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Ägyptische Armee greift zu Plan „B“: Morsi ist Präsident! 24. Juni 2012

Filed under: Moslembrüder — Knecht Christi @ 20:17

Auf dem Tahrirplatz herrscht Angst

 

 

«Wir haben dies dank des Blutes der Revolutions-Märtyrer erreicht»!

 

 

Mohammed Morsi gewinnt die Stichwahl gegen Ahmed Shafik um das Amt von Ägyptens neuem Präsidenten. Die Anhänger des Muslimbruders feiern den Sieg von Kairo bis in den Gazastreifen.

 

 

 

Ein Islamist wird neuer Präsident Ägyptens: Der Kandidat der Muslimbruderschaft, Mohammed Morsi, hat sich in der Stichwahl mit denkbar knappem Ergebnis durchgesetzt. Die Wahlkommission in Kairo erklärte am Sonntag, Morsi habe 51,7 Prozent der Stimmen erhalten. Sein Rivale, der frühere Ministerpräsident Ahmed Shafik, kam demzufolge auf 48,3 Prozent. Die Beteiligung an der Stichwahl vom 16. und 17. Juni lag bei 51 Prozent. Unter den Anhängern Morsis, die sich auf dem Tahrir-Platz in Kairo versammelt hatten, brandete Jubel auf, als das Ergebnis im Fernsehen verkündet wurde. Mursis Sprecher sagte, Worte könnten die Freude in diesem «historischen Moment» nicht beschreiben. «Wir haben diesen Moment erreicht wegen des Blutes der Märtyrer der Revolution», sagte Ahmed Abdel-Attie. «Ägypten wird eine neue Phase seiner Geschichte beginnen.» Nur kurz nach dem Wahlsieg löste Mohammed Morsi ein erstes Wahlversprechen ein. Laut dem Sender «BBC» trat er von all seinen Ämtern innerhalb der Muslimbruderschaft zurück.

 

 

 

 

Geschäfte bleiben geschlossen

 

Morsi ist der erste frei gewählte Präsident Ägyptens. Mit ihm wird zudem zum ersten Mal ein Vertreter des Islamismus Staatsoberhaupt in Kairo. Morsis Anhänger schwenkten Fahnen und riefen «Allahu Akbar!». Auf dem Tahrir-Platz hat vor einem Jahr der Volksaufstand gegen den langjährigen Machthaber Hosni Mubarak begonnen. Die Behörden waren nach Angaben aus Sicherheitskreisen auf neue gewaltsame Auseinandersetzungen vorbereitet. Unmittelbar vor der Bekanntgabe des Wahlergebnisses war es auf den Strassen der Hauptstadt still. Die Geschäfte blieben trotz des ersten Werktags der Woche geschlossen und die Menschen in ihren Häusern.

 

 

 

 

Palästinenser im Gazastreifen feiern Wahlsieg

 

Auch die Palästinenser im Gazastreifen haben den Sieg des Islamisten Mohammed Morsi bei der Präsidentenwahl in Ägypten gefeiert. Die Menschen strömten nach Verkündung des Wahlergebnisses auf die Strassen, feuerten Freudenschüsse ab und zündeten Feuerwerkskörper. Hamas-Führer Mahmud al-Sahar sagte, Mursis Sieg bedeute Unterstützung für den Kampf gegen die israelische Besatzung. «Der Verlierer in diesem Kampf sind Israel und seine Verbündeten in der Region», sagte Al-Sahar mit Blick auf die gemässigtere palästinensische Organisation Al-Fatah. Die Hamas war ursprünglich aus der ägyptischen Muslimbruderschaft hervorgegangen. Der Gazastreifen wird von der islamistischen Hamas regiert. Der gestürzte ägyptische Staatschef Hosni Mubarak hatte sich an der israelischen Blockade des Autonomiegebiets beteiligt. Die Palästinenser hoffen nun, dass der neue Präsident Mursi die Beziehungen zum Gazastreifen verbessern wird. Der Gazastreifen grenzt auf einer Länge von 15 Kilometern an Ägypten.

 

 

 

 

Unklares Machtgefüge

 

Allerdings dürften auch mit dem Entscheid für Morsi die Machtkämpfe zwischen dem herrschenden Militärrat, den Islamisten und Kräften des arabischen Frühlings nicht enden. Die erste freie Wahl eines Präsidenten sollte das Ende der seit sechs Jahrzehnten bestehenden Dominanz der Streitkräfte einläuten. Doch kurz vor Torschluss beschnitt der Militärrat die Befugnisse des Amtes und liess das von islamistischen Parteien dominierte Parlament auflösen. Mehr als ein Jahr nach dem Sturz Mubaraks ist damit das künftige Machtgefüge unklar. Um Betrugsvorwürfen nachzugehen, hatte die Wahlkommission die ursprünglich für Donnerstag geplante Bekanntgabe des Ergebnisses auf Sonntag verschoben. Hinter der Verschiebung vermuteten viele Ägypter den Versuch der Streitkräfte, sich der Forderung nach Demokratie mit aller Macht zu entziehen. Der frühere General Shafik war der letzte Regierungschef unter dem gestürzten Präsidenten Mubarak. Viele Ägypter sehen den 70- Jährigen als Vertreter des alten Regimes. Wie Morsi hatte er sich im Vorfeld der Bekanntgabe des Wahlergebnisses zum Sieger erklärt.

