kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Immer wieder das Paradies … Immer wieder die Hölle! 15. Juli 2012

Filed under: Islamischer Terror — Knecht Christi @ 15:57

Salafisten auf ihrem brutalen Dschihad in Pforzheim

 

Eine Dokumentation der ARD zeigt,

wie erfolgreich und aggressiv Salafisten in Deutschland

junge Menschen umwerben.

Die radikalen Missionare wollen einen Glaube

wie zu Zeiten Mohammeds.

 

 

Im Netz der Salafisten

 

 

Immer wieder das Paradies. Immer wieder die Hölle. „Wenn einem ein Unfall passiert, dann kommt man ins Paradies. Die anderen kommen in die Hölle“, sagt die Schwester einer jungen Frau, die Katharina genannt wird und mit 20 bei ihren Eltern auszog, um sich fortan ganz dem Islam in der Interpretation der Salafisten hinzugeben. In Frankfurt am Main, bei einer der umstrittenen Koranverteilungen der jüngeren Vergangenheit, steht ein blutjunger Bursche am Stand, er sagt in die Kamera, immer wieder: „Wenn Sie den Islam kennen und ihn ablehnen, dann kommen Sie in die Hölle“, bis ihn ein älterer Funktionär zur Seite nimmt: Das reicht„. Wenn Abu Abdullah, einer der führenden Köpfe des Netzwerks Die wahre Religion„, in einem Internetvideo vom Paradies spricht, dann kommen ihm die Tränen. So schön sei es dort, so wunderbar, dass die Menschen es sich gar nicht vorstellen können, das habe Allah versprochen. Es sind archaische Gegensätze, die aufeinanderprallen in der Dokumentation „Im Netz von Salafisten“, die Eric Beres und Fritz Schmaldienst für den SWR gedreht haben, auch auf Basis von Recherchen für das Politmagazin „Report Mainz“. Es sind aber auch Glaubenselemente, die vielen Religionen in ihren fundamentalistischen Strömungen eigen sind. Für die spezielle Auslegung der Salafisten, für deren Geschichte und Entstehung, für deren Verhältnis zu den anderen Richtungen des Islams interessieren die Autoren sich nicht. „Einen Glauben wie zu Zeiten Mohammeds“ wollten die Salafisten, heißt es einmal. Das weckt schauderhafte Vorstellungen von einem jahrtausendealten Gesellschaftsbild. Aber es erklärt wenig.

 

 

Im Krieg der Bilderproduktion

 

Beres und Schmaldienst haben einen Warnfilm gemacht, eine Materialsammlung zusammen getragen, die zeigen soll, welche Gefahr diese Gruppierung für die westliche Gesellschaft bedeutet. Und zweifelsohne: Eigenes von dem, das sie gefunden haben, ist zum Gruseln: „Mitten in der islamischen Umma ein paar verfluchte Juden, und 1500 Millionen Muslime um sie herum. Wenn die alle einmal spucken, dann ertrinken die“, hört man Abu Abdullah geifern. Und Pierre Vogel, wie Abdullah aus dem Rheinland und so etwas wie der Popstar der Salafisten, tönt: Wie werden in zwei Jahren die Stadteile so entasozialisieren, wie sie noch nie gewesen sind„. Entasozialisieren – das klingt nach einer der Säuberungsphantasien, die gerne einmal im Massenmord enden. Es ist ein Propagandakrieg, in den die Autoren sich werfen, und es ist ein Krieg der Bilderproduktion. Wo die Filmemacher auftreten, wird zurückgefilmt, mit Camcordern oder Handykameras, eine beliebte Einschüchterungsstrategie radikaler Islamisten. Durch ihre Dokumentation geistern immer wieder Videos von einschlägigen Webseiten, in denen Prediger und Konvertiten die in der Öffentlichkeit sorgsam zurechtgerückten Masken fallen lassen. Wenn Allah uns eine Sache verbietet, dann rechtfertigen wir das nicht vor den anderen Leuten„, stellt der Berliner Salafist Ahmad Abul Baraa hier etwa klar. Vielleicht ist es ein Glück, vielleicht auch ein Fluch, dass im Netz nun Dinge zu finden sind, die man einander früher höchstens hinter verschlossenen Türen zuraunte.

 

Manchmal wirkt der SWR-Film wie ein besonders dickes Ausrufungszeichen, das aus der Flut der Bilder heraus entschlossen den Zeigefinger heben will, ein Gegenschlag der alten Medien, der mit aller Kraft geführt wird gegen die Kakophonie der neuen Kommunikationswege.

