kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

„Fundamentalist“, „Hassprediger“, „Irrer“ 6. August 2012

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 18:29


Scharfe Angriffe gegen IslamKritiker

 

 

 

Die heftige Kritik Hans-Jürgen Irmers am Islam schlägt in Wiesbaden hohe Wellen. Für die Opposition ist der CDU-Vize-Fraktionschef ein „Fundamentalist“ und „Hassprediger“. Auch die Jung-Liberalen finden harte Worte.  „Was hat denn der Irmer, der alte Quartalsirre, jetzt schon wieder von sich gegeben?“ – mit dieser Frage reagierte Elias Knell, Landesvorsitzender der FDP-Nachwuchsorganisation Junge Liberale, am Samstag via „Twitter“ auf die jüngsten Äußerungen Hans-Jürgen Irmers (CDU) über den geplanten Islamunterricht an hessischen Schulen. Für die Grünen ist Irmer in dem von ihm neu entfachten Streit „der eigentliche Fundamentalist“, für die Linkspartei ist er ein „Hassprediger“. Vergleichsweise moderat forderte die SPD die CDU zu einer Entschuldigung auf. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und schulpolitische Sprecher der CDU hatte sich strikt gegen eine Zusammenarbeit des Landes mit der türkisch-islamischen Organisation Ditib ausgesprochen. Seine Hauptvorwürfe in der August-Ausgabe der von ihm herausgegebenen Zeitung „Wetzlar Kurier“: Ditib sei von der türkischen Regierung abhängig, frauenfeindlich und habe ein ungeklärtes Verhältnis zum Antisemitismus.

 

 

 

SPD: Beleidigungen und Provokationen

 

Dies und auch Irmers Meinung, der Islam sei bewusst auf „die Täuschung des Andersdenkenden, Andersgläubigen“ aus, sorgt nicht nur in der schwarz-gelben Landesregierung für Zündstoff. Nachdem das von FDP-Chef Jörg-Uwe Hahn geführte Integrationsministerium Irmers Kritik bereits am Freitag zurückgewiesen hatte, forderte die SPD am Samstag von der CDU, sie müsse „Herrn Irmer endlich in die Schranken weisen“. Geht es nach Gerhard Merz, dem integrationspolitischen Sprecher der SPD, müssen sich die Christdemokraten für Irmer bei den islamischen Verbänden entschuldigen. Es sei bedauerlich, dass der CDU-Politiker inzwischen auch vor „offenen Beleidigungen und Provokationen gegenüber Religionsgemeinschaften“ nicht zurückschrecke.

 

 
Linke: Hessens schlimmster Hassprediger

 

Unverständnis und Empörung äußerten auch die Grünen. Die Landesregierung müsse sich „schnell und unmissverständlich“ von Irmers Aussagen distanzieren“, verlangte ihr parlamentarischer Geschäftsführer Mathias Wagner. Der von Irmer abgelehnte Islamunterricht sei das geeignete Mittel, Kinder und Jugendliche vor einer Radikalisierung zu schützen. „So aber leistet im Ergebnis ein Fundamentalist den anderen Vorschub“. Als „widerwärtig und diffamierend“ bezeichnete Janine Wissler, Fraktionschefin der Linken im Landtag, den Artikel des CDU-Politikers. „Hessens schlimmster Hassprediger ist wieder am Werk“, twitterte sie am Samstag. {Quelle. www.hr-online.de}

 

 

 

 

 

Vatikan: Junge Christen und Muslime zum Frieden erziehen

 

Kardinal Tauran, Präsident des päpstlichen Dialogrates,

und Erzbischof Zollitsch haben Grußbotschaften

an die Muslime zum Abschluss des islamischen Fastenmonats Ramadan gesandt

 

Vatikan/Bonn (kath.net/KAP/dbk): Die vatikanische Grußbotschaft zum Abschluss des islamischen Fastenmonats Ramadan hat junge Christen und Muslime zum Einsatz für Gerechtigkeit und Frieden aufgerufen. In der geplagten Welt von heute sei die Erziehung junger Menschen zum Frieden dringender denn je. Die Botschaft wurde vom Präsidenten des Päpstlichen Rates für den interreligiösen Dialog, Kardinal Jean-Louis Tauran, unterzeichnet. Auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch, hat eine Grußbotschaft an die Muslime zum Fest des Fastenbrechens verfasst, in der er betont, dass es ihm ein großes Bedürfnis sei, die Verbundenheit mit den Muslimen zum Ausdruck zu bringen. Junge Muslime und Christen müssten „echte Botschafter für Gerechtigkeit und Frieden“ sein und zu einer Kultur des Respekt, des Rechts und der Würde eines jeden Bürgers beitragen, betonte Kardinal Tauran. Dieses Ziel sollten sie mit Geduld und Nachdruck verfolgen, ohne fragwürdige Kompromisse und trügerische Abkürzungen. Es sei notwendig, dass sich religiöse Menschen innerhalb ihrer Gesellschaften für Solidarität, Zusammenarbeit und Brüderlichkeit einsetzen. Auf diese Weise könnten sie einen wirksamen Beitrag angesichts der heutigen Herausforderungen leisten.

