kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Israel lacht sich tot über Morsi! 9. August 2012

Filed under: Moslembrüder — Knecht Christi @ 19:41

Schwere Gefechte auf Sinai-Halbinsel

 

 

 

 

Ägyptische Armee tötet Extremisten bei Hubschrauber-Angriff

 

 

Nach Überfällen von Extremisten bemüht sich Ägypten, die Ordnung auf der Sinai-Halbinsel wieder herzustellen. Die Armee tötete 20 Menschen. Die Aktion erntete Beifall in Israel, die Bundesregierung zeigt sich dagegen besorgt. Bei Hubschrauber-Angriffen wurden am Mittwoch nach Militärangaben 20 Menschen getötet, die Ägypten als Hintermänner des Anschlags auf Grenzpolizisten verdächtigt. Soldaten seien in das Dorf El-Tuma nahe der Stadt Scheich Suwaid eingerückt, sagte ein Kommandeur. Bei der Aktion seien auch drei gepanzerte Fahrzeuge der Milizionäre zerstört worden. Dem Militär hätten Informationen vorgelegen, wonach sich in der Gegend islamistische Milizen aufhielten. Die Stadt Scheich Suwaid liegt nur zehn Kilometer vom Gazastreifen entfernt. In einer im Staatsfernsehen verlesenen Erklärung bezeichnete die Armeeführung die Aktion als „vollen Erfolg“. Der seit Dienstagabend geführte Einsatz werde fortgesetzt. Ziel sei es, „die Kontrolle zu gewährleisten und die Sicherheit wieder herzustellen, indem die bewaffneten terroristischen Elemente auf dem Sinai angegriffen und vertrieben werden“.

 

 

Ägypten muss das Grenzgebiet sicher machen

 

In der Nacht zu Mittwoch war es auch im Norden des Sinai zu Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Bewaffneten gekommen. Bei dem Überfall am Sonntag waren 16 ägyptische Polizisten getötet worden. Die Angreifer hatten zwei Panzerfahrzeuge erobert und versucht, die Grenze zum jüdischen Staat zu durchbrechen. Dabei wurden sie von israelischen Sicherheitskräften getötet. Der Vorfall belastet die Beziehungen des bevölkerungsreichsten arabischen Landes zu Israel wie zu den Palästinensern. Israel begrüßte das Vorgehen Ägyptens. Damit schaffe die Armee Ordnung auf dem Sinai, wie es ihre Pflicht sei, sagte der Sicherheitsberater der Regierung in Jerusalem, Amos Gilad, im israelischen Rundfunk. Seit dem Sturz von Machthaber Husni Mubarak im vorigen Jahr klagt Israel über laxe ägyptische Sicherheitsvorkehrungen auf der seit dem Friedensvertrag entmilitarisierten Halbinsel. Der neue ägyptische Präsident Mohammed Mursi hat Israel zugesagt, den Sinai wieder unter die Kontrolle der Sicherheitskräfte zu bringen. Entlassungen im Sicherheitsapparat: Die ägyptische Regierung hat nach den Vorfällen auch gleich personelle Konsequenzen im Sicherheitsapparat gezogen. Präsident Mohammed Mursi entließ am Mittwoch den Geheimdienstchef Murad Mufawi und den Gouverneur der Provinz Nord-Sinai, Abdel Wahab Mabruk, wie der staatliche Fernsehsender Nile TV berichtete. Auch der Kommandant der Militärpolizei, Hamdi Badin, verlor seinen Posten. Zum neuen Geheimdienstchef wurde Abdel Wahid Schehata ernannt. {Quelle: www.focus.de}

 

 

 

 

Darauf haben die ägyptischen Soldaten herumgeballert!

 

 

 

Bedrohung für die Einheit Ägyptens

 

 

 Ägypten hat längst keine Kontrolle mehr über den Sinai.

Entführungen von Touristen, Menschenhandel nach Israel und Schmuggel in den nahen Gaza-Streifen sind eine Folge.

Nun zündeln Dschihadisten an einer der heikelsten Grenzen der Welt.

Das bedroht die Einheit Ägyptens.
 

 

