kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Christen in Syrien haben Angst um ihr Leben 23. Juni 2012

Filed under: Christenverfolgung,Islamischer Terror — Knecht Christi @ 20:10

 

Der jüdische Exodus aus den Ländern des Nahen Ostens nach der Errichtung des Staates Israel im Jahr 1948, die Suez-Krise 1956 und der Sechs-Tage-Krieg 1967 hatten einen weitere Auswanderungswelle zur Folge: den Exodus der Christen aus dem Nahen Osten. Die Ära des Christentums im Nahen Osten, die über 2000 Jahre angedauert hatte, nähert sich nunmehr ihrem Ende zu; als einziger nahöstlicher Staat bietet heute nur mehr Israel den Christen eine Zufluchtsstätte. Das Christentum war in Israel, dem Land der Bibel, entstanden. Von hier aus hatten die Jünger Christi das Christentum in anderen Ländern des Nahen Ostens verbreitet: Der Evangelist Markus brachte das Christentum nach Ägypten, die Apostel Thomas und Thaddäus in das Gebiet des heutigen Irak, der Apostel Paulus nach Syrien. Städte wie Damaskus, Alexandria und Antiochia waren einst Zentren des Christentums; das Zentrum des östlichen Ritus lag in Assyrien.

 

Die islamische Eroberung des Nahen Ostens, die kurz nach dem Tod von Mohammed einsetzte, löschte die christliche Präsenz aus und verurteilte die Christen zu einem zweitranigigen Status in der moslemischen Gesellschaft. Nach den sog. Apostasie- oder Ridda-Kriegen, die Abu Bakr, der Nachfolger Mohammeds (“Kalif”), gegen abgefallene arabischer Beduinenstämme führte, festigte er die Nachfolge (das “Kalifat”) durch einen Feldzug, in dem er Gebiete eroberte, die zuvor unter der Kontrolle des Persischen und des Byzantinischen Reiches gestanden waren. Im Jahr 633 befahl Abu Bakr seinem Feldherrn Chalid ibn al-Walid, den Kampf gegen das Persische Reich aufzunehmen. Noch im selben Jahr fiel Mesopotamien (der heutige Irak) in die Hände der Muslime und in den Folgejahren wurde der Besitzstand noch erweitert. Nach dem Tod von Abu Bakr wandte sich sein Nachfolger, der Kalif Omar, gegen das Byzantinische Reich und eroberte nach der Schlacht am Jarmuk (636) die gesamte Levante und danach Ägypten und Nordafrika, also Gebiete mit christlicher Bevölkerungsmehrheit.

 

Der berüchtigte Pakt von Omar [arab. al-`Uhda al-`Umariyya, engl. Covenant of Umar], den der Kalif Omar nach der Schlacht am Jarmuk im Jahre 637 mit dem Patriarchen von Jerusalem Sophronius abschloss, nachdem ihm dieser die Schlüssel zur Stadt ohne weitere Kampfhandlungen übergeben hatte, lohnt eine nähere Betrachtung, weil er zur Grundlage des islamischen Gesetzes betreffend die Behandlung von Nicht-Muslimen in den eroberten Gebieten wurde; er enthält ein bedingtes Schutzversprechen (Dhimma), woraus sich die Bezeichnung Dhimmis (Schutzbefohlene) für die Unterworfenen ableitet. Hier der Text laut dem Tafsir (Korankommentar) des Ibn Kathir in deutscher Übersetzung (laut Koran-Blog, erläuternde Zusätze in eckiger Klammer):

 

Die Christen verpflichten sich im Gegenzug für die “Sicherheit für uns selber, Kinder, Eigentum und Angehörige unserer Religion” folgendes nicht tun:

1. “ein Kloster, eine Kirche oder einen Altarraum für einen Mönch” bauen

2. “irgendeine Gottesdienststätte instandsetzen, die Instandsetzung benötigt”

3. solche Orte “für den Zweck der Feindseligkeit gegen Muslime” benutzen

4. “einen Spion gegen die Muslime in unsere Kirchen oder Wohnungen einlassen oder einen Betrug [oder Verrat] gegen Muslime verbergen”

5. “die Kleidung, Mützen, Turbane, Sandalen, Haarstil, Sprechweise, Spitznamen oder Titel der Muslime nachahmen”

6. “auf Sätteln reiten, Schwerter über die Schultern hängen, Waffen irgendwelcher Art sammeln oder diese Waffen tragen”

7. “unsere Siegel auf Arabisch gravieren”

8. “Alkohol verkaufen”

9. “unsere Kinder über den Koran unterrichten”

