kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Gott wird ihn schon richten 20. Juni 2012

Filed under: Werte für Jugend — Knecht Christi @ 18:12

 

Stark religiöse Menschen gehen nachlässiger mit Übeltätern um,

das Bestrafen überlassen sie gern einem höheren Wesen (Christus).

Ist dieses Streben nach Arbeitserleichterung

ein Grund für die Entstehung

der großen monotheistischen Religionen (Judentum und Christentum)?

 

 

Bestrafen ist anstrengend, aber wohl notwendig, damit große und komplexe Gesellschaften funktionieren. Sogar in spieltheoretischen Experimenten im Labor fangen immer einige zuvor unbescholtene Versuchsteilnehmer sofort an zu betrügen, sobald ihre Regelverstöße oder Egoismen ohne Konsequenzen bleiben. Immerhin konnten Verhaltensökonomen auch zeigen, dass Menschen entgegen dem klassischen Menschenbild der Ökonomie auch von sich aus zum altruistischen Bestrafen neigen: Sie investieren Zeit, Mühe und Ressourcen, um das soziale Fehlverhalten anderer Menschen zu ahnden. Sie tun es sogar dann, wenn sie selber kein bisschen davon profitieren. Allerdings verzichten sie gerne auf diese Aufgabe, wenn sich andere Akteure anbieten, die diese unangenehme Arbeit für sie verrichten können, Wissenschaftler nennen dieses Verhalten „social loafing“ – soziale Faulheit. Dieses urmenschliche Streben nach Arbeitserleichterung ist nach Ansicht einiger Evolutionstheoretiker zugleich ein wesentlicher Grund für die Entstehung der großen monotheistischen Religionen: Wer könnte die Aufgabe des obersten Polizisten und Richters besser erledigen als ein Gott, der praktischerweise allwissend ist, allmächtig und außerdem immer am besten weiß, wo es moralisch gerade langgeht?

 

Für diese originelle These gibt es erste empirische Belege, etwa aus der ethnologischen Feldforschung. In einer neuen Studie konnte nun ein Forscherteam um die Psychologin Kristin Laurin von der kanadischen University of Waterloo nachweisen, dass sich auch Menschen im Labor mehr oder weniger gemäß der evolutionstheoretischen Hypothese verhalten (Proceedings of the Royal Society B, online). Das zeigte sich im Rahmen einiger spieltheoretischer Experimente, in denen die teilnehmenden Studenten unkooperatives Verhalten bestrafen konnten, aber nur dann, wenn sie selber auf Geld verzichteten – sie mussten also altruistisch strafen. Zuvor waren sie mit einem Fragebogen ausführlich nach ihrem religiösen Weltbild befragt worden. Die Analyse der Daten zeigte klar, dass jene Versuchsteilnehmer, die sich zu einem personalisierten, starken und real in der Welt eingreifenden Gott bekannten, zurückhaltender straften. Und vor die fiktive Situation gestellt, wie viel Steuern sie dem Staat bezahlen würden, damit dieser in Vertretung Einzelner die Sünder bestraft, gaben sie sich erkennbar knausriger. Offensichtlich sei es so, „dass der Glaube an eine himmlische Bestrafung die Motivation für irdische Formen teurer Bestrafung deutlich reduziert“, schreiben die Studienautoren. {Quelle: www.sueddeutsche.de}

 

 

 

 

 

Margaretha Ebner – 20. Juni

 

 

Guten Tag, Weilburg!

Heute gedenken die katholischen Christen der Nonne und Mystikerin Margaretha Ebner (1291-1351),

die schon im Alter von 15 Jahren ins Kloster ging

und in Visionen Zwiegespräche mit Jesus führte.

 

Es ist selbst für Fachleute der katholischen, protestantischen und orthodoxen Kirchen gar nicht so einfach, sich mit den vielen Heiligen und Gedenktagen auszukennen. Die Weilburger Nachrichten helfen dabei und veröffentlichen regelmäßig kurze Porträts der Verehrten im Heiligenkalender. Margaretha Ebner ist nie heiliggesprochen worden, aber im Bistum Augsburg und im Dominikanerorden hat sie ihren festen Gedenktag am 20. Juni. Geboren ist sie um 1291 in Donauwörth/ Bayern. Ihre Eltern gehörten einer angesehenen Patrizierfamilie an. Schon in sehr jungen Jahren „besuchte“ Gott sie und zeigte sich ihr als die Liebe. Das erfasste sie so sehr, dass sie mit 15 Jahren bei den Dominikanerinnen im Kloster Maria Medingen in der Nähe von Dillingen eintrat, um besser für Gott da sein zu können.

 

