kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Islamist Mursi will engere Beziehungen zu Iran 25. Juni 2012

Filed under: Moslembrüder — Knecht Christi @ 20:12

Der koptische Komiker Dr. Basem Josef von ON-TV

 

 

Unter dem Jubel seiner Anhänger wurde der Muslimbruder zum Wahlsieger gekürt.

Nun will der neue ägyptische Präsident

ein „strategisches Gleichgewicht mit dem Iran“ schaffen.

 

EU und USA sprechen von einem „Meilenstein“.

 

 

Der neu gewählte ägyptische Präsident Mohammed Mursi hat in einer ersten Ansprache versöhnliche Töne angeschlagen. Mehrfach kündigte er unter dem Jubel seiner Anhänger an, der „Präsident aller Ägypter“ sein zu wollen. Sonntagabend versprach Mursi die Einhaltung aller internationaler Verträge und würdigte die Revolution des vergangenen Jahres, die den Sturz von Ex-Machthaber Husni Mubarak bewirkt hatte. „Die Freiheit hatte eine hohen Preis“, sagte er. „Ich verspreche, dass ich alles tun werde, dass das Blut der Märtyrer nicht vergeblich vergossen wurde“. Völlig neue Töne schlug er dagegen in einem am Montag veröffentlichten Interview der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Fars an. Demnach betonte er, die Beziehungen zum Iran ausweiten zu wollen, um ein strategisches Gleichgewicht in der Region zu schaffen. „Dies ist Teil meines Programmes“, zitierte Fars den Politiker. Nach Angaben der Agentur fand das Interview am Sonntag wenige Stunden vor Bekanntgabe des Ergebnisses der Präsidentenwahl statt.

 

 

 

Tantawy und seine Generäle empfangen den Ersatz-Reifen Morsi

 

 

 

 

 

 

„Meilenstein“ für Ägypten

 

Als einer der ersten gratulierte US-Präsident Barack Obama Mursi telefonisch zur Wahl. Das ägyptische Volk beglückwünschte er zu „diesem Meilenstein auf dem Weg zum demokratischen Übergang“. Obama freue sich auf die Zusammenarbeit mit Mursi und der künftigen Regierung „auf der Basis gegenseitigen Respekts, um die vielen gemeinsamen Interessen Ägyptens und der USA zu fördern“, hieß es in einer Erklärung des Weißen Hauses. Von einem „Meilenstein“ sprach auch die Europäische Union in ihrer Gratulation an Mursi. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton begrüße den friedlichen Verlauf der Präsidentenwahl, sagte ihre Sprecherin am Sonntagabend. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon vertraut laut einer in New York verbreiteten Erklärung darauf, dass Mursi „keine Mühen scheut, um sicherzustellen, dass das Volk Ägyptens die Hoffnungen auf mehr Demokratie, die Achtung der Menschenrechte und auf ein stabiles Land für alle Bürger umsetzt“. Israel hofft laut Ministerpräsident Benjamin Netanjahu auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Ägypten und den weiteren Bestand des Friedensvertrags zwischen beiden Ländern. Auch der Oberste Militärrat, der seit Mubaraks Sturz in Ägypten herrscht, gratulierte dem islamistischen Wahlsieger.

 

 

Jubel am Tahrir-Platz

 

Mursi setzte sich bei der Stichwahl mit knappem Vorsprung gegen den früheren Luftwaffenchef Ahmed Shafik durch. Damit behaupteten die religiös konservativen Muslimbrüder ihre führende Position auch in der Präsidentenwahl. Nach Angaben der staatlichen Wahlkommission vom Sonntag vereinigte der Kritiker des früheren Mubarak-Systems rund 52% der Stimmen auf sich. Shafik erhielt 48,2%. Die Wahlbeteiligung lag bei 51%. Es war die erste Präsidentenwahl in Ägypten seit dem Sturz von Mubarak im Februar 2011. Auf dem Tahrir-Platz im Zentrum Kairos hatten sich seit dem Vormittag Tausende Anhänger Mursis versammelt. Als das Ergebnis verkündet wurde, brach Jubel aus. Die Muslimbrüder hatten sich seit Tagen immer wieder versammelt, um ihren Kandidaten zu unterstützen und gegen den Militärrat zu protestieren. Dieser hatte sich nach der Auflösung des von muslimischen Abgeordneten dominierten Parlaments weitreichende Befugnisse von der Volksvertretung übernommen. Das neue Staatsoberhaupt soll am Sonntag sein Amt in dem bevölkerungsreichsten arabischen Land antreten. {Quelle: diepresse.com}

 

 

 

 

 Mursi! Mursi! Allah ist groß„!

 

 

Ägyptens neuer Präsident heißt Mohammed Mursi.

Der Machtkampf zwischen Kräften des alten Regimes und Muslimbrüdern wird sich weiter zuspitzen.

 

 

Knapp eine Stunde lang herrschte atemlose Stille, dann verwandelte sich der Tahrir-Platz mit einem Schlag in ein brodelndes Menschenmeer. Feuerwerksraketen jagten in den Himmel. „Mursi! Mursi! Allah ist groß!“, skandierte die jubelnde Menge und „Nieder mit der Militärherrschaft“. Sekunden zuvor hatte der umstrittene Chef der Obersten Wahlkommission, Farouk Sultan, endlich nach einer langen, gewundenen Rede den Namen über seine Lippen gebracht, auf den Ägypten seit Tagen wartete. „Der Gewinner der Wahl zum Präsident Ägyptens am 16. und 17. Juni ist Mohammed Mursi Eissa al-Ayat“, sagte er. Mit dem 61-jährigen promovierten Ingenieur rückt zum ersten Mal in der Geschichte Ägyptens ein Mann an die Spitze des Staates, der der Muslimbruderschaft angehört. Nach dem offiziellen Endergebnis entfielen auf Mursi 13.230.131 Stimmen, rund 880.000 mehr als auf seinen Konkurrenten, den ehemaligen General und Premierminister Ahmed Schafik. Die Wahlbeteiligung lag bei 51,8%. Rund 400 Einwände und Anzeigen von Unregelmäßigkeiten habe die Hohe Kommission in den vergangenen sieben Tagen geprüft, deren wichtigste Details Farouk Sultan in seiner rund einstündigen Rede noch einmal Wahlkreis für Wahlkreis durchging.

