kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Baptistengemeinde verweigert schwarzem Paar die Trauung 30. Juli 2012

Filed under: Von hier und dort — Knecht Christi @ 17:41

 Schmutziger Organhandel

 

TitelbildAm vergangenen Donnerstag reiste ein Fotograf für die Titelbildredaktion zu Vera Schewdko. Die 54-jährige Russin lebt in Tel Aviv, sie arbeitete als Zimmermädchen. Vera Schewdko hat für 8100 Euro ihre linke Niere verkauft, die einem schwerkranken deutschen Geschäftsmann das Leben rettete. Er zahlte für die Operation in der deutschen Medicus Klinik im Kosovo 81.892 Euro. Seit 2011 arbeitet ein Team rund um den SPIEGEL-Redakteur Steffen Winter daran, den kriminellen Handel mit menschlichen Organen aufzudecken. Was es herausgefunden hat, ist ebenso erschütternd wie unglaublich. Der Report über die Organmafia ist in dieser Woche unsere Titelgeschichte. Für den SPIEGEL war es ein Experiment: Nicht nur Sachkenner aus dem Auslands- oder dem Wirtschaftsressort sollten aus den Krisenländern Südeuropas berichten, sondern ebenso Kollegen aus dem Deutschland-, Gesellschafts- und Kulturressort, die nicht gerade täglich mit nunmehr obdachlosen ehemaligen Hausbesitzern zu tun haben oder mit antideutschen Ressentiments rund um das Mittelmeer. Das Ergebnis ist eine dreiteilige Serie von Reportagen und Analysen, von Gesprächen und Essays, die jeweils ein Land in vielen Facetten zeigen. Den Anfang macht Spanien. SPIEGEL-Mitarbeiter Juan Moreno, Sohn spanischer Gastarbeiter in Deutschland, fährt in die Heimat seiner Eltern und registriert fassungslos, für welche unsinnigen Projekte spanische Politiker das Geld zum Fenster hinausgeworfen haben. SPIEGEL-Redakteurin Anne Seith aus Frankfurt beschreibt die angesagte Modekette Mango, die trotz Krise schnell wächst. Ein vielgelesener Spanier, der Bestseller-Autor Antonio Muñoz Molina, fürchtet dagegen, die Krise könne die Spanier, die lange als Mustereuropäer galten, womöglich wieder in die Isolation treiben.

 

Der Kontrast hätte größer kaum sein können: Im malerischen Südtiroler Urlaubsort Sulden, am Fuß der Ortlergruppe, empfing der Publizist, Ex-Politiker und ehemalige Burda-Manager Jürgen Todenhöfer den SPIEGEL-Reporter Christoph Reuter zum Streitgespräch über ein Thema, das beiden am Herzen liegt: Syrien. Der 71-Jährige, der in den vergangenen Monaten bereits zweimal mit Syriens Herrscher Baschar al-Assad zusammengetroffen ist, wirft westlichen Medien, auch dem SPIEGEL, eine einseitige Berichterstattung über den Konflikt vor, er spricht gar von Desinformation und Lügen. Den Rebellen unterstellt er „Massaker-Marketing“, sie begingen Gräueltaten, um diese dann der Regierung Assad unterzuschieben. So sei es auch im Ort Hula gewesen, den SPIEGEL-Mann Reuter im Juli besuchte. In seiner vielbeachteten Rekonstruktion des Massakers in unserer letzten Ausgabe, die auf Aussagen von Augenzeugen, Überlebenden und übergelaufenen Militärs beruhte, war Reuter zu komplett gegenteiligen Ergebnissen gekommen. Ohne zu viel vorwegzunehmen: Auch in Sulden kamen die beiden Syrien-Experten sich inhaltlich nicht näher. Zumindest auf einen Punkt indes konnten sie sich verständigen. Nach Homs, das beide mehrfach besuchten und wo beide unter Beschuss gerieten, trauen sie sich momentan nicht mehr. Jahrzehntelang galt Alfred Brendel als einer der besten Pianisten der Welt, 2008 zog er sich aus dem Konzertleben zurück; seitdem hält er Vorträge über Musik, wenn er nicht gerade Bücher oder Gedichte schreibt. Im SPIEGEL-Gespräch erzählt Brendel meinem Kollegen Joachim Kronsbein, wie die Musik in sein Leben kam. Brendel wurde in Wiesenberg in Nordmähren geboren, später führten seine Eltern auf der Adria-Insel Krk ein Hotel. Das Kindermädchen brachte ihm deutsche Volkslieder bei, außerdem gab es in dem Hotel einen Plattenspieler, auf dem Brendel Operettenplatten auflegte. Und noch immer erinnert sich Brendel, inzwischen 81 Jahre alt, an die Texte. Bekannte Schlager wie „Was macht der Maier am Himalaja“ oder „Ob blond, ob braun, ich liebe alle Frau’n“, sagt er, hätten seinen Hang zum Skurrilen und Grotesken begründet – ein faszinierendes Interview mit einem bescheidenen, selbstironischen Jahrhundertkünstler. {Quelle: www.spiegel.de – Von Chefredakteur Georg Mascolo}

