kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Im Gefängnis-Chor gewinnen Häftlinge ihr Selbstvertrauen zurück – und finden zu Gott 17. Juli 2012

Filed under: Werte für Jugend — Knecht Christi @ 20:18


San Quentin in Hannover

 

Schon Johnny Cash bewies, dass Musik das Leben von Menschen hinter Gittern ändern kann:

1958 spielte er in einem Gefängnis.

Merle Haggard sah zu – und wurde nach Ende seiner Haft selber ein erfolgreicher Country-Star.

Am Stellenwert von Gitarre und Gesang für Häftlinge hat sich nichts geändert.

 

Johnny Cash at San Quentin: legendäres Live-Konzert

 

Seine Freude am Singen ist Ingolf H. anzusehen, wenn er aus voller Brust auf Englisch zum „Halleluja“ ansetzt. „Der Gospel-Chor ist eine willkommene Abwechslung“, sagt er. Der 49-Jährige verbüßt in der Justizvollzugsanstalt Sehnde vor den Toren Hannovers eine mehrjährige Haftstrafe. Doch jeden Sonntag kommt er mit acht Mitstreitern in die Gefängniskirche und singt Gospels. „Es ist einfach etwas anderes, als in der neun Quadratmeter großen Zelle zu sitzen.“ Auf seine Chor-Leidenschaft ist er ein wenig stolz: „Wir haben über 85 Lieder im Repertoire“. Auch über seine Vergangenheit spricht er offen: Sieben Jahre wegen Totschlags hat er bekommen. „Im Suff hatte ich die Kontrolle verloren.“ Heute, so beteuert Ingolf H., würde er keinen Tropfen Alkohol mehr anrühren. Die Zeit im Knast habe ihn verändert – und auch gezeichnet. „Vor allem vermisse ich meine Familie.“ Halt und Kraft fand er im christlichen Glauben, wie er erzählt. „Meine Beziehung zu Gott ist in der Haft noch intensiver geworden.“ Auf seiner Zelle zünde er von Zeit zu Zeit eine Kerze an und lese in den Psalmen. „In Your Name We are here“ singt er im Gospelchor.

 

 
„Ich habe einen professionellen Anspruch“

 

Die Songs hat Gerhard Dierks mitgebracht, evangelischer Pastor und Chorleiter. Seit acht Jahren steht er den Häftlingen als Seelsorger zur Seite. Und verschafft den Sängern ein Stück Freiheit im streng geordneten Gefängnisleben, denn Vollzugsbeamte sind während der Proben nicht dabei. Die Gefangenen lernten, sich gegenseitig zu respektieren und sich in eine Gruppe zu integrieren: „Sie stellen hier mitunter ihr eigenes Ego zurück“. In der Gospel-Band, die den Chor begleitet, spielen nur zwei Musiker: Während Dierks zur Gitarre greift, gibt Häftling Sven B. unüberhörbar den Rhythmus vor: Mit großer Leidenschaft wirbelt er auf dem Schlagzeug. „Ich habe einen professionellen Anspruch“, sagt der 44-Jährige, auf dessen Konto mehrere Raubüberfälle gehen. Die Taten habe er begangen, um seine Drogensucht zu finanzieren. Er hofft, im Herbst in eine Therapie entlassen zu werden. Sven B. bezeichnet sich selbst als „zweifelnden Christen“. Er ist sich sicher, dass Gott an einigen Stellen seines Lebens „die Hände im Spiel“ gehabt haben müsse. „Und in mir habe ich die tief verwurzelte Vorstellung, dass es nach dem Tod etwas geben muss.“ In den vergangenen beiden Jahren habe er sich intensiv mit den Themen Schuld und Verantwortung auseinandergesetzt. Der Gefängnisseelsorger und die Musik seien ihm wichtige Stützen gewesen, das auszuhalten.

