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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Frauenwallfahrt: Wallfahrt als „Tankstelle des Glaubens“ 21. Juni 2012

Filed under: Von hier und dort — Knecht Christi @ 17:42

 

 

 

Teilnehmerinnen aus der Region Odenwald-Tauber kamen nach Walldürn 

 

Pontifikalamt mit Dekan Gerhard Hauk aus Tauberbischofsheim

 

 

Walldürn: Unter dem Leitwort der diesjährigen Hauptwallfahrtszeit „Was er Euch sagt, das tut“ stand gestern der Wallfahrtstag der Frauen aus der Region Odenwald-Tauber mit einem von Dekan Gerhard Hauk (Tauberbischofsheim) zelebrierten Hochamt am Vormittag, einer eucharistischen Andacht mit Ansprache von Autorin Andrea Schwarz am Nachmittag sowie einer Frauenliturgie mit Lichterprozession unter der Leitung von Regionalfrauenreferentin Regina Köhler am Abend. Nach dem Einzug der Zelebranten in die Wallfahrtsbasilika begrüßte Stadtpfarrer Pater Josef Bregula neben den Teilnehmerinnen der Frauenwallfahrt auch Dekan Gerhard Hauk und die kfd-Vorsitzende des Dekanats Mosbach-Buchen, Elisabeth Hell, und stimmte die Gläubigen auf das Leitwort des feierlichen Pontifikalamtes ein. Nach der Lesung aus dem Buch der Psalmen und dem Heiligen Evangelium betonte Dekan Hauk zu Beginn seiner Predigt, dass er als gebürtiger und mit der Walldürner Wallfahrt von frühester Jugend an verbundener Höpfinger sehr gerne nach Walldürn gekommen sei, um den Frauenwallfahrtstag mit vielen Hundert Frauen mitzufeiern.

 

Denn gerade in der heutigen Zeit seien immer häufiger die Worte „Ich gehe nicht Wallfahren – wozu denn?“ zu hören, stellte Hauk seiner Predigt voran. Als Begründung werde oft genannt, dass man nicht in die Kirche oder einen besonderen Gnadenort gehen müsse, um zu beten. Gott sei doch überall und allerorts der Gleiche. „Wir Menschen sind aber nicht überall die Gleichen und eine Wallfahrt tut zur Glaubenserneuerung gut“, hielt der Dekan solchen Äußerungen entgegen. Denn es tue gut, an einem solchen besonderen Gnadenort Kraft und Hoffnung zu schöpfen in der Gemeinschaft als Schwestern und Brüder des Herrn Jesus Christus. „Solche Glaubenszeugnisse sind gerade in der heutigen Zeit besonders wichtig“, sagte Hauk. Einen solchen Wallfahrtstag zum Ereignis zu machen und dann wieder bewusst und entschieden in den normalen Lebensalltag, in das Tal des täglichen Lebens, zurückzukehren, sei immer von großer Bedeutung für jeden Katholiken. Deshalb solle jeder Katholik diese Wallfahrt als Tankstelle zum Auftanken des christlichen Glaubens nutzen.

 

Mit Blick auf das Leitwort der Wallfahrt versuchte Hauk aufzuzeigen, dass dieses ganz unterschiedlich geschrieben und auch gesprochen werden könne. Deshalb sei es wichtig, dieses Leitwort stets richtig zu hören, aufzunehmen und zu interpretieren und sich dabei vor Augen zu führen, dass die Hochzeit von Kana mit ihrem unauffälligen programmatischen Wunder, auf die sich dieses Leitwort beziehe, der erste öffentliche Auftritt und das erste wirkliche Zeichen Jesu Christi gewesen sei. Die durch Jesus Christus bei dieser Hochzeit bewirkte Verwandlung von Wasser in Wein als Symbol der Festlichkeit, Fröhlichkeit und Glückseligkeit habe zum ersten Mal deutlich gemacht, dass Jesus Christus zu den Menschen gekommen sei, damit diese durch ihn das wirkliche Leben erfahren. Dies sei das Grundsatzprogramm Jesu Christi gewesen, und dieses Grundsatzprogramm müsse auch weiterhin Bestand haben. Sehr eindringlich appellierte Hauk an alle Gottesdienstbesucher, stets Vertrauen zu Gott und dessen Sohn Jesus Christus zu haben – und dabei stets das Leitwort der Walldürner Wallfahrt „Was er Euch sagt, das tut“ vor Augen zu sehen.

 

 

Viele offene Fragen

 

Bedauerlicherweise würden derzeit viele offene Fragen von der katholischen Kirche nicht immer eindeutig beantwortet und oft würde sich die Kirche bei der Beantwortung dieser offenen Fragen schwertun. Es gelte jedoch, miteinander zu suchen und zu ringen, und Gott darin einzubeziehen. „Jeder sollte stets darum bemüht sein, seine Sorgen und Anliegen vor Gott zu bringen, sich dabei selbst auf den Altar zu legen und um Wandlung zu bitten“, schloss Hauk. Beeindruckt von der Predigt zogen die Wallfahrer schließlich mit einem gemeinsam gesungenen „Großer Gott, wir loben Dich“ aus der Basilika aus. Am Nachmittag fand eine Andacht statt, in deren Mittelpunkt die Ansprache der Sozialpädagogin, Buchautorin und Trainerin Andrea Schwarz stand. Seinen Abschluss fand der Frauenwallfahrtstag mit der Frauenliturgie mit Lichterprozession, deren besonderes Element ein Bibliolog unter Anleitung von Barbara Dieterle, Gemeindereferentin und Bibliolog-Leiterin aus Mosbach, war. Die Kollekte des Frauenwallfahrtstages kommt dem Frauenhaus im Neckar-Odenwald-Kreis sowie dem Projekt der Autorin Andrea Schwarz „Ein kleines Haus im Tal der 1000 Hügel“ zugute. {Quelle: www.fnweb.de}