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Baptistengemeinde verweigert schwarzem Paar die Trauung

 

 

Wenn du dieses Paar in unserer Kirche traust, bist du deinen Job los:

Mitglieder einer Kirchengemeinde im US-Bundesstaat Mississippi

haben mit einer Drohung gegen den Pastor die Hochzeit eines schwarzen Paares verhindert.

Der Geistliche und die Gemeinde stehen nun massiv in der Kritik.

 

Crystal Springs: Charles und Te’Andrea Wilson hatten sich ein Datum ausgesucht, Hochzeitseinladungen verschickt und sich auf den Tag gefreut, an dem sie heiraten würden. Doch am Tag vor der geplanten Hochzeit teilte der Pastor der First Baptist Church in Crystal Springs im US-Bundesstaat Mississippi mit, einige Gemeindemitglieder hätten sich über die Trauung der Wilsons beschwert – weil das Paar schwarz ist. Die Gruppe drohte Pastor Stan Weatherford mit dem Rausschmiss, wenn er das Paar dennoch in der Kirche trauen sollte, berichtet der TV-Sender ABC. Dem Bericht zufolge hat seit der Gründung der Kirche 1883 noch kein schwarzes Paar in dem Gotteshaus geheiratet. Die Wilsons besuchen die Kirche regelmäßig, gehören aber nicht der Gemeinde an. Der Onkel der Braut arbeitet für die Kirche, ihr Vater ist Gemeindemitglied. Weatherford versuchte, sich zu rechtfertigen. Er sei über den Widerstand erstaunt gewesen. „Ich wollte keinen Streit innerhalb der Kirche, und ich wollte nicht, dass eine Kontroverse die Trauung von Charles und Te’Andrea beeinträchtigt. Ich wollte, dass ihr Hochzeitstag ein besonderer Tag ist“, sagte der Pastor. Der abgewiesene Bräutigam sagte, er habe die schwierige Position Weatherfords verstehen können. Dennoch hätte er sich gewünscht, der Geistliche möge der Forderung nicht nachgeben.

 

 

„Wie unfair, wie ungerecht. Es ist einfach falsch“

 

„Meine neunjährige Tochter sollte mit uns zur Kirche gehen. Wie sagt man einer Neunjährigen: ‚Hier können wir nicht heiraten, weil, überleg mal, Liebling, wir schwarz sind'“, sagte Charles Wilson. Er sagte, schuld seien all jene Mitglieder der First Baptist Church in Crystal Springs, die davon gewusst hätten, sich Christen nennen würden und nicht eingeschritten seien. Die für den 20. Juli geplante Heirat wurde um einen Tag verschoben. Weatherford traute die Wilsons am 21. Juli in einer anderen, überwiegend von Schwarzen besuchten Kirche. Dort war das Paar willkommen. Der Vorfall hat heftige Kritik an der Kirche ausgelöst, auch innerhalb der Gemeinde. Eine hastig veröffentlichte Mitteilung der Kirchenführung, Menschen jeder Hautfarbe seien willkommen, wirkte hilflos. Gemeindemitglied Casey Kitchens sagte, sie und andere seien über die Zurückweisung der Wilsons Entscheidung empört. „Es handelt sich um eine sehr kleine Gruppe von Leuten, die eine schreckliche Entscheidung getroffen haben“, sagte sie der Zeitung „The Clarion-Ledger“. „Ich schäme mich, dass meine Kirche das tun würde. Ich kann nicht begreifen, warum. Wie unfair, wie ungerecht. Es ist einfach falsch“, sagte sie. {Quelle: www.spiegel.de}

 

One Response to “Baptistengemeinde verweigert schwarzem Paar die Trauung”

  1. Karl Martell Says:

    Zu: „Baptistengemeinde verweigert schwarzem Paar die Trauung“

    Leider immer noch Standart in den USA 😦

    Man sollte sich über jeden Menschen, der den Lehren Jesu folgt, freuen.
    Sei er nun schwarz, weiß, gelb oder lilablassblau!


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