kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Kopten rücken aus Enttäuschung vom “Frühling” zusammen 30. Juni 2012

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 15:59

Der arabische Frühling hat stark herbstliche Farben angenommen”!

 

Es ist nur traurig, dass erst jetzt die Erkenntnis sich wohl oder übel durchgesetzt hat, nachdem die Realität das Wunschdenken ersetzt hat. Es war von vornherein abzusehen, dass dieses Enttäuschungsgefühl aufkommen musste, wie die Reaktionen von Christen hier beweisen. Können wir diesen Christen verdenken, dass sie ausgewandert sind ober aber noch auswandern wollen? Sie geraten in Ägypten zwischen die Mühlsteine des islamischen Miltiärrates und den Muslimbrüdern. Dieser Zustand dauert bereits seit Hunderten von Jahren an. In einem islamisch geprägten Land kann es keine Demokratie geben. Man kann nur wählen zwischen der einen islamischen und der anderen islamischen Partei mit nuanciert unterschiedlichen, aber immer negativen Folgen für die Christen, denn die haben, obwohl gerade die Kopten in Ägypten die Ureinwohner stellen, immer die schlechteren Karten bei dieser Konstellation. Im Zeitalter des Internets lernen junge Christen, dass es (noch) Orte auf der Erde gibt, auf denen es möglich sein soll, seinen Glauben frei und ohne Behinderung ausleben zu können. Dazu gehören allerdings nie die islamisch geprägten Staaten, welch Wunder! Und die Staaten, in denen die freie Religionsausübung noch möglich ist, sind kräftig dabei, diesen Zustand zu ändern und ägyptische Islam-Verhältnisse auch dort einzuführen.

 

Jesus wünscht sich für seine Schützlinge, nämlich die Christen, keine Verfolgungen um seinetwillen, er stellt sie uns nur vor Augen. Er weiß, dass seine Person und seine Lehre immer die Welt der Erde in einem Spannungsfeld der Hass-Liebe hält und halten wird. Es ist schon traurig, dass eine Gestalt wie Jesus Christus ein Eckstein ist, an dem sich die Welt reibt. Ein Mann, der Frieden so glaubwürdig verkündet und auch – das ist bereits ein Wunder in sich – gelebt hat, ist zum Gegenstand von Religions- und Ideologiekriegen geworden. Eine Persönlichkeit, die in Wort und Tat jedes menschlich-irdische Fassungsvermögen übersteigt wird zum Zankapfel für die Welt. Wie es in einem modernen christlichen Lied heißt: “Schuldlos schuldig und verraten. Hängst Du zwischen Gott und Welt. Bist in unseren Krieg geraten”. Warum ist das so?

 

Er hält den Mächtigen dieser Welt seiner Zeit, und weil seine Lehre seine Gültigkeit nie verlieren wird,

 auch den Mächtigen der heutigen Zeit gnadenlos den Spiegel vor Augen und die Mächtigen erkennen darin monsterhafte Erscheinungen,

weil dort Mord, Korruption, Menschendiskriminierungen und Menschenleid sie aus diesem Spiegel anstarren

und sie genau wissen,

dass dieses Leid auf ihr Konto geht.

 

Jesus ist nicht der König dieser Welt. Das nehmen ihm Islam und Kommunismus, aber auch der Edel-Kapitalismus übel. Er ist seinem Vater, der mit dem Hl. Geist in ihm ist, verpflichtet, nicht den Mächtigen dieser Welt. Das rechtfertigt Vertreter von Religionen und Ideologien offensichtlich zum Handeln gegen die Christen dieser Welt. Und weil die Christenheit dieser Welt in sich selbst uneins ist und sich nicht für die verfolgten Glaubensgeschwister dieser Welt interessiert und insbesondere massiv durch Gebet und Handeln und durch integeres politische Handeln einsetzt, haben es die Antichristen dieser Welt so leicht, Frühlinge, Reformen und Verbesserung, die Christen und alle Menschen in Not betreffen sollten, zu torpedieren und den Islam weiterhin zu hofieren in der Hoffnung, dass dieser sie selbst nicht überspülen wird.

