kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Hl. Jungfrau Maria möge Clowns und Putins Gegnern beistehen 20. Juli 2012

Einsortiert unter: Von hier und dort — Knecht Christi @ 12:55

 

Hunderte Clowns pilgern in die Kirche

 

Clowns in den buntesten Kostümen auf dem Weg in die Kirche – eine eher ungewöhnliche Vorstellung. Doch in Mexiko pilgern jährlich hunderte Clowns zur Basilika der Jungfrau von Guadalupe. Der Grund ist so simpel, wie ungewöhnlich. Das Video im Wortlaut: Clowns in den buntesten und unterschiedlichsten Kostümen auf dem Weg in die Kirche: Das ist eine eher ungewöhnliche Vorstellung. Mehr…  In Mexikos Hauptstadt passiert das jedes Jahr. Hunderte Clowns pilgern dann zum wichtigsten Heiligtum des Landes, der Basilika der Jungfrau von Guadalupe. O-Ton: Nina, Mitglied Mexikos Clown Club „In der Basilika der Jungfrau werden wir die Messe hören. Das machen wir jedes Jahr, weil wir Jungfrau Maria für die Arbeit danken wollen, die wir das ganze Jahr über hatten.” Viel Krach machten Mexikos Clowns auf dem Weg zur Kirche – das gehört zum Fröhlichsein dazu. Die Basilika der Jungfrau von Guadalupe ist eine der größten Kirchen der Welt und zieht pro Jahr rund 20.000 Pilger an. Die Clowns sind wohl die schönsten von ihnen und in jedem Fall die lautesten.

 

 

 Überfallmässiger Auftritt: Pussy Riot bei ihrer Performance in der Saviourkathedrale in Moskau. (21. Februar 2012)

 

 

«Mutter Gottes, erlöse uns von Wladimir Putin»!

 

 

Drei Mitglieder der russischen Frauenband Pussy Riot stehen vor Gericht,

weil sie in der Moskauer Christerlöserkathedrale ein «Punkgebet»

gegen Präsident Wladimir Putin aufgeführt haben.

 

Seit Anfang März sitzen die jungen Frauen in Untersuchungshaft, heute Freitag beginnen die ersten Anhörungen. 3000 Seiten Akten hat die russische Staatsanwaltschaft gegen Marija Aljochina (24), Jekatarina Samuzewitsch (30) und Nadja Tolokno (23) gesammelt. Dabei ist der Tatbestand schnell erzählt: Die Punkerinnen stürmten im Februar in grellen Gewändern und mit ebenso farbigen Masken vor dem Gesicht die Christerlöserkathedrale im Herzen Moskaus. Sie bauten sich blitzschnell vor dem Hochaltar auf, wo sich eigentlich nur Popen aufhalten dürfen, warfen sich auf die Knie und baten mit zarten Stimmchen und in liturgischer Tonart die Mutter Gottes, sie von Putin zu erlösen. Dann sprangen sie auf und schrien unter wilden Tänzen und Rhythmen: «Der Patriarch glaubt an Putin. Er würde besser an Gott glauben. Der Chef des KGB ist sein grösster Heiliger.» Der Spuk dauerte nur gerade 41 Sekunden, dann zogen die jungen Frauen wieder ab. Doch im Internet entwickelte sich das Filmchen zu einer endlosen Anklage gegen Kirche und Kreml – vor den Augen Hunderttausender.

 

 

Patriarch schwärmt für Putin

 

Das war dem Patriarchen zu viel. Er schimpfte gegen den Verfall der Sitten, gegen antiklerikale Kräfte und «aggressiven Liberalismus». Patriarch Kyrill ist arg in die Kritik geraten durch sein bedingungsloses Lob für Wladimir Putin: Dieser habe in Russland während seiner 12 Jahre an der Macht ein Wunder bewirkt, schwärmte er vor der Präsidentenwahl. Damit machte sich der Kleriker zur Zielscheibe der neuen russischen Oppositionsbewegung: Im Internet tauchten Bilder auf, die ihn mit einer Schweizer Uhr im Wert von rund 40’000 Franken zeigen, die auf den offiziellen Fotos wegretuschiert wurde – peinlicherweise ging dabei das Spiegelbild der Luxusuhr auf seinem blank gewienerten Schreibtisch vergessen. Kyrill lässt keinen Aufruf zur Milde gegen «diese Gotteslästerung» gelten, wie er auch aus orthodoxen Kreisen kam. In einem Brief forderten Tausende Gläubige den Patriarchen auf, Milde walten zu lassen. Zwar sei es natürlich falsch, die Kirche für einen solchen Auftritt zu missbrauchen, doch sei es genau so falsch, die Frauen, von denen zwei kleine Kinder haben, deshalb ins Gefängnis zu stecken. «Diese Leute glauben nicht an die Macht des Gebets», hielt Kyrill dagegen. «Sie glauben an die Macht von Propaganda, die Macht von Lügen und Verleumdung, an die Macht von Internet und Massenmedien, an die Macht von Geld und Waffen.» Putin sprang seinem Freund, dem Patriarchen, umgehend bei und nannte die Aktion kurz und bündig widerlich.

