kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Obama flirtet mit der Moslembruderschaft 29. Juli 2012

Filed under: Moslembrüder — Knecht Christi @ 18:51

The Obama Admin. Flirtation with the Muslim Brotherhood

 

 

 

 

Dear Secretary H. Clinton …

I am aware that you know very little about Islam, the history of Muslim people, Islamic Jurisprudence, Political Islam, the literature and march of the Muslim Brotherhood, Wahhabism and the (impossible to be changed) agenda of Egypt’s MBs. I also know that your boss (like yourself) knows very very little about all the domains that I just quoted. You (and your country) shall not bear the consequences of a policy that have been worked out by those who know very little about these Islam related subjects. We (the non-Islamist sons and daughters of Egypt) are the ones who will pay a tragic price. Your failure in Afghanistan & Iraq say a lot about the consequences of policies taken by those who either do not know or they know very little about the characteristics of complexest cultures. I have been to the USA more than 30 times. In these visits I spoke at most of the top think-tanks (The American Enterprise Institute, The Heritage Foundation, The WINEP, the Rand Organization … etc.) and many of the USA top universities (Princeton, Columbia, California Berkeley … etc.). Even in such reputable organizations I never met with people who understand the domains mentioned hereinabove. The exceptions (such as Professor Bernard Lewis) were rather few which do not negate the phenomenon that Islamism is far from being understood in your (young) country. In Egypt, you will hear a lot of hypocrisy about how moderate the MBs have become ! This is 100% incorrect.

 

 

 

 

Not only that, but it is a lie that will cost the non-Islamist Egyptian, the Middle East region, the entire world and the USA a gigantic crisis. It takes decades of a hard work and profound research to come to the conclusion that while there are many moderate Muslims, there is no single moderate Islamist on the face of earth. I know that senior positions affect the human mind and make it (in general) inclined to reject strong advice as this one, but I insist to render such an advice. I also insist to say that before the world lives with another Osama bin Laden and another Qa’eda, I strongly recommend that you arrange to get some intensive education on the true agenda of the MBs. Do not be offended at this piece of advice. You know that you know very little about Islamism. A briefing by the American (usually „shallow“) advisers shall never help in this regard. You need to listen (for hours) to a world-class scholar of the calibre of Bernard Lewis.

 

Did I upset you? Probably „YES“. But this was not the objective of this message. The aim was to try to stop the occurrence of another grave mistake such as the one committed in 1979 when the CIA & The Saudi Intelligence agreed to create the Mujahedene Movements (and troops) to fight the Soviet Union in Afghanistan. While every true scholar was aware that the USSR was about to (naturally) collapse (I wrote and published in 1978 a book that its core message was that the USSR is about to collapse in about a decade by the effect of its inner decay). Finally, let me assure you that the Islamists that you may meet with today in Cairo are nothing but disguised terrorists … they are (undoubtedly) anti-modernity, anti-tolerance, anti-women-rights, anti-plurality, anti-otherness, anti-freedom of speech and anti-critical mind …. they are much more atavistic than anything that you could imagine.                                                         

With my regards,
Tarek Heggy
Alexandria : 14th July, 2012.

 

 

 

 

 

 

Ägypten auf dem Weg zum Muslimbrüder-Staat

 

 

 Ägyptens Generäle lassen nicht erkennen,

wie viel Macht sie abgeben werden,

die Muslimbrüder wollen alle Macht an sich reißen,

lassen aber im Unklaren, wie sie sich das Land vorstellen.

 

Sicher ist nur:

Das Experiment in Ägypten

wird Folgen für die gesamte arabische Welt haben.
 

