kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Stehen wir kurz vor Ausbruch eines umfassenden Krieges in der Nahmittelost-Region? 21. Juli 2012

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 21:41

 

Die schon gewohnten bedrohlichen amerikanischen Kriegstrommeln

werden noch heftiger geschlagen

 

Und der Iran befindet sich wieder einmal

im Fadenkreuz des Pentagons.

 

 

Zahlreichen Berichten zufolge sind die USA derzeit dabei, ihre militärische Präsenz im Persischen Golf in einem seit der amerikanischen Invasion des Iraks 2003 beispiellosen Maße zu verstärken. Immer mehr Luftwaffen- und Marineeinheiten, Bodentruppen und sogar Seedrohnen werden in die Region verlegt. Und nicht zu vergessen: Bereits jetzt befinden sich zwei amerikanische Trägerkampfgruppen, die in der Regel aus einem Flugzeugträger und neun Begleitschiffen bestehen, im Persischen Golf – und schon bald sollen es vier Trägerkampfgruppen sein. Auch in Washington macht sich eine zunehmend fiebrige Stimmung für einen Irankrieg bemerkbar. Um die anhaltenden Verhandlungen zwischen dem Iran und der so genannten Sechsergruppe (die fünf ständigen Vetomächte des UN-Sicherheitsrats und Deutschland) von vorneherein scheitern zu lassen, forderte eine überparteiliche Gruppe von 44 amerikanischen Senatoren vor Kurzem in einem Schreiben an Präsident Obama, die Regierung solle sich »vorrangig darauf konzentrieren, den Druck auf den Iran durch Sanktionen deutlich zu erhöhen und klarzustellen, dass eine glaubwürdige militärische Option auf dem Tisch liegt«.

 

Ein solches kriegstreiberisches Gebaren erlaubt man sich, obwohl weder die amerikanischen noch die israelischen Geheimdienste Beweise dafür vorlegen können, dass sich der Iran für den Bau einer Atombombe entschieden habe – und dies ist ja der vorgebliche Grund für die westlichen Sanktionen und die Drohung mit einem militärischen Vorgehen. Noch im April dieses Jahres hieß es im Gegenteil in einem Bericht des Verteidigungsministeriums, die Militärdoktrin des Iran sei weiterhin auf Selbstverteidigung ausgerichtet und ziele darauf ab, »eine Invasion zu hinauszuzögern« und eine »diplomatische Lösung für Feindseligkeiten« zu suchen. Im Vergleich dazu setzt die gültige amerikanische Militärdoktrin auf »weltweite Machtprojektion«. Unter »Machtprojektion« versteht man die Fähigkeit eines Staates, seine Interessen auch weit außerhalb seines Staatsgebiets durchsetzen zu können. Es ist augenfällig, von wem hier eine glaubhafte militärische Bedrohung ausgeht. Offensichtlich ist die angebliche atomare Gefahr nur ein Vorwand, um die amerikanischen imperialen Ziele in der Region durchzusetzen. Ein hochrangiger Pentagon-Mitarbeiter ließ gegenüber der New York Times vor Kurzem die Katze aus dem Sack: »Es geht hier nicht nur um das ehrgeizige iranische Atomprogramm, sondern um das Bestreben des Iran, regionale Vormacht zu werden.« Es geht mit anderen Worten darum, eines der letzten Hindernisse für die amerikanischen Machtprojektionen in der rohstoffreichen Nahmittelost-Region aus dem Wege zu räumen. Derzeit sieht sich der Iran bereits von drei Seiten aus unter Druck: Angriffe mit Computerviren unter Federführung der USA, Mordanschläge durch israelische Kräfte und die harten westlichen Wirtschaftssanktionen. Besonders letztere wirken sich vor allem auf die allgemeine iranische Bevölkerung aus, die jetzt mit einer verhängnisvollen Mischung aus galoppierender Inflation und rasant steigender Arbeitslosigkeit zu kämpfen hat. Conn Hallinan brachte es auf der Internetseite Counterpunch auf den Punkt: »Der Westen führt bereits Krieg gegen den Iran«.

 

Das bringt uns zu der Frage:

Wie weit soll dieser »Krieg mit anderen Mitteln«

noch verschärft werden?

