kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Vortrag über Salafismus 30. Juni 2012

Filed under: Islamischer Terror — Knecht Christi @ 17:34

Auch Pierre Vogel war in Godesberger Stadthalle dabei

 

 

 
BAD GODESBERG:  Was für ein Zusammentreffen am Freitagabend im Kleinen Saal der Bad Godesberger Stadthalle: Nicht nur Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch, Bezirksbürgermeisterin Annette Schwolen-Flümann, Polizeipräsidentin Ursula Brohl-Sowa, Ordnungsdezernent Wolfgang Fuchs sowie Volker Trusheim vom Landesinnenministerium waren bei der Informations- und Diskussionsveranstaltung über die radikalislamistische Erscheinungsform des Salafismus zugegen. Auch etwa 100 interessierte Menschen mit und ohne Migrationshintergrund und jeglicher politischer Couleur wollten sich ihre Ausführungen nicht entgegen lassen. Das i-Tüpfelchen aber dürfte wohl das Erscheinen des islamistischen Laienpredigers Pierre Vogel gewesen sein, der mit einigen Mitstreitern ebenfalls hören wollte, was die Experten über Seinesgleichen zu berichten hatten.

 

Anlass für die Veranstaltung waren die Straßenschlachten, die sich am 5. Mai rund 200 Gewalttäter aus der salafistischen Szene, angereist aus ganz Deutschland, mit der Polizei geliefert hatten und bei denen 29 Polizisten verletzt wurden, zwei von ihnen durch Messerstiche schwer. Auslöser der von Salafisten geplanten und vorbereiteten Kämpfe war eine Wahlkampfkundgebung der Partei Pro NRW gewesen, deren Vertreter gestern ebenfalls zugegen waren. „Hinterher ist man immer klüger“, sagte Ursula Brohl-Sowa, als Moderator Wolfgang Zimmer das Einsatzkonzept kritisch hinterfragte. Mit derartiger Gewalt sei schlichtweg nicht gerechnet worden. OB Nimptsch kündigte an, dass der gestrigen Veranstaltung weitere folgen sollen. Er nannte die klare Ablehnung von Gewalt und eine kritische Rezeption des Islam durch Muslime als Basis einer friedlichen Zukunft. Volker Trusheim bezifferte die Zahl der Salafisten in NRW auf 500, Tendenz deutlich steigend. Ihr Ziel sei die notfalls gewaltsame Errichtung eines Gottesstaates. Problematisch nannte er nicht nur das Gewaltpotenzial, sondern auch die Entstehung einer derartigen Parallelgesellschaft.

 

Nicht nur witterungsbedingt war die Diskussion zeitweise recht aufgeheizt und emotional. Doch wenn sich auch mancher offenbar von den Wortbeiträgen eines anderen angegriffen fühlte, und die Kultur der Meinungsfreiheit ein ums andere Mal ins Wanken zu geraten drohte, so verlief der Abend insgesamt friedlich. Was so auch gut war: Die Polizei hatte die sicherlich nicht ganz unproblematische Veranstaltung zwar aufmerksam im Blick – ein stärkeres Aufgebot, das notfalls eine Saalschlacht oder Schlimmeres hätte verhindern können, war rings um die Stadthalle jedoch nicht zu sehen. Einzig drei junge Mitarbeiter des städtischen Ordnungsdienstes zeigten im Saal Präsenz. Ihr Wirken blieb aber darauf beschränkt, eine Vertreterin von Pro NRW aus dem Saal zu geleiten. Dass sie dort einen Stein, der am 5. Mai in Lannesdorf in ihre Richtung geflogen war, als Beweisstück in die Höhe hielt, hatte nicht unbedingt zur Versachlichung der Debatte beigetragen; die Dame wurde von der Veranstaltung ausgeschlossen. Pierre Vogel, der sich drinnen übrigens nicht zu Wort gemeldet hatte, stritt sich dann vor der Türnoch ein wenig mit einigen Teilnehmern. Dass auch er vor dem 5. Mai zur Gewalt aufgerufen habe, stritt der ehemalige Boxer aus Frechen gestern entschieden ab. Doch da zerstreute sich der illustre Kreis bereits. {Quelle: www.general-anzeiger-bonn.de}

 

One Response to “Vortrag über Salafismus”

  1. Johannes Says:

    Der frühere deutsche Botschafter und promovierte Jurist, Dr. Wilfried „Murad“ Hofmann, könnte als geistiger Branstifter der Saltfisteln bezeichnet werden. Aber gibt es überhaupt einen „extremen“ Islam oder „Islamisten“? Sind nicht alle wirklichen Muslime „Fundamentalisten“?

    Nach Hofmann ist islamischer Glaube, der nicht den Koran in seiner arabischen Ursprache für die wortwörtlich offenbarte Botschaft Gottes (=Allah) hält, unmöglich: „Satz für Satz, Wort für Wort, Sein (Allahs) herabgekommenes Wort, Seine unmittelbare, Sprache gewordene Mitteilung … Die Anerkennung des Korans als Allahs Wort ist für den Muslim konstitutiv. Wer dies nicht glaubt, ist kein Muslim.“ Von diesem Verständnis her sind für Hofmann „alle wahren Muslime notwendig Fundamentalisten“( hierzu u.a. sein Buch „Islam als Alternative“, München 1. Aufl. 1992(!); 4. Aufl. 1999). Natürlich gibt es auch wissenschaftlich anerkannte und korrekte deutsche Koran-Übersetzungen, so z.B. die von Max Henning bei Reclam. Wenn Mohammedaner in einer Diskussion widerlegt werden, behaupten sie aber oft genug, dass die (deutsche) Übersetzung nicht stimme.


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