Die Einheitlichkeit macht den Übergang Ägyptens in ruhige Verhältnisse sicher leichter. Anders als in Syrien oder Irak gibt es in Ägypten kein Völkergemisch, die größte religiöse Minderheit sind die Christen, das bewohnte Territorium ist seit Jahrtausenden dasselbe. Der Sinai ist eine Ausnahme. Zwischen Sueskanal und israelischer Grenze erstreckt sich ein Wüstenstreifen, anderthalbmal so groß wie die Schweiz, durch dessen Täler Beduinen ziehen, die den ägyptischen Staat – den alten wie den neuen – als Besatzungsmacht betrachten. Das Misstrauen zwischen den Beduinen und den Machthabern am Nil könnte nicht größer sein. Die Beduinen sind verelendet und deklassiert. Nach Anschlägen auf Hotels litten sie schon in der Vergangenheit unter willkürlichen Festnahmen. Nach dem Sturz von Präsident Hosni Mubarak entglitt die Region der Kontrolle Ägyptens, dessen Militär durch den Friedensvertrag auf dem Sinai zugegebenermaßen nicht so operieren kann, wie es möchte. Angesichts der Konzentration auf eigene Wirtschaftsinteressen und den Machterhalt ist es oft aber auch abgelenkt. Entführungen von Touristen, Menschenhandel nach Israel, Schmuggel in den nahen Gaza-Streifen waren eine Folge. Nun aber gibt es eine neue Dimension: Islamisten auf dem Sinai haben einen Grenzposten nach Israel überfallen, die ägyptische Armee hat ägyptische Dörfer mit Kampfhubschraubern bombardiert. Dschihadisten aus dem Gaza-Streifen oder aus dem lokalen Beduinen-Volk zündeln an einer der heikelsten Grenzen der Welt. Was, wenn es ihnen gelingt – nicht mit diesem, aber vielleicht mit einem der nächsten Anschläge -, Ägypten und Israel gegeneinander aufzuhetzen? Die Ägypter, ausgelaugt durch mehr als ein Jahr postrevolutionärer Wirren, sind ohnehin bereit, Israel Schlimmstes zuzutrauen. Niemand will einen Krieg, aber in der Vergangenheit hat man gesehen, wie leicht selbst kalkulierte antiisraelische Empörung außer Kontrolle geraten kann.

 

 

Elendsquartier für globale Gotteskrieger

 

Monat für Monat ist die Anarchie auf dem Sinai gewachsen. Inzwischen heißt es, die Halbinsel könne ein neuer Jemen werden, ein Elendsquartier für globale Gotteskrieger, die sich in einem gescheiterten Beduinen-Rumpfstaat einrichten und von dort aus vor allem Israel bedrohen, aber auch die im Vergleich fast zivile Hamas im Gaza-Streifen. Vor allem aber bedroht sie die Einheit Ägyptens. Dass die Gegner des islamistischen Präsidenten Mursi nach den Anschlägen Morgenluft wittern, sollte niemanden trösten. Sie werfen ihm angesichts seines Kuschelkurses gegenüber verurteilten Militanten vor, er hätschele Gesinnungsgenossen der Angreifer und könne keine glaubwürdige Operation gegen die Radikalen durchführen. Aber ein säkularer Präsident hätte es auf der Halbinsel nicht leichter. Zu lange hat die Regierung die Region mehr bekämpft als entwickelt. Ägypten muss den Sinai zurückerobern. Das wird lange dauern. Und Kampfhubschrauber allein werden dafür nicht reichen. {Quelle: www.sueddeutsche.de – Ein Kommentar von Sonja Zekri}

 

One Response to “Israel lacht sich tot über Morsi!”

  1. …Den Terror wird die neue Regierung in Kairo auf dem Sinai nur dann besiegen, wenn sie gegenüber den Beduinen eine neue Politik einschlägt. Denn außer dem Schmuggel haben diese keine andere nennenswerte Einkommensquelle. Der Schmuggel aber ist lukrativ. In jedem Monat werden 3000 Menschen vom Sinai durch die Tunnels nach Gaza geschmuggelt. Unter ihnen befinden sich viele Flüchtlinge aus Afrika. Geschmuggelt werden Konsumgüter für die Zivilbevölkerung in Gaza, auch Rauschgift, Waffen und neuerdings Luxusautos, meist aus Libyen, an denen die Beduinen, die Betreiber der Tunnels und die Hamas verdienen. Von dieser Gesetzlosigkeit profitieren aber auch islamistische Extremisten, die durch die Tunnels unbemerkt zwischen dem Sinai und dem Gazastreifen hin- und herziehen und dabei Waffen für Angriffe gegen Israel mit sich bringen. Der jüngste Anschlag gegen den ägyptischen Grenzposten und das anschließende Eindringen nach Israel scheinen die nötige Sensibilisierung dafür geschaffen zu haben, dass Ägypten und Israel nur gemeinsam den Terror auf dem Sinai beenden können

    Die Regierung in Kairo hat die Beduinen in den vergangenen Jahrzehnten aber massiv gegen sich aufgebracht. Die Beduinen des Sinais fühlen sich zu Recht als Bürger zweiter Klasse. Während Kairo den Süden des Sinais großzügig ausgebaut hat, wurde im Norden die Infrastruktur vernachlässigt. Seit Jahrzehnten klagen die Beduinen über bürokratische Schikanen, etwa bei der Eintragung ihres Grundeigentums. Während der Süden der Halbinsel dank des Tourismus floriert, bleibt der Norden unterentwickelt. Die Menschen dort sind marginalisiert. Die Beduinenstämme wenden sich daher dem lukrativen Schmuggel durch die Tunnels mit dem Gazastreifen zu. Um sich die unbotmäßigen Beduinenstämme gefügig zumachen, hatten alle ägyptischen Regierungen allein auf Repression gesetzt. Tausende Beduinen landeten ohne Gerichtsverfahren im Gefängnis, auch Frauen und Kinder. Um sie freizupressen, haben die Beduinen auch ausländische Urlauber entführt.

    http://www.google.de/search?q=sinai&hl=de&rlz=1W1ADFA_deAT489&prmd=imvnsu&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ei=JtokUM2tO8SGswbg_4DoBw&sqi=2&ved=0CG8QsAQ&biw=1018&bih=542


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