 

 

Es droht eine gefährliche Eskalation

 

Auch wenn Strafsanktionen immer wieder als Alternative zum Krieg dargestellt werden, finden sich in der Geschichte zahlreiche Beweise für das Gegenteil. Oft sind Sanktionen nur das Vorspiel zu militärischen Feindseligkeiten. (Dazu muss man sich nur die Entwicklungen im Irak und die Geschichte westlicher Sanktionen und der dann folgenden Invasionen durch die USA vor Augen führen). Vor kurzem warnte die New York Times in einem Artikel vor genau dieser Entwicklung. Die derzeitige Runde westlicher Strafmaßnahmen, die dem Iran auferlegt wurden, »markiert einen der bisher schroffsten Fälle, bei denen Erdölsanktionen als Zwangsmittel eingesetzt wurden, seit die USA Japan 1940 von Erdölimporten abschnitten. Dieses Experiment schlug fehl: Die Japaner entschieden sich dafür, als erste anzugreifen, bevor sie geschwächt wären«. Aber ähnlich wie der Versuch, die japanische Wirtschaft kurz vor dem Zweiten Weltkrieg zu schwächen, könnte der jetzige Versuch, den Iran über Wirtschaftssanktionen in die Knie zu zwingen, das Land zu einem Präventivschlag bewegen – und damit die endgültige Rechtfertigung für ein umfassendes amerikanisches Vorgehen liefern, um einen »Regimewechsel« zu erzwingen.

 

Und noch eine weitere historische Parallele drängt sich auf: Wie in den 1940er Jahren bahnt heute eine weltweite und tiefgreifende Krise des Kapitalismus dem Krieg den Weg. Schließlich eröffnet Krieg den gewaltsamen Zugang zu neuen Märkten und verheißt Gewinne in Hülle und Fülle im Rahmen des späteren »Wiederaufbaus« nach der vorangegangenen »kreativen Zerstörung«. Und beides ist angesichts eines in Schwierigkeiten geratenen Wirtschaftssystems, das auf grenzenlosem Wachstum und ewiger Ausdehnung beruht, dringend notwendig. Und tatsächlich erhebt diese Verlockung des Krieges inmitten der derzeitigen Krise ihr hässliches Haupt. Die NATO-Intervention in Libyen vor einem Jahr  – Alexander Cockburn bezeichnete sie als »kolonialistischen Blitzeinbruch« – war der erste Beleg dafür, dass die westlichen Eliten auf Krieg als dem Mittel setzten, die derzeitige schwer zu bewältigende kapitalistische Krise zu lösen. Aber die in Libyen eingesackte Beute reichte nicht aus, um wieder ein Wirtschaftswachstum wie vor der Finanzkrise von 2008 zu erreichen.

 

Und hier gerät der Iran ins Visier: Trotz der Sanktionen ist das Bruttoinlandsprodukt des Iran immer noch fünfmal größer als das Libyens; und zudem sitzt das Land auf den drittgrößten Erdölreserven und den zweitgrößten Erdgasvorkommen der Welt. Wenn es gelänge, einen besiegten und »befriedeten« Iran stärker in das von den USA beherrschte kapitalistische System zu »integrieren«, könnte dies potenziell die dringend notwendige Erneuerung des weltweiten Kapitalismus ermöglichen. Und natürlich würde die Kontrolle über die iranischen Energievorkommen den USA und ihren Verbündeten praktisch das Monopol über die Energiereserven der gesamten Nahmittelost-Region in die Hände spielen – ein strategischer Vorteil in dem sich anbahnenden Konflikt mit den konkurrierenden Mächten Russland und China. Vor diesem Hintergrund der Zwänge eines sich erneuernden weltweiten Kapitalismus erklärt sich auch, warum die USA unter dem Vorwand, die Weiterverbreitung von Atomwaffen verhindern zu wollen, ihre Militärpräsenz im Persischen Golf so massiv verstärken. Die Begleitmusik in Form von Äußerungen zu militärischen Feindseligkeiten und dass noch »alle Optionen gegen den Iran auf dem Tisch lägen«, wie sie aus Kreisen der Elite in Washington zu hören sind, sollten daher nicht als »leere Drohungen« missverstanden werden.

 

Denn wir stehen ohne Zweifel

am Abgrund eines umfassenden Krieges.

