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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Anfang des Untergangs der Moslembrüder in Marokko 17. Juni 2012

Filed under: Moslembrüder — Knecht Christi @ 16:36

Eine Frau regiert in Marrakesch

 

In Marokko wird erstmals eine große Stadt von einer Frau regiert.

Es ist eine kleine Revolution für das konservative Königreich.

Fatima Zahra Mansouri verbindet Moderne und Tradition – und das kommt bei den Menschen an.

 

Fatima Zahra Mansouri und ihr Ehemann bei den Internationalen Filmfestspielen in Marrakesch vor zwei Jahren.Auf dem Djamâa el Fna, dem „Platz der Gehenkten“, scheint sich seit Generationen nichts verändert zu haben: Einheimische und Besucher scharen sich um die Geschichtenerzähler, die nicht müde werden, ihre Zuhörer durch die Welt aus tausendundeiner Nacht zu geleiten. Schlangenbeschwörer demonstrieren den Umstehenden ihre Unerschrockenheit. Inmitten des Trubels geht ein Straßenfeger stoisch seinem Beruf nach. Wären da nicht die Mopeds der jungen Leute, das historische Stadtzentrum von Marrakesch sähe aus wie vor Jahrhunderten.

 

Dass aber auch in Marokkos viertgrößter Stadt die Zeit nicht stehen geblieben ist, dafür steht ein Name: Fatima Zahra Mansouri. Seit 2009 ist sie Bürgermeisterin der Fast-Millionenstadt. Als erste Frau in Marokkos Geschichte regiert die 36-Jährige eine so große und wichtige Metropole. „Ich bin mir meiner historischen Rolle bewusst“, sagt sie. Und sie gibt zu, dass es sie bis heute verwundert, wie positiv ihre Arbeit in der durchaus traditionell und konservativ gestimmten Bevölkerung aufgenommen wird. Aufgewachsen ist Fatima Zahra Mansouri in einer Familie, die sie als „sehr demokratisch gesonnen“ beschreibt. Während ihres Studiums in Frankreich und New York erlebte sie, wie sich Frauen in Politik und Wirtschaft behaupteten. Wieder in Marokko, wurde die junge Rechtsanwältin Mitglied der Partei für Authentizität und Modernität (PAM), die 2008 als Gegengewicht zu islamistischen politischen Gruppierungen gegründet wurde. „Das war für mich der einzige Weg, politisch etwas zu bewegen“, resümiert Frau Mansouri.

 

Einnahmen sind gewachsen

 

Im Gespräch erweist sich die Bürgermeisterin als eine Frau, die sich der Moderne stellt, aber die Verankerung ihrer Mitbürger in der Tradition nicht geringschätzt. Wohl nicht zufällig wählt sie ein Bild aus der Welt der Familie, um ihren Politikstil zu erläutern: „Wir marokkanischen Frauen sind sensibel und hören genau zu. Wir können aber auch rigoros sein, wenn es darauf ankommt. Wer Kinder erzieht, weiß, dass Strenge manchmal unerlässlich ist“, sagt die Mutter einer achtjährigen Tochter und eines fünfjährigen Sohnes. Von ihrer Durchsetzungskraft kündet eine Zahl: Seit Frau Mansouri Bürgermeisterin ist, sind die Einnahmen der Stadt um 40 Prozent gewachsen. Ein erheblicher Teil dieser 800 Millionen Dirham – umgerechnet etwa 80 Millionen Euro – fließt in Infrastruktur und Stadtplanung. Bislang lebt Marrakesch zu 80 bis 90 Prozent vom Fremdenverkehr. Doch der reagiert sehr sensibel auf politische Entwicklungen, und nachdem vor gut einem Jahr auf dem „Platz der Gehenkten“ eine Bombe hochging und 17 Menschen tötete, machten viele Touristen um die Stadt einen großen Bogen. Auch deshalb setzt die Bürgermeisterin auf wirtschaftliche Diversifizierung. In der verarbeitenden und in der Nahrungsmittel-Industrie will sie Arbeitsplätze schaffen und so insbesondere jungen Leuten eine Perspektive bieten.

 

Ein weiteres Problem, mit dem sie und ihre Mitarbeiter zu kämpfen haben, ist der beständige Zuzug von Menschen vom Lande, die in Marrakesch nicht nur Arbeit suchen, sondern auch eine Unterkunft. Wohnraum ist knapp, und in den vergangenen Jahrzehnten ist rund um die Oasenstadt ein Gürtel von Slums entstanden. 34 von ihnen werden jetzt zu Wohngebieten mit städtischer Infrastruktur umstrukturiert, wie Frau Mansouri erläutert. Die Bewohner erhalten Land zugewiesen, auf dem sie sich legal Häuser bauen können, und die Behörden sorgen für alles, was für Marokkaner eine Stadt komplett macht: eine Moschee, einen Markt, Brunnen für Mensch und Tier, einen Hamam, Backöfen für Brot und öffentliche Toiletten.