 

Stephanus: Wieder ein treffender, wohlfundierter Kommentar, der eigentlich keiner Antwort bedürfte. Deshalb mache ich es auch an dieser Stelle kurz und bedanke mich nur schnell dafür, dass Sie uns, die Leser des Blogs und mich, an Ihren Überlegungen teilhaben lassen.

 

Und die Staaten, in denen die freie Religionsausübung noch möglich ist, sind kräftig dabei, diesen Zustand zu ändern und ägyptische Islam-Verhältnisse auch dort einzuführen. Traurig genug. Und dies alles, um der kompletten Begriffverwirrung und Perversion noch die Spitze aufzusetzen, im Namen von “Toleranz und Religionsfreiheit”. Die Wölfe im Schafspelz lachen herzlich über die vielen Schafs-Dhimmis, die mit ihnen gemeinsame Sache machen in der schrittweisen Einführung der Scharia im “Westen”. Genau deshalb schauen auch so viele Kirchenvertreter nicht so genau hin, wenn Christen in islamischen Ländern diskriminiert, vertrieben und ermordet werden. Denn von Verhältnissen wie in Nord-Nigeria, Nord-Mali, Ägypten oder Pakistan könnte man ja für das eigene Christenleben etwas lernen. Und genau diese Lehren scheuen unsere, im “interreligiösen Dialog” beschäftigten, Pastoren und Bischöfe wie der Teufel das Weihwasser. Hab gerade gelesen, dass die Christen in Nigeria jetzt damit anfangen, ihre Kirchen selbst zu schützen, weil der Staat das nicht mehr packt. Respekt, die haben noch Charakter, die haben die Lage analysiert und handeln entsprechend. So sollte Kirche auch hierzulande sein. Aber wer sich der Analyse der Situation schon verweigert, von dem können wir eben auch keine Lösungen erwarten. Das gilt ebenso für Politik wie für die Kirchen.

Und weil die Christenheit dieser Welt in sich selbst uneins ist und sich nicht für die verfolgten Glaubensgeschwister dieser Welt interessiert und insbesondere massiv durch Gebet und Handeln und durch integeres politische Handeln einsetzt, haben es die Antichristen dieser Welt so leicht, Frühlinge, Reformen und Verbesserung, die Christen und alle Menschen in Not betreffen sollten, zu torpedieren und den Islam weiterhin zu hofieren in der Hoffnung, dass dieser sie selbst nicht überspülen wird. Tja, genau so ist es. Nur, dass der Islam eben nicht immer, angelehnt an den berühmten Krokodilsvergleich, diejenigen “zuletzt frisst”, die ihn füttern. Sondern zumeist als erste, wie der Fall der iranischen Linken beweist, die von den Mullahs als erste “beseitigt” wurden, nachdem man gemeinsam den “bösen Schah” entmachtet hatte. {Quelle: gebetskreis.wordpress.com}

 

 

 

„Gott hat seine Pläne“

 

 „Wir beten zum Her­ren, auf dass er Ihnen dabei hel­fen möge, Ägyp­ten zu einem mo­der­nen de­mo­kra­ti­schen Zi­vil­staat zu ma­chen, der in der Lage sein wird, die Rech­te und Frei­hei­ten jedes ein­zel­nen Bür­gers zu re­spek­tie­ren und Si­cher­heit, Frie­den und so­zia­le Ge­rech­tig­keit zu ga­ran­tie­ren“.

