kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Eure Töchter, Ja – Unsere Töchter, keineswegs! 12. August 2012

Filed under: Christenverfolgung,Islamischer Terror — Knecht Christi @ 18:32

Saudi-Arabien: Prozess gegen Fluchthelfer von konvertierter Frau

 

Saudische Medien fordern

exemplarische Bestrafung

für zwei Männer, die Frau zum Christentum „verlockt“ haben sollen.

 

Riad-Rom (www.kath.net/ KAP): Am 15. September startet in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad ein Prozess gegen zwei junge Männer, denen vorgeworfen wird, eine junge Frau aus Al-Khobar zur Konversion zum Christentum „verlockt“ und ihr zur Flucht ins Ausland verholfen zu haben. Das berichtet die Stiftung „Pro Oriente“ mit Verweis auf die katholische Nachrichtenagentur „AsiaNews“. Bei den beiden Angeklagten handelt es sich um einen Christen aus dem Libanon und einen saudi-arabischen Staatsbürger. Der Fall erregte in Saudi-Arabien großes Aufsehen; in den Medien wird nun eine „exemplarische Bestrafung“ der beiden verlangt. Die junge Frau war bei einer Versicherungsgesellschaft beschäftigt, wo sie durch ihren Vorgesetzten – den libanesischen Christen – und einen – offenbar insgeheim zum Christentum konvertierten – saudi-arabischen Kollegen zum ersten Mal vom Christentum gehört hatte. Die drei hätten gemeinsam religiöse Literatur studiert und sich im Internet an christlichen „chat rooms“ beteiligt, hieß es. Außerdem hätte sich zwischen dem libanesischen Staatsbürger und der jungen Frau eine Liebesbeziehung entwickelt. Schließlich habe sich die Frau zur Konversion zum Christentum und gleichzeitig für die Flucht aus Saudi-Arabien entschieden. Sie soll heute in London leben. Als die Frau verschwand, ging der Vater zur Polizei und beschuldigte die Männer, seine Tochter beeinflusst und ihr zur Flucht verholfen zu haben. Daraufhin wurden die beiden Männer verhaftet. Vor wenigen Tagen veröffentlichte die Tageszeitung „Al Youm“ eine angebliche Erklärung der jungen Frau, wonach sie bereit sei, in die Heimat zurückzukehren, aber Angst vor Bestrafung habe. Es soll aber auch einen Brief der Frau geben, in dem sie unterstreicht, dass für sie die Kirche ihre „einzige Heimat“ sei.

 

 

 

 

Äthiopische Christen freigelassen

 

Unterdessen haben die saudi-arabischen Behörden 35 äthiopische Christen nach monatelanger Untersuchungshaft freigelassen. Die Äthiopier waren am 17. Dezember des Vorjahrs von der Religionspolizei verhaftet worden, weil sie in einer Privatwohnung ein christliches Gebetstreffen abgehalten hatten. Wie der Sprecher von „International Christian Concern“, Jonathan Racho, sagte, seien die Äthiopier in der Haft gequält und unter Druck gesetzt worden, „damit sie zum Islam konvertieren“. Vor allem die Frauen seien misshandelt und gedemütigt worden. „International Christian Concern“ hatte eine Kampagne für die Freilassung der 35 äthiopischen Christen eingeleitet. Auch die Regierung in Addis Abeba schaltete sich ein. Die saudi-arabischen Behörden lancierten daraufhin neue Versionen, warum die 35 verhaftet worden seien – die Palette reichte dabei von Geheimprostitution bis Menschenhandel. Racho bedauerte, dass in Saudi-Arabien nach wie vor die Vorstellung gelte, wonach es auf dem Boden der Arabischen Halbinsel keine andere Glaubensgemeinschaft als den Islam in seiner radikal-wahabitischen Form geben dürfe. Millionen von Migranten seien dadurch des Grundrechts auf Religionsfreiheit beraubt; auch müsse man alle saudi-arabischen Beteuerungen über den Einsatz für Toleranz zwischen Muslimen, Christen und Juden in Zweifel ziehen.

 

 

Kardinal besorgt über Angriffe auf Kirchen in Afrika

 

 

Kirchen in Afrika häufig exponiert,

so dass sie leicht angreifbar wären.

 

Vatikanstadt (www.kath.net/ KNA): Nach Einschätzung von Kurienkardinal Peter Kodwo Appiah Turkson richten sich Anschläge auf Kirchen in Afrika gegen das Selbstverständnis des Christentums. Sie zielten auf den Lebensstil, die Sichtweise und generell „auf das, was ein Christ darstellt“, sagte Turkson der Vatikanzeitung „Osservatore Romano“ (Mittwoch). In einigen Fällen lasse sich Gewalt gegen Christen mit religiösem Fanatismus erklären, so Turkson. Dies sei etwa in Indien oder in einigen islamischen Ländern der Fall. Häufig mischten sich jedoch auch rassistische und religiöse Motive, etwa im Norden Afrikas. Christen in Afrika seien häufig besonders schutzlos, da ihre Kirchen in der Nähe von Missionsstationen und nicht in den Zentren gebaut seien. Die Moscheen der Muslime befänden sich hingegen in dicht besiedelten Gegenden. Leicht anzugreifen seien Christen auch deshalb, weil Verteidigung nicht Wesensteil ihrer Religion sei. „Wir glauben an einen Gott, der nicht verteidigt werden muss“, so Turkson. Es gehe nicht darum, den eigenen Kult durchzusetzen, sondern Gott zu bezeugen und die sozialen Strukturen der Kirche allen Menschen zugänglich zu machen. Davon würden sich Christen auch durch Anschläge nicht abhalten lassen. Turkson ist seit 2009 der Leiter des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden.