 
Zollitsch: „Die Barmherzigkeit Gottes erfahrbar machen“

 

Erzbischof Zollitsch erinnert an die Erfahrung von Christen und Muslimen, „dass überall in der Welt und manches Mal auch bei uns Verblendete und Extremisten bestrebt sind, das gute Miteinander der Gläubigen zu belasten. Ihnen stets zu wehren, bleibt unsere gemeinsame Aufgabe“. Christen und Muslime verbinde vieles, schreibt Zollitsch weiter. „Wir glauben, dass Gott uns angesprochen und gerufen hat. Ihm zu dienen und ihn frei zu bezeugen, ist unsere besondere Würde. Seine Barmherzigkeit für alle Menschen erfahrbar zu machen, ist unser Auftrag“.

 

 

Die Botschaft des Präsidenten des Päpstlichen Dialogrates

im Wortlaut:

 

‚Id al-Fitr 1433 H. / 2012 A.D.
Die jungen Christen und Muslime zur Gerechtigkeit und zum Frieden erziehen
Vatikanstadt

 

Liebe muslimische Freunde!

1. Die Feier des Id al-Fitr, die den Monat Ramadan beendet, gibt uns die Freude, euch die herzlichen Glückwünsche des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog zu übermitteln. Wir freuen uns mit euch über diese privilegierte Zeit, die euch die Möglichkeit gegeben hat, durch das Fasten und andere fromme Werke, den Gehorsam gegenüber Gott zu vertiefen. Dieser ist ein Wert, der auch uns sehr lieb ist. Aus diesem Grund schien es uns in diesem Jahr angebracht zu sein, unser gemeinsames Nachdenken dem Thema der Erziehung junger Christen und Muslime zu Gerechtigkeit und Frieden zu widmen; beide sind untrennbar mit der Wahrheit und der Freiheit verbunden.

2. Obwohl die Aufgabe der Erziehung der gesamten Gesellschaft anvertraut ist, ist sie, wie Ihr wisst, in erster Linie und in besonderer Weise die Aufgabe der Eltern und, mit ihnen, der Familien, der Schulen und der Universitäten und nicht zu vergessen der Verantwortlichen des religiösen, kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Lebens sowie der Verantwortlichen in der Welt der Kommunikation. Es handelt sich um ein schönes und gleichzeitig schwieriges Unterfangen: Kindern und Jugendlichen zu helfen, die Talente zu entdecken und zu entwickeln, die ihnen der Schöpfer anvertraut hat, um verantwortungsvolle menschliche Beziehungen aufzubauen. Vor kurzem hat Seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI. in Bezug auf die Aufgabe der Erzieher betont: „Mehr denn je sind vor allem authentische Zeugen notwendig und nicht bloße Austeiler von Regeln und Informationen. [A Zeuge ist derjenige, der den Weg, den er vorschlägt, zunächst selber lebt“ („Botschaft zum Weltfriedenstag“ 2012). Wir erinnern ferner daran, dass auch die Jugend selbst für ihre Bildung sowie für ihre Ausbildung zu Gerechtigkeit und Frieden verantwortlich ist.

3. Die Gerechtigkeit ist in erster Linie von der Identität der menschlichen Person geprägt, die in ihrer Gesamtheit zu betrachten ist; sie kann nicht auf die Verteilungsgerechtigkeit reduziert werden. Vergessen wir nicht, dass das Allgemeinwohl nicht ohne Solidarität und brüderliche Liebe erreicht werden kann! Für die Gläubigen vertieft die wahre Gerechtigkeit, die in der Freundschaft mit Gott gelebt wird, alle anderen Beziehungen: mit sich selbst, mit anderen und mit der gesamten Schöpfung. Darüber hinaus bekennen sie, dass die Gerechtigkeit ihren Ursprung in der Tatsache hat, dass alle Menschen von Gott erschaffen wurden und dazu berufen sind, eine einzige Menschheitsfamilie zu werden. Eine solche Sicht der Dinge spricht — in vollem Respekt für die Vernunft und offen für die Transzendenz — alle Männer und Frauen guten Willens an und lädt sie ein, Rechte und Pflichten harmonisch miteinander zu verbinden.

4. In unserer stürmischen Welt wird die Erziehung der jugendlichen zum Frieden immer dringlicher. Damit wir uns in angemessener Weise dafür einsetzen können, müssen wir die wahre Natur des Friedens verstehen, die sich weder auf das Fehlen von Kriegen beschränkt, noch ein Gleichgewicht entgegen gesetzter Kräfte ist; vielmehr ist der Friede ein Geschenk Gottes und ein menschliches Werk zugleich, für das man ohne Unterlass einstehen muss. Er ist die Frucht der Gerechtigkeit und eine Folge der Barmherzigkeit. Es ist wichtig, dass sich die Gläubigen immer aktiv für ihre Gemeinschaft einsetzen. Indem sie ihr Mitgefühl ausdrücken, die Solidarität, die Zusammenarbeit und die Brüderlichkeit leben, können sie wirksam dazu beitragen, den großen gegenwärtigen Herausforderungen entgegenzutreten: harmonisches Wachstum, integrale Entwicklung, Prävention und Lösung der Konflikte, um nur einige zu nennen.

