kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Moslembrüder in Jordanien und in Tunesien 14. Juli 2012

Filed under: Moslembrüder — Knecht Christi @ 21:50

Anhänger der Muslimbrüder in Jordanien © AFP

Jordanische „Moslembrüder“ wollen Wahlen boykottieren

 

Amman (AFP): Die jordanischen Muslimbrüder wollen die vorgezogenen Parlamentswahlen boykottieren. Die größte Oppositionsgruppe in dem Königreich begründete ihren Entschluss mit dem Mangel an Reformen. „Dem Regime ist es nicht gelungen, dem Verlangen der Jordanier, darunter der islamistischen Bewegung, nach Reformen zu erfüllen“, sagte die Nummer Zwei der Muslimbrüder, Saki Bani Rscheid, der Nachrichtenagentur AFP. Die nächsten Parlamentswahlen stehen eigentlich erst für 2014 an, doch König Abdullah II. hat vorgezogene Neuwahlen angesetzt, um der Forderung der Bevölkerung nach Reformen nachzukommen. Ein Datum für den Urnengang wurde aber noch nicht festgesetzt. Die Islamisten hatten bereits aus Protest gegen das Wahlsystem, das aus ihrer Sicht die dem König treu ergebenen ländlichen Regionen bevorzugt, die letzten Parlamentswahlen 2010 boykottiert. Die Muslimbrüder und andere Oppositionsparteien demonstrieren in Jordanien regelmäßig für politische und wirtschaftliche Reformen. Insbesondere verlangen sie, die Umwandlung des Staates in eine parlamentarische Monarchie, in welcher der Ministerpräsident nicht länger vom König ernannt, sondern vom Parlament gewählt wird. {Quelle: www.dtoday.de}

 

Verschleierte Frauen bei einer Veranstaltung der ultra-konservativen Salafisten-Partei  (Foto: AFP) (Klick führt weiter zum nächsten Bild)

Ganz anders das Bild bei einer Veranstaltung der radikalen Salafisten-Partei, die die Scharia einführen will.

 

 

Hamas-Chef bei Kongress von tunesischer Ennahda-Partei gefeiert
 

Erster Parteitag der regierenden Islamisten seit 1988

 

Beim Kongress der in Tunesien regierenden islamistischen Ennahda-Partei ist der Chef der radikalislamischen Hamas, Chaled Meschaal, mit Jubel empfangen worden. Rund 10.000 Parteianhänger feierten Meschaal bei der Versammlung am Donnerstag in Le Kram bei Tunis wie einen Helden. Dieser forderte bei einer Ansprache eine „arabisch-muslimische Strategie zur Befreiung der Palästinenser“. Gleichzeitig rief Meschaal die Tunesier auf, zunächst den Übergang in ihrem eigenen Land zu vollenden. {Quelle: www.welt.de}

 

 

Ennahda-Chef Rached Ghannouchi (Foto: REUTERS) (Klick führt weiter zum nächsten Bild)

Ennahda-Chef Ghannouchi. Durch Politik macht die Regierungspartei derzeit kaum Schlagzeilen.

 

 

Wohin steuert die Ennahda-Partei?

 

Druck von den Salafisten und vom Bürgertum

 

 

Die Regierungspartei Ennahda verweist auf Erfolge beim Wiederaufbau Tunesiens,

doch die Kritik an ihr wird immer lauter.

Auf der einen Seite machen die Salafisten Druck,

denen die Ennahda viel zu moderat ist.

Auf der anderen Seite bringt sich das Bürgertum in Stellung.

Wohin steuert die Ennahda?

 

Er wird gefeiert wie ein Erlöser: Beji Caid Essebsi, 84 Jahre alt, bis zur Wahl vom vergangenen Oktober noch Premierminister Tunesiens. Im Kongresszentrum von Tunis steht Essebsi vor einem Meer tunesischer Fahnen. Kein einziges Kopftuch ist hier zu sehen. Hier jubeln Tunesiens aufgeklärte Bildungsbürger. Sie wollen die Tradition von Staatsgründer Bourguiba fortsetzen: Patriotismus, liberale Wirtschaftspolitik, eine klare Trennung von Religion und Staat.

 

 

„Einer muss ja mal anfangen…“

 

„Tunesien gehört uns allen“, ruft sagt Essebsi seinen Anhängern zu. „Und ich will, dass die Tunesier Hand in Hand zusammenstehen, und deshalb rufe ich nun unsere neue Partei ins Leben. Eine Entente, eine Einheitsbewegung. Die Regierung hat es ja offensichtlich nicht geschafft. Na gut, einer muss ja mal anfangen, dann machen wir das eben“! Ein Seitenhieb auf die Regierungspartei Ennahda. Mit ihrem Parteislogan „Freiheit, Gerechtigkeit, Entwicklung“ sei Ennahda gescheitert, sagen die Kritiker. Fakt ist: Das Wirtschaftswachstum lahmt, ausländische Investoren zögern, es fehlen hunderttausende Jobs. Es hakt bei der Justizreform und beim Kampf gegen die Korruption. Dafür hat die Kommission zur Reform des Mediensektors die Arbeit eingestellt – aus Protest gegen Zensur durch die Regierung. Schlagzeilen macht Ennahda nicht mit Leistungen, sondern vor allem mit politischen Angriffen auf Staatspräsident Marzouki. Machtkampf statt Reformen – der Menschenrechtsanwalt Mokhtar Trifi erhebt schwere Vorwürfe. „Die Partei ist schon im Wahlkampf – für die Wahlen, die voraussichtlich im März 2013 stattfinden werden“, sagt Trifi.