 

Mit dem Ergebnis aber wird sich der Machtkampf in Ägypten zwischen den Kräften des alten Regimes und der Muslimbruderschaft weiter zuspitzen. Der Oberste Militärrat, der sich erst vor einer Woche durch Verfassungsdekrete mit weitreichenden Vollmachten ausgestattet hatte, versetzte Polizeieinheiten und Militärverbände im ganzen Land in höchste Alarmbereitschaft. An den Ausfallstraßen Kairos fuhren große Zahlen von gepanzerten Fahrzeugen auf. Alle Straßen zum Parlamentsviertel nahe dem Tahrir-Platz wurden weiträumig abgesperrt. Das Gebäude der Obersten Wahlkommission in Heliopolis wurde durch Stacheldraht und einen dichten Kordon von Militärpolizei gesichert. Im Zentrum der ägyptischen Hauptstadt vernagelten seit dem Morgen Händler ihre Ladenlokale, viele Menschen blieben aus Angst vor neuen blutigen Unruhen zu Hause. Andere deckten sich bei Hamsterkäufen mit Brot und Lebensmitteln ein. Bereits am Freitag hatte der Oberste Militärrat im Staatsfernsehen eine Erklärung verlesen lassen, man werde mit „äußerster Härte und Entschlossenheit“ gegen jeden vorgehen, der öffentliches Eigentum beschädige.

 

 

Warnung vor Wirtschaftskrise in Ägypten

 

Am Samstag hatte der amtierende Ministerpräsident Kamal al-Ganzouri gewarnt, Ägypten werde bei dem gegenwärtigen Konflikt der größte Verlierer sein. Die Wirtschaftslage Ägyptens werde sich weiter verschlechtern, ebenso die Kreditwürdigkeit des Staates sowie der Aktienindex. Als „dreiste Lügen und verbalen Terrorismus“ bezeichnete Ganzouri Meldungen, seine Familie habe sich bereits im Ausland in Sicherheit gebracht und viele Geschäftsleute würden Ägypten in diesen Tagen verlassen. Ägyptische Medien hatten zuvor berichtet, der langjährige Geheimdienstchef Omar Suleiman habe sich in die Vereinigten Arabischen Emirate abgesetzt und seine Familie würde in Kürze folgen. Die Führung der Muslimbruderschaft feierte den Sieg am Abend auf dem Tahrir-Platz, den Zehntausende Anhänger seit sechs Tagen rund um die Uhr besetzt hatten. „Das Militär hat uns die Revolution gestohlen und uns betrogen“, schimpfte ein junger Lehrer, der aus dem Sinai angereist ist. „Wir werden nicht weichen, bis das Militär die Macht abgegeben hat“, sagten andere, die eine große Zeltstadt im Zentrum des Kreisverkehrs errichtet hatten.

 

Während des Wochenendes hatten die Islamisten erstmals das Gespräch mit anderen politischen Gruppen gesucht und ihnen angeboten, sie im Falle eines Wahlsieges von Mohammed Mursi in eine Regierung der nationalen Einheit einzubinden. Mursi selbst verkündete in einer persönlichen Erklärung, er werde eine Frau oder einen Kopten als Vizepräsidenten ernennen. Auch werde seine „Partei für Freiheit und Gerechtigkeit“ nicht das Amt des Regierungschefs beanspruchen. Die Anhänger von Ex-General Ahmed Schafik versammelten sich zu einer Gegenkundgebung in Nasr City nahe dem Denkmal für den 1981 von Islamisten ermordeten Präsidenten Anwar Al-Sadat. {www.zeit.de}

 

2 Responses to “Islamist Mursi will engere Beziehungen zu Iran”

  1. Ibrahaim Says:

    Gegen die Anfänge des Islamischen-Faschismus! Wieso will Mursi mit dem Iran kontaktieren?

    Das sind alles Anti-Demokraten und Islamische-Faschisten! Die Revolution geht weiter! Gegen Salafisten

    und Moslembrüder. Die wollen nur ihre macht sichern. Gegen Islamischen Faschismus! Einheit aller die

    Gegner dieser Kräfte sind. Alle Kräfte sind gemeinsam stark! Wir schaffen es! Amin

  2. saphiri1 Says:

    Die USA hat Mursi zum Wahlsieg gratuliert und erklärt, dass sie sich auf eine Zusammenarbeit mit ihm freue. Das passt ihrem Antiamerikanismus wohl nicht in den Plan.
    °°°
    Nach der Prüfung der Wahl
    Gegner: „Das Militär hat uns die Revolution gestohlen

    http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.nach-der-pruefung-der-wahl-mursi-laedt-gegner-ein-page1.e1c88cb3-866f-4313-b746-c4f6c0e7c6f8.html
    °°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°

    Mursi selbst verkündete in einer persönlichen Erklärung, er werde eine Frau oder einen Kopten als Vizepräsidenten ernennen.!!!

    wäre herzlichst zu begruessen–und ein Beginn!!!

    in Gottes Hand legen wir unsere Fürbitten


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