 

Der neue Präsident Ägyptens versucht sich am Ausmisten seines Augias-Stalls, aber er wirkt nicht wie ein Herkules. Mohammed Mursi, Sieger der Präsidentschaftswahl vor wenigen Wochen, ist vor Kurzem in den Palast seines gestürzten Vorgängers Hosni Mubarak eingezogen. Der Muslimbruder, dem von den Generälen die Amtsgewalt beschnitten wurde, lebt dort mit seiner Ehefrau Naglaa. Umgeben ist er von Mubaraks alten Seilschaften. Dass die gut 600-köpfige ehemalige Entourage des gestürzten Diktators über das mütterchenhafte Auftreten der First Lady lacht, kann dem sich bescheiden gebenden Mursi gleichgültig sein. Für ihn ist es nur von Nutzen, dass seine Frau nicht so auftritt wie einst die Mubarak-Gattin Suzanne: Naglaa ist die ägyptische Frau Jedermann. Sie ist religiös, trägt einen über Brust und Rücken reichenden Schleier, ist ein wenig drall um die Hüfte und gekleidet nach der vorvorletzten Mode. Wichtiger als Äußerlichkeiten ist für den Islamisten Mursi, dass er die entscheidenden Posten im politischen Schaltzentrum des Landes mit eigenen Leuten besetzen und die verbleibenden Mubarak-Getreuen isolieren kann. Ägypten ist eine Präsidial-Republik, der Staatschef hat umfassende Vollmachten, und die Buchhaltung des Palasts ist ein Labyrinth, in dem zahlreiche Reptilienfonds verborgen sind, aus denen sich Zeitungsberichten zufolge weite Teile der Korruption in den 30 Mubarak-Jahren speisten. Der Staatschef verfügt über einen Fuhrpark mit 952 Autos, zwölf Flugzeugen und drei Helikoptern, über Paläste und Gästehäuser landesweit. Ferner gibt es eine Reihe inoffizieller Konten, aus denen die höheren Angestellten sich bedienten. Weil das Militär auch nach der Präsidentschaftswahl die Macht auf kaum verhohlene Weise in den Händen hält, muss Mursi den Staatsapparat so schnell wie möglich in den Griff bekommen. Nicht nur im Palast, sondern landesweit. Ein früherer Palast-Mitarbeiter sagte dem Egypt Independent: „Der Präsident hat jedes Recht, neue Leute einzustellen. Die große Frage wird sein, ob diese Leute mit den alten Mitarbeitern zusammenarbeiten“.

 

 

 

 

Scharia als Grundlage der Gesellschaft

 

Selbst wenn die alten Mubarak-Vertrauten verbissen mauern: Ägypten ist auf dem Weg, ein wie auch immer gearteter islamischer Staat zu werden; Muslimbrüder werden bald an den Schaltstellen des bevölkerungsreichsten Landes der arabischen Welt sitzen. Die Fundamentalisten als Gewinner der Revolution vom 25. Januar 2011 – sie hatten beim Ausbruch des Aufstands wenig riskiert, an den Wahlurnen aber reiche Ernte eingefahren – haben es sich seit 84 Jahren auf die Fahne geschrieben, dass die Beachtung der islamischen Moral die Gesellschaft bessern und die Scharia, das islamische Gesetz, Grundlage der Gesellschaft sein solle.

 

In Ägypten mit seinen mindestens fünfzehn Prozent Christen

und seiner säkularen Minderheit findet ein Experiment statt,

das auch auf die gesamte Region ausstrahlen und andere Islamisten bestärken wird – ob im Gazastreifen, in Syrien, Tunesien oder Libyen.

 

Wie der Muslimbrüder-Staat aussehen könnte, darüber schweigen die führenden Brüder sich aus. Ihre öffentlichen Reformversprechen erinnern mehr an Verschleierungstaktik denn an programmatische Erneuerung der Grundsätze, die der Gründer Hassan al-Banna 1928, zu Zeiten der ägyptischen Monarchie, festgelegt hat. Ihr Bekenntnis, sie wollten einen „zivilen Staat mit islamischer Komponente“, ist nach der Meinung ihrer Kritiker nichts wert, solange sich nicht erweist, dass die Rechte der Christen und der Opposition gewahrt sowie die säkularen Staatsinstitutionen erhalten bleiben. Wie glaubwürdig die Muslimbrüder sind, wird sich in Ägypten also schon bald erweisen.