 

 

Gegen den Kult der Macht

 

Und die Staatsanwaltschaft folgt, wie immer in solchen Fällen, ganz der Vorlage des Kremls: Pussy Riot habe sich gegen die ganze christliche Welt gestellt, heisst es in der Anklageschrift. Sie hätten versucht, Traditionen und Dogmas der orthodoxen Kirche zu diskreditieren, und ihren religiösen Hass und die Feindschaft gegenüber der Christenheit erklärt. Deshalb müssen sich die drei Frauen wegen Hooliganismus, was in Russland von Rempeleien bis zu rassistischen Mordattacken so ziemlich alles umfassen kann, und wegen des Schürens religiösen Hasses verantworten. Darauf stehen bis zu sieben Jahre Haft. Und Gnade können die Angeklagten keine erwarten. Der Kreml zeigt sich immer repressiver gegen alle, die nicht seiner Meinung sind. Und das sind die drei Frauen definitiv nicht. Die Punkgruppe sieht sich als dritte Welle des Feminismus. Sie kritisiert Diktatur, Chauvinismus und den Kult der Macht. Sie fordert Gedankenfreiheit und kämpft gegen die traditionelle Rollenteilung. Putin werfen die Mitglieder von Pussy Riot vor, ein Macho zu sein. Seit einem Jahr machen sie diese überfallmässigen Auftritte: Sie tauchen aus dem Nichts auf, tanzten auf dem Dach eines Moskauer Trolleybusses, in einer Metrostation. Auf dem Roten Platz sangen sie: «Putin hat Angst, er hat sich in die Hosen gemacht».

 

 

Mit ihrem «Punkgebet» gegen Putin verliess das Glück die jungen Frauen.

Zuvor waren sie lange unbehelligt geblieben.

 

Das etwas vulgäre Stück entstand auf dem Hintergrund der Massenproteste gegen Wahlfälschungen letzten Winter, an denen die Frauen ebenfalls teilgenommen haben. Nadja Tolokno, die jüngste der drei Angeklagten, trat dabei auch als Rednerin auf. Trotz ihrer Frechheit blieben die Sängerinnen lange unbehelligt. Sie hätten eben schnellere Beine als die Polizisten, lachte eines der Bandmitglieder über die Behörden. Doch mit ihrem «Punkgebet» gegen Putin verliess das Glück die jungen Frauen. Offenbar will der Kreml mit einem harten Urteil ein Exempel statuieren an den aufblühenden Untergrundzirkeln junger Russen, die der Obrigkeit Widerstand leisten – oder noch schlimmer: sie einfach lächerlich machen. Nadja Tolokno hat vor zwei Jahren bei einer Protestaktion eine Büchse mit Kakerlaken in das Gerichtsgebäude geworfen, in dem sie heute Freitag vor dem Richter stehen wird. Und neben Pussy Riot ist sie auch in der Gruppe Woina (Krieg) aktiv, die in Petersburg unlängst bei Nacht und Nebel einen Riesenphallus auf eine Brücke über den Fluss Newa gemalt hat. Als diese hochgezogen wurde, zeigte er geradewegs auf den Sitz des örtlichen KGB – natürlich vor den Augen der versammelten russischen Internetgemeinde. {Quelle: bazonline.ch – Tages-Anzeiger – Von Zita Affentranger}

baz.online

 

3 Responses to “Hl. Jungfrau Maria möge Clowns und Putins Gegnern beistehen”

  1. Ivanfi Sagt:

    Vergiss deine antirussische Propaganda!

  2. Emanuel Sagt:

    Gegen Rußland und China zu hetzen ist ein wichtiger Bestandteil des Plans der Bilderberger und Co. ihre “neue Weltordnung” umzusetzen …..

  3. Christina Sagt:

    Sehr mieser Artikel, der den orthodoxen Gläubigen und der Kirche in Russland in den Rücken fällt! Der russische Patriarch ist ein Mahner und wunderbarer Prediger, der Russland vor dem moralischen Verfall des Westens bewahren will!!
    Glaubt mal nicht dieser miesen antirussischen Propaganda!


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