kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

„Der Mann verliert seine natürliche Partnerin“! 30. Juni 2012

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 20:26

Mode, Sport & Sommerhitze: 11 Fragen zum Kopftuch

 

 

Müssen Frauen ein Kopftuch tragen?

Ist es im Sommer nicht zu heiß?

Amani Abuzahra, Integrationsbeauftragte der Islamischen Glaubensgemeinschaft, beantwortet häufig gestellte Fragen.

 

 

1. Warum tragen Muslimas ein Kopftuch?

Dazu gibt es ein Gebot im Koran. Es ist Zeichen der religiösen sowie der persönlichen Identität. Die Motivationen, warum Frauen Kopftuch tragen, sind so verschieden und vielfältig, genauso wie die Art und Weise das Kopftuch zu binden. Manche tragen es  aus einem religiösen Verständnis heraus, andere auch als Rebellion gegen ihre Eltern, oder aus Modegründen. Weitere wiederum aus Gewohnheit, weil es die Frauen in der Familie tun.

 
2. Sind Muslimas ohne Kopftuch weniger gläubig?
 

Nein. Man kann mit dem Kopftuch nicht messen, wie gläubig jemand ist. Das Kopftuch ist nicht das erste und wichtigste Gebot. Es ist eine Kleidungsvorschrift, es ist kein Glaubensgrundpfeiler, wie etwa das Gebet.
 

3 Werden Muslimas in Österreich zum Kopftuchtragen gezwungen? 

Nein, es ist zwar ein religiöses Gebot, aber jede Frau muss selbst entscheiden. Zwang betrifft viel weniger Frauen, als es in den Medien dargestellt wird. Es gibt Einzelfälle, aber das Phänomen betrifft nicht die Allgemeinheit der Muslimas.
 

4. Kopftuch und sexy Kleidung – ist das nicht ein Widerspruch?
 
Die Kleidung soll nicht zu eng, nicht durchsichtig sein, aber jede Frau entscheidet selbst, was zu körperbetont, zu eng oder zu kurz ist. Bei tschetschenischen Muslimas ist es etwa üblich, ein kleines Tuch und einen kurzen Rock zu tragen. Es gibt kulturelle Unterschiede.
 

5. Ab wann soll eine Frau ein Kopftuch tragen?
 
Aus theologischer Sicht ab der Geschlechtsreife, also ab der Menstruation. Viele Muslimas beginnen aber auch erst später.
 
6. Vor wem dürfen Frauen es ablegen?
 
Im familiären Kontext, aber nicht vor jedem. Unproblematisch ist es bei direkten Verwandten – wie etwa vor dem Ehemann, Bruder, Onkel, Sohn oder Schwiegervater. Vor anderen Frauen müssen sich Muslimas nicht bedecken.
 
7. Ist es im Sommer nicht zu heiß mit dem Kopftuch?
 
Im Sommer wird ein dünnerer Stoff genommen. Manche Frauen finden, dass es vor der Sonne schützt, aber das ist Geschmackssache.
 

8. Wie funktioniert Sport mit Kopftuch?
 
Beim Schwimmen wird ein Burkini getragen. Das ist ein Ganzkörper-Schwimmanzug, der den Körper und die Haare bedeckt. Für andere Sportarten werden Kopftücher aus Jerseystoff verwendet, die nur über den Kopf gezogen werden müssen oder Tücher mit Klettverschluss, die nicht mit Nadeln festgemacht werden.
 

9. Wie viele Kopftücher hat eine durchschnittliche Muslima?
 
Die modebewusste Muslima hat viele Tücher, so wie auch T-Shirts. Alle Farben sind erlaubt.
 
10. Pflegen Muslimas ihre Haare weniger, weil man sie nicht sieht?
 
Die Haarpflege wird nicht vernachlässigt. Es gibt Frisörinnen, die nach Hause kommen. Es gibt welche, zu denen man nur als Frau gehen kann. Es gibt die verschiedensten Haarprachten unter den Tüchern – gefärbt, getönt, gelockt.
 
11. Wie lange dauert es, ein Kopftuch zu binden?
 
Von einigen Sekunden, wenigen Minuten bis hin zu einer Viertelstunde – für die aufwendige Party- oder Hochzeitsvariante.

{Quelle: diepresse.com –  CLARA AKINYOSOYE}

 

 

 

Der Mann verliert seine natürliche Partnerin“!

 

 

Die Stellung der Frau im Islam wird im Westen gerne diskutiert.

