kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Gegen den Geist der Toleranz 4. Juli 2012

Filed under: Islamischer Terror — Knecht Christi @ 14:22

 

Timbuktu war ein geistiges Zentrum des Islam

Jetzt wütet dort an den historischen Stätten der islamistische Ungeist.

 

Ein militanter Islam bedroht die Kultur des islamischen Afrika. Islamistische Aktivisten, die nach dem Militärputsch das Machtvakuum in Bamako nutzten und für eine Abspaltung von Malis Norden kämpfen, wenden sich mit Spitzhacken und Schaufeln gegen die kulturellen Zeugnisse der alten Metropole Timbuktu. Die per Bildmedien zugeschaltete Welt fordert ein „sofortiges Ende dieser Verbrechen“ und kann doch nichts tun, als zuzusehen. 16 Friedhöfe und Mausoleen sowie drei Moscheen zählen seit 1988 zum Weltkulturerbe der Unesco. Zwischenzeitlich auf der Roten Liste der bedrohten Schätze waren sie, eben dort hat sie am Donnerstag vergangener Woche das in Sankt Petersburg tagende Welterbekomitee wieder eingetragen. Die Bedrohung ist von brutaler Konkretheit. Zwei Tage später begann die islamische Fundamentalistengruppe Ansar Dine, Grabstätten, die islamischen Glaubensbrüdern als heilige Stätten gelten, ihr selbst aber nichts als Beweisstücke des Ketzertums sind, systematisch zu zerstören.

 

Die Islamisten erkennen keine Heiligen als Mittler zu Allah an. Für die selbsternannten „Verteidiger“ des Islam sind sie „Nebengötter“, die aus der Glaubenswelt zu eliminieren sind. „Wir werden alles zerstören und dann die Scharia anwenden in dieser Stadt“, sagte ein Sprecher der Gruppe. Was nicht unmittelbar der Verehrung Allahs dient, sehen die Glaubenseiferer als Sünde, der nur mit roher Gewalt zu begegnen ist. Die Gewalt ist gegen den Geist und die Geschichte des Ortes gerichtet. Timbuktu – die „Stadt der 333 Heiligen“ – hat eine mehr als tausendjährige und vielhundertjährige islamische Geschichte. Im 16. Jahrhundert wurde die Stadt, die – am Schnittpunkt von Handelswegen – hohe wirtschaftliche Bedeutung erlangte, dann auch zu einem Zentrum der Gelehrsamkeit. Zum Hort der Korankunde, mit ihrer Universität, mit allen Koran-Schulen, von denen es zeitweise 150 bis 180 gegeben haben soll. Berühmt ist die Stadt am Südrand der Sahara auch für ihre Bücher und Bibliotheken. Nicht gewiss ist allein, wie früh es schon öffentliche Bibliotheken gab. In die Geschichten um die Stadt mischen sich gewiss auch Legenden.

 

Sichtbarer Ausweis ihrer Größe, ihrer Anziehungskraft und spirituellen Bedeutung aber sind die Bauwerke, die ins Unesco Welterbe eingingen. Bauwerke von schlichter plastischer Prägnanz. Timbuktus Lehmarchitektur – die Moscheen, die Mausoleen, an denen die islamistischen Terroristen ihr Zerstörungswerk begannen. Bei den Grabmälern der Heiligen Sidi Mahmud,Sidi Moctar und Alphar Moya setzten sie die Hacke an. Nachdem sie schon im Mai am Mausoleum des Sidi Mahmoud Ben Amar ihre blinde Wut ausgelassen hatten. Diese Stadt in solchen Händen zu sehen, ist ein Jammer. Timbuktu war eine offene Stadt, über lange Zeit keineswegs die geschlossene, die „verbotene“, als die sie ja auch dargestellt wurde: die „Hochburg des Fanatismus“. Eine Handelsstadt, die zu einem geistigen Zentrum wurde, eben weil sie sich aufgeschlossen und dem Fremden gegenüber nicht a priori feindlich zeigte.

 

Eine Landschaft der geistigen Offenheit war seinerzeit ja auch der afghanisch-pakistanische Raum. Asien und die europäische Antike begegneten sich da, und der Buddhismus hinterließ erstaunlich weit westliche Spuren. Die islamistischen Taliban attackierten in Bamiyan die Zeugnisse einer anderen Weltreligion, insofern ist die Sprengung der monumentalen Felsenbuddhas im Jahr 2001 nicht mit dem „Bildersturm“ von Timbuktu vergleichbar, in dem es um einen inner-islamischen Richtungsstreit geht. Aber in einem wie im andern Fall ist dies eine Attacke des grassierenden Fanatismus gegen den Geist der Toleranz. Bewusst und vorsätzlich gegen einen Ort, an dem dieser historisch verankert ist. {Quelle: www.badische-zeitung.de}

 

2 Responses to “Gegen den Geist der Toleranz”

  1. carma Says:

    da werden also gründungszentren des frühen islam von gläubigen ebendieser religion zerstört – es geschehen noch zeichen und wunder…

  2. carma Says:

    …vielleicht finden diese „rechtgeleiteten“ ja noch den weg bis mecker, äh mekka – dort soll ein schwarzer stein aller welt im wege stehen, kann das allah wollen?


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