 

 

 

Ministrantinnen prügeln sich vor Sakristei

 

 

Dicke Luft wegen Weihrauchfass

 

 

 

Vilshofen: Nächstenliebe ist ja eigentlich mit das höchste Gebot im Christentum. Naja, eigentlich. In Vilshofen bringen sich nämlich derzeit zwei Ministrantinnen alles andere als Liebe entgegen. Nein, die zwei kämpfen! Um was es geht? Ums Weihrauchfass beim Gottesdienst. Kein Witz! Das wollen nämlich gerne beide schwenken – und daher gab es sogar eine waschechte Prügelei. Und dazu hagelte es auch noch eine Anzeige. Der absurde Streit in der Kirchengemeinde: Eigentlich sollte man den jungen Damen (die Ministrantinnen sind nämlich 19 und 20 Jahre alt) etwas mehr Einsicht zutrauen. Aber Fehlanzeige! An einem Sonntag war es zu der handfesten Auseinandersetzung gekommen, von der nun die ganze Region spricht. Wie gesagt, ging es darum, wer bei der Feier das Weihrauchfass schwingen darf. Der Pfarrvikar entschied: Die Schwester einer Pfarrgemeinderätin erhält den Zuschlag – weil sie Geburtstag hatte. Nur: Genau das passte der anderen Ministrantin, deren Mutter im Vorstand der Kolpingfamilie sitzt, gar nicht. Zur Erklärung: Die Familien können sich wohl generell nicht besonders gut riechen.

 

Die Verschmähte reagierte: Sie zog ihr Ministrantinnen-Gewand aus, feuerte es auf den Boden und verließ zornig die Sakristei. Nach der Messe wollte sie die Angelegenheit dann klären – und alles eskalierte. Erst kam es zu einem Wortgefecht zwischen der Pfarrgemeinderätin und der Ministrantin, welche die Weihrauch-Abfuhr erhalten hatte. Dann gab es ein Geschubse. Es folgte eine körperliche Auseinandersetzung, bei der nun alle Beteiligten mitmischten – auch die Mutter der Verschmähten. Rauferei vor der Sakristei! Der Vorfall hatte Folgen: Mittlerweile ist die Mutter aus der Vorstandschaft der Kolpingfamilie zurückgetreten. Doch das ist nicht alles: Sie hat auch noch Anzeige gegen die verfeindete Pfarrgemeinderätin erstattet und fordert deren Rücktritt. Die denkt aber gar nicht daran – und hat wiederum selbst einen Anwalt eingeschaltet. Und was sagt der Pfarrer zu dem wahnwitzigen Gezanke? Er will in Zukunft wann immer möglich auf den Einsatz des Weihrauchfasses verzichten. „Es liegt in meinem Ermessen, ob Weihrauch eingesetzt wird oder nicht“, sagte er gegenüber der Passauer Woche. Nur bei Beerdigungen solle das umstrittene Rauch-Behältnis weiter benutzt werden. Hier werde man aber schauen, dass es zu keinem Kampf mehr zwischen den jungen Frauen komme. Eins steht fest: Bei den Messen in Vilshofen wird der Rauch gar nicht mehr eingesetzt – und jeder in der Gemeinde weiß genau warum. {Quelle: www.tz-online.de}

 

2 Responses to “Frauenwallfahrt: Wallfahrt als „Tankstelle des Glaubens“”

  1. Als wir (noch) Hebräer waren, waren wir Waisen und hatten (nur) unsere Mutter. Als wir Christen wurden, bekamen wir Vater und Mutter.

    (Nag Hammadi Library / Philippusevangelium / Spruch 6)

    Um die originale Heilige Schrift (die Bibel bis Genesis 11,9 sowie ein wesentlicher Teil der Nag Hammadi Schriften) zu verstehen, die dadurch gekennzeichnet ist, dass ihre Verfasser die wirkliche Bedeutung der heute in Genesis 3,1-24 beschriebenen Erbsünde noch kannten, muss man wissen, dass sie sich immer zuerst auf die ganze Kultur und erst danach auf den einzelnen Kulturmenschen bezieht, und dass es immer um die Basis allen menschlichen Zusammenlebens und die grundlegendste zwischenmenschliche Beziehung in einer arbeitsteiligen Zivilisation, der Welt des Kulturmenschen, geht: Makroökonomie und Geld.

    Die „Mutter der Kultur“ ist die Summe aller Ersparnisse und der „Vater der Kultur“ ist das daraus entstehende Kreditangebot zur Finanzierung neuer Sachkapitalien (Werkzeuge, Häuser, Schiffe, etc.). Das klingt zunächst banal, weil wir erstens dazu neigen, die Intelligenz unserer Vorfahren zu unterschätzen, und weil wir zweitens die wirkliche Bedeutung der Heiligen Schrift nicht erkennen sollen, um keine Angst vor der Zukunft zu haben. Anderenfalls hätte das, was wir heute „moderne Zivilisation“ nennen, gar nicht erst entstehen können. Das – und nichts anderes – war (und ist noch) der eigentliche Zweck der Religion.

    http://www.juengstes-gericht.net


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