Mitunter müssen verhüllte Musliminnen sogar zur Rechtfertigung von Kriegen herhalten. Das soeben erschienene Buch von Ilhan Arsel untersucht, welche Rolle den Frauen vom Koran und den Überlieferungen tatsächlich zugewiesen wird. Der Autor hat dazu eine Vielzahl an Originalquellen ausgewertet, was seine Arbeit für den deutschen Sprachraum einzigartig macht.

Der hpd sprach mit dernÜbersetzerin und Herausgeberin Arzu Toker.
 

 

hpd: Ilhan Arsel war ein renommierter Verfassungsrechtler. Was hat ihn dazu geführt, sich in über einem Dutzend Büchern kritisch mit dem Islam zu befassen?
 
Arzu Toker: Man muss hier dazu sagen, dass er der Erste ist, der sich in der Türkei gegen den Islam gestellt hat. Ilhan Arsel hatte ein sehr ausgeprägtes Gerechtigkeitsgefühl und er wusste als Jurist die Demokratie zu schätzen. Darüber hinaus merkte er, dass seine Professoren-Kollegen an der juristischen Fakultät Ankara sich nicht klar gegen die damals aufkeimende Islamisierung stellten. Deshalb kündigte er 1977 seine Professur an der juristischen Fakultät aus Protest gegen das Schweigen der Professoren und schrieb sein Buch „Intellektueller und Intellektueller“, in dem er die Misere der türkischen Intellektuellen und Professoren thematisiert und sie mit den westlichen Intellektuellen vergleicht. Er fand sie unzureichend, um die noch sehr junge Demokratie in der Türkei mit Wissen gegen Glauben zu stärken. Der andere Grund war der Unterschied, den er zwischen seinen Studentinnen und seinen Studenten erkannte. Während die Studentinnen aufmerksam, lern- und wissbegierig, interessiert waren, verhielten sich die Jungs ungehobelt, oberflächlich. Diese lernten erst, um die Mädchen zu beeindrucken. Auf der Suche nach dem Warum, entdeckte Arsel den Islam als die Ursache.
 

 

hpd: In dem jetzt veröffentlichten Buch „Frauen sind eure Äcker“ geht es um die Stellung der Frau im islamischen Recht. Zu welchem Ergebnis kommt Ilhan Arsel?

Arzu Toker: Es geht hierbei eigentlich nicht nur um die Stellung der Frau. Nach der Lektüre werden Sie eine Vielfalt von Aspekten verstehen und sehen, dass es um eine grundsätzlich verheerende Haltung gegenüber den Menschen geht. Sie verstehen auch das Gottesverständnis Mohammeds und Sie erfahren sehr viel von Mohammed als Mann. Vor allem wird eins durch dieses Buch klar: Man macht es sich viel zu leicht, wenn diese Haltung gegenüber der Frau auf die Unterdrückung der Frau reduziert wird. Es geht nicht nur um die Unterdrückung der Frau, sondern um die Vernichtung der weiblichen und männlichen Humanität in vielschichtiger Weise. Vernichtet wird die Selbstverständlichkeit der Beziehung von Mann und Frau, der Mann wird zum Herrscher, zum sexuellen „Hengst“ gemacht. Er verliert seine natürliche Partnerin, die ihm als Erwachsener eine ihn liebende Freundin, Partnerin sein kann. Er wird im Grunde durch den Islam reduziert auf sein Geschlecht, auf das Animalische. Ilhan Arsel zeigt, dass der Mann auch im Jenseits auf sein Geschlecht reduziert wird. Für Mohammed scheinen die Männer keine andere Qualität zu haben.
 

 

hpd: Das umfangreichste Kapitel beschreibt das Leben der Frau von der Geburt bis zum letzten Atemzug als Weg „von einem Pech zum nächsten“. Was müssen wir uns konkret darunter vorstellen?
 
Arzu Toker: Arsel erklärt, was Frauen im Leben und im Jenseits bevorsteht, und belegt diese Aussagen aus islamischen Quellen. Es ist Pech, als Mädchen in der islamischen Gemeinde auf die Welt zu kommen. Denn dann ist es ein Leben als Mittel zum Zweck. Um mich kurz zu fassen: Als ein kleines Mädchen, mit sechs Jahren kann sie schon verheiratet werden, wie es Aischa mit dem alten Mohammed ergangen ist. Hat sie Glück und wird ein junges Mädchen, ohne zuvor einen Greisen heiraten zu müssen, so wird sie irgendwann durch ihren Vormund mit jemandem verheiratet, den sie nie zuvor gesehen hat. Das ist eine gesellschaftlich genehmigte, von Allahs wegen legitimierte Gewalt gegen die Frau. Als Ehefrau ist sie der Laune und der Lust des Mannes ausgeliefert, zum absoluten Gehorsam verpflichtet. Was ist das für ein Leben? Sie ist verurteilt zu existieren, um für das Wohlergehen des Mannes zu sorgen, ihn sexuell zu befriedigen, damit er sich auf den Islam konzentrieren und ins Paradies kommen kann, wo ihn seine eigentlichen Frauen erwarten.
 

