kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

USA stehen gleichzeitig vor drei Herausforderungen 8. August 2012

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 21:50

Zerstörung iranischer Raketen, Verteidigung des saudischen Erdöls und der Straße von Hormus

 

Es zeichnet sich immer deutlicher ab,

dass es Anfang Oktober zu einem israelischen Angriff auf den Iran kommen könnte.

Vor einigen Wochen zeigten sich Saudis überzeugt, es werde Anfang Oktober zu einem Angriff auf den Iran kommen.

 

 

 

Diese Überzeugung wird, so heißt es, von US-Präsident Barack Obama, seinem Verteidigungsminister Leon Panetta, der sich am vergangenen Mittwoch in Israel aufhielt, CIA-Chef David Petraeus und dem Vorsitzenden des Vereinigten Generalstabs General Martin Dempsey geteilt. Keiner von ihnen fühlte sich daher vom israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu hintergangen, als dieser am Dienstag, dem 31. Juli, erklärte, er habe bisher noch keine Entscheidung über einen Angriff auf den Iran getroffen, da sie überzeugt waren, er habe sie bereits gefällt. Anfang August hat der unvermeidliche Ausbruch von Feindseligkeiten, mit dem in der ersten Oktoberwoche zu rechnen ist, in den amerikanischen Militärstützpunkten in der Nahmittelostregion und am Persischen Golf sowie in den militärischen Kommandozentren in den USA und Europa, die in dem sich anbahnenden Konflikt Aufgaben zu übernehmen hätten, für Unruhe gesorgt. Verteidigungsminister Panetta wurde auf seiner Reise durch die Nahmittelostregion genauestens über die laufenden Vorbereitungen unterrichtet. Die Regierung Obama ließ schon Einschätzungen ausarbeiten, in denen dargelegt wird, wie jedes der direkt beteiligten Länder ­– die USA, Israel und Saudi-Arabien – aus dem bewaffneten Konflikt mit dem Iran hervorgehen würde. Dabei musste man sich zugleich damit auseinandersetzen, dass dieser Krieg inmitten eines noch unentschiedenen Bürgerkriegs in Syrien stattfinden würde.

 

Wird damit ein umfassender Krieg im Nahen und Mittleren Osten ausgelöst?

 

Die Dauer eines bewaffneten Konflikts mit dem Iran lässt sich nicht vorhersehen, aber mit Sicherheit, so schlussfolgern diese Analysen, werden bestimmte Nationen wie Kuwait, Jordanien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Oman, der Libanon, der Irak und die Türkei mit Folgeproblemen zu rechnen haben. Washington vertritt mit anderen Worten durchaus die Auffassung, dass sich ein israelischer Angriff auf den Iran zu einem umfassenden Krieg in der Nahmittelostregion ausweiten könnte. Was die Größenordnung der geschätzten Schäden im Iran angeht, so heißt es aus Washington, gehe die Regierung davon aus, dass ein israelischer Angriff das iranische Atomprogramm etwa um 18 Monate zurückwerfen werde; zum einen aufgrund der durch die Bombardierung verursachten Schäden, zum anderen, weil einige der nuklearen Anlagen, die unterirdisch in massives Gestein verlegt worden waren, nach einem Angriff möglicherweise nicht mehr zugänglich seien. Der Iran sei daher gezwungen, sein Atomprogramm bis zum Sommer 2014 einzustellen, erklärten Experten des Weißen Hauses. Die Wiederaufnahme des Programms könnte darüber hinaus durch weitere Angriffe immer wieder verzögert werden. Die amerikanischen Szenarien gehen von iranischen Vergeltungsschlägen mit Raketen gegen amerikanische Militäreinrichtungen am Golf, in Israel und Saudi-Arabien und möglicherweise auch gegen Kuwait aus, wo britische Marine- und Luftwaffeneinheiten sowie Bodentruppen, die ebenfalls am Krieg beteiligt wären, stationiert sind, sowie gegen die Vereinigten Arabischen Emirate, in denen sich seit Wochen französische Marine- und Luftwaffeneinheiten sowie Bodentruppen aufhalten.