5. Abschließend möchten wir die jungen Muslime und Christen ermutigen, die diese Botschaft lesen, die Wahrheit und Freiheit immer zu kultivieren, um wahre Boten der Gerechtigkeit und des Friedens und Baumeister einer Kultur zu sein, die die Rechte und Würde eines jeden Bürgers respektiert. Wir laden sie ein, die nötige Geduld und Ausdauer aufzubringen, diese Ideale zu verwirklichen, ohne dabei auf zweifelhafte Kompromisse, trügerische Abkürzungen oder respektlose Mittel gegen andere Menschen zurückzugreifen. Nur Männer und Frauen, die von diesen Ansprüchen ehrlich überzeugt sind, werden eine Gesellschaft aufbauen können, in der die Gerechtigkeit und der Friede Realität werden. Möge Gott die Herzen, Familien und Gemeinschaften all derer mit Gelassenheit und Hoffnung erfüllen, die den Wunsch hegen, „Instrumente des Friedens“ zu sein!

Ein schönes Fest an alle!

Aus dem Vatikan, 3. August 2012

Jean-Louis Kardinal Tauran
Präsident

Erzbischof Pier Luigi Celata – Sekretär

 

 

Die Botschaft des Vorsitzenden

der Deutschen Bischofskonferenz im Wortlaut:

 

Ramadan Mubarak!

 

Liebe muslimische Schwestern und Brüder!

Zum Fastenmonat Ramadan und zum Fest des Fastenbrechens sende ich als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz und zugleich im Namen der katholischen Christen in diesem Land Ihnen allen herzliche Glück- und Segenswünsche. Es ist mir eine Freude und ein Bedürfnis, der Verbundenheit mit Ihnen Ausdruck zu verleihen. Die jetzige Zeit des Fastens stellt für Sie wiederum einen wichtigen Einschnitt im Lauf des Jahres dar. Sie erinnern sich daran, wie viel Gutes Gott Ihnen und allen Menschen getan hat. Sie erinnern sich der Wegweisung und Unterstützung, die Er durch Seine Güte gewährt. Auch die vielen Begegnungen zwischen Muslimen und Christen zählen zu den Ereignissen, für die wir von Herzen danken dürfen. Der ganz unspektakuläre Austausch bei der Arbeit und im Alltag, aber auch die Begegnung bei besonderen Anlässen und Feiern haben unser Zusammenleben vertieft und bereichert. Als Christen und Muslime wissen wir um die belastende Erfahrung, dass überall in der Welt und manches Mal auch bei uns Verblendete und Extremisten bestrebt sind, das gute Miteinander der Gläubigen zu belasten. Ihnen stets zu wehren, bleibt unsere gemeinsame Aufgabe. Christen und Muslime verbindet vieles. Wir glauben, dass Gott uns angesprochen und gerufen hat. Ihm zu dienen und ihn frei zu bezeugen, ist unsere besondere Würde. Seine Barmherzigkeit für alle Menschen erfahrbar zu machen, ist unser Auftrag. Möge der Monat Ramadan Ihnen, liebe muslimische Schwestern und Brüder,wieder die Erfahrung schenken, wie Gott die Welt verändert. Er erhellt die Finsternis und macht die Nacht zum Tag. Er macht Kleine groß, vergibt die Schuld und schenkt Leben im Sterben. Möge Sein Friede, der größer ist als unser Herz und unser Begreifen übersteigt, alle Menschen Seiner Gnade im Guten bestärken! So grüße ich Sie herzlich und wünsche Ihnen und Ihren Familien Gottes Segen.

Ihr Erzbischof Dr. Robert Zollitsch

www.kath.net

 

One Response to “„Fundamentalist“, „Hassprediger“, „Irrer“”

  1. CARMA Says:

    die katholische (evangelische) version von „taqiya“??
    hätte Jesus mohamed zum gemeinsamen dialog, gebet, fastenbrechen aufgerufen, gar viele „gemeinsamkeiten“ bei sich entdeckt?
    hätte Jesus seinen Vater allah nennen wollen, sich selbst moslem??
    was zum TEUFEL geht in den hirnen unserer priesterkaste vor – ist das ein diabolisches komplott, der verrat des judas ischiarot an Jesus im kubik, oder nur bildungsbürgerliche abgehobenheit, realitätsverlust und schlichte feigheit von priesterlichen „weicheiern“, die sich mit einem hauch von orientalischer exotik umgeben wollen??
    als christ lebt man in europa in der diaspora, so scheints!


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