10. “Praktiken des Schirk propagieren” [Schirk bedeutet, Allah Partner zuzuordnen, wie zum Beispiel Jesus als Sohn Gottes; mit anderen Worten, christliche und andere nichtmuslimische religiöse Praxis muß privat stattfinden, wenn nicht sogar im Verborgenen]

11. “Kreuze an der Außenseite unserer Kirchen errichten oder Kreuze oder unsere Bücher in der Öffentlichkeit auf muslimischen Straßen oder Märkten vorzeigen” [christlicher Gottesdienst darf nicht in der Öffentlichkeit stattfinden, wo Muslime ihn sehen und verärgert sein können]

12. “Glocken in unseren Kirchen läuten, außer diskret, oder unsere Stimmen erheben, während wir unsere heiligen Bücher innerhalb unserer Kirchen in Gegenwart von Muslimen rezitieren, noch unsere Stimmen [zum Gebet] bei unseren Begräbnissen erheben oder Fackeln bei Begräbnisprozessionen auf muslimischen Straßen oder Märkten anzünden”

13. “unsere Toten neben muslimischen Toten beerdigen”

14. “Sklaven kaufen, die von Muslimen gefangen genommen wurden”

15. “irgendjemanden zum Schirk einladen” [das heißt nicht missionieren]

16. “irgendjemanden von den Unsrigen davon abhalten, den Islam anzunehmen, wenn er sich so entschieden hat” [somit können Christen sehr wohl Objekte islamischer Missionierung sein]

17. “einen Muslim schlagen”

 

 

Gleichzeitig verpflichten sich die Christen dazu:

1. Muslimen zu erlauben, “in unseren Kirchen auszuruhen, ob sie bei Tag oder Nacht kommen”

2. “die Türen [unserer Gotteshäuser] für die Reisenden und Vorübergehenden zu öffnen”

3. “Muslimen, die als Gäste kommen, drei Tage lang Verpflegung und Essen bereitstellen”

4. “Muslime zu respektieren und die Plätze, auf denen wir sitzen, zu verlassen, wenn es Muslimen beliebt, dort zu sitzen”

5. “unser Haar vorne zu schneiden, unsere hergebrachte Kleidung und Gürtel um unsere Taillen tragen” [diese Gürtel sind so beschaffen, daß ein Muslim einen Nicht-Muslim als solchen erkennen kann]

6. “Führer für Muslime zu sein und es unterlassen, deren Privatsphäre in ihren Wohnungen zu verletzen”.

Die Christen mussten daraufhin schwören: “Wenn wir irgendeines dieser Versprechen brechen, die wir zu eurem Vorteil gegenüber uns gemacht haben, dann ist unsere Dhimma (Schutzversprechen) gebrochen und ihr dürft mit uns verfahren wie mit Aufständischen und Rebellen”.

 

 

Im Laufe der Zeit ging die Zahl der Christen im Nahen Osten aufgrund der ständigen Verfolgung durch die muslimischen Herrscher stark zurück, doch mit Beginn des abendländischen Kolonialismus im mittleren bis späten 19. Jahrhundert vereint mit dem Niedergang des Kalifats erhielt die christliche Präsenz im Nahen Osten einen neuerlichen Auftrieb und die Christen bekamen ihre Rechte zurück. An dem Angriff der arabischen Armeen gegen den neugeborenen Staat Israel im Jahre 1948 waren auch viele arabische Christen beteiligt. Die arabisch-muslimischen Propagandakampagnen, die zur Zerstörung des Staates Israel aufriefen, blieb in der Folge auch bei den arabischen Christen nicht ohne Einfluss.

 
 

Einige arabische Christen waren sogar ausgesprochene Antisemiten

und Hasser des jüdischen Staates:

  • George Habash, griechisch-orthodoxer Christ, ist der Gründer der Volksfront für die Befreiung Palästinas;
  • Wadia Haddad ist die Nummer zwei in der PLFP;
  • Edward Said und Hanan Ashrawi zählten zu Arafats intellektueller Elite;
  • Antun Saa’dah ist der Gründer der syrischen Sozialen Nationalistischen Partei, die während des libanesischen Bürgerkriegs christliche Milizen sogar gegen die pro-israelischen Christen der libanesischen Streitkräfte zum Einsatz brachte;
  • Michel Aflaq ist der Gründer der pan-arabischen Baath-Partei, die bis vor kurzem eine führende politische Kraft in der arabischen Welt war (bis die Muslime im Islamismus eine Kraft mit noch höherer Durchschlagswirkung entdeckten);
  • Michel Aoun und Sleiman Frangieh, der Gründer der Marada-Bewegung, sind Marionetten der Hisbollah im Libanon.

