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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Antrittsbesuch Mursis bei König Abdallah 12. Juli 2012

Filed under: Moslembrüder — Knecht Christi @ 17:26

Der Unterschied zwischen Mubarak und Morsi ist mehr als deutlich!

 

Ägyptens „Präsident“ will saudisches Vertrauen gewinnen

 

Der neue Präsident Ägyptens ist zu seinem ersten offiziellen Besuch nach Saudiarabien gereist. Zu Hause schwelt die Konfrontation um das Parlament weiter. Der ägyptische Präsident Mohammed Mursi ist am Mittwoch nach Saudiarabien gereist, wo er Gespräche mit König Abdallah führen und als Pilger Mekka und Medina besuchen wird. Indem der neue Präsident trotz der Verfassungskrise um das aufgelöste Parlament zu seiner ersten offiziellen Reise ins Ausland aufbricht, signalisiert er, dass er sich durch seinen Streit mit den Militärs und der Justiz in seinen Amtsgeschäften nicht beirren lässt.

 

 

Verfassungsrichter insistieren

 

Das Verfassungsgericht hat am Dienstagabend Mursis Dekret suspendiert, mit dem der Präsident die Auflösung des Parlaments durch die Militärjunta rückgängig gemacht hatte. Das Urteil löste unter mehreren tausend Demonstranten, die am Abend auf dem Tahrir-Platz zusammengeströmt waren, wütende Proteste aus. Das Parlament war wenige Stunden zuvor zu einer Sitzung zusammengetreten und hatte juristische Schritte angekündigt, um das umstrittene erste Urteil des Verfassungsgerichts, das die Auflösung der Volkskammer ausgelöst hatte, anzufechten. Dass Mursis erste Auslandreise als Präsident nach Saudiarabien führt, ist kein Zufall. Mursi muss das Misstrauen ausräumen, welches das revolutionäre Ägypten bei den Saudi weckt, seit deren Verbündeter Mubarak von der Macht verjagt wurde. Im April war die Beziehungskrise nach antisaudischen Demonstrationen in Kairo so akut geworden, dass Riad seinen Botschafter aus Kairo abberief. Damals reiste Parlamentspräsident Katatni mit einer grossen Delegation ins Königreich, um des Königs Zorn zu besänftigen. Dass der Umsturz in Ägypten die Muslimbrüder an die Macht gebracht hat, stellt ein weiteres Hindernis für erspriessliche Beziehungen dar. Die Saudi werfen der Bruderschaft vor, mit ihrer Lehre den Absolutismus der Monarchien am Golf zu untergraben. Mit dem Tod von Kronprinz Nayif ist allerdings kürzlich der schärfste Gegner der Muslimbrüder in Riad von der Bildfläche verschwunden.

 

 

 

 

Morsi weint lammfromm in Mekka

 

 

Ägypten braucht Geld: Zwei Themen dürften im Zentrum von Mursis Gesprächen mit Abdallah stehen: finanzielle Unterstützung für Ägyptens Regierung und Wirtschaft und die Beziehungen mit Iran, die Kairo nach über 30 Jahren wieder herstellen will, ohne den Zorn der Saudi zu wecken. Prioritär sind aber zweifellos die Kredite, die Mursi braucht, um die darniederliegende ägyptische Wirtschaft zu reformieren und wieder zum Wachsen zu bringen.

{Quelle: www.nzz.ch – Jürg Bischoff, Beirut}

 

 

 

Prügel für Abgeordnete und neue Proteste in Ägypten

 

 

 

Der Machtkampf in Ägypten nimmt bizarre Formen an. Militärs, Islamisten und liberalen Kräften tragen ihn abwechselnd vor Gericht, im Parlament oder auf der Straße aus – mit Worten und Backpfeifen.

 

 

Kairo: Der Machtkampf in Ägypten nimmt bizarre Formen an. Militärs, Islamisten und liberalen Kräften tragen ihn abwechselnd vor Gericht, im Parlament oder auf der Straße aus – mit Worten und Backpfeifen. Salafisten-Führer Hasim Abu Ismail kündigte für Freitag eine «Millionen-Demonstration» in Kairo an. Der Protest richte sich in erster Linie gegen die vom Obersten Militärrat verabschiedeten Verfassungsgrundsätze, sagte der radikale Islamist in der Nacht zum Mittwoch in einer Talkshow des TV-Senders Al-Balad. Aktivisten klagten unterdessen über die zunehmende Gewaltbereitschaft von Demonstranten. Der für seinen Kampf gegen die Korruption bekannte Parlamentsabgeordnete Hamdi al-Facharani erzählte in einer Talkshow des ägyptischen Fernsehsenders Dream TV unter Tränen, wie er am Dienstag vor dem Obersten Verfassungsgericht in Kairo von Anhängern des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi zusammengeschlagen worden sei. Die Demonstranten hätten ihn beschimpft und gefragt: «Willst du etwa, dass die ungläubigen Liberalen das Land regieren»?

 

Der sozialistische Ex-Präsidentschaftskandidat Abul Ess al-Hariri wurde nach Angaben lokaler Medien am Dienstagabend von Mursi-Anhängern gewaltsam daran gehindert, den zentralen Tahrir-Platz in Kairo zu betreten. Dort hatten sich Tausende Demonstranten zusammengefunden, um die Wiedereinsetzung des Parlaments zu fordern. Im Stadtteil Nasr-City trafen sich zur gleichen Zeit Gegner der Muslimbruderschaft, die genau das Gegenteil forderten und sich auf die Seite des Verfassungsgerichts stellten. Das Oberste Verfassungsgericht hatte das von Islamisten dominierte Parlament Ende Juni für illegitim erklärt, weil zahlreiche Parteimitglieder für die Direktmandate kandidiert hatten, die eigentlich für «Unabhängige» reserviert waren. Auch Abu Ismail stellt die Entscheidung des Verfassungsgerichts infrage. Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP), der Präsident Mohammed Mursi diese Woche in Kairo getroffen hatte, erklärte: «Die Menschen hegen zu Recht die Erwartung, dass sie mit ihrer Stimme die Zukunft des neuen Ägyptens mitbestimmen können. Deshalb braucht das Land eine klare und glaubwürdige demokratische Perspektive».  Mursi flog am Abend nach Dschidda, wo er König Abdullah treffen soll. Nach Angaben vom Flughafen Kairo wurde er von seiner Ehefrau und einer Delegation begleitet, der auch mehrere Minister angehören. Es ist Mursis erste Auslandsreise als Präsident. Während ihres Aufenthaltes in Saudi-Arabien wollen Mursi und seine Ehefrau Nagla Ali Mahmud auch die heiligen Stätten von Mekka und Medina besuchen. Es wird erwartet, dass Mursi nach seiner Rückkehr einen Ministerpräsidenten ernennen wird. Derzeit hat Ägypten eine Übergangsregierung, die der Obersten Militärrat ausgewählt hatte. {Quelle: www.stern.de}

 

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