 

hpd: Die Situation der Frau hat sich auch im sogenannten Abendland über Jahrhunderte nicht grundlegend anders dargestellt. Dann kamen die Emanzipationsbestrebungen auf und bis heute konnten die Frauen einige bedeutende Schritte auf dem Weg zur Gleichberechtigung vorankommen. Ist eine ähnliche Entwicklung für die islamische Welt zu erwarten?
 
Arzu Toker: Eine komplexe Frage, der ich mit einem neuen Buch antworten könnte. Nun, die Emanzipationsbestrebungen kamen auf, weil die Frauenbewegung in Europa eine sehr viel ältere Geschichte hat. Für die Türkinnen und Kurdinnen aus der Türkei kann ich sagen, dass sie vieles, wofür die Europäerinnen gekämpft haben, einfach durch die Gründung der Republik „bekamen“. Das heißt, sie wurden durch die Gründung eines demokratischen Staates nach dem Zerfall des Osmanischen Reiches staatlich befreit oder „zwangsemanzipiert“, denn Mustafa Kemal Pascha ließ einfach das Schweizer Zivilrecht übersetzen und dem das aktive und passive Wahlrecht für Frauen hinzufügen. Abgesehen davon ordnete er die Entschleierung an. Und jetzt werden die Frauen wieder durch die Macht, d.h. durch die derzeit regierende Partei in der Türkei, zurück zur Unterwerfung, zur Erniedrigung geführt. Die Frau des derzeitigen Ministerpräsidenten Tayyip Erdogan läuft vermummt hinter ihrem Mann her…
 

Doch es gibt weitere Aspekte: Die 68er in Deutschland, die ja die Frauenbewegung beschleunigten, haben im Unterschied zu Ländern wie der Türkei und anderen islamisch geprägten Staaten die Erziehung, die Sexualität, die Geschichte, die Werte hinterfragt. Wir aus der Türkei und die 68er in arabischen Ländern wollten die Macht selbst haben, wir haben lediglich die Macht in Frage gestellt. Das führt nicht zwangsläufig zur Emanzipation. Heutzutage ist ein neuer Aspekt hinzugekommen, nämlich die Medien. Nicht umsonst versuchen einige arabische Länder, den Empfang europäischer Medien zu verhindern. Die Frauen könnten auf die Idee kommen zu sagen: „Lieber jetzt leben als in den Himmel kommen, denn selbst im Paradies gibt’s nichts Besonderes für mich, nur meinem Mann, den ich mir ohnehin nicht ausgesucht habe und dem ich dann zusehen darf, wie er sich amüsiert.“ Wobei, auch dazu brauchen die Frauen die Fürsprache ihres Ehemannes, ohne seine Zustimmung kommen sie nicht einmal ins Paradies.

 

hpd: Es gibt Stimmen, die bestreiten, dass der Islam für die Lage der Frauen verantwortlich sei, und auf ältere Traditionen verweisen. Wie sieht Ilhan Arsel das?
Arzu Toker: Das hat Arsel auch in den Zeitungen gelesen und war enttäuscht. Er sah, dass es modern wurde, alles Schlechte auf die Tradition zu schieben und den Islam reinzuwaschen. Sicher gibt es auch Traditionen, die gegen die Frau gerichtet sind. Aber die Frage ist, und das wird durch „Frauen sind eure Äcker“ gründlich verständlich, was ist deren Quelle? Solche Traditionen kommen nicht aus dem Nichts. Und die Antwort ist bei Arsel klar und deutlich: Islam. Zu behaupten, es handele sich um Tradition und nicht um den Islam, ist genau die feige Antwort vieler, die entweder keinen Mumm haben, sich grundsätzlich mit Religion auseinanderzusetzen, oder sich einen moderaten Islam erfinden, um Karriere machen zu können. Auch die iranischen sogenannten „Intellektuellen“ glaubten an einen moderaten Islam, mit dem sie gemeinsam gegen den Schah agieren können und sind 1979 in die Falle von Khomeini gegangen, der den Islam entsprechend den Geboten praktizierte. Abgesehen davon ist die Behauptung, es handele sich um Tradition, besonders für die türkische Frau absoluter Nonsens. Denn sie hatte vor der, übrigens gewaltsamen, Islamisierung ihre volle Freiheit. Das bestätigen sowohl arabische Reiseberichte aus der Zeit vor der Islamisierung als auch Autoren türkischer Nationalisten, die widersinnigerweise sich dennoch als Muslime sehen. Man kann das in der pantürkischen Literatur z.B. bei Ziya Gökalp nachlesen.
 