{Quelle: info.kopp-verlag.de – Ben Schreiner}

 

12 Responses to “Stehen wir kurz vor Ausbruch eines umfassenden Krieges in der Nahmittelost-Region?”

  1. sirius Says:

    Der Krieg ist doch kein Problem. Das Problem ist das mohammedanische Kulturproblem.Dieses muss gelöst werden,sonst wird der Westen islamifiziert.Also es gibt keine Alternative zu einer Abschaffung des Mohammedanismus und seiner Ersetzung.

    • Emanuel Says:

      ein Kommentar aus der HÖlle ? Oder wie soll ein Christ die Worte anders verstehen ?

      „Der Krieg ist doch kein Problem. “ ….. unfassbar .. da spricht Satan persönlich …….. !!!!

      • @Kann Dir nur zustimmen Emanuel

        Dieses muss gelöst werden,sonst wird der Westen islamifiziert.

        Puh welch Worte des Unmutes alles gelöst und der Friede kehrt ein ??

        infiziert wird nur das faul stinkende As
        Menschen bestimmen selbst Ihre Richtung-Europa ist gefestigt-sind wir Verlierer!

        .qAlso es gibt keine Alternative zu einer Abschaffung des Mohammedanismus und seiner Ersetzung.
        Können ihn behalten
        aber umändern zu 70%reicht und bereits-pasta

  2. carma Says:

    inwieweit haben der zweite weltkrieg, die kriege mit japan, korea, vietnam, afghanistan und irak
    die usa hemmunslos bereichert? (bitte nicht vergessen:die libyer und arabische liga erzwangen nato-hilfe!!)
    ersteinmal hat es die amerikaner viele hunderttausend opfer gekostet und enorme finanzielle belastungen verursacht, kriege zu führen, die nicht sie vom zaun gebrochen hatten – auch das taliban-regime in afghanistan und hussein-regime in irak hatten dazu mehr als nur provoziert, gegen sie wurde gezielt vorgegangen, nicht gegen die bevölkerung!! daran ändern auch die zivilen opferzahlen nichts, die leider zu beklagen waren und sind. warum macht denn niemand die fanatischen taliban oder die schergen saddams für das brutalisierte chaos in dieser region verantwortlich?
    die faschistischen und sozialistischen diktaturen in europa vor und nach dem 2.weltkrieg, japans und etlichen anderen ländern haben sich in ein, zwei generationen zu stabilen demokratien entwickelt, was ohne amerikas hilfe und führungsrolle sehr, sehr unwahrscheinlich gewesen wäre. warum wird das geflissentlich unterschlagen, oder hat man es schon vergessen?

    die islamisten (sunnitische muslimbrüder, salafisten, wahabiten) zum einen und die faschistoide schiietische republik iran zum anderen sind die beiden hörner des gleichen satans – ähnlich der nationalsozialistischen und sozialistisch-kommunistischen zange, in die die welt geriet.
    die weniger wirtschaftliche als politische verwicklung mit islamisch geprägten ländern in den letzten zwölf jahren hat amerika in einen verhängnisvollen „kulturkampf“ (der große satan, der israel beschützt) geführt, der sie finanziell und außenpolitisch schwer belastet – sie wirken von den sich rasant verändernden umständen getrieben und reagieren mehr als dass sie noch agieren und strategische ziele vorgeben könnten. das öl in nahost ist für den rest der welt von wesentlich grösserer bedeutung als für die usa selbst, die sich mit ihrer präsenz am golf mehr um die stabilität der weltwirtschaft als um ihre eigene energieversorgung sorgen. da muß europa wohl mehr zittern!

    • Emanuel Says:

      Ich verstehe nicht, warum diese Art der Argumentation immer nur bestimmte Länder und deren zugegebener-massen selbstherrlichen Diktatoren zur Entschuldigung und Begründung der „hineingezwungenen“ Kriege genommen werden . Wenn ihr euch schon so sehr um die „arme unterdrückte Bevölkerung“ der Länder kümmert,die ihr „befreein“ müsst vom Joch der Unterdrückung … warum konzentriert ihr euch dann nicht auch !!! auf Saudi Arabien , Katar und viele andere Unterdrücker ….Länder, in denen Minderjährige mißbraucht werden dürfen, Länder , in denen Christen gequält werden, weil sie Christen sind, Länder, in denen man getötet wird , wenn man sich mit Mohammed kritisch auseinandersetzt .. Diese ekelhafte Doppelmoral kotzt mich langsam an …..

