kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Frankreichs Kirche betet gegen Homo-Ehe 9. August 2012

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 18:18


Frankreichs Präsident Hollande polarisiert mit dem Vorhaben, gleichgeschlechtliche Ehen zu erlauben. Die Katholische Kirche kämpft dagegen an – und spielt ihre stärkste Karte aus.

 

Frankreichs Präsident Francois Hollande stellt gerade sein Land auf den Kopf: Vermögende werden deutlich höher besteuert, die Gehälter von Politikern gekürzt, an der Börse ist seit kurzem eine Transaktionssteuer fällig. Nun steht Frankreich eine weitere hitzige Debatte bevor. Der Grund: Homosexuelle Paare sollen in Frankreich demnächst heiraten dürfen, und es soll ihnen erlaubt sein, Kinder zu adoptieren. Von den geplanten Gesetzen fühlt sich vor allem die Katholische Kirche angegriffen. Verheiratete Homosexuelle, diese Vorstellung ist für viele Katholiken etwa so schlimm wie ein Besuch des Gottseibeiuns im Schlafzimmer. Die Kirche wehrt sich mit dem stärksten Mittel, das ihr zusteht: Zu 15.August, dem Tag der Himmelfahrt der Jungfrau Maria, beten Pfarrer und ihre Schäfchen laut El País (spanisch) landesweit in allen Kirchen gegen die Pläne der Regierung an. Die Botschaft ist eindeutig. Angesichts der „Projekte der Regierung bezüglich der Familienpolitik“, sagt der Vorsitzende der Bischofskonferenz André Vingt-Trois der Zeitung, halte er so ein nationales Gebet für angemessen. Er wolle „einige von unseren Gläubigen…sensibilisieren, einschließlich unsere Abgeordneten“.

 

 

In Frankreich hat die Kirche wenig zu melden

 

In dem Text wird unter anderem gebetet für „die, die vor kurzem gewählt wurden, um Gesetze zu machen und zu regieren, damit ihr Gemeinsinn über die Einzelinteressen sieht, und damit sie die Stärke haben, den Vorgaben ihres Gewissens zu folgen.“ Im letzten Punkt des Gebetes bittet der Priester darum, dass Jugendliche die Liebe eines Vaters und einer Mutter spüren dürfen.  Es ist das Hauptargument der Kirche: Die traditionelle Ehe muss um der Kinder willen privilegiert bleiben. Immer wieder mischen sich Kirchenvertreter weltweit in die Politik ein.  Besonders deutlich in Malta: Mit Sprüchen wie „Jesus ja, Scheidung nein“ warb sie mit riesigen Jesus-Plakaten gegen die Legalisierung von Scheidung. Genutzt hat es nichts – die Regierung hat das geplante Gesetz inzwischen verabschiedet. In Frankreich stehen die Chancen der Kirche wohl noch schlechter. Obwohl die Mehrheit der Franzosen katholisch ist, gibt es in Frankreich die Tradition einer strikten Trennung von Staat und Kirche. Dass sich die Kirche so deutlich einmischt, ist deshalb nicht unbedingt Erfolg versprechend. Aber wer kennt schon die Wege des Herrgotts?  {Quelle: www.fr-online.de}

 

 

 

Homo-Ehe in Europa

 

Derzeit ist die gleichgeschlechtliche Ehe in sechs EU-Staaten erlaubt.

In fünf Ländern ist sie laut Verfassung nicht zulässig.

Neun Länder sehen eine weitgehende Gleichstellung

in Form einer Lebenspartnerschaft vor.

 

Als erstes Land der Welt hat die Niederlande 2001 die Homo-Ehe erlaubt.

Es folgten Belgien, Spanien, Schweden, Portugal und Dänemark.

In Frankreich will Präsident Hollande Homosexuellen die Ehe im kommenden Jahr erlauben.

Als erste Region Großbritanniens hat Schottland angekündigt, dies zuzulassen.

In der polnischen Verfassung ist die Ehe als „Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau“ definiert.

Ähnliches gilt auch in Bulgarien, Litauen, Lettland und Ungarn.

{Quelle: www.welt.de}

 

 

SPD plant parteiübergreifenden Antrag zu Steuersplitting

 

 

Die Sozialdemokraten machen Druck im Unionsstreit um die steuerliche Gleichbehandlung von homosexuellen Paaren.

Fraktionschef Steinmeier kündigt einen fraktionsübergreifenden Antrag zum Steuersplittung an:

„Dann werden wir sehen, ob die Unionsfraktion sich dazu bekennt“.

 

Berlin: Der SPD geht bei der Debatte um die steuerliche Gleichbehandlung für Homosexuelle in die Offensive: Der Bundestags-Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier kündigte einen fraktionsübergreifenden Antrag im Parlament an. Die Sozialdemokraten befürworten ein Ehegattensplitting auch auf die eingetragenen Partnerschaften von Lesben und Schwulen. Zuvor hatten bereits 13 CDU-Abgeordnete eine solche Initiative gefordert – und damit in der Union Streit ausgelöst. „Meine Fraktion wird schnellstmöglich eine Initiative für einen interfraktionellen Antrag zur steuerlichen Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partner mit Eheleuten in den Bundestag einbringen“, sagte Steinmeier der „Rheinischen Post“. „Dann werden wir sehen, ob die Unionsfraktion sich dazu bekennt.“ Die SPD habe mehrfach im Bundestag eine steuerliche Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit der Ehe vorgeschlagen. Bei CDU und CSU rüttelt das Thema an einem konservativen Tabu. Nachdem eine Gruppe von CDU-Abgeordneten dazu aufgerufen hatte, das Ehegattensplitting auch auf die eingetragenen Partnerschaften von Homosexuellen zu übertragen, ist eine Debatte in der Union entbrannt. Familienministerin Kristina Schröder (CDU) unterstützt die Initiative – ihr Kollege Finanzminister Wolfgang Schäuble lehnt sie dagegen ab. „Das Finanzministerium plädiert dafür, die in dieser Frage anstehende Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts abzuwarten“, sagte eine Sprecherin Schäubles der „Süddeutschen Zeitung“. Wann diese fällt, ist allerdings noch unklar. In Karlsruhe liegen Verfassungsbeschwerden von eingetragenen homosexuellen Lebenspartnern, die bei ihrer Steuererklärung verlangt haben, entsprechend des Steuersplittings gemeinsam veranlagt zu werden.

 

In der CSU ist der Widerstand gegen den Vorstoß der CDU-Abgeordneten groß: CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt zeigte sich „äußerst skeptisch“. Die Ehe zwischen Mann und Frau stehe unter besonderem Schutz, weil sie grundsätzlich auf die Weitergabe von Leben ausgerichtet sei, sagte sie. Die CSU-Abgeordnete Dagmar Wöhrl unterstützt dagegen den Appell ihrer CDU-Kollegen. Auch Vizekanzler und FDP-Chef Philipp Rösler will die Diskriminierungen im Steuerrecht beseitigen. Vor zwei Jahren hatte Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) bereits eine Initiative gestartet, homosexuelle Paare auch bei der Einkommensteuer gleichzustellen – und war aufgrund des Widerstands der Union gescheitert. In Deutschland gibt es rund 23.000 eingetragene Lebenspartnerschaften. {Quelle: www.spiegel.de}

 

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