kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Vollschleier-TV in Ägypten heißt ausgerechnet „MARIA“?!? 23. Juli 2012

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 15:24

Neuer Nachrichtenlook im ägyptischen Fernsehen: Ohne Vollschleier (Niqab) geht bei Maria-TV gar nichts

Salafisten machen ernst – Islamisierung der Gesellschaft wird vorangetrieben

 

 

Die Revolution in Ägypten geht weiter. Aber sicher anders als von den allermeisten Demonstranten des Arabischen Frühlings erwartet und erhofft.Denn: Mit einem neuen Fernsehsender setzen die radikal-islamistischen Salafisten im Land am Nil ein deutliches Zeichen: „Maria-TV“ zeigt ausschließlich vollverschleierte Frauen. Und auch hinter den Kulissen, selbst an der Kamera, arbeiten ausschließlich Damen, die den aus Saudi-Arabien stammenden schwarzen „Niqab“ tragen: Nur ein schmaler Sehschlitz bleibt. Die Frauen tragen sogar schwarze Handschuhe. Studioleiterin El-Scheicha Safaa Refai, eine ultra-konservative Predigerin, die auch die Nachrichten liest, ist begeistert: „Man hat mir mal gesagt, das ginge nicht (mit Niqab), wegen der Körpersprache. Doch mein Tonfall kann meine Gefühle und Reaktionen vermitteln“. Mit ihren vollverschleierten Fernsehauftritten will sie beweisen, „dass auch Frauen, die den Niqab tragen, erfolgreich sind“. „Maria-TV“, so genannt nach einer christlichen Frau des Propheten Mohammed, hat seit Beginn des Ramadan sechs Stunden täglich einen Sendeplatz auf dem al-Ummah-Kanal . Eine religiöse Fernsehstation in Kairo, die von Salafisten betrieben wird.

 

 

„Maria-TV“ heißt ein neuer Fernsehkanal in Ägypten, bei dem ausschließlich vollverschleierte Frauen arbeiten

 

Männer sind bei „Maria-TV“ in einer kleinen Wohnung im Arbeiterviertel Abassiya in Kairo nirgendwo erlaubt, sollen auch nicht im Fernsehen gezeigt werden oder bei Telefonaktionen teilnehmen dürfen. Für die Salafisten ist eine strikte Geschlechtertrennung eine Forderung Gottes, die erfüllt werden muss. Unter dem früheren Machthaber Husni Mubarak war der Vollschleier in den Medien undenkbar. Der Pharao verbot die Moslembrüder, ließ Niqab-Frauen aus den Unis werfen, untersagte Stewardessen das Tragen von Kopftüchern. Mit Mohammed Mursi (60) regiert nun ein von den Moslembrüdern stammender Präsident, unter dem die Islamisierung der Gesellschaft vorangetrieben wird.

 

Auch die Kamerafrauen bei dem von Salafisten betriebenen Maria-TV zeigen kein Fitzelchen Haut, sie tragen sogar Handschuhe

 

Für Moslembrüder und Salafisten ist das die Freiheit,

nach der sie sich viele Jahre gesehnt haben.

{Quelle: www.bild.de}

 

 

 

Letzte Änderungen kurz vor den Nachrichten

 

 

 

 

Die Segnungen des “arabischen Frühlings” kommen immer intensiver über das Land, das nichtmoslemische Touristen einmal als schönes Urlaubsziel in dunkler Erinnerung hatten. Hier treffen nun Islam und Demokratie aufeinander, was man dort ab sofort auch im Fernsehen beobachten kann: Jetzt gibt es ein TV-Programm, das nur von vollverschleierten Frauen betrieben wird. Die Kamerafrauen langen hier mit Handschuhen ans Zoom-Objektiv, weil ihnen die moderaten Moslembrüder das Zeigen nackter Haut verbieten. Und das, obwohl Männer weit und breit nicht zu sehen sind, da sie dort ohnehin keinen Zutritt haben. Der Islam macht sich im Jahr 2012 in seiner ursprünglichen Form immer breiter, und wir freuen uns mit den Ägyptern voller religiöser Toleranz und Rücksichtnahme. Das nennt man dann wohl die islamische Emanzipation der Frau. Berufliche sowie optische Selbstverwirklichung, und kein Mann in der Nähe, der einem an die Wäsche gehen oder mal eben vergewaltigen könnte, wenn das Licht ausgeht. Wie es einer unverschleierten Frau auf dem Tahrir-Platz schon hie und da geschehen kann. Endlich frei sein! Denn unter Mubarak konnte sich der Islam gar nicht so richtig entfalten, wie auch die BILD berichtet.

