kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Die USA unterstützen in Syrien Islamisten 8. August 2012

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 20:54


Das Taliban-Syndrom

 

Lapidar und kühl spult der Radio-Sprecher seinen Text ab:

Die USA unterstützen die Rebellen

in Syrien mit 25 Millionen Dollar„.

 

Schon vor Monaten hatte der Friedensnobelpreisträger und Präsident der USA seine Geheimdienste von der Leine gelassen: So berichtet es der Sender CNN. Gute Freunde der USA – Saudi Arabien, Katar und die Türkei – beliefern die syrischen Rebellen seit Monaten mit Waffen aller Art. Und fest an der Seite der USA: Ein Deutschland, das ausgerechnet an die finstere Katar-Diktatur 200 Leopard-Panzer liefern will. Zeitgleich mit den Panzern, die man den Saudis versprochen hat, oder schön nacheinander? Derweil erzählt Aussenminister Westerwelle der BILD-Zeitung, der syrische Präsident kämpfe gegen das eigene Volk, das schreibt der SPIEGEL ab, und das Echo dieser Falschmeldung wird sich im Rest der Mainstream-Medien finden.

 

Das syrische Volk?

Wer mag das sein?

Seit Tagen erfahren wir

von Kämpfen in der syrischen Handelsmetropole Aleppo.

 

Was wir nur selten erfahren: Dort wohnen rund 20 Prozent Christen; auch Kurden leben in der Stadt, es gibt dort Armenier und Araber. Sie sind Minderheiten, die im bisher laizistischen Syrien ihren Platz haben. Trotz der Diktatur des Assad-Clans gab es Nischen, in denen sich Andersgläubige und unterschiedliche Nationalitäten eingerichtet hatten. Dort wächst die Furcht vor den islamistischen Milizen der Aufständischen. Wer die islamistischen Ergebnisse der beklatschten Arabellion in Tunesien und Ägypten beobachtet, der weiß, dass neben der sunnitischen Mehrheit für Minderheiten kaum Platz ist. Verfolgte koptische Christen in Ägypten können davon berichten. In Tunesien wollen die Wahlsieger „Gotteslästerung“ wieder unter Strafe stellen, und in Libyen ist es die Minderheit der dunkelhäutigen Tubu, die von den Siegern aus ihren Häusern vertrieben werden. Das vom Westen so oft beschworene „Volk“ hat nur wenig mit den Staatsvölkern Europas zu tun, es dient als Vorwand für die Durchsetzung eigener, westlicher Interessen.
  
 
Ausgerechnet bei einem Israel-Besuch läutet Außenminister Westerwelle das Totenglöckchen: „Präsident Assad hat keine Zukunft“, sagte er nach einem Treffen mit Israels Verteidigungsminister Ehud Barak, einem der Befürworter eines „Präventiv-Krieges“ gegen den Iran. Und genau hier trifft sich die unheimliche Koalition der Assad-Gegner: Das laizistische Syrien ist einer der wenigen Partner-Staaten des Iran. Und den unbotmäßigen Iran wollen sie alle eliminieren: Die mittelalterlichen, sunnitischen Regimes in Saudi-Arabien und Katar, der verrückte israelische Ministerpräsident, der alle drei Tage mit einem Militärschlag droht, die sunnitisch gefärbte Regierung der Türkei, deren osmanische Großmachtfantasien sie zum Waffenschieber für die syrischen Rebellen werden lässt, und die unheilbar imperialen USA, die jeden Krieg unterstützen, der ihre Gier nach Rohstoffen befriedigen könnte.
 
 
 
Der Feind meines Feindes ist mein Freund – Diese primitive Maxime amerikanischer Außenpolitik hat die USA vor Jahren an die Seite der fanatischen Taliban getrieben. Die waren damals ein hartnäckiger Gegner der Sowjetunion und wurden deshalb vom CIA freundlich unterstützt. Dass dieselbe Gruppe später lästig wurde, sich präzis als jenes Monster herausstellte, dessen Unterdrücker-Qualitäten früh erkennbar waren, wen störte das in den oberen Rängen amerikanischer Außen- und Kriegspolitik? Weder die Massaker der Taliban, noch ihre brutale Frauenunterdrückung konnten die USA damals abschrecken. So sind es auch in Syrien wieder extreme Islamisten, mit denen der Westen paktiert. Selbst wenn in deutschen Medien beschworen wird, dass es sich bei den sunnitischen Milizen um „Freiheitskämpfer“ handelt: Das Taliban-Syndrom grassiert. Mit der westlichen Unterstützung der bewaffneten Aufständischen in Syrien werden jene Kräfte bevorzugt, die dem westlichen Menschenbild ferner sind als es Assad je war. {Quelle: www.nrhz.de – Von Ulrich Gellermann}

 

 

Zerstörungen in Aleppo

 

 

Assad zu Niederschlagung der Rebellion entschlossen
 

 

Rebellen sollen Massaker in Wohnhaus angerichtet haben

 

 