 

 

Im arabisch-christlichen Klerus in den Palästinensischen Autonomiegebieten ist die sog. Substitutions- oder Ersetzungstheologie weit verbreitet, wonach das Heilige Land heute den Arabern gehört und die Araber, nicht die Juden, das auserwählte Volk seien – Jesus sei Palästinenser und kein Jude gewesen! Ein führender Vertreter der Substitutionstheologie ist neben den in Jerusalem und Judäa-Samaria vertretenen östlichen Kirchen das von Pfarrer Naim Ateek begründete ökumenische Zentrum “Sabeel”, das eine extrem antiisraelische “Befreiungstheologie” verkündet und über viele Anhänger auch in den Kirchen des Westens verfügt. Dieser politische Aktionismus erwies sich aber als ein Schuss, der nach hinten los ging und sich nun gegen die christliche Bevölkerung im Nahen Osten selber richtet. Der Panarabismus ist bereits seit geraumer Zeit von der Bildfläche verschwunden und wird heute durch einen heiligen islami(sti)schen Zorn ersetzt, der – nach dem oben geschilderten Modellfall – bestrebt ist, die christlichen Bevölkerung als religiösen Gegner entweder auszurotten oder in einen zweitklassigen Status zu versetzen.

 

Wir haben gesehen, wie die Christen im Irak in den Jahren nach dem Sturz Saddams behandelt wurden und es ist gut möglich, dass das Christentum im Irak in den nächsten Jahren noch völlig ausgelöscht wird. Dasselbe gilt für Syrien, wo neuerdings Berichte kursieren, dass die Christen in Homs gezwungen werden, eine Schutzsteuer im Gegenzug für ihre Sicherheit zu bezahlen. Der Libanon, der vor dem Bürgerkrieg ein christlicher Staat war, ist heute eine Geisel in den Händen der Hisbollah, wenn auch vorerst immer noch das Ziel für christliche Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak.

 

Und in Ägypten findet ein Völkermord auf Raten

an den koptischen Bevölkerung statt,

während zugleich US-Präsident Barack Obama

einen politischen Dialog mit der Moslembruderschaft führt…

sosheimat.wordpress.comoccidentallibertas.wordpress.com

 

Israel:The only safe heaven for Christians in the ME

 

 
 
 
 
 
 

 

Anfang Mai 2012 waren zwei Reporter von USA Today in Damaskus, um sich ein Bild von der Lage in Syrien zu verschaffen. Gegenüber diesen Reportern legte der Christ Hani Sarhan Zeugnis über eine Losung ab, die schon zu Beginn des Aufstandes bei Demonstrationen zu hören war: “Christen nach Beirut, Alawiten ins Grab“! Er und seine Verwandten arbeiten nicht für die syrische Regierung und haben auch sonst nichts mit ihr zu tun. Nachdem sie von dieser Losung erfahren hatten, begannen sie über die wirklichen Ziele der Revolte nachzudenken. Hani Sarhan sagt, dass er Angst um sein Leben hat und deswegen Präsident Assad unterstützt. Würde in Deutschland mit solchen Losungen demonstriert werden, man würde es als Volksverhetzung bezeichnen und verurteilen. Die Wortführer würden angezeigt und könnten sich vor Gericht auch nicht auf die Meinungsfreiheit berufen. Man würde darauf drängen, dass derartige Demonstrationen nicht stattfinden dürfen. Ließen sie sich gerichtlich nicht verbieten, dann würde das lokale Bündnis gegen Rechts zu Gegendemonstrationen aufrufen und alles unternehmen, um diese Demonstrationen zu blockieren.

 

Die Angst der Christen und anderer Minderheiten vor den romantisierend als “Rebellen” bezeichneten bewaffneten Aufständischen in Syrien ist real. Wer sie zu einer Fußnote der Krise in Syrien machen will, wird sich fragen lassen müssen, wo seine Menschlichkeit geblieben ist. Die bewaffnete Opposition begeht schwere Menschenrechtsverletzungen an Zivilisten. Die Vorstellung, sie ließe sich in eine gute und eine böse, d.h. in Zivilisten mordende und lediglich den syrischen Staat bekämpfende Opposition unterteilen ist eine Theorie. Zu einer Realität kann diese Theorie nur dann werden, wenn sich die bewaffnete Opposition von denjenigen distanziert und sie letztlich auch bekämpft, die derartige Verbrechen begehen. Das tut sie jedoch nicht. Zur Verhinderung solcher Verbrechen bleibt also niemand anderes als der syrische Staat übrig. Wer diesen Staat bekämpft, der stellt sich automatisch auf die Seite derjenigen, die Zivilisten umbringen. Die syrische Regierung tut nichts anderes als ihrer Schutzverantwortung nachzukommen. (Von Antifo)

 

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