 

hpd: Welche Reaktionen haben Ilhan Arsels Bücher in der Türkei hervorgerufen?
 
Arzu Toker: Mehrere Klagen, die allesamt zurückgezogen oder einfach unbearbeitet unter den Tisch gekehrt wurden, zumal Arsel auch den Staatsanwalt verklagte. Dieses Buch, das im Original „Scharia und die Frau“ heißt, hat in der Türkei mittlerweile die 18. Auflage erreicht. Es ist einfach ein Grundlagenbuch und nicht wegzudenken oder wegzuklagen, weil alle Aussagen hieb- und stichfest sind.
 

 

hpd: Mehrfach werden Schriften des Diyanet als Belege herangezogen. Diyanet ist ja sozusagen die türkische „Muttergesellschaft“ der in Deutschland tätigen Ditib. Diese wird im Allgemeinen als moderat wahrgenommen. Da irritiert es, die von Diyanet herausgegebenen Kommentare zu bestimmten Überlieferungen zu lesen, die fundamentalistische Vorstellungen fördern…
 
Arzu Toker: Diyanet ist mitnichten moderat. Diyanet wird besonders in Deutschland schön geredet. Arsel hat gegen Diyanet gekämpft. Ein Abgeordneter stellte aufgrund von Arsels Schriften eine parlamentarische Anfrage über die Grundgesetzwidrigkeit von Diyanet-Publikationen. Diyanet hat Arsel sowohl über die Presse verleumdet als auch über Diyanet-nahe Staatsanwälte gegen Arsel prozessiert. Sie, die Staatsanwaltschaft und Diyanet, gingen so weit, dass sie ein Gutachten als Beweis angaben, das sich später als gar nicht existent herausstellte. Im Endeffekt wurde durch diese Prozesse klar, dass die Zitate von Arsel korrekt sind, nicht aber die Aussagen von Diyanet. In der türkischen Ausgabe von „Frauen sind eure Äcker“ gibt es am Schluss eine kleine Zusatzveröffentlichung, die heißt: Die Lügen des Diyanet. Nach diesen Prozessen hat Diyanet dieselben Bücher, welche sie immer noch für die theologische Schulung einsetzt (Sahihi, Gazali etc.), nicht mehr selbst herausgegeben, sondern im islamischen Umfeld bei verschiedenen Verlagen drucken lassen. Das ändert jedoch nichts, denn damit kaschiert Diyanet nur seine eigentliche Gesinnung und sorgt mit Staatsgeldern für eine blühende rechtsbrechende islamische Verlagslandschaft.

 

Den politischen Sinn hinter der Schönrederei des Diyanet in Deutschland habe ich bisher noch nicht verstanden. Ganz böse könnte ich interpretieren, dass deutsche Politiker und Politikerinnen mit der demokratischen Ordnung nicht klar kommen und die Religionen oder deren Vertreter herbeireden. Dies gilt auch für andere Religionen wie Judentum und Christentum in Deutschland. Erst vor einigen Wochen, im Juni 2012, hat Diyanet erklärt, dass eine Mutter kein Recht habe, zu sagen, dass ihr Körper ihr gehört und sie nicht gebären muss, wenn sie nicht will. Darin unterscheidet sich Diyanet nicht von der Katholischen Kirche. Diyanet ist wie eine Schlaf simulierende Pythonschlange. Solange sie sich keine Chance ausmalt, arbeitete sie sich heimtückisch vorwärts. Das können Sie an den aktiven Diyanet-Rentnern sehen, die inzwischen Sektenführer sind wie Fethullah Gülen und Demircan. Beide beziehen noch ihre Rente. Gülens Schleimspuren führen sogar bis in die USA, von wo er seine Organisation weltweit ausgedehnt hat. Auch in Deutschland sind mehrere Gülen-Schulen zugelassen worden. Mittlerweile hat er sogar den türkische Polizeiapparat unterwandert und liefert ein Käppchen mit Tayyip Erdogan. Übrigens war auch Metin Kaplan, der ehemalige Hetzer und Islamistennetzgründer in Köln, ein ehemaliger Diyanet-Mann. Auch er bezog seine Diyanet-Rente zusätzlich zur Sozialhilfe, die er von einer Gesellschaft bekam, die er verachtete und gegen die er Feindschaft predigte. Die deutschen Behörden wussten alles, aber sie duldeten es. Warum? Hatten sie gehofft, dass er ein zweiter Khomeini wird?
 