 

USA müssen mehrere Aufgaben gleichzeitig bewältigen

 

Eine iranische Gegenoffensive mit Raketen wird die USA in diesen Krieg hineinziehen und in mehrfacher Hinsicht vor schwierige und umfangreiche Aufgaben stellen. Amerikanische Kampfflugzeuge und Raketen werden versuchen, die iranischen Raketenstellungen auszuschalten, während die israelische Luftwaffe die iranischen Nukleareinrichtungen angreift. Nach amerikanischen Geheimdiensteinschätzungen kann der Iran aufgrund seiner geringen Lagerbestände und der Vielzahl der Ziele Angriffe mit ballistischen Raketen nicht lange durchhalten. Schätzungen zufolge verfügt der Iran nur über 30 bis 40 Shahab-3-Mittelstreckenraketen mit einer Reichweite von 1.200 bis 1.500 Kilometern. Daher dürfte sich der Schaden, den sie auf jedes einzelne Ziel bezogen anrichten können, nach Einschätzung der amerikanischen Kriegsplaner in Grenzen halten.

 

Sollte Baschar al-Assadmit syrischen Raketen in den Konflikt eingreifen,

würde die amerikanische Luftwaffe diese ebenfalls zerstören.

 

Die Amerikaner würden die Verantwortung zum Schutz der Straße von Hormus übernehmen und dafür sorgen, dass die Erdöltanker wieder passieren können, sollten die Iraner versuchen, diese strategisch wichtige Wasserstraße durch Seeminen oder durch Angriffe ihrer kleinen Schnellboote auf größere Schiffe zu blockieren. Darüber hinaus werden amerikanische Einheiten die saudischen Erdölfelder, Verladeterminals und Raffinerien verteidigen. Amerikanische Militärplaner schätzen die Gefahr iranischer Angriffe auf die saudische Erdölindustrie höher ein als eine totale Blockade der Straße von Hormus. Berichten zufolge haben sich Washington und Riad darauf verständigt, dass Saudi-Arabien unmittelbar nach Beginn eines Angriffs der USA oder Israels auf den Iran die Erdölförderung einstellen und auch alle Verladeterminals sowohl an der Golfküste als auch an der Küste des Roten Meeres schließen wird. Bei ihren Gesprächen stimmten Amerikaner und Saudis darin überein, dass sich die Einstellung der saudischen Erdölförderung und die Schließung ihrer Verladeterminals kaum auf die Weltmärkte auswirken dürften, da genug Vorräte angelegt worden seien, um den Verbrauch der kommenden sechs bis acht Monate ohne größere Unruhen oder Preissteigerungen zu decken. Da das amerikanische Militär und die US-Geheimdienste davon ausgehen, dass ein Krieg gegen den Iran eine realistische Perspektive darstellt, und sie ihre entsprechenden Vorbereitungen abgeschlossen haben, konzentrieren sie sich nun verstärkt darauf, Informationen zum Iran und der Umgebung zu sammeln. Präsident Obama hat daher vor Kurzem Arbeitskräfte und andere Ressourcen aus den Abteilungen für Nordkorea und China abgezogen und den für den Persischen Golf und die Nahmittelostregion zuständigen Stellen zugeteilt. {Quelle: DEBKA – info.kopp-verlag.de}

 

 

 

 

Russland erweitert seinen Marinestützpunkt im syrischen Tartus 

 

Nicht länger nur Marinestützpunkt,

sondern auch »Freizeit- und Erholungsanlage«

für russische Seeleute

 

Auch in der vergangenen Woche bringen sich die Russen mit widersprüchlichen Kommentaren zur Mission ihrer Kriegsmarine selbst in Verlegenheit. Der Oberbefehlshaber der russischen Seekriegsflotte Vizeadmiral Viktor Tschirkow und der Kommandeur der Schwarzmeerflotte Konteradmiral Alexander Fedotenkow bestritten am 27. Juli in Moskau, dass der im Mittelmeer kreuzende russische Flottenverband zum syrischen Hafen Tartus unterwegs sei. Es handele sich lediglich um Manöver, sagten beide Offiziere übereinstimmend.

