kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Neonazis in Nadelstreifen 19. Juli 2012

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 15:03


Antifaschisten wollen neuerliche Provokationen von »Pro Deutschland« im August in Berlin verhindern.

 

 

Ein Gespräch mit Anja Clemens, 

Sprecherin der Antifaschistischen Revolutionären Aktion Berlin

(ARAB)

 

 

 

 

 

Die extrem rechte Splitterpartei »Pro Deutschland« will vom 17. bis 19. August an verschiedenen Orten in Berlin aufmarschieren und vor Einrichtungen und Treffpunkten von Muslimen und Linken demonstrieren. Wie wird die linke Szene auf diese neuerlichen Provokationen reagieren?
In jedem Fall adäquat. Wir als Gruppe rufen selbstredend dazu auf, die geplanten Kleinaufmärsche dieser Gruppierung im breiten Bündnis mit anderen Antifaschisten und Neonazigegnern zu verhindern.

Glauben Sie – vor dem Hintergrund der in der BRD gesellschaftlich weit verbreiteten Vorurteile gegen Muslime und ihrer Stigmatisierung – tatsächlich, viele Menschen zu Protesten animieren zu können?
Ich bin durchaus optimistisch. Das Gros der Menschen in Berlin weiß, wer sich hinter dem recht unverfänglich wirkenden Label tatsächlich verbirgt.

Nämlich?
Dort sind vielerorts Personen aktiv, die zuvor bei anderen extrem rechten Organisationen und auch bei eindeutig neofaschistischen Parteien mitgemischt haben. So etwa in der NPD, der Deutschen Liga für Volk und Heimat oder auch bei der Deutschen Volksunion (DVU). In Einzelfällen bestanden offenbar auch Kontakte zu militanten Neonazikameradschaften. Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger, SPD, hat »Pro NRW« in der Vergangenheit gar als »Neonazis in Nadelstreifen« bezeichnet. Zwar konzentriert sich die Partei maßgeblich auf das Schüren von antimuslimischem Rassismus und hetzt seit ihrem Bestehen gegen die politische Linke. Erfahrungen aus Köln, wo die Keimzelle der selbsternannten »Bürgerbewegung« besteht, belegen jedoch, daß dies den extremen Rechten beileibe nicht genügt. So sind in den vergangenen Jahren in Köln – aber auch anderswo – auch Sinti und Roma, Schwule und Lesben, Prostituierte und HIV-Infizierte Opfer der Tiraden dieser Gruppierung geworden. Der Haß gegen sogenannte Minderheiten geht also weit über das von den westlichen Kulturkriegern gepflegte »Feindbild Moslem« hinaus.

 

 

 

Sowohl »Pro Deutschland« als auch die lokalen Ableger dieser Splitterpartei sind stets bemüht, mit großspurigen Ankündigungen für mediales Aufsehen zu sorgen …
Ja, das läuft regelmäßig nach dem gleichen Muster ab. Großspurig werden mal internationale, mal bundes- oder auch landesweite Aktionen ankündigt, an denen mit Ausnahme einzelner weniger Aufmärsche vor einigen Jahren in der Realität meist weniger als hundert Rassisten teilnahmen. Im Ruhrgebiet war etwa wiederholt zu beobachten, daß »Pro NRW« seine Mitglieder mit Bussen zu Hetzkundgebungen vor Moscheen ankarrte und an einem Tag mehrere Städte mit den gleichen Personen ansteuerte. Ohne, daß es vor Ort überhaupt eine Verankerung der rassistischen Partei gegeben hätte. Man sollte den Kleinstaktionen von »Pro Deutschland« übrigens auch nicht zu viel Aufmerksamkeit schenken und den rechten Kulturkriegern dadurch mehr Öffentlichkeit organisieren, als sie eigentlich verdient hätten. Trotz alledem ist es natürlich ebenso notwendig, gegen die Hetzkampagnen dieser Partei auf die Straße zu gehen und die Gefahr, die von dem unter anderem von »Pro Deutschland« propagierten antimuslimischen Rassismus ausgeht, deutlich zu thematisieren sowie den Widerstand dagegen zu organisieren.