      Wie kann man denn als denkender Mensch, den Täter zum Opfer machen, den Bedrohten zum Bedroher ?
      Wie kann man ein Land, welches über 200 (geschätzte) Atombomben verfügt, welches über die modernsten Mordwaffen dieser Welt verfügt, als bedrohtes Land überhaupt darstellen ??? Das ist schon eigentlich eine absolute Unverschämtheit dem normalen Denken jedes Menschen gegenüber …. Das ist schlimmste Manipulation und Gehirnwäsche vom Feinsten ……

      • carma Says:

        die atomwaffen sind rein defensiv-straregischer natur, als allerletzte zweitschlagsmöglichkeit von u-booten fernab israels (vergeltungschlag-doktrin). gegen konventionelle raketen, kampfjets, artillerie, panzer und v.a. massen von die grenzen stürmenden fanatisierten islam-kriegern können sie naturgemäß nichts ausrichten, wer setzt schon atomwaffen im eigenen grenzgebiet ein?! die arabischen nachbarstaaten sind zusammengenommen militärisch von israel alleine kaum noch zu besiegen, stünde ihnen nicht Gott bei…

  3. Emanuel Says:

    Die ganze Schamlosigkeit und Perversität der Politiker kommt auch in dieser Stellungnahme zum Ausdruck :

    http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/bundesregierung-setzt-auf-china-im-syrienkonflikt-a-845659.html

    • carma Says:

      hmm; die sunnitische mehr als mehrheit hätte es ja auch in der hand gehabt, all die (z.t. ausländischen) rebellen abzustoppen und weiteren aufruhr zu verhindern. dergleichen ist aber in über einem jahr nicht geschehen. sie taten es nicht, weil sie mehrheitlich das regime loswerden wollten, egal wie und mit welchen mitteln. wäre assad und sein clan sunniten, sähe es wohl kaum anders aus, wie man aus den anderen umstürzen weiß. jetzt kommen natürlich alle aleviten in geiselhaft, der volkszorn möchte sich an ihnen stellvertretend abreagieren. egal wo da die sympathien stehen, assad könnte sich zukünftig nur noch mit brutalster gewalt im lande behaupten, für eine aussöhnung irgendwann mal ist der riss schon viel zu tief!
      es war nur eine frage der zeit, bis die schweren fehler aus der regierungszeit assads senior gerächt würden. soetwas vergessen und verzeihen moslems auf tausend jahre nicht!
      faktum ist, dass man den spieß auch mit militärischer schützenhilfe des auslands (russland/china) nicht mehr zu gunsten assads wenden kann, ohne zukünftig noch diktatorischer das land zu regieren, bei permanenter lebensgefahr für die minderheiten und assads selbst. das putin u. co das nicht so eng sehen, war nicht anders zu erwarten – die aufgebrachte muslimische welt von marocko bis indonesien würde aber auch sie dazu zwingen, das regime fallen zu lassen!
      der sunnitisch-islamische mob könnte auch für russland und china das leben zur hölle machen,
      putin hat sich bei ihnen alle symphatien verspielt – und auch iran „liebt“ in nur temporär und aus taktischen gründen…
      diese und sicherlich noch viele andere gründe haben den „westen“ dazu bewogen, bewusst einseitig der sunnitischen mobilmachung nichts entgegenzusetzen oder sogar zu ermuntern. ob es klug war, auf ein wildes pferd zu setzen, dass sich auch vom westen nicht reiten lassen will, werden wir bald erfahren…

      • carma Says:

        sorry, der tippteufel hat wieder zugelangt; man sollte soviele finger haben wie es tasten gibt, inklusive angeborener rechtschreibprüfung – ist evolutionär sicherlich schon angedacht?..

      • Emanuel Says:

        Die “ Rebellion “ ist eine von außen finanzierte und politisch vom Westen gewollte Terroristen-Aktion. Ohne den Westen und Saudi-Arabien, gebe es keinen Aufstand in Syrien ….

  4. Christina Says:

    Anscheinend kann kein amerikanischer Präsident ohne Krieg leben! Ich hasse diese Kriegsversessenheit der USA. Was haben sie in anderen Kontinenten überhaupt verloren??


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