 

 

 

Washington und Jerusalem ihrerseits werten die Entsendung der russischen Kriegs- und Landungsschiffe, die die Straße von Gibraltar in Richtung Tartus durchquerten und die auch Marinesoldaten mit an Bord haben, als eine letzte Warnung der russischen Seite vor einem Eingreifen in den syrischen Konflikt. Tschirkow erklärte weiter, sollte das Personal der russischen Marinebasis in ernsthafte Gefahr geraten, werde man die Soldaten evakuieren. Darüber hinaus machte er deutlich, dass Russland die Errichtung von »Reparatur- und Versorgungsstützpunkten« auf den Seychellen, auf Kuba und in Vietnam erwäge. Das Präsidialamt Putins reagierte rasch mit einem Dementi der zuletzt genannten Äußerungen Tschirkows, und aus dem Verteidigungsministerium hieß es, Tschirkow sei falsch zitiert worden. Es seien keine Entscheidungen zu Marinestützpunkten in Übersee getroffen worden, sagte ein Sprecher. Sollte es anders sein, wären dies die ersten Neuerrichtungen nach Tartus seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991. Aber Moskau beließ es nicht bei dieser Stellungnahme des Verteidigungsministeriums.

 

 

Moskau hat großes Interesse an Marinestützpunkten im Ausland

 

Ungewöhnlicherweise schaltete sich auch der russische Außenminister Sergei Lawrow in die Debatte ein. Zunächst rückte er von den Äußerungen des Admirals ab, um dann zu erklären, ein Stützpunkt in Vietnam könne als Erholungsstätte für russische Seeleute sowie als Versorgungsstützpunkt dienen. Aus Militärkreisen und aus Moskau war zu hören, diese widersprüchlichen Erklärungen spiegelten drei unterschiedliche Entwicklungen wider, die derzeit im Kreml abliefen: {A} Entgegen den Dementis hat Moskau großes Interesse daran, mit Marinestützpunkten in der Karibik, dem Indischen Ozean und dem Südchinesischen Meer Fuß zu fassen. Dies ist aber mit erheblichen Kosten verbunden und alles andere als einfach. Vietnam steht einer russischen Präsenz im Südchinesischen Meer misstrauisch gegenüber. Bevor der vietnamesische Präsident Nguyễn Minh Triết in der vergangenen Woche aus seinem Amt schied, erklärte er, er stehe den Plänen, den Marinestützpunkt in dem natürlichen Tiefwasserhafen in der Bucht von Cam Ranh allen Nationen zu öffnen, nicht ablehnend gegenüber, sei aber dagegen, Russland trotz der zehn Milliarden Dollar an Hilfskrediten, die das Land Hanoi zur Verfügung gestellt hatte, ein ausschließliches Nutzungsrecht einzuräumen. In der Karibik ist Kuba derzeit stärker daran interessiert, seine Beziehungen mit den USA zu normalisieren, und legt weniger Wert darauf, sich den strategischen Interessen und Forderungen der Russen zu beugen. Bei der Inselgruppe der Seychellen, die sich an strategisch wichtiger Stelle im Indischen Ozean befindet, handelt es sich doch eher um ein Tourismusgebiet, als um einen Marinestützpunkt.

 

 

Russland fehlt es an Stützpunkten zur Verteidigung seiner Interessen

 

{B} Im Umfeld Präsident Wladimir Putins wird derzeit heftig mit führenden Vertretern der Seekriegsflotte unter Leitung von Admiral Tschirkow gestritten. Letzterer drängt darauf, seine Pläne schnellstmöglich umzusetzen. Trotz des umfassenden und ehrgeizigen Modernisierungsprogramms seiner Seekriegsflotte benötigt Russland große Marinestützpunkte in allen drei Ozeanen, um seine Position als Weltmacht zu behaupten. Tschirkow warnte den Kreml, sollte noch in diesem Jahr ein Krieg mit dem Iran ausbrechen und sich zu einem regionalen Konflikt ausweiten, wäre die russische Kriegsmarine nicht darauf vorbereitet, die russischen Interessen im Iran oder in Syrien zu verteidigen, weil es an angemessenen Marinestützpunkten im Mittelmeer und im Indischen Ozean fehle. Führende Marinekommandeure warnten darüber hinaus, ein Krieg würde den russischen Einfluss in der Nahmittelostregion eher verringern als stärken. {C} Der Kreml und die russische Kriegsmarine haben sich offenbar auf einen merkwürdigen Kompromiss geeinigt: Moskau wird keine neuen Marinestützpunkte, sondern lediglich, wie Lawrow es nannte, »Freizeit- und Erholungsanlagen« für russische Seeleute errichten. Aus Militärkreisen wurde berichtet, diese verharmlosende Phrase sei gerade erst in den letzten beiden vergangenen Wochen im Zusammenhang mit dem syrischen Hafen Tartus verwandt worden.

 

Westliche Geheimdienste, die jede militärische Bewegung in Syrien genau beobachten, stellten fest, dass die syrische Armee erstmalig seit Beginn des Aufstands vor 17 Monaten ihre Truppen in Tartus verstärkte und das Gelände im Umkreis des Hafens mit neuen Sicherungsanlagen und Schutzvorrichtungen umgab. Zunächst nahmen die Analysten an, Assad bereite Tartus als Zufluchtsort vor, sollten Damaskus und Aleppo an die Aufständischen fallen, so wie sich etwa vor einem Jahr der frühere libysche Machthaber Muammar al-Gaddafiauf die Flucht nach Syrte vorbereitet hatte, sollte Tripolis erobert werden. Aber als größere Bagger auf dem russischen Stützpunkt eintrafen, der sich inmitten syrischer Marineeinrichtungen befindet, und damit begannen, den Hafen entlang der russischen Kais auszubaggern, änderte sich die Einschätzung. Diese Art von baulichen Maßnahmen lässt sich nur schwer mit einer »Erholungs- und Freizeitanlage« in Einklang bringen. Tiefwasserhäfen sind dann notwendig, wenn es darum geht, den Hafen von Tartus für Schiffe mit großem Tiefgang wie etwa Flugzeugträger zugänglich zu machen. Bereits im August 2010 hatte der frühere Oberbefehlshaber der russischen Seekriegsflotte Wladimir Wyssozki diese Erweiterungen angemahnt.

 

 

Russen wollen ihre Enklave in Tartus dauerhaft einrichten

 

Die Verstärkung der syrischen Militärkräfte in Tartus dient zunächst und vor allem dazu, den Hafen und die russische Marinebasis gegen Angriffe der Aufständischen zu verteidigen. Mit der Präsenz von 22 russischen Kriegsschiffen, darunter vier amphibische Landungsschiffe, und Marinesoldaten im östlichen Mittelmeer macht Moskau deutlich, dass es seinen Militärstützpunkt in dem syrischen Hafen unabhängig vom Ausgang des Bürgerkriegs in Syrien und unabhängig davon, wer später in Damaskus das Sagen hat, halten will.

{Quelle: DEBKA – info.kopp-verlag.de}

 

2 Responses to “USA stehen gleichzeitig vor drei Herausforderungen”

  1. gold account Says:

    Der Sensationsbericht des Senders Al-Arabija, ein russischer General sei in Syrien getötet worden, löste am Mittwoch eine Welle von Dementis aus. Ein Beamter des russischen Außenministeriums sagte der Agentur Itar-Tass, der russische Staatsbürger Wladimir Kuschejew habe zwar zuvor in Syrien gearbeitet, befinde sich derzeit jedoch in Moskau. Die Medienberichte über seinen Tod nahe Damaskus entsprächen nicht der Wahrheit: „Das ist ein weiteres Beispiel für den Medienkrieg, den die syrischen Rebellen und ihre Drahtzieher führen, um ihre Ziele zu erreichen, die von den Interessen des syrischen Volkes weit entfernt sind“.


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