kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Sollte dieser Test zugelassen werden, droht ein neuer Genozid 7. Juli 2012

Filed under: Stopp Abtreibung,Werte für Jugend — Knecht Christi @ 19:02

Bluttest auf das Down-Syndrom (Trisomie 21) für Schwangere

 

 

Christliche Organisationen

schlagen Alarm

und befürchten vermehrte Abtreibungen

 

 

 

Berlin (kath.net/idea): Noch im Juli will ein Konstanzer Unternehmen einen vorgeburtlichen Bluttest auf das Down-Syndrom (Trisomie 21) für Schwangere auf den Markt bringen. Dagegen gibt es Widerstand. Bei Trisomie 21 enthält jede Körperzelle das Chromosomen 21 dreimal statt zweimal. Mit dieser Anomalie werden in Deutschland laut Schätzungen etwa 700 bis 800 Kinder jährlich geboren. Weltweit gibt es etwa fünf Millionen Personen mit Down-Syndrom. Der Bundesbeauftragte für die Belange behinderter Menschen und christliche Organisationen protestieren gegen die Einführung des „PraenaTests“ der Firma Life Codexx (Konstanz). Er soll riskante Fruchtwasseruntersuchungen überflüssig machen. Für den Test reichen ein paar Tropfen Blut der Mutter, um festzustellen, ob ihr Kind das Down-Syndrom hat. Das neue Verfahren, dessen Entwicklung vom Bundesforschungsministerium mit rund 230.000 Euro gefördert wurde, soll zunächst in 20 Praxen und Pränatalzentren angeboten werden. Die Kosten pro Test in Höhe von rund 1.250 Euro sollen die Frauen selbst bezahlen, teilte eine Sprecherin von Life Codexx mit.

 

Der Test ist für Frauen ab der zwölften Schwangerschaftswoche gedacht,

bei denen ein erhöhtes Risiko für Chromosomenveränderungen beim Embryo besteht.

 

 

 

 

Hüppe: Test ist illegal

 

Der Bundesbeauftragte für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe (CDU), hat die Bundesländer zum Verbot des neuen Tests aufgerufen: „Ich halte ihn für illegal.“ Er befürchtet, dass der Druck auf Paare steigen wird, eine Abtreibung durchführen zu lassen. Der Test sei nicht nur „im hohen Maße diskriminierend”, sondern diene einzig und allein „der Selektion von Menschen mit Down-Syndrom”. Er legte ein Rechtsgutachten des Bonner Rechtswissenschaftlers Klaus Ferdinand Gärditz vor, wonach der Test laut dem Gendiagnostikgesetz rechtlich unzulässig sei. Er diene weder medizinischen noch therapeutischen Zwecken, so Hüppe. Damit erfülle der Test nicht die Voraussetzungen für eine zulässige vorgeburtliche Untersuchung. Bereits heute werde in über 90 Prozent der Fälle eine Abtreibung vollzogen, wenn die Diagnostik Trisomie 21 beim Nachwuchs feststelle.

 

 

Steeb spricht von „Rasterfahndung“ nach Behinderten

 

Der Vorsitzende des Treffens Christlicher Lebensrechts-Gruppen (TCLG) und Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb (Stuttgart), bezeichnete es gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea als „Katastrophe“, dass der Test mit Mitteln aus dem Bundesforschungsministerium entwickelt worden sei. Er werde zu einer vorgeburtlichen „Rasterfahndung“ nach behinderten Kindern führen. Deren Tötung im Mutterleib nannte er ein schweres Menschenrechtsvergehen.

 

Bundesverband Lebensrecht:

Schritt zur Vernichtung der Menschenwürde

 

In die Kritik an dem Bluttest stimmt auch der Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht (BVL), Martin Lohmann (Berlin), ein: „Die geplante Einführung des Praena-Tests ist mit allen gesetzlichen Mitteln zu verhindern.“ Die Zulassung wäre nach seinen Worten ein weiterer Schritt zur Vernichtung der Menschenwürde und würde der das Lebensrecht verachtenden Selektion Tür und Tor öffnen. Das Grundgesetz verpflichte den Staat, „durch geeignete Vorkehrungen zu verhindern, dass behinderte Menschen vorgeburtlich routinemäßig ausgesondert werden“.

 

 

Lebensrechtler befürchten „neuen Völkermord

Scharfe Kritik an der Einführung des Tests üben auch die Christdemokraten für das Leben (CDL). Die Bundesvorsitzende Mechthild Löhr (Königstein/Taunus) erklärte: „Ein genetischer Test, dessen einziger Zweck in der vorgeburtlichen Erkennung, Diskriminierung und Tötung behinderter Föten besteht, darf in einem der Menschenwürde verpflichteten Rechtsstaat nicht zur Anwendung kommen.“ Die Christdemokraten für das Leben (CDL) sind eine selbständige Initiative in der CDU/CSU mit 5.000 Mitgliedern. Die Vorsitzende der „Aktion Lebensrecht für Alle“ (ALfA), die Ärztin Claudia Kaminski (Köln), warnt ebenfalls eindringlich: „Sollte dieser Test zugelassen werden, droht ein neuer Genozid“ (Völkermord).“ Ein Chromosom mehr dürfe kein akzeptabler Grund für eine vorgeburtliche Kindstötung sein. Die Organisation fordert Bundesregierung und Parlament auf, „endlich dafür sorgen, dass das Lebensrecht behinderter Menschen anerkannt wird“. Eltern, die ein Kind mit Down-Syndrom erwarteten, verdienten die tatkräftige Unterstützung von Staat und Gesellschaft, „nicht aber die Erlaubnis und bisweilen Aufforderung zur straffreien Abtreibung eines solchen Kindes“.

 

 

 

Ärztepräsident: Das Rad lässt sich nicht mehr zurückdrehen

 

Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) sieht in dem Test „keinen ethischen Dammbruch”. Auch sei keine sprunghafte Zunahme von Schwangerschaftskonflikten zu befürchten. Der DGGG zufolge verlieren etwa zehn von 1.000 Frauen infolge dieser Eingriffe ihr gesundes Kind. Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery (Hamburg) befürwortet den Bluttest. Im Kern der Debatte geht es nach seiner Meinung auch nicht um den neuen Test, sondern vielmehr „um die Pränatal-Diagnostik und ihre Konsequenzen insgesamt“: „Unsere Gesellschaft hat sich für Pränatal-Diagnostik entschieden. Das Rad lässt sich nicht mehr zurückdrehen. Daher ist es besser, diesen Bluttest anzuwenden, als eine mit Risiken behaftete Fruchtwasseruntersuchung vorzunehmen”.

 

 

US-Bischof: Homo-Ehe ist ungerecht gegenüber Kindern

 

Kinder entwickeln sich am besten,

wenn sie bei verheirateten Eltern verschiedenen Geschlechts aufwachsen.

 Homosexuelle Partnerschaften

sind daher nicht mit der Ehe gleichzusetzen,

sagt Bischof Cordileone.

 

Washington (kath.net/CNA/jg): Die Legalisierung der Ehe homosexueller Partner ist ungerecht gegenüber Kindern und bedroht die religiöse Freiheit, warnt Salvatore Cordileone, Bischof von Oakland. Das gelte auch für die Zivilehe von Homosexuellen. „Die Ehe ist die einzige Institution die wir haben, die Kinder mit ihren Müttern und Vätern verbindet. Die wirkliche Frage ist also, ob man diese Institution unterstützt“, sagte er wörtlich in einem Interview. Da sich Kinder am besten entwickeln, wenn sie bei einem Vater und einer Mutter leben, sei die Ehe von Mann und Frau eine Frage der fundamentalen Gerechtigkeit für die Kinder, sagte der Bischof. Es gäbe Studien, die behaupten, Kinder die in homosexuellen Partnerschaften aufwachsen würden sich genau so gut entwickeln wie Kinder heterosexueller Eltern, räumte er ein. Doch hätten sich diese Untersuchungen als fehlerhaft erwiesen. In einem Artikel der Fachzeitschrift „Social Science Research“ seien 59 Studien zu diesem Thema untersucht worden, die von der Amerikanischen Psychologischen Vereinigung herangezogen wurden. Die Studien seien problematisch, weil die Auswahl der untersuchten Personen zu klein und nicht repräsentativ gewesen sei.

 

 

Eine Studie der Universität von Texas in Austin hingegen habe eine sehr große, repräsentative Gruppe zufällig ausgewählter junger Erwachsener in den USA untersucht, die in unterschiedlichen familiären Umfeldern aufgewachsen seien. Dabei seien verschiedene Bereiche analysiert worden, darunter die sozialen und ökonomischen Verhältnisse, die seelische und körperliche Gesundheit. Die Ergebnisse zeigten signifikante Unterschiede zwischen Personen, die von ihren verheirateten biologischen Eltern aufgezogen wurden und jenen, die in anderen familiären Umfeldern groß geworden waren. In keinem Bereich hätten die Kinder aus alternativen Familienmodellen Vorteile gehabt, betonte Bischof Cordileone. Eine neue Definition von Ehe, die auch gleichgeschlechtliche Paare umfasst, würde nach Ansicht des Bischofs die Religionsfreiheit gefährden. Diese Gefahr sei bereits akut, da in einigen Diözesen der USA katholische Adoptionsvermittlungen ihre Arbeit einstellen mussten, weil sie nicht bereit waren, Kinder an homosexuelle Paare zu vergeben.

 

 

 

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