 

 

 

Unterschiede zwischen Wort und Tat

 

Anhaltspunkte gibt es. Die Brüder haben nach der Anti-Mubarak-Revolution gezeigt, dass sich bei ihnen Wort und Tat unterscheiden. Sie verkündeten, dass sie weder eine starke Fraktion im Parlament noch einen eigenen Präsidenten stellen wollen. Beides haben sie nun, auch wenn das Parlament wegen der Islamisten-Lastigkeit vom Verfassungsgericht und dem Militär gerade aufgelöst worden ist, offiziell wegen eines Fehlers im Wahlgesetz. Auch bei der Regierungsbildung zeichnet sich ab, dass die Muslimbrüder alle Macht an sich reißen wollen. Hieß es zunächst, der vom Präsidenten zu ernennende Premierminister solle ein parteiloser Technokrat sein und das Kabinett nicht von Brüdern dominiert werden, so ist inzwischen ein hartleibiger Muslimbruder im Gespräch für dieses Amt: Khairat al-Schater, seit Jahrzehnten Mitglied der Betonfraktion in der Islamistenorganisation. Schater sollte eigentlich bei der Präsidentschaftswahl antreten, doch ein Gericht verbot ihm die Kandidatur wegen einer Gefängnisstrafe in der Mubarak-Zeit. Der reiche Geschäftsmann hat weit mehr Einfluss in der Organisation als Mursi, der bei der Präsidentenwahl als Ersatzkandidat eingesprungen war und als Mann der zweiten Reihe gilt. Sollte Schater Premier werden, dann wäre die Gerichtsentscheidung, ihn vom Zentrum der Macht fernzuhalten, umgangen worden. Auch Mursis Versprechen, eine Frau und einen Christen zu seinen Stellvertretern zu machen, blieb bislang unerfüllt. Dennoch betonen die Brüder, mit allen Gruppen und Parteien gemeinsam regieren zu wollen: „Wir stehen mit allen politischen Kräften für dieselben Forderungen“, so der Abgeordnete Khaled Deeb.

 

 

Ägyptens Islamisierung ist derzeit nicht zu stoppen

 

Die 19 nach dem Mubarak-Sturz im Obersten Militärrat versammelten Generäle und Admirale scheinen inoffiziell akzeptiert zu haben, dass die Islamisierung Ägyptens derzeit nicht gestoppt werden kann. Sie hoffen offenbar, die Fundamentalisten nach Vorbild des türkischen Militärs mit einer immerwährenden Putschdrohung in Schach halten zu können. Die Frage ist, ob das geht: Die Brüder haben keine Panzer, können aber die Straße mobilisieren; die Revolutionsbühne Tahrir-Platz ist inzwischen in der Hand der Islamisten. Gegen Zehntausende oder Hunderttausende Protestierende können die Generäle ebenso wenig ausrichten wie seinerzeit Mubarak: In Ägyptens Armee dienen Wehrpflichtige, in fast jeder Familie trägt ein Sohn, Bruder oder Vetter Uniform. Diese Soldaten werden kaum auf das Volk schießen. So dürfte der lange Marsch der Muslimbrüder durch Staat und Institutionen den langsamen Rückzug der Generäle befördern. Auf Mursi, den unfreiwilligen Herkules im Präsidentenpalast, warten aber noch größere Herausforderungen als die Säuberung des Staatsapparats von den Mubarak-Getreuen. Auf persönliche Einladung des Staatschefs hin stehen seit Tagen Hunderte Bürger vor dem Tor seines Palastes. Sie erinnern sich der Wahlversprechen der Muslimbrüder, erhoffen sich von einem persönlichen Treffen mit dem Präsidenten die Lösung ihrer Probleme: Jobs, Wohnungen, Hilfe bei Krankheit, Schuldbildung für die Kinder. Der wirtschaftliche Aufbau Ägyptens ist die wirkliche Nagelprobe für die Muslimbrüder. {Quelle: www.sueddeutsche.de – Von Tomas Avenarius, Kairo}

 

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