kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Auszug aus Ägypten 14. Juni 2012

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 20:07

 

Die evangelische Militärkirchengemeinde Sigmaringen feiert

am Sonntag, 17. Juni um 10 Uhr

einen ungewöhnlichen Familiengottesdienst nicht nur für Kinder.

Es geht um „den Auszug aus Ägypten in das gelobte Land“: Wer mitmachen will kann schon um 9 Uhr beim Brotbacken und anderen Vorbereitungen helfen. Um 10 Uhr beginnt der Gottesdienst, in dem Pyramiden gebaut, das Volk Gottes durch ein Meer wandert und dabei von den Ägyptern verfolgt werden wird. Dabei wird ein Teil des Gottesdienstes auch außerhalb der Kirche stattfinden. Am Ende wird der Kirchenraum mit einem Feierabendmahl zum Land der Verheißung werden. Die Kinder und Jugendgruppen, sowie der Kindergarten der Gemeinde haben diesen Gottesdienst mit Pfarrer Wache vorbereitet. Die musikalische Begleitung gestalten M. Barsch (Orgel), D. Stoll (Cajon), S. Deckers (Gesang) und Immo Wache (Gitarre). In diesem Gottesdienst wird auch Manuela Schreiber, die langjährige Leiterin des Kindergartens „Regenbogenland“, verabschiedet. Im Anschluss organisieren das Kindergottesdienstteam und die Kinderstