kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Moscheebau: Einige klagen und andere helfen dabei! 4. Juli 2012

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 17:31

Ironie des Schicksals: Das, was aussieht wie eine Moschee, ist ein Verwaltungsgebäude zwischen den Hochhäusern.

 

MoscheeGegnern bleibt nur noch der Gang zum Gericht

 

Baugenehmigung ist erteilt,

Gegner können vier Wochen lang Rechtsmittel einlegen

 

 Nürnberg: Die Grünen luden am Montag zum Ortstermin in die Conradtystraße. Dort will die islamische Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde zwischen zwei Hochhäusern eine Moschee bauen. Die Diskussion darum ist in vollem Gange. Bei der Begehung wurde vor allem eins klar – derzeit werden in dem Konflikt die gehört, die ihre Stimme am lautesten erheben. „Sie können hier nicht parken! Das sind vermietete Stellplätze“! – Noch vor Beginn des Ortstermins stolpert Achim Mletzko, Vorsitzender der Stadtrats-Grünen, über eine Problematik, die die Moschee-Debatte unter anderem begleitet. Die Conradtystraße ist sicher nicht eine der begehrtesten Wohnlagen, dennoch haben sich die Menschen in den beiden Hochhäusern mit ihrer Umgebung arrangiert – unter anderem mit dem Schwerlastverkehr, der zum Trafo-Werk von Siemens durch ihre Straße rollt, aber auch mit dem Lärm, der vom Rangierbahnhof herüberdringt. Wenig Grün gibt es hier, lediglich zwischen den beiden Häusern wuchern Bäume und Sträucher in einem abgezäunten Streifen. Dass in dieses 816 Quadratmeter große Gelände nun eine Moschee gebaut werden soll, ist auch für den unvoreingenommenen Betrachter schwer vorstellbar. Aber die Baugenehmigung wurde in der vergangenen Woche erteilt, am 11. Juli soll sie öffentlich gemacht werden. Ab diesem Datum läuft eine Frist von vier Wochen – in dieser Zeit kann beim Verwaltungsgericht Ansbach Klage dagegen eingereicht werden. Bauen darf der Bauherr in dieser Zeit aber trotzdem schon.

 

Hinter den Türen der beiden Hochhäuser formiert sich bereits Widerstand – oder wird formiert. Ein Mann Mitte 40, dem mehrere Wohnungen in einem der Häuser gehören, bestätigt dies. Seinen Namen will er nicht in der Zeitung lesen, eine Meinung hat er aber dennoch. Gegen den Islam habe er nichts, viele seiner Mieter seien Moslems. „Ich würde auch nicht wollen, dass hier eine katholische oder evangelische Kirche hingebaut wird“, sagt er. Es gebe viel zu wenig Parkplätze für die Moscheebesucher; er befürchtet, die Straße würde ständig zugeparkt. Ein Argument, das vor allem Gerhard Steinmann, stellvertretender Leiter der Bauordnungsbehörde, auf die Palme bringt. In Bayern herrsche Baufreiheit, für die Moschee wurde ein Baugenehmigungsplan erstellt. Dieser sieht vor, dass der Bauherr, also die Ahmadiyya-Gemeinde, die Anwohner über ihr Bauvorhaben in Kenntnis setzt. Die Stadt müsse lediglich prüfen, ob der Bauherr entsprechende Vorgaben bei Stellplätzen erfüllt. Dabei sei man bereits von einem größeren Einzugsgebiet ausgegangen, da die meisten Ahmadiyya-Mitglieder weit verstreut wohnen. Man habe sich dabei an den Vorgaben für Kirchen orientiert – demnach muss auf 15 Gläubige ein Parkplatz kommen. Die Ahmadiyya-Gemeinde rechnet mit durchschnittlich 90 Besuchern und hat dementsprechend sechs Stellplätze eingeplant. Und die Polizei werde ein Auge auf Falschparker haben – so, wie vor anderen Nürnberger Moscheen auch, sagt Christine Stahl, Nürnberger Landtagsabgeordnete der Grünen, die sich angesichts der Diskussionen der letzten Wochen um die Moschee ebenfalls vor Ort ein Bild macht. Außerdem sei die unmittelbare Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr mit der Straßenbahnstation „Am Rangierbahnhof“ unschlagbar, so die Grünen.

 

Doch bloß weil es die Bahnstation gibt, heißt das noch nicht, dass die Moscheebesucher sie auch nutzen, argumentiert der Anwohner. Die anwesenden Grünen müssten das nachvollziehen können. Sie sind an diesem Tag fast alle mit dem eigenen Auto da. Dass manche Anwohner bzw. Wohnungsbesitzer Argumente suchen, gegen die Moschee vorzugehen, mag auch daran liegen, dass viele eine Abwertung ihrer Eigentumswohnungen durch den Moscheebau befürchten. Zumal neben dem ersten Hochhaus der Bau eines weiteren Mehrfamilienhauses geplant ist. Dabei wirkt die Diskussion darum, ob der Bau ein Minarett erhalten darf oder nicht, nur wie ein Scheingefecht, denn optisch ist es nichts weiter als ein Turm. Und die Ahmadiyya-Gemeinde will weder einen Muezzin rufen lassen noch einen Lautsprecher anbringen. Ob tatsächlich so viele Anwohner gegen die Moschee sind, bleibt so lange offen, bis sich die Unterschriftenlisten, die derzeit in den beiden Hochhäusern ausliegen, gefüllt haben oder nach dem 11. Juli tatsächlich Klagen bei Gericht eingehen. Bei den beiden Infoveranstaltungen, die im Vorfeld stattfanden, kam jedenfalls nur eine Handvoll Leute.  {Quelle: www.nordbayern.de}

 

 

 

Hand in Hand: Mitglieder der Philipp-Melanchthon-Gemeinde halfen dem marokkanischen Freundschaftskreis, der in der Frankfurter Straße eine Moschee baut. 	Foto:  Michael Kapp

 

Hand in Hand: Mitglieder der Philipp-Melanchthon-Gemeinde

halfen dem marokkanischen Freundschaftskreis,

der in der Frankfurter Straße eine Moschee baut.

 

 

Evangelische Christen helfen beim Bau der Raunheimer Moschee

 

 Mitglieder der evangelischen Gemeinde helfen dem marokkanischen Freundschaftskreis

 

Mitglieder der evangelischen Philipp-Melanchthon-Gemeinde haben am Samstag ihr Versprechen eingelöst und dem marokkanischen Freundschaftskreis beim Bau der Moschee geholfen. Das Gebäude beginnt seit der Grundsteinlegung im September vergangenen Jahres, langsam aber sicher Gestalt anzunehmen.

 

 

Einweihung im Frühjahr: Mohamed Achmalal geht davon aus, dass die Moschee im Frühjahr des nächsten Jahres eingeweiht werden kann. Er teilt sich die Bauleitung mit dem neuen Vorsitzenden Fouad Atmani, der am Samstag aus beruflichen Gründen nicht anwesend sein konnte. Wie Achmalal betonte, gibt es Arbeiten, die von Fachfirmen ausgeführt werden. Damit die erwarteten Baukosten von rund zwei Millionen Euro nicht ins Astronomische wachsen, sei aber auch Selbsthilfe angesagt. Abgesehen von den Sommerferien, in denen viele Familien in der ehemaligen Heimat verweilen, sowie die demnächst beginnende Fastenzeit ausgenommen, wird noch einiges an Arbeitsstunden zu leisten sein, um das ehrgeizige Vorhaben zu vollenden. Der marokkanische Freundschaftskreis hatte vor einigen Jahren die ehemalige Spedition in der Frankfurter Straße erworben, um deren Räumen für eine künftige Nutzung als Moschee und Treffpunkt um- und auszubauen.

 

Bis die von einer Baufirma geleisteten Arbeiten abgeschlossen sind, treffen sich die Mitglieder der muslimischen Gemeinde jeden Samstag zum Aufräumen auf der Baustelle. Von Pfarrer Martin Stenzel angeführt, hatten sich dazu auch mehrere Gemeindeglieder eingefunden, die sich nach einem gemeinsamen Frühstück – unter anderem mit Fladenbrot und süßem Pfefferminztee – an die Arbeit machten. Der Pfarrer verwies auf den guten Austausch, der seit einigen Jahren zwischen der Kirchengemeinde und dem von muslimischen Zuwanderern getragenen Verein stattfinde. Zur Grundsteinlegung hatte die Kirchengemeinde beispielsweise einen Backstein beigesteuert. „Wir haben uns im Kirchenvorstand überlegt, dass das auch eine nette Geste wäre, wenn wir mal mit anpacken“, begründete Stenzel die Mitwirkung am Arbeitseinsatz. Der Pfarrer geht davon aus, dass solche Aktionen zur Verständigung beitragen. Samir El-Harchi, Zweiter Vorsitzender in der Migrantenorganisation, sieht in der Zusammenarbeit auch „Vorbildfunktion“. Die angebotene Hilfe werde „sehr geschätzt“, sagte El-Harchi. Im marokkanischen Freundschaftskreis geht man davon aus, dass der große, auf zwei Ebenen verteilte Gebetsraum bis zum Beginn der Fastenzeit so weit hergestellt ist, dass sich die Muslime darin zum Gebet treffen können. {Quelle: www.main-spitze.de}

 

One Response to “Moscheebau: Einige klagen und andere helfen dabei!”

  1. Sieht eigentlich wie ein Ufo aus,… wo sind die Ausserirdischen dazu–

    Planet der…..+++.


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