 

 

 

 

Apostolisches Vikariat Nördliches Arabien

verlegt Sitz nach Bahrain

 

 

2,5 Millionen Katholiken

 

Kuwait: Der Vatikan hat den Sitz des Apostolischen Vikariats Nördliches Arabien von Kuwait nach Bahrain verlegt, wie der Apostolische Vikar, Msgr. Camillo Ballin, ein Comboni-Missionar, Radio Vatikan mitteilte. Das Vikariat umfaßt als Territorium vier Staaten: Kuwait, Bahrain, Katar und Saudi-Arabien, und betreut gut zweieinhalb Millionen Gläubige in diesen Ländern. Diese erstaunlich große Zahl an Katholiken inmitten islamischer Kerngebiete geht auf die massive Zuwanderung in den vergangenen zwei Jahrzehnten zurück. Grund für die Verlegung des Sitzes ist auch, daß Bahrain dem Vikariat für den Bau einer Kirche ein Grundstück von 9000 Quadratmetern zur Verfügung gestellt hat. Vor allem aber, so der Apostolische Vikar, liegt Bahrain günstiger zwischen Kuwait und Katar und ist durch eine Brücke mit Saudi-Arabien verbunden. Letztlich ausschlaggebend für die Entscheidung dürfte jedoch gewesen sein, daß Bahrain die Einreise von Priestern, Katecheten und Ordensleuten von allen genannten Staaten am wenigsten erschwert.

 

Das Vikariat des Nördlichen Arabien ist mehr als vier Mal so groß wie die Bundesrepublik Deutschland. Die Katholiken sind als billige Arbeitskräfte von den Philippinen, aus Indien, Sri Lanka und anderen süd- und südostasiatischen Ländern eingewandert. In Kuwait leben heute mindestens 350.000 Katholiken, ungefähr gleichviel in Katar, etwa 140.000 in Bahrain und 1,5 Millionen in Saudi-Arabien. Insgesamt wird die Zahl der Katholiken auf mindestens 2,5 Millionen geschätzt, eine explosionsartige Entwicklung in Ländern, deren Moslemanteil bis vor kurzem bei über 99 Prozent lag. Das von Bahrain für den Kirchenbau zur Verfügung gestellte Grundstück sei ein „wichtiges Zeichen des Willkommens“, wie Msgr. Ballin erklärte. „Es ist ein Zeichen der Öffnung und ein Vorbild für andere Staaten. In der Hauptstadt Bahrains gibt es bereits eine Kirche, die aber nur 1000 Menschen Platz bietet. Wir brauchten dringend eine weitere und größere Kirche“, so der Apostolische Vikar. {Quelle: www.katholisches.info}

 

2 Responses to “Eure Töchter, Ja – Unsere Töchter, keineswegs!”

  1. saphiri1 Says:

    am besten wäre man riegelt dieses Volk ein in einem eignen Kontinent,…

    Ist eine Diskussion mit Andersgläubigen über Religion erlaubt?
    Ja:
    Rufe mit Weisheit und milder Ermahnung die Menschen auf den Weg deines Herrn, und wenn du mit ihnen streitest, so tu es auf die sanfteste Weise; …16,126

    Nur bedingt:
    Mit den Schriftbesitzern (Christen und Juden) streitet nur auf die anständigste Weise, nur die Frevler unter ihnen seien ausgenommen, und sagt: „Wir glauben an das, was uns, und an das, was euch offenbart worden ist. Allah, unser Gott und euer Gott, ist nur einer, und wir sind ihm ganz ergeben.“ 29,47
    Siehst du Leute, die über unsere Zeichen streiten, so entferne dich von ihnen so lange, bis sie eine andere Unterhaltung beginnen… 6,69
    Nur sehr bedingt:
    Wenn ihr die Zeichen Allahs hören werdet, so werden sie (die Juden) nicht daran glauben, sondern sie nur verspotten. Darum setzt euch nicht zu ihnen, oder nur dann, wenn sie sich von anderen Dingen unterhalten, denn sonst werdet ihr wie sie. 4,141

    Einem Leser verdanke ich den Hinweis auf eine Ungenauigkeit in der Übersetzung von Ullmann/Winter. Paret übersetzt etwas anders: Wenn ihr hört, daß man an die Zeichen Gottes nicht glaubt und darüber spottet, dann sitzt (so lange) nicht mit ihnen (d.h. den Ungläubigen und Spöttern) (zusammen),, bis sie über etwas anderes plaudern! Sonst seid ihr wie sie (und macht euch derselben Sünde schuldig). Paret sieht – anders als Ullmann/Winter – in seiner Übersetzung dieses Verses das Diskursverbot also nur für den Fall als gefordert an, daß die Ungläubigen über den Glauben spotten, was hier an dieser Stelle nicht als gegeben vorrausgesetzt wird (freilich aber an anderer Stelle, nämlich 3,119: O Ihr Gläubigen! Nehmt euch nicht Leute zu Vertrauten, die ausßerhalb eurer Gemeinschaft stehen! Sie werden nicht müde, Verwirrung unter euch anzurichten, und möchten gern, daß ihr in Bedrängnis (?) (oder: zu Fall?) kommt…. Somit kann – wer will – auch in der Übersetzung von Paret denselben Sinn finden, wie er in der Übersetzung von Ullmann/Winter unterlegt wurde).

    http://home.arcor.de/gerkan/widerspk.htm


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