 

Kinder ziehen in den Dschihad

 

Es ist aber auch ein Film über Abwesende, über Menschen, von denen es höchstens noch alte Fotos gibt. Über Katharina etwa, die gar nicht Katharina heißt und der in einer Pforzheimer Moschee ein Vormund bestellt wurde. Ihre Eltern sind fassungslos, die Dokumentation auch. Sie wurde dort offen und freundlich aufgenommen„, sagt ihr Vater, es ist, neben dem Versprechen eines jenseitigen Paradieses und der Drohung ewiger Höllenqual, einer der wenigen Erklärungsversuche für das scheinbar Unerklärliche. Beatrix Reinders verlor ihren Sohn Danny ebenfalls an die Salafisten, er hielt sich ab 2007 immer öfter im Dunstkreis der Al Nur Moschee in Neukölln auf, irgendwann brach er die Schule ab, weil ihm dort kein Gebetsraum zur Verfügung gestellt wurde. Ende September zog er in ein Camp nach Waziristan, ins afghanisch-pakistanische Grenzgebiet, im Frühjahr 2010 kommt er bei einem Gefecht mit der Armee ums Leben. Es ist wichtig, diese Geschichten zu erzählen. Aber Beres und Schmaldienst scheinen von all dem nicht nur genauso erschüttert wie die Angehörigen selbst, sie bedienen sich auch der Guerilla-Methoden eines Michael Moore: Dem Gegner auflauern und dann hoffen, dass er sich selbst entlarvt. So fahren sie mehrfach zur Pforzheimer Moschee, wo man nicht mit ihnen reden will. Sie fahren zum islamischen Kulturzentrum Mesdschid Sahabe, wo man nicht mit ihnen reden will. Sie lauern den deutschsprachigen Hasspredigern aus dem Internet auf, die nicht mit ihnen reden wollen. Irgendwann wird all dies so vorhersehbar und redundant, dass man nicht nur den Salafisten, sondern auch den Autoren eine gewisse Sturheit vorwerfen muss. Dem Phänomen des religiösen Fanatismus ist so jedenfalls nicht beizukommen: Anders als die Gegenseite predigen Beres und Schmaldienst nur zu den Bekehrten.

 

Im Netz von Salafisten – Wie radikale Muslime junge Menschen verführen„,

am Montag (16.7.) um 22:45 in der ARD

 

{Quelle: www.welt.de – Von Tim Slagman}

 

One Response to “Immer wieder das Paradies … Immer wieder die Hölle!”

  1. Ad Says:

    Europas neue Verfassung braucht keine Religion

    Aber selbstverständlich wird ein Personalchef beide Augen zudrücken, wenn ein Angestellter übernächtigt ins Büro kommt, weil er seine kranke Frau pflegen mußte. „Gnade, Barmherzigkeit, Umkehr, Liebe und Versöhnung kommen in der Logik der Modernisierung säkularisierter Gesellschaften nicht vor“, meint einer der Autoren. Der Personalchef weiß es besser. Gerade eine moderne Gesellschaft muß Fehler ausbügeln, Konflikte beilegen und Unrecht ausgleichen können. Aus diesem Grund hat sie Reintegration und Rehabilitation erfunden. Ihre Methoden, Fehler zu invisibilisieren, müssen jedoch flexibler und diskreter sein als religiöse Riten, und sie sind es auch. Aber das müssen Theologen erst noch lernen.

    Trotzdem, ein gelungenes Werk. Es erklärt nicht nur ein vielschichtiges Problem, es zeigt sogar, daß Europa mehr verlangt als eine konfessionell ausgewogene Darstellung.

    Der Unterschied zwischen katholischem
    und evangelischem Standpunkt könnte deutlicher nicht markiert werden. Für den Katholiken Schneider ist die europäische Einigung im Grunde ein katholisches Projekt, der Protestant Jörg Winter will ihr nur nähertreten, wenn und insoweit sie Menschenwürde und Menschenrechte fördert.
    Beide Standpunkte lassen sich unschwer aus den unterschiedlichen Einstellungen der Konfessionen zum positiven Recht ableiten, freundlich die Katholiken, eher gequält die Protestanten. Die Einstellung der Theologien zum positiven Recht und zur religiös delegitimierten Politik thematisieren die Autoren jedoch nicht. Sie behaupten einfach, Politik sei auf Religion angewiesen.

    Da die Europäische Union versprochen hat, die Kirchen in Ruhe zu lassen, scheint eine Erörterung des Verhältnisses zwischen Religion und gesetztem, jederzeit änderbarem Recht auch nicht erforderlich zu sein.
    Nur bleibt das Staatskirchenrecht dann national gebunden. National mag man behaupten, Staat und Kirchen trügen „gemeinsame Verantwortung für den Menschen“. Ob ein englischer oder französischer Politiker das versteht, ist zu bezweifeln. Aber es geht um mehr als politische Geographie, es geht um Modernität, und in der gibt Funktionserfüllung den Ausschlag. Deshalb wird die katholische Soziallehre kaum Eingang in die Köpfe von Personalchefs finden, wenn sie den „Vorrang der Person vor der Sache“ predigt


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