kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Sudan: Ein Konvertit kämpft um das Wiedersehen mit seinen Kindern 30. Juni 2012

Filed under: Konvertiten — Knecht Christi @ 16:35

 

Nach seiner Bekehrung zum christlichen Glauben

 darf Mohammed Khidir Khalil seine Kinder nicht mehr sehen.

Nun kämpft er im Sudan vor Gericht,

obwohl er damit eine Apostasieklage riskiert.

 

Noch vor einem Jahr ahnte Mohammed nicht, welche Herausforderungen auf ihn zukommen würden. Damals hatte der sudanesische Christ, der aus Glaubensgründen nach Ägypten geflohen war, gerade den offiziellen Flüchtlingsstatus erhalten. So konnte er getrost ins Auge fassen, sich mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in der neuen Heimat niederzulassen. Aber dann kam alles anders. Im August 2011 kehrte seine Frau ganz unerwartet mit den Kindern in den Sudan zurück. Daraufhin reiste auch Mohammed auf der Suche nach ihnen in den Sudan und musste dort feststellen, dass seine Frau, Manal Hassan, die Scheidung eingereicht hatte und ihr das Sorgerecht für die Kinder zugesprochen worden war. Zwar legte er dagegen Berufung ein, doch das Gericht bestätigte die Auflösung der Ehe, weil  Mohammed zum Christentum übergetreten und damit kein Muslim mehr ist. Er darf nicht einmal seine Kinder sehen! «Ich bin bestürzt über dieses Urteil. Wie kann ein Gericht jemandem verbieten, seine Kinder zu sehen?», empört sich Mohammed. Er plant, erneut Berufung einzulegen, ist sich aber bewusst, dass er dann der Apostasie angeklagt werden könnte. Auf dieses Verbrechen steht nach der Scharia die Todesstrafe. «Ich bin bereit, dieses Risiko einzugehen. Ist es ein Verbrechen, dass ich Christ geworden bin? Die ganze Welt soll erfahren, was mir widerfährt. Wenn sie wissen, dass die internationale Gemeinschaft meine Situation mitverfolgt, werden sie davor zurückschrecken, mir etwas anzutun»!

 

Überall in der islamischen Welt stehen Christen muslimischer Herkunft vor ähnlichen Herausforderungen,

weil ihnen auf Grund ihrer Bekehrung das Sorgerecht für ihre Kinder entzogen wird.

 

Newsmail

 

 

Iranischer Christ kämpft weiter um Asyl

 

 

Weil Mohammed Hosseini zum Christentum übergetreten ist,

wird sein Asylantrag vom Freiburger Verwaltungsgericht geprüft.

Evangelische Christen aus Waldshut begleiteten ihn zum Gerichtstermin,

um ihn zu unterstützen!

 

Mit einer 15-köpfigen Delegation begleiteten Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde Waldshut ihr Gemeindemitglied Mohammad Hosseini zum Gerichtstermin vor das Freiburger Verwaltungsgericht. Am Freitagmorgen war die Anhörung des Iraners im Verfahren um Anerkennung als Asylberechtigter. Der 35-jährige Iraner kam vor zwei Jahren aus politischen Gründen nach Deutschland. Sein Asylantrag beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge wurde abgelehnt. Seit zwei Jahren lebt er im Übergangswohnheim in Albbruck. Gegen die Ablehnung hat er Rechtsmittel beim Verwaltungsgericht Freiburg eingelegt. Er führt neben den politischen Gründen seine Konversion zum christlichen Glauben an. Bereits im Iran hatte Mohammad Hosseini nach eigener Aussage Kontakt zu einer christlichen Gruppe. In Deutschland nahm er Kontakt zur evangelischen Kirchengemeinde Waldshut auf und wurde nach eingehender Prüfung zwischenzeitlich getauft. Das Bekenntnis zum christlichen Glauben ist für Iraner nicht ungefährlich. Wer konvertiert, dem können im Iran Verfolgung, Verhaftung oder sogar der Todesstrafe drohen.
 

Im Fall eines anderen, ebenfalls getauften iranischen Kirchengemeindemitgliedes, dessen Klage im vergangenen Herbst vor dem Freiburger Verwaltungsgericht verhandelt und abgelehnt wurde, hielten der frühere Waldshuter Pfarrer Andreas Hansen und die Kirchengemeinde die Einschätzung der Richterin, unter anderem mangele es an christlicher Überzeugung, für falsch, fragwürdig und gefährlich. In diesem Fall wird gegenwärtig das weitere Vorgehen geprüft. Um vor Gericht zu dokumentieren, dass Mohammad Hosseini Christ ist und zur Gemeinde gehört, entschlossen sich die Waldshuter Kirchengemeindemitglieder, den Iraner in seinem Verfahren unterstützend zu begleiten. Kirchengemeinderat Walter Dümas, 72, war bereits beim Verfahren des anderen Iraners im letzten Herbst dabei und fuhr auch am Freitag zur Anhörung von Mohammad Hosseini mit. „Die dauerte mit zweieinhalb Stunden deutlich länger und verlief in einer zu erwartenden offenen, sachlichen und wertschätzenden Atmosphäre“, konstatiert er. Die Fragen der Richterin seien diesmal präziser gewesen und von Mohammed Hosseini gut beantwortet worden. Sie betrafen den politischen und religiösen Aspekt zu gleichen Teilen. „Die gestellten Fragen zum Glaubenswissen hätten wahrscheinlich viele Christen nicht ausreichend beantworten können“, so Dümas.
 

Gefragt, was ihm der christliche Glaube bedeute, habe Mohammad Hosseini erklärt, dass er im Christentum Freiheit, Liebe und Toleranz erfahren habe. Toleranz, die im Islam gefordert, aber im Iran nicht praktiziert werde. Auf die Zeugenbefragung von Pfarrer Hansen verzichtete die Richterin, die Aussagen seien eindeutig gewesen. „Diese Aussage werte ich sehr positiv“, sagt Walter Dümas. „Ich denke, Mohammad Hosseini hat einen guten Eindruck hinterlassen“. Auf die Frage der Richterin, dass man sein Christsein verleugnen und somit einer Gefährdung im Iran entgehen könne, kam die klare Antwort: „Ich werde nicht lügen, dass ich Christ geworden bin.“ Wie die Entscheidung in diesem Fall ausfallen wird, ist noch offen. Das Urteil in dem Verfahren wird in etwa drei Wochen dem Kläger schriftlich zugestellt. {Quelle: www.suedkurier.de}

 

 

 

Waldshut-Tiengen

 

Christsein und Asyl

 

Neben politischen Gründen wird des Öfteren von iranischen Asylbewerbern als Verfolgungsgrund die Konversion zum Christentum angeführt. Eine damit verbundene Abkehr vom Islam (Apostasie) steht bei Bekanntwerden im Iran unter Todesstrafe. Asylbewerber aus dem Iran, die sich in Deutschland taufen lassen, stehen im Verdacht, dies aus asyltaktischen Gründen zu tun. Die Glaubensüberzeugung wird vom Einzelrichter überprüft. Evangelische Kirchengemeinden sehen darin eine unzulässige Einmischung, die das Kirchenrecht verletzt, da eine Taufe nur nach sorgfältiger Prüfung erfolgt. {Quelle: www.suedkurier.de}

 

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