 

Diese an Mo­ham­med Mursi ge­rich­te­ten Worte stam­men von Bi­schof Ky­ril­los Wil­liam, Ad­mi­nis­tra­tor der kop­tisch-ka­tho­li­schen Kir­che in Alex­an­dri­en und Bi­schof von As­si­ut. Wir haben mit ihm ge­spro­chen um zu er­fah­ren, wie die Stim­mung im Pa­tri­ar­chat und in den kop­ti­schen Ge­mein­den nach dem nun­mehr si­che­ren Wahl­sieg Mur­sis sei: „Wir haben das Ge­fühl, dass alles po­si­tiv wird. Am Mon­tag hat­ten wir eine Sit­zung mit dem Rat der Ägyp­ti­schen Kir­che, mit den or­tho­do­xen Pro­tes­tan­ten, und dort haben wir dar­über ge­spro­chen. Wir haben jetzt die Auf­ga­be, die Leute zu er­mu­ti­gen. Denn ei­ni­ge waren an­fangs scho­ckiert und de­pri­miert, dass Shafik kei­nen Er­folg ge­habt hat. Das hat aber nichts zu sagen! Am ers­ten Tag hat der Prä­si­dent ge­spro­chen und er hat ein paar Mal wie­der­holt, er sei ein Prä­si­dent für alle Ägyp­ter, Mus­li­me und Chris­ten, ohne Aus­gren­zun­gen. Er hat jetzt eine Ver­ant­wor­tung und kann die Chris­ten nicht außen vor las­sen. Wir ma­chen uns ei­gent­lich keine Sor­gen“.
 

Bi­schof Ky­ril­los war einer der ers­ten Kir­chen­ver­tre­ter, die dem neuen Prä­si­den­ten Ägyp­tens zu sei­nem Wahl­sieg gra­tu­lier­ten. Er habe gro­ßes Ver­trau­en in die gött­li­che Fü­gung: „Wir beten auch, dass alles wei­ter gut geht. Die Men­schen hier haben viel Ver­trau­en in die gött­li­che Vor­se­hung. Gott hat seine Pläne. Warum hat er Mursi und nicht Shafik ge­win­nen las­sen? Ganz be­stimmt hat er einen Plan, den wir nicht ver­ste­hen kön­nen, aber wir neh­men ihn gerne an und ma­chen mit, wir haben keine Pro­ble­me damit“. Die Ägyp­ter seien eine große Fa­mi­lie, die zu­sam­men hal­ten müsse: „In einer Fa­mi­lie ge­hö­ren alle zu­sam­men. Es geht nicht, dass ei­ni­ge ohne die an­de­ren wir­ken. Seit 1400 Jah­ren haben wir zu­sam­men ge­lebt und Chris­ten ohne Mus­li­me oder Mus­li­me ohne die Chris­ten sind ei­gent­lich nicht vor­stell­bar. Wir ver­su­chen, durch die vie­len Kom­mis­sio­nen, die wir haben, die rich­ti­gen Ge­dan­ken an die jun­gen Ge­ne­ra­tio­nen wei­ter zu geben. Die jun­gen Ge­ne­ra­tio­nen wis­sen nicht, wie wir zu­sam­men ge­ar­bei­tet haben und in Har­mo­nie zu­sam­men ge­lebt haben“. Daran, dass bei der Wahl ge­trickst wor­den sei, glau­be er nicht, so Bi­schof Ky­ril­los. Viel­mehr sehe er den knap­pen Aus­gang der Wahl als Chan­ce für ein ge­ein­tes Ägyp­ten: „Die Er­geb­nis­se waren wohl sau­ber. Mursi hat we­ni­ge Stim­men be­kom­men, denn viele Men­schen sind gar nicht erst zur Wahl ge­gan­gen. An­de­rer­seits haben viele ihn ge­wählt, weil sie kei­nen Prä­si­den­ten aus dem alten Re­gime haben woll­te. Des­we­gen hat er keine wich­ti­ge Mehr­heit in der Wahl er­run­gen. Das weiß er und des­halb muss er jetzt ver­su­chen, alle Ägyp­ter hin­ter sich zu brin­gen und po­si­tiv für alle Ägyp­ter zu han­deln.“ {Quelle:www.muenchner-kirchenradio.de}

 

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