Von 1312 bis 1326, also als 21-36-Jährige, war sie völlig gelähmt ans Bett gefesselt. In dieser Zeit begannen ihre Visionen, die ihr Beichtvaters, der Priesters Heinrich von Nördlingen, welcher sie wie eine Prophetin verehrte, möglichst wörtlich aufschrieb. In der Sprache der Minnesänger schildert sie da auch, wie sehr sie sich bemühte, in Gedanken immer mit Jesus verbunden zu sein: „Vor allen Dingen verwahrte ich mich und entzog ich mich jedem Gedanken, der mich beunruhigen und in meinem Gebet stören konnte. Zugleich gab ich mir Mühe, ohne Aufhören gesammelt zu bleiben, sowohl beim Essen und Trinken, als auch beim Schlafen und in jedem Geschäfte. Mein Herr Jesus Christus weiß es, wie gern ich einem jeden zu Hilfe käme, von dem ich weiß, dass er im Leiden ist, möchte er nun Freund oder Feind sein. Mit der Gnade Gottes habe ich mich von Jugend auf gehütet, je einen Menschen zu betrüben. In allem meinem Tun war ich beständig bemüht, meinem geliebten Herrn Jesus Christus nachzufolgen. Mit süßer Freude hörte ich immer von dem Werke seiner Liebe, von seinem Leiden reden. Wem das Leiden unsers Herrn lieb war, der war mir umso lieber. So weiß es auch Jesus Christus, wie willig ich ihm den Gehorsam leiste und mit seinem heiligsten Willen an mir mitwirken will. Ich habe ein sehnsüchtiges Verlangen, an einem Orte zu sein, wo mich niemand wüsste, als Gott allein. Auch habe ich ein großes Verlangen, bei meinem Herrn und Heiland zu sein in seiner ewigen Freude. Sollte ich aber nach seinem Willen und zu seiner Ehre noch tausend Jahre auf dieser Welt leben müssen, so wollte ich mich gern darein fügen und tun, was Er mir dabei auftragen würde.“ – Man könnte nun denken, Margaretha hätte sich wie eine Einsiedlerin möglichst vom Kontakt mit anderen Menschen zurückgezogen. Aber das hat sie gar nicht getan, sondern stand mit Heinrich von Nördlingen in reger Verbindung. Ihr Briefwechsel ist das erste Zeugnis eines Briefwechsels in deutscher Sprache und natürlich ein Zeugnis gleichgesinnter Gottesfreunde. Auch mit den „Gottesfreunden“ Heinrich Seuse, Johannes Tauler und Christine Ebner (die mit ihr nicht verwandt war) tauschte sie sich aus.

 

Man darf sich ihre Gottesbeziehung nicht nur als wohlige Geborgenheit vorstellen. Wenn sie  z.B. die Passion Jesu betrachtete, konnte es geschehen, dass das Mitleiden ihr „ wie ein Geschoß in das Herz mit einer unbekannten Kraft“ traf, wie sie sich ausdrückte. Manchmal hatte sie auch mit innerer Dunkelheit und Glaubenszweifeln zu kämpfen. Sie berichtet darüber u.a.: „Einst in der Nacht vor der Metten versetzte mich mein Herr Jesus Christus in eine so unaussprechliche jammervolle Verlassenheit, als wenn ich in meinem ganzen Leben nie etwas von den Gnaden unsers Herrn empfunden hätte. Alle Zuversicht zu seiner Barmherzigkeit, die sonst mein Herz erfüllt hatte, war dahin. Der Glaube, der immer in mir ist, war ganz verdunkelt. Dies war das größte Leiden, das ich meinem Leben je gelitten hatte. Was mich aber mehr schmerzte, als alle Marter und selbst ein tausendfacher Tod, das waren die Zweifel, die gegen meinen Willen mir kamen. Es wurde mir nämlich zweifelhaft, ob es wirklich der Herr und seine Gnade sei, die in mir wirkten, oder ob alles nur Täuschung sei. Das Einzige, was mir noch Trost gab, war dies, dass ich dies alles aus Liebe zum Herrn willig und geduldig leiden konnte.“

 

 

Sie starb am 20. Juni 1351 in ihrem Kloster und wurde in einer nach ihr benannten Kapelle beerdigt.

Zu ihrem Grab in der Klosterkirche Medingen

werden bis heute Wallfahrten unternommen.

{Quelle: weilburger-nachrichten.de}

 

One Response to “Gott wird ihn schon richten”

  1. Guter Bericht:Gott wird Sie schon richten-gewiss –doch–

    Vor vier Tagen am 25.05.2012, bei den albernen Atom-Gespraechen in Bagdad, die Iran wieder keinerlei Ultimaten setzten und es wieder mal ohne ein einziges Zugestaendnis weiter an der Bombe bauen lassen, wobei jetzt sogar schon bekannt ist, dass sie die noch umstrittene 20% Anreicherungshuerde laengst ueberschritten haben, nachdem Spuren von auf mindestens 27% angereichertes Uranium bei Fordo festgestellt wurden.

    Die nie von jemanden gewaehlte Baronin Ashton hatte sich mal wieder nach iranischen Standards gekleidet (das Kopftuch beim naechsten Mal bitte nicht vergessen) und konnte frohen Mutes verkuenden, dass es schon ein Erfolg sei, dass man ueberhaupt redet. Ja, wenn das die erleichterte Freude des maechtigen Westens ist, kann der Iran (und uebrigens auch Syrien) wirklich weiter Volldampf geben.

    Hatten Frau Ashton und Co. uebrigens gemerkt, dass ihr Gipfel vom Iran auch anderweitig als Propaganda-Forum ausgenutzt wurde und die bei Anschlaegen getoeteten iranischen Atombombenbauer als die grossen Opfer auf dem Podium prangten?

    Es ist eine bekannte Sitte bei tief-hassenden und Juden-mordenden Antisemiten, dass sie ihre bei Verteidigungsmassnahmen getoeteten Henker als die eigentlichen Opfer hochspielen. Seien es die grausamen ‘palaestinensischen’ Terroristen in Gasa, Judea und Samaria, die brutalen Marmara-Soeldner der IHH oder wie hier die Architekten des zweiten Holocausts – sie alle machen auf Postern, in Videos und Liedern die ersehnten Metamorphose vom Taeter zum Opfer, vom Judenmoerder zum Judenopfer durch…


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