 

 

Wie krank ist Mubarak?

 

Der Gesundheitszustand des früheren Machthabers Mubarak hatte sich zuletzt dramatisch verschlechtert. In den Sicherheitsbehörden hiess es, der 84-Jährige falle immer wieder ins Koma, der Zustand stabilisiere sich aber. Viele Ägypter verdächtigen die Generäle jedoch, die Verfassung ihres langjährigen, mittlerweile zu lebenslanger Haft verurteilten, Weggefährten zu dramatisieren, um ihm das Gefängnis zu ersparen. {Quelle: www.tagesanzeiger.ch}

 

 

 

Auf dem Tahrirplatz herrscht Angst

 

Nach der Präsidentenwahl in Ägypten bleibt die Situation unsicher und chaotischInternational Heute.

Eine Woche nach der Stichwahl ums Präsidentenamt warten die Ägypter noch immer auf die Bekanntgabe des Ergebnisses

 

Was genau passieren wird und wann die ägyptische Oberste Wahlkommission endlich das Ergebnis der Präsidentschaftswahl verkündet, weiss niemand. «Aber wir sind auf jeden Fall bereit zum Widerstand», sagt Muhammad Yassin Abdel Ati, einer von Tausenden Demonstranten, die nun schon seit Tagen wieder den Tahrirplatz im Zentrum von Ägyptens Hauptstadt Kairo besetzt halten. Sie rechneten mit dem Schlimmsten, sagt Abdel Ati. Damit etwa, dass die Wahlkommission General Ahmed Shafik, den letzten Ministerpräsidenten des gestürzten Präsidenten Mubarak, zum Wahlsieger erklären wird. Oder dass die Sicherheitskräfte den Platz direkt nach Verkündung des Ergebnisses stürmen werden, «um die Revolution ein für alle Mal zu beenden», sagt ein Freund, der gemeinsam mit Abdel Ati vor drei Tagen aus Oberägypten angereist ist. Dieser Tage sind die meisten Demonstranten auf dem Platz Muslimbrüder oder wie Abdel Ati zumindest Anhänger ihres Kandidaten Mohammed Mursi. Dazwischen finden sich allerdings auch einige Anhänger liberaler und linker Gruppen. Sie vereint die Ablehnung des Militärrats und seiner jüngsten Massnahmen zur Sicherung der eigenen Macht – wie die Auflösung des Parlaments und die eigenmächtige Änderung der Übergangsverfassung vergangene Woche. Und sie vereint das totale Misstrauen in die Oberste Wahlkommission. «Da feilschen derzeit die politischen Akteure um das Ergebnis», vermutet ein Demonstrant. Mit dem Willen des Volkes habe all das gar nichts zu tun.

 

Bereits Anfang der Woche hatten zunächst Mursi und dann auch Shafik sich selbst zum Wahlsieger erklärt. Die Kommission allerdings hat die Verkündung des offiziellen Ergebnisses immer weiter verschoben, angeblich wegen der vielen Beschwerden gegen Unregelmässigkeiten. Während die Ägypter auf ihren neuen Präsidenten warten, kochen die Gerüchte in Kairo gefährlich hoch. Der Militärrat warnte in einer scharfen Erklärung Anhänger beider Seiten davor, im Fall einer Niederlage ihres Kandidaten zu Gewalt zu greifen. Die von den Wahlkampfteams und den Medien gestreuten Gerüchte seien «unverantwortlich». Friedensnobelpreisträger Mohammed al-Baradei warnte vor «einer Explosion» und machte dafür das Militär verantwortlich, das an der Macht festhalte. Konkurrierende Medien melden seit Tagen unter Berufung auf anonyme Quellen, die Wahlkommission habe sich auf den einen oder den anderen Sieger festgelegt. Die Zeitung «Ad-Dustour» berichtete, die Muslimbruderschaft bereite einen bewaffneten Aufstand vor für den Fall, dass Shafik zum Sieger ausgerufen werde. Am Samstag dagegen meldete die staatliche «Al-Ahram», die Bruderschaft handle mit dem Militär einen Kompromiss aus. Zur Verhandlung stünden demnach neben der Präsidentschaft die vom Obersten Gericht angeordnete Auflösung des islamistisch dominierten Parlaments sowie einige Privilegien, die sich der Militärrat in seiner jüngsten Verfassungserklärung gegeben hatte. {Quelle: www.nzz.ch}

 

2 Responses to “Ägyptische Armee greift zu Plan „B“: Morsi ist Präsident!”

  1. Ibrahaim Says:

    Der „Ersatzreifen“ als Präsident! Man könnte auch sagen der Bohnenverkäufer oder der Metzger. So einer als Präsident ist eine Schande für Ägypten!

    Ich hoffe das die Menschen in Ägypten sehen das er nichts macht!

  2. saphiri1 Says:

    Lob der Vorhölle—armer Mubarak

    Moses, Platon und Sultan Saladin haben den Limbus bewohnt. Jetzt will der Papst den freundlichsten Ort der Unterwelt schließen.

    http://www.tagesspiegel.de/politik/geschichte/theologie-lob-der-vorhoelle/1010146.html


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