 

 

 

 

Im übrigen, und da beziehen wir im Gegensatz zu manchen anderen Berliner Antifagruppen klar Position,

wollen wir gemeinsam mit Musliminnen und Muslimen

gegen diesen braunen Mob auf die Straße gehen.

 

 

Ist die Gefahr, die vom antimuslimischen Rassismus der Mitte der Gesellschaft ausgeht, nicht wesentlich größer als die der Kampagnen von »Pro Deutschland«?
Natürlich ist der gegen Muslime gerichtete Rassismus eines SPD-Mitgliedes Thilo Sarrazin allein aufgrund seines Verbreitungsgrades gefährlicher. Wenn »Pro Deutschland« jedoch – wie bei vergangenen Wahlkämpfen geschehen – ganze Straßenzüge mit Hetzplakaten überschwemmt, darf die Wirkung, die das auf die Bevölkerung hat, auch nicht unterschätzt werden. Klar ist jedoch, weite Teile des politischen Mainstreams in diesem Land und »Pro Deutschland« sind jeweils eine Seite der gleichen Medaille. {Quelle: www.jungewelt.de – Interview: Markus Bernhardt}

 

 

 

3 Responses to “Neonazis in Nadelstreifen”

  1. Bernhardine Says:

    Wer bezeichnet denn „Pro Deutschland“ als Rassisten?
    Linke Faschisten!

    Islam ist eh keine Rasse, sondern eine mörderische Ideologie!

    Innenminister Jäger geht gerne zum Tee zu radikalen Moslemgruppen, auch nach der Salafistenschlacht in Bonn.
    Wer weiß, wer ihn von der Islamlobby schmiert?!

  2. Johannes Says:

    „Der neue Faschismus wird nicht sagen: ´Ich bin der Faschismus´. Er wird sagen: ´Ich bin der Antifaschismus!“ (Ignazio Silone, 1900-1978, Sozialist und Schriftsteller).

    Das Gleiche finden wir in der Behauptung „Islam heiße Frieden“!

    Im neuesten Verfassungsschutzbericht 2011 wird bestätigt, dass der Islam die größte Gefahr für unsere freiheitlich-demokratische Ordnung darstellt.

    Danach folgen gleich die Linken/Autonomen, die unseren Staat ebenso verneinen und bekämpfen. Hier hat der Anteil an den Gewalttaten die Rechten bei weitem übertroffen. Viele ungeklärte Sachbeschädigungen (Autos abfackeln, Wände beschmieren etc.), die nicht aufgeklärt werden konnten, kommen noch hinzu, werden ihnen aber nicht angelastet, weil das die Statistik dann nicht „politisch korrekt“ wäre. (siehe u.a. http://www.pi-news.net)

  3. Andre Says:

    Ich bin Aktives ProDeutschland Mitglied
    Ich bin in der GermanDefenceLeague http://www.facebook.com/germandefenceleague
    ich bin Proisraelisch
    und ich bin Admin des Antiislamforums Forums Reconquista Europa http://www.reconquista-europa.com/forum.php
    Ich sorge für Möglichst weite Verbreitung der Berichte auf Kopten ohne Grenzen!

    wenn ich diesen unkommentierten Hetzartikel lese

    bin ich also ein Nazi und Rassist

    Danke an Kopten ohne Grenzen ich sollte mir mein Engagement für euch _ Islamfreunde wie ihr nach diesem Artikel anscheinend seid! mal überdenken

    Nur um zu zeigen das dieser Nadelstreifennazi nicht anonym ist

    Andre Sieg
    31311 Uetze
    Siekskamp 5
    andresieg@online.de


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