 

Was kommt als Nächstes?

Handabhacken bei Diebstahl wird gerade im Parlament diskutiert.

Dann möglicherweise gepflegte Steinigungen bei Ehebruch?

Aber bitte mit kleinen Steinen,

damit es auch schön lange dauert.

Anschließend Bikiniverbot am Strand,

allgemeines Alkoholverbot

und fröhliches Kuffar-Bashing nach dem Freitagsgebet?

Es gibt noch zu viele ungläubige Kopten im Land!

 

 

Allah ist barmherzig, und Islam bedeutet Frieden..

Von Michael Stürzenberger

 

2 Responses to “Vollschleier-TV in Ägypten heißt ausgerechnet „MARIA“?!?”

  1. Johannes Says:

    Unerhört, dass die Kamerafrau die nackte Haut ihrer Hand sehen lässt! Hoffentlich rastet da kein Mohammedaner vor der Mattscheibe aus. Da hat einer der Sittenwächter geschlafen. Das kann nur heißen: Rübe ab!

    Die Dame – oder ist es ein Herr? – auf dem ersten Bild sieht aus wie eine Schleiereule…

  2. Kritik Says:

    Johannes Sagt:
    24. Juli 2012 at 09:12
    Unerhört, dass die Kamerafrau die nackte Haut ihrer Hand sehen lässt!

    Johannes es ist nicht ne blosse Hand –ebenfalls ein Hanschuh in der Farbe wie eben ein er Hand!

    Ich bringe Verschleierung einfach nicht mit meiner Vorstellung vom Menschsein in Einklang. Und ich will das nirgendwo auf dem Globus und schon gar nicht hier in meinem Land, denn Deutschland ist auch mein Land. Und darf ich schreiben, dass ich die Forderung nach muslimischen Gebetsräumen in Schulen und Universitäten nicht nachvollziehen kann? Dass ich den Verdacht und Gedanken nicht loswerde, dass es nicht wirklich um den Glauben geht, sondern darum, Recht zu bekommen und Macht und darum, ob und welche Gruppen ihre Interessen durchsetzen können

    Abschied von den Vorurteilen
    Ich hoffe, dass ich Menschen begegne, die mir dabei helfen, mich von meinen Vorurteilen zu verabschieden. So wie ich auch anderen wünsche, dass sie Menschen begegnen mögen, die ihnen dabei helfen, sich von verkrusteten Vorstellungen über den Islam zu verabschieden. Unabdingbar halte ich aber auch, dass sich Muslime ernsthaft Gedanken machen darüber, ob jedes Wort im Koran à lettre genommen werden muss und ob es nicht an der Zeit für einen zeitgemäßen Glauben ist? Müsste nicht eine innerislamische Debatte in Gang gebracht werden über die Frage, ob die Ganzkörperverhüllung von Frauen wirklich mit Islam und Menschenwürde und Menschenrecht vereinbar ist

    Ich darf mich nicht angreifbar machen
    Immerzu muss ich aufpassen, nicht instrumentalisiert zu werden und mich nicht angreifbar zu machen. Schreibe ich Positives über Muslime, gibt es Reaktionen von den Islamkritikern, die mir vorwerfen, dass ich es an der nötigen Distanz fehlen lasse; kritisiere ich Muslime und muslimische Verbände, gibt es Proteste von dieser Seite. Mit welchen Konsequenzen habe ich zu rechnen, wenn ich jetzt unverblümt feststelle, dass es mir graut, wenn mir in Frankfurt – wie immer öfter der Fall – eine total verhüllte Frau entgegen kommt? Darf ich offen aussprechen, dass es mir unheimlich zumute wird und dass ich denke: „Oh, Gott, hoffentlich vermehren sie sich nicht“?


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