 

hpd: Das Buch war bereits sehr lange angekündigt. Was hat so viel Arbeit gemacht?
 
Arzu Toker: Zunächst hatte ich das Buch, das im Original über 600 Seiten umfasst, vollständig übersetzt. Mein Verlag beanstandete jedoch die Wiederholungen. Diese Kritik ist übrigens auch in der Türkei am Buch geäußert worden. Also habe ich die meisten Wiederholungen rausgenommen, Umstellungen vorgenommen, Kapitel zusammengefasst, Übergänge neu hinzugefügt und einige Abschnitte noch vertieft. Dadurch entstand eine völlig andere Struktur. Ilhan Arsel hat damals noch gelebt, die Arbeit gespannt verfolgt und der Überarbeitung zugestimmt. Hinzu kam, dass das Buch in den 80er-Jahren geschrieben worden ist. Der Standard, wie Zitate angegeben werden, war damals ein anderer. Ich habe jedes Zitat kontrollieren, einige alte Bücher ausfindig machen müssen. So habe ich auch Zitate hinzugefügt, andererseits sind einige Quellen unter den Tisch gefallen. Ich fand das sehr schade, aber manche Ausgaben ließen sich leider nicht besorgen. Ich empfehle den Islamistik-Studenten, nach den Zitaten der türkischen Version zu stöbern. Für den größten Teil der Leserschaft ist das aber ohne Bedeutung, da Arsel seine Aussagen zum Teil mit drei, vier Quellen aus verschiedenen Sprachen belegt hatte, so dass es keinen Abbruch tut, wenn die eine oder andere gestrichen wurde. Und schließlich: Das Buch ist für ein türkisches Publikum geschrieben worden. Viele Namen oder Begriffe, die dort sofort eingeordnet oder verstanden werden, müssen für die deutschen Leser kurz erläutert werden. Auch dieser „Kulturtransfer“ hat seine Zeit gekostet.
 

 

hpd: Welche Wirkung wird das Buch in Deutschland haben? Was erwarten Sie?
 
Arzu Toker: In der Türkei hatte es die Wirkung, dass zum Beispiel ein Mensch wie Turan Dursun, ein Imam und Mufti, den Mut fand, sich öffentlich vom Islam zu distanzieren, sich durch sein tiefes Wissen kritisch mit dem Islam auseinanderzusetzen und darüber zu schreiben. Leider wurde er 1990 ermordet. Ilhan Arsel und Turan Dursun waren befreundet. Ich denke, dass „Frauen sind eure Äcker“ ein Grundlagenbuch ist. Zugleich ist es ein Buch, das die neueren Generationen, die türkisch nicht gut lesen können mit Wissen statt Glauben versorgen kann. Die Islamisten können nun keine Märchen mehr auftischen. Das Buch ist im denkladen erhältlich. {Quelle: hpd.de – Die Fragen stellte Martin Bauer}

hpd

 

One Response to “„Der Mann verliert seine natürliche Partnerin“!”

  1. Johannes Says:

    Es gibt keinen einzigen Vers im Koran, der auf ein Kopftuch Bezug nimmt.
    Frauen sollen lediglich ihre Brüste bedecken. That´s it.

    Die ganze Kopftuch-Angelegenheit ist politisch zu sehen und wurde von den „Un-Geistlichen“ des Islam (=Unterwerfung unter Allah“) inszeniert. Allerdings machen viele Mohammedanerinnen hier freiwillig mit und machen sich damit „interessant“. Gleiches trifft auch oft auf die Gesamtverschleierung hierzulande zu. Das ist wie im Karneval! Dort verkleiden sich Frauen und Männer auch gern, selbst solche, die sich in Spitzenstellungen befinden. Ich denke da an die frühere S-H Ministerpräsidentin Simonis, an den Ex-MP von NRW Rüttgers etc. etc. Als Norddeutscher denkt man ohnehin, dass die einen an der Klatsche haben.


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