 

Schweinezucht in Marokko

 

Ökologisch und sozial

 

Der Landflucht entgegenwirken soll auch die nationale Tourismusstrategie „Vision 2020“. Für Marrakesch und seine Umgebung sieht dieser Plan vor, dass Touristen durch Berberdörfer im Atlasgebirge geführt werden; sie sollen in den Häusern der Bewohner schlafen und essen und so die viel gerühmte Gastfreundschaft der Marokkaner erfahren. Ökologisch und sozial nachhaltig, versteht sich. Die „Ecolodge“ in der Terres d’Amanar-Ebene verschafft schon heute fünf Dörfern im Umland von Marrakesch ein gutes Auskommen. Neben dem 100.000 Hektar großen Toubkal-Nationalpark entstanden auf 140 Hektar ein riesiger Klettergarten mit Baumkronenpfaden, eine Ranch mit Reitschule, Wanderwege, eine Baumschule und vieles mehr. Das Hotel, dessen Terrassen von üppigen Rosmarinhecken begrenzt werden, heizt sein Wasser für Duschen und Swimmingpool mit Solarenergie auf. Von den 140 Beschäftigten kommen 130 aus den umliegenden Dörfern. Sie werden nach Tarif bezahlt, sind sozialversichert und haben Anspruch auf Urlaub. Vielen von ihnen, vor allem Frauen, habe man anfangs ihre Aufgaben nur mit Zeichnungen erläutern können, berichtet die Bürgermeisterin. Inzwischen seien alle alphabetisiert, gingen aber nach wie vor zweimal wöchentlich zum Unterricht.

 

 Schweinezucht in Marokko

 

Für solche Ausführungen braucht Fatima Zahra Mansouri keine Unterlagen. Souverän jongliert sie mit Fakten und Zahlen. Während ihre Assistentin und die Leibwächter bereits Unruhe verbreiten, weil der nächste Termin drängt, antwortet sie gelassen weiter auf Fragen. Sie erwähnt den von ihr ins Leben gerufenen Ethikrat, mit dem sie der Vetternwirtschaft in Wirtschaft und Politik zu Leibe rücken will. Und sie spricht über die selbstbewussten jungen Frauen Marokkos, die immer besser gebildet und politisch interessiert seien und sich nicht mehr gängeln und bevormunden ließen. Versteht sie sich selbst als Vorbild? „Ich weiß, dass das Experiment gelingen muss“, antwortet Frau Mansouri. „Wenn es gut läuft, wird es andere Frauen ermutigen, gleichfalls in die Politik zu gehen“. {Quelle: www.fr-online.de}

 

Schweinezucht in Marokko

 

Schwein gehabt, eine Extrawurst für Touristen

 

Schweinezucht passt nicht in islamische Länder, wo der Genuss von Schweinefleisch tabu ist. Das touristische Marokko aber drückt für seine Millionen ausländischen Gäste ein Auge zu. Die sieben Schweinefarmen im Land können die Nachfrage nach Speck, Schinken und Schweinekotelett kaum decken.

 

 

Die Schweinezüchter von Marokko

Auch wenn es nicht in ein islamisches Land passt: Marokkaner züchten Schweine für den Speiseplan der Touristen. So klein, so niedlich, so verboten in vielen islamischen Orten: Schweinefleisch.  … Doch manch ein marokkanische Schweinezüchter …sieht das ganz pragmatisch … wo es viele Touristen gibt, sollte es auch Schweinfleisch im Angebot geben. Während die Schweinezucht in Algerien, Mauretanien und Libyen tabu ist, … machen Marokko und Tunesien Ausnahmen. Geschlachtet wird in einem separaten Raum, getrennt von im Islam erlaubtem Fleisch.

{Quelle: www.welt.de}

 

 

Schweinezucht in Marokko

 

 

Schweinezucht in Marokko

 

 

One Response to “Anfang des Untergangs der Moslembrüder in Marokko”

  1. Prinz Achmed Says:

    Eine Schande aus islamischer Sicht. Hat schon längs der Gott des Geldes und des Geizes auch auf dieser Art und Weise Einzug in Marokko erhalten? Offensichtlich ja! Weiter so, denn nur so verliert man seine Identität auf die wir einst stolz waren…


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