 

 
Fürs Leben lernen

 

Dierks bezieht in die Chorarbeit bewusst die Welt außerhalb der Gefängnismauern ein, in die die Gefangenen eines Tages entlassen werden: In Zusammenarbeit mit der hannoverschen Gospelkirche, an der sein Bruder eine Pfarrstelle hat, nahm der Chor bereits vor zwei Jahren eine eigene CD auf. Im Herbst soll die ungewöhnliche Kooperation wieder aufleben. Für Sven B. steht schon jetzt fest, dass er nach seiner Entlassung in der Gospelkirche als Schlagzeuger spielen möchte. Auch Mirko L. (33) berichtet, dass er im Chor fürs Leben lerne: „Vor drei Jahren habe ich noch kein einziges Wort Englisch gesprochen. Inzwischen kenne ich durch die Lieder viele Vokabeln.“ Außerdem habe er mit den Auftritten vor den anderen Häftlingen an Selbstvertrauen gewonnen. „Früher war ich ein Einzelgänger“, sagt Mirko L., der ungefähr die Hälfte seines bisherigen Lebens in Jugendarrest und Justizvollzug verbracht hat. Inzwischen habe er aber erkannt, dass er die ihm gebotenen Chancen nutzen sollte. Genau dazu will Pastor Dierks die Insassen mit seinem Gospel-Angebot ermutigen. „Ein Häftling ist für mich in erster Linie ein Mensch, der mit seinen Ängsten, Sorgen und Nöten umgehen muss“. {Quelle. www.domradio.de}

 

Frankfurter Flughafen

 

 

Führender Salafist am Flughafen verhaftet

 

Einer der mutmaßlich führenden Köpfe der deutschen Salafisten-Szene ist am Frankfurter Flughafen verhaftet worden. Zuvor war er von der Türkei ausgeliefert worden.

 

München/Stuttgart: Er war untergetaucht – aber nun ist er doch in die Hände der deutschen Justiz gelangt: Die Türkei hat einen der mutmaßlich führenden Köpfe der deutschen Salafisten-Szene an die Bundesrepublik ausgeliefert. Die Polizei nahm ihn bei seiner Ankunft am Frankfurter Flughafen fest. Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft bestätigte am Samstag einen entsprechenden „Focus“-Bericht. Dem Mann, der nach Angaben der Zeitschrift vor drei Jahren untergetaucht war, wird die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Er soll Islamisten für den Dschihad in Afghanistan angeworben haben, darunter den inzwischen inhaftierten Terroristen der sogenannten Sauerland-Gruppe, Daniel Schneider, und den 2010 durch pakistanische Truppen getöteten Eric Breininger. {Quelle: www.spiegel.de}

 

 

 

Türkei liefert Salafisten an Deutschland aus

 
Am Frankfurter Flughafen ist einer der mutmaßlich führenden deutschen Salafisten verhaftet worden. Er war von der Türkei ausgeliefert worden. Der Vorwurf: Der Mann soll Islamisten angeworben haben. Einer der mutmaßlich führenden Köpfe der deutschen Salafisten-Szene ist von der Türkei ausgeliefert und am Frankfurter Flughafen verhaftet worden. Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft bestätigte einen entsprechenden Bericht des „Focus“. Dem Mann, der nach Angaben des Magazins vor drei Jahren untergetaucht war, wird die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Er soll Islamisten für den Dschihad in Afghanistan angeworben haben, darunter den inzwischen inhaftierten Terroristen der sogenannten Sauerland-Gruppe, Daniel S., und den 2010 durch pakistanische Truppen getöteten Eric B.. {Quelle: www.welt.de}

 

One Response to “Im Gefängnis-Chor gewinnen Häftlinge ihr Selbstvertrauen zurück – und finden zu Gott”

  1. G.K. Says:

    Führender Salafist am Flughafen verhaftet

    Einer der mutmaßlich führenden Köpfe der deutschen Salafisten-Szene ist am Frankfurter Flughafen verhaftet worden

    belebende Zeiten–

    http://www.focus.de/politik/schlagzeilen/nid_107831.html


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