 

Das Wrack eines von Salafisten angezündeten Lastwagens in Tunis (Foto: REUTERS) (Klick führt weiter zum nächsten Bild)

Salafisten werden für etliche Angriffe verantwortlich gemacht – auch für diesen in Tunis.

 

„Die Ennahda-Leute wissen genau, dass bis dahin nicht genug Zeit ist, um die großspurig angekündigten Reformprojekte umzusetzen. Daher denken sie schon weiter. Sie machen gezielt Kulturpolitik und gehen auf Menschenfang, mit dieser religiös gefärbten Debatte über die Identität, um die Leute an Ennahda zu binden.“ Die Partei erkläre den Massen, was eine „gute Identität“ sei, so der Menschenrechtsanwalt. Und sie baue Bedrohungsszenarien auf: „Dass es zum Beispiel Leute gibt, die diese islamische Identität Tunesiens bedrohen.“ Das Kalkül von Ennahda sei: „Die Menschen werden diejenigen wählen, die ihre Identität verteidigen“. Salafisten wollen die Scharia – die Ennahda lehnt sie ab: Immer wieder machen gewaltbereite Salafisten auf sich aufmerksam. Sie greifen Ausstellungen an, Polizeistationen, Gerichtsgebäude. Sie wollen ein anderes Tunesien, ein Kalifat mit dem islamischen Recht der Scharia. Ennahda lehnt das strikt ab, will aber die konservative Wählerschaft nicht verprellen und lässt die Zügel lang. Kritiker fürchten: zu lang. Ennahda habe möglicherweise gar keine Kontrolle mehr über die Salafisten.

 

Beji Caid Essebsi bei einer Ansprache in Tunis (Foto: AFP) (Klick führt weiter zum nächsten Bild)

Ex-Premier Essebsi bei einer Ansprache in Tunis. Frauen mit Kopftuch sind im Publikum nicht zu entdecken…

 

 

„Wer im Zentrum steht,

findet sich immer am Pranger wieder“

 

Ennahda-Sprecher Faycal Nacer verteidigt den Kurs seiner Partei. Die Partei werde von beiden Seiten angegriffen. „Die Radikalen werfen uns einen ‚Islam Light‘ vor, die Laizisten sagen, wir seien Radikale. Wer im Zentrum steht, findet sich immer am Pranger wieder. Aber wir bleiben auf dem Mittelweg. Deshalb sind wir ja auch mit den Linken eine Koalition eingegangen. Wir glauben an die Koexistenz der Menschen, und wir respektieren Unterschiede“. Wie auch immer das Experiment weitergeht: Auch im Jahr eins nach der Jasmin-Revolution bleibt Tunesien ein Labor – für den komplizierten und explosiven Versuch, eine neue Verbindung herzustellen, zwischen Islam, Demokratie und politischer Macht. Noch streiten sich in diesem Labor zu viele über die richtige Rezeptur. {Quelle: www.tagesschau.de – Von Alexander Göbel, ARD-Hörfunkstudio Rabat}

 

 

 

Freilassung nach 10 Jahren Guantanamo-Haft

 

 

 

 

Bin Ladens Koch küsst den Heimatboden

 

Ibrahim al-Kosi in den Sudan zurückgekehrt

 

 

Nach zehn Jahren Haft im US-Gefangenenlager Guantanamo ist der ehemalige Koch des langjährigen Al-Qaida-Chefs Osama bin Laden in seine Heimat Sudan zurückgekehrt. Direkt nach der Landung der Airforce-Maschine in Karthum kniete sich Ibrahim al-Kosi (52) zum Gebet nieder, küsste den Heimatboden. Wenig später traf er seine Familie, Frau und zwei Töchter. Er ist nun ein „freier Mann“, sagte ein Sprecher des sudanesischen Außenministeriums. Al-Kosi war wegen der Unterstützung von al-Qaida und nach einem Geständnis im ersten Guantanamo-Prozess unter der Regierung Obama zu 14 Jahren Haft verurteilt worden. Die USA und der Sudan hatten jedoch vereinbart, dass er 2012 in seine Heimat gebracht und der Rest der Strafe erlassen werden sollte. Sicherheitskräfte hatten den Sudanesen 2001 nur knapp drei Monate nach den Anschlägen vom 11. September in Pakistan festgenommen. Er hatte den Sudan 1996 verlassen, um sich Al-Qaida anzuschließen. Unter anderem war er Koch, Leibwächter und Fahrer Bin Ladens. Dieser wurde am 2. Mai 2011 von einer US-Spezialeinheit in Pakistan getötet. In Guantanamo auf Kuba sitzen weiter 168 Häftlinge. {Quelle: www.bild.de}

 

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