 Euro für die notleidenden Menschen in Syrien. Dieses Mal gilt die Hilfe den Christen in der hart umkämpften Stadt Aleppo. 30.000 davon Euro sind für Lebensmittel und 20.000 Euro für Medikamente bestimmt. Die Hilfe reiche nach Angaben des Bischofs von Aleppo, Antoine Audo, für die kommenden drei Monate. Der Bischof dankte dem Hilfswerk dafür, dass es „den Christen in Syrien hilft, aufrecht zu bleiben und sie spüren lässt, dass sie nicht alleine sind, sondern von Brüdern und Schwestern umgeben, die sie verstehen und die sie in einer tatkräftigen und uneigennützigen Weise lieben“! „Kirche in Not“ hatte bereits kürzlich eine Nothilfe von insgesamt 152.500 Euro für Syrien gewährt.

 

 

 

 

 

 

USA und Türkei wollen Assads Sturz beschleunigen

 

 

Der Bürgerkrieg in Syrien greift inzwischen auch auf Nachbarländer über.

Um einen Flächenbrand zu verhindern,

wollen die USA und die Türkei nun verstärkt zusammenarbeiten.

Ihr Ziel: der Sturz Assads.

 

 

 

Die USA und die Türkei haben vor einer dramatischen Verschärfung der humanitären Krise in Syrien gewarnt. Die Gewalt des syrischen Regimes scheine keine Grenzen zu kennen, sagte US-Außenministerin Hillary Clinton am Samstag bei einer Pressekonferenz mit ihrem türkischen Amtskollegen Ahmet Davutoglu in Istanbul. Wenige Stunden zuvor war es an der Grenze zwischen Syrien und Jordanien zu schweren Schießereien gekommen. Mitten in Damaskus griff ein Rebellenkommando einen Armeekonvoi an. Im nordsyrischen Aleppo gingen die Kämpfe zwischen den Truppen von Präsident Baschar al-Assad und den Aufständischen unvermindert weiter. „Niemand kann sagen, wann das Regime fallen wird, aber der Tag wird kommen“, sagte Clinton. Der syrischen Opposition müsse dann geholfen werden, die Institutionen des Staates zu schützen und eine demokratische und pluralistische Regierung aufzubauen. Zudem müssten Lager für chemische Waffen bei einem Sturz des Regimes geschützt werden, betonten Clinton und Davutoglu. Die Chefin der amerikanischen Außenpolitik sprach in Istanbul auch mit syrischen Aktivisten, um „Erfahrungen aus erster Hand“ zu erhalten. Sie traf aber keine bewaffneten Kämpfer. Flüchtlinge berichteten ihr über die Gewalttaten der Regierungstruppen. Diese würden dokumentiert, sagte Clinton. „Es wird keine Straflosigkeit geben, sobald es eine neue Regierung gibt“, betonte die US-Außenministerin. Sowohl die USA wie auch die Türkei unterstützen die Rebellen, bestreiten aber Waffenlieferungen. Berichte über ein Ausbildungslager für Rebellen auf türkischem Boden sind bisher offiziell nicht bestätigt worden.

 

 

Schweres Gefecht an der Grenze zu Jordanien

 

Der Syrienkonflikt droht sich indes gefährlich auszuweiten. An der Grenze zwischen Syrien und Jordanien lieferten sich Grenztruppen der beiden arabischen Länder in der Nacht zum Samstag schwere Gefechte. Syrische Soldaten schossen auf eine große Gruppe syrischer Flüchtlinge, auch als diese sich schon auf jordanischem Boden befanden. Die jordanischen Truppen erwiderten das Feuer, bestätigten Sicherheitskreise in Jordanien. Gefechte an der syrisch-jordanischen Grenze sind nicht selten, doch der 30-minütige, intensive Feuerwechsel beim Grenzdorf Al-Schadschirah war einer der schwersten dieser Art, unterstrichen die jordanischen Sicherheitskreise. Auf jordanischer Seite wurde niemand verletzt, hieß es. Die Heftigkeit der Kämpfe sei darauf zurückzuführen, dass sich in der Gruppe von 500 syrischen Flüchtlingen Dutzende hochrangige Armee-Offiziere befanden, sagten syrische Aktivisten in Amman. Die Militärs waren demnach zuvor aus den syrischen Streitkräften desertiert.

 

 

Rebellen geht die Munition aus

 

Syrische Rebellen griffen am Samstag einen Armeekonvoi im Zentrum von Damaskus an. Augenzeugen hörten eine laute Explosion und berichteten von einem Feuergefecht nahe dem zentralen Mardscha-Platz. Das staatliche syrische Fernsehen meldete gleichfalls eine Bombenexplosion in der Nähe dieses Platzes. „Terroristen“ hätten daraufhin auf „Zivilisten“ geschossen, hieß es in diesem Bericht. Opferzahlen lagen zunächst nicht vor. In der seit drei Wochen hartumkämpften Stadt Aleppo starteten die Regierungstruppen am selben Tag neue Angriffe. Sie gingen mit Kampfflugzeugen, Helikoptern, Panzern und schwerer Artillerie gegen die Stellungen der Aufständischen vor. „Die Belagerung durch die Regimetruppen erschwert es uns, ausreichenden Nachschub an Munition in die Stadt zu bringen“, sagte der Rebellenkommandeur Abu Omar al-Halebi der Deutschen Presse-Agentur am Telefon. Auch mache sich die waffentechnische Überlegenheit des angreifenden Militärs bemerkbar.

 

 

BND-Chef hält Assads Sturz für unausweichlich

 

Nach Einschätzung des Chefs des Bundesnachrichtendienstes (BND), Gerhard Schindler, hat bereits die Endphase des Assad-Regimes begonnen. Dafür gebe es viele Anhaltspunkte, sagte Schindler in einem Interview der Zeitung „Die Welt“ (Samstag). Die Armee mit ihren einst 320 000 Soldaten habe Verluste erlitten, nach aktuellen Schätzungen rund 50 000 Mann, darunter Tausende Verwundete, Deserteure und Überläufer zur militanten Opposition. „Die Erosion des Militärs hält an“, sagte Schindler. Die Opposition mit schätzungsweise 20 000 Kämpfern sei allerdings heterogen. Den regulären Streitkräften stehe eine Vielzahl flexibel agierender Kämpfer gegenüber, erläuterte Schindler. „Ihr Erfolgsrezept ist eine Art Guerillataktik. Das zermürbt die Armee zunehmend.“ Der Widerstand werde keineswegs von Islamisten dominiert, betonte der Terrorexperte. „Sie sind in der Minderheit.“ Darunter seien radikale Gruppierungen wie die Al-Nusrah-Front. Es spreche viel dafür, dass es zwischen dieser und dem Terrornetzwerk Al-Kaida Verbindungen gibt. {Quelle: www.stern.de}

 

3 Responses to “Die Türkei befürchtet den Kurdischen Frühling”

  1. carma Says:

    kurden und aleviten, nicht immer deckungsgleich, hassen das türkische regime – immerhin rund 25-30% der bevölkerung! mit der vertreibung der aleviten in syrien wird iran als brudervolk und geistiges zentrum offensiv deren rechte verteidigen! die türkei muss also mit hilfe des westens syrien rasch bezwingen, will es die kontrolle über seine ostflanke (inkl. der nato-atomwaffen-stützpunkte) nicht im strudel der ereignisse verlieren. diese sorge dürfte wohl berechtigt sein…

    >> Denn es wird sich Nation wider Nation erheben und Königreich wider Königreich, und es werden Hungersnöte und Seuchen sein und Erdbeben an verschiedenen Orten. <<

  2. Nun scheint einzutreten, wovor gewarnt wurde:
    eine zunächst kontrollierte Ausweitung des Konflikts,

    vergleichbar mit einem vorsichtigen Ausweiten eines Brandherds.

    An welcher Lunte da gezündelt wird werden wir vermutlich erst erfahren,

    wenn das Pulverfass hochgegangen sein wird.
    Indes: bei voller Informiertheit über die Brisanz des Geschehens.


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