kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

«Homs ist eine tote Stadt»! 5. Juli 2012

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 18:00


 
Christen in Syrien zwischen den Fronten

 

Weil das Assad-Regime sie schützte,

fürchten Syriens Christen den Zorn der Aufständischen.

Wer fliehen kann, flieht.

Doch Hunderte müssen in eingekesselten Städten ausharren,

wie ihre muslimischen Landsleute auch.

 

«Ich kann es einfach nicht verstehen», sagt Fahd. Der 30jährige Syrier stammt aus Homs, der hart umkämpften Stadt in Syrien, wo hunderte Menschen in Todesangst leben, weil sie zwischen den Fronten gefangen sind. Vor sechs Monaten sei das Leben noch völlig normal gewesen, nun sei Homs «eine tote Stadt», erzählt Fahd verzweifelt. «Ich kann nicht glauben, was da passiert». Regierungstruppen und Opposition kämpfen seit Wochen um die Kontrolle der Stadt. Viele Menschen sind geflohen, so auch Fahd und Teile seiner Familie. Diejenigen, die geblieben sind, bangen um ihr Leben. Es ist schwer, überhaupt in Kontakt mit ihnen zu bekommen. «Alle haben Angst und wollen am Telefon nicht reden», sagt Fahd, der sich nun in den Vereinigten Arabischen Emiraten aufhält. Fahd ist Christ, er kommt aus Hamidiyeh, dem christlichen Viertel in Homs, wo hunderte Menschen wegen der blutigen Kämpfe eingesperrt sind. Auf seinem linken Unterarm trägt er ein Tattoo – ein langgezogenes schwarzes Kreuz. Doch Religion spiele keine Rolle, wenn es um Syrien geht, sagt er. Alle litten unter der Gewalt. «Die Kirchen sind zerstört, aber auch die Moscheen».
 

 

Zivilisten eingeschlossen

 
Die Strassen in Hamidiyeh in Homs sind laut Augenzeugenberichten menschenleer, Kirchen und Gebäude sind zerstört und ausgebombt, es fehlen Strom, Nahrung und medizinische Hilfe. Eine kleine Gruppe von Christen, die noch in Homs sind, appelliert verzweifelt an alle Seiten, den eingeschlossenen Bewohnern ein sicheres Geleit aus der Stadt zu gewähren. Der katholische Priester Michel Noman schreibt auf einer Facebook-Seite, die dem Viertel gewidmet ist, er wolle den Menschen Mut machen: «Ich sage Ihnen, dass Leute daran arbeiten, dass wir rauskommen». Doch die Realität ist komplizierter. Das Internationale Rote Kreuz ist zwar bereit, die Einwohner aus Homs zu evakuieren. Doch die Helfer können nichts tun. «Hunderte Zivilisten sind in der Altstadt von Homs eingeschlossen. Wegen der Kämpfe können sie die Stadt nicht verlassen, um Zuflucht in sicheren Gegenden zu finden», sagt Béatrice Mégevand-Roggo von der Hilfsorganisation.

 

 
Zehn Prozent sind Christen

 
Christen machen rund zehn Prozent der syrischen Bevölkerung aus. Weil das Land mit seinen 22 Millionen Einwohnern am Rande des Bürgerkrieges steht, müssen religiöse Minderheiten befürchten, zwischen alle Fronten zu geraten. Der seit über 15 Monaten blutige Aufstand gegen Präsident Baschar al-Assad hat bereits mindestens 10‘000 Menschen das Leben gekostet. Ein Ende der Gewalt ist nicht in Sicht. In Syrien könnte sich wiederholen, was im Irak nach dem Sturz von Saddam Hussein 2003 passierte. Dort gerieten die Christen in den sektiererischen Konflikt zwischen den zwei wichtigsten islamischen Schulen – Schia und Sunni: Islamisten bombardierten Kirchen, Christen wurden getötet, gekidnappt, eingesperrt, gefoltert und zum Islam zwangsbekehrt. Im Jahre 2006 wurde der griechisch-orthodoxe zerstört. Geistliche Boulos Iskander enthauptet, obwohl ein Lösegeld für ihn gezahlt worden war. Zwei Jahre später starb der Erzbischof von Mosul, Paulos Faraj Rahho, in den Händen seiner Geiselnehmer. Gut die Hälfte der irakischen Christen floh auf Grund der Bedrohung aus dem Land, ein Grossteil davon in das benachbarte Syrien, wo sich die Geschichte nun zu wiederholen droht.

 

 
Bangen um Zukunft

 
Einige in Homs befürchten, dass die christliche Minderheit von den syrischen Rebellen benutzt wird, um die Regierung weiter unter Druck zu setzen. Kürzlich versicherte die Regierung, man sei bereit, die Zivilisten aus Homs zu evakuieren, doch die Oppositionskämpfer verhinderten dies. Die Opposition hingegen beschuldigt die Regierung, die Menschen in Homs nicht retten zu wollen. Die Christen in Syrien standen bislang weitgehend auf der Seite des Assad-Regimes. Christen bekleiden wichtige Posten in der syrischen Regierung und der Armee. Assad, der selbst zu der muslimischen Splittergruppe der Alawiten gehört, während die Mehrheit des Landes Sunniten sind, hat sich um eine säkulare Politik bemüht, und den Minderheiten Religionsfreiheit und Schutz zugesichert. Doch die Christen und andere religiöse Minderheiten bangen um ihre Zukunft. Viele wie Fahd sind bereits geflohen, weil niemand mehr sicher ist. Der Vater seiner Schwägerin sei von den Rebellen getötet worden, weil sie ihn beschuldigten, die Regierung zu unterstützen. «Er hat für die Stromwerke der Stadt gearbeitet», sagt Fahd, und schüttelt den Kopf. «Das ist alles».
 

 

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{Quelle: www.jesus.ch –  von Agnes Tandler – Quelle: Epd – Das obige Bild: bethnahrin.de}

 

 

 

“Möge Gott jeden kriegerischen Allahu-Akbar Ruf gegen die Muslime selber wenden” aus Papst Calist’ III. Gebet

 

 

 

Neue Serie: Historische Gebete – Aufruf:

Wer formuliert bitte die Zitate so um,

dass sie in der heutigen Umgangsprache,

wie ein heute verständliches Gebet klingen?

 

 

Fast auf dem Tag genau, am 29. Juni 1456, erließ Papst Calist III. eine päpstliche Bulle mit dem Titel Cum his superioribus annis„. Das ist für uns Anlaß, eine Serie mit echten, hystorischen und im Gegensatz zu den heutigen globalistischen Selbengottbetern garantiert christlichen Gebeten zu starten, aus einer Zeit, wo die Christen im Islam noch keinesfalls eine Religion wie die christliche sahen, und den Unterschied genau wußten. Sie beteten zum Gott, zu Jesus oder zu der Heiligen Jungfrau, dass sie sie vor den osmanischen Heiden, vor den barbarischen Muselmanen oder einfach vor den grausamen Türken beschützen möge. Unser erstes Gebet ist ein Ausschnitt aus dem Gebet des Calist III., der sinngemäß mit dem Satz endet, den wir im Titel verwendet haben – ein wenig auf heutige Umgangsprache getrimmt. Anlaß für die Bulle war der Wunsch des Papstes, den Sieg des ungarischen Feldheren Johann von Huniad über die Türken unter Belgrad zu bekräftigen. Ihm zu Ehre verordnet er das tägliche Glockenläuten in der ganzen christlichen Welt zu Mittagszeit. Das Glockenläuten zu Mittag war zwar im ausgehenden 14. Jahrhundert zum ersten mal schriftlich erwähnt (1386, die Prager Synode) als zu Ehren des Leids Jesu, aber sie wurde keineswegs in allen Kirchen täglich praktiziert. Zudem hat der Papst Calist auch das Gebet verordnet, aus dem folgender Ausschnitt stammt – das ganze Gebet ist unten aufgeführt.

 

Und hier kommt das Ausschnitt aus dem wir die Titelzeile haben – „Bulla Orationum“, Calixti III, die 29. Junii 1456 Reg. Vat. 457: Allmächtiger und ewiger Herr, in dessen Hände alle Macht und alle Regierungen der Welt liegen, wende deinen Blick auf die Christen, damit die Heiden, die in ihren eigenen Kräften vertrauen, durch deine Macht gebrochen werden„. und (zitierend aus Johannes): Haltet Reue, denn das Reich des Himmels ist nahe; und da man die Bestialität der Türken sieht, und das Leid, das sie über die Christen brachten und versuchen zu bringen, sollen alle ihre Gebete und Gnaderufe zum Gott sich gegen sie selber wenden„. und: Und wir vertrauen im Himmel, dass er uns den Sieg über den glaubensverräterischen Türken und über die verfluchte Sekte des Mohammed in den anderen oriantalischen Ländern gibt„.

Aus Ludwig Vecsey „Bulla Orationum et pulsatio Meridiana“ Appenzell 1955

 

 

Hier ist die Beschreibung der Bulle des Calist III. im Päpstlichen Brief des Pius XII 500 Jahre später, als der Kommunismus im Ostblock wieder eine Zeit der Not und des Drangsals über die dortigen Christen brachte: „Diese Gefahr erkennend, hielt es der unermüdliche Papst Kallixtus III. für seine Pflicht, die Hirten des katholischen Erdkreises und ihre Gläubigen väterlich zu ermahnen: sie sollten ihre Sünden bereuen, die christliche Lebensführung wiederherstellen und durch flehentliches inniges Gebet zu Gott dessen mächtige Hilfe erbitten. Weiter bemühte er sich beharrlich, die Kinder der Kirche mit allen Mitteln vor dieser Gefahr zu bewahren, und er schrieb denn auch Gottes Hilfe den endlichen Sieg derjenigen zu, die, vom hl. Johannes Capistranus angefeuert, unter Führung des tapferen Heerführers Johann Hunyady die Festung Belgrad beharrlich verteidigt hatten. Zur liturgischen Erinnerung an dieses Ereignis und zum Dank aller Christen gegenüber Gott setzte er das Fest der Verklärung Christi am 6. August für den ganzen Erdkreis ein (vgl. Apostolischer Brief Inter divinae dispositionis, 6. August 1457)“.

 

Bemerkenswert darin auch dieser Ausschitt, was fast Pius XII bei dieseer Gelegenheit in prophetischer Voraussicht schrieb: „Doch wissen, Wir leider auch, dass die menschliche, Gebrechlichkeit und Unsicherheit wankt, zumal wenn Not und Mühsal so lange dauern. Dann kann es vorkommen, dass einige den Mut verlieren und im Eifer erlahmen und, was noch verhängnisvoller ist, dann meinen, man müsse die Lehre Jesu Christi mildern und, wie sie sagen der neuen Zeit und den örtlichen Verhältnissen anpassen und die Prinzipien des katholischen Glaubens, so abschwächen und ändern, dass es zwischen ihm und den fortschreitenden Irrtümern dieser Welt zu einer Art falscher Versöhnung kommt“.  (Kathpedia)

{Quelle: www.kybeline.com}

 

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