Der Iran hat sich im Syrien-Konflikt demonstrativ an die Seite des bedrängten syrischen Staatschefs Baschar al-Assad gestellt. Teheran schickte seinen Gesandten Said Dschalili zu Gesprächen mit Assad nach Damaskus. Dschalili hob die enge Allianz beider Länder hervor. Assad kündigte die Fortsetzung des Kampfes gegen die Rebellen an, die in der Stadt Homs ein Massaker in einem Wohnhaus angerichtet haben sollen. Seine Regierung werde weiter mit aller Härte gegen die Aufständischen vorgehen, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur Sana Assad, der in den vergangenen Tagen weitere Mitstreiter an die Opposition verlor, darunter Regierungschef Riad Hidschab. „Das syrische Volk und seine Regierung sind entschlossen, das Land von den Terroristen zu säubern und den Terrorismus ohne Einhalt zu bekämpfen“, sagte Assad laut Sana. Dschalili sicherte Damaskus die Unterstützung Teherans zu. Syrien sei eine „unentbehrliche Säule“ des Widerstands gegen die USA und Israel in der Region. Teheran werde es „niemals zulassen, dass die Achse des Widerstands zerschlagen wird“. Dschalili ist der Beauftragte des geistlichen Oberhaupts des Iran, Ayatollah Ali Chamenei. Im Libanon hatte Dschalili zuvor erklärt, der Konflikt müsse „nach demokratischen Regeln“ und „nicht mit Waffenlieferungen und Blutvergießen“ beigelegt werden. Den USA warf er vor, die Region durch Waffenlieferungen an die syrischen Aufständischen zu destabilisieren.

 

 

 

 

Der Iran wird zunehmend in den syrischen Bürgerkrieg hineingezogen, nachdem am Samstag 48 Iraner von syrischen Rebellen entführt worden waren. Dschalili betonte, Teheran werde „alle Mittel ausschöpfen“, die „Pilger“ zu befreien. Laut der zur aufständischen Freien Syrischen Armee gehörenden Al-Baraa-Brigade, in deren Gewalt die Geiseln sind, sind sie dagegen iranische Elitesoldaten. Aufständische sollen nahe der syrischen Stadt Homs 16 Menschen in einem Wohnhaus getötet haben. Die Opfer seien vor allem Alawiten und Christen, teilte die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Die Angreifer seien in der 30 Kilometer südlich von Homs gelegenen Stadt Dschandar in ein zum örtlichen Stromkonzern gehörendes Wohnhaus für Mitarbeiter und ihre Familien eingedrungen. Dort hätten sie „blind“ das Feuer eröffnet und sechs Alawiten, sechs Christen und vier Sunniten getötet. Syriens Präsident Assad gehört der alawitischen Glaubensrichtung an, einer vom Christentum und esoterischen Einflüssen geprägten Abspaltung des schiitischen Islam. Die meisten Syrer sind Sunniten, auch in Dschandar leben überwiegend sunnitische Muslime. Nach Angaben der Menschenrechtsgruppe leben in dem attackierten Wohnhaus auch zahlreiche Ausländer, darunter Iraner und Japaner. Die Opfer seien aber allesamt Syrer.

 

Aus der seit Wochen heftig umkämpften nördlichen Millionenstadt Aleppo wurden Gefechte aus mehreren Vierteln gemeldet. Erstmals gab es laut Beobachtungsstelle auch Gefechte im nordwestlichen Stadtteil Aschrafijeh. Die US-Sektion der Menschenrechtsorganisation Amnesty International kam nach der Auswertung von Satellitenbildern zu dem Schluss, dass bei den Kämpfen in Wohngebieten Aleppos „vermehrt schwere Waffen zum Einsatz kommen“. Der jordanische König Abdullah II. warnte vor einem langen Religionskonflikt in Syrien, wenn die Aufständischen die Hauptstadt Damaskus unter ihre Kontrolle brächten und Assad sich in eine alawitische Bastion zurückzöge. „Ich habe das Gefühl, dass wenn (Assad) nicht das Große Syrien führen kann, der Plan B eine alawitische Enklave ist“, sagte Abdullah dem US-Sender CBS. Dies sei „das schlimmste aller Szenarien“, „weil dies eine Spaltung Syriens bedeuten würde“. Die Bekämpfung der Folgen würde dann „Jahrzehnte“ dauern. {Quelle: www.welt.de}

 

10 Responses to “Die USA unterstützen in Syrien Islamisten”

  1. …Gewinner und Verlierer
    Wie in jedem Krieg sind zuerst mal die Zivilisten die Verlierer dieser Auseinandersetzung, gefolgt von den Soldaten der Syrischen Armee, die zum größten Teil aus Wehrpflichtigen besteht. Dann kommen die Aktivisten, Rebellen, Terroristen oder wie auch immer diese bedauernswerten Männer genannt werden, die eigentlich Söldner sind. Es sollte doch nicht schwer rauszubekommen sein, woher sie kommen, welchen sozialen Status sie haben, welchen Bildungsstand und welche Ziele. In jedem Fall sind auch sie Opfer, werden sie als Kanonenfutter gebraucht.
    Es ist nicht erst sein gestern bekannt, dass in arabischen Ländern durch die Bevölkerungsexplosion sich viele junge, nicht gebrauchte Männer befinden, die in der Gesellschaft keinen gefestigten sozialen Status erlangen können. Die sind leicht zu manipulieren.

    Schuldig sind diejenigen, die solche Szenarien für die Durchsetzung ihrer Interessen nutzen.

    • ..Der Totestanz geht zu ende
      Vielleicht kann man nun die Grüne Revolution im Iran wieder aktivieren.

      Jedenfalls ist die Chance wesentlich größer.

      Assad geht den Weg des Gadaffi.

      Er sollte das Angebot der Arabischen Liga annehmen.
      Wenn er lebend aus der Situation raus kommen will

      .

      • Emanuel Says:

        Syrien wird von den Terroristen gesäubert. Die Menschen in Syrien wollen in ihrer Mehrheit nichts mit dem sunnitischen Dreck aus den Golf-Tyrannen-Staaten zu tun haben …..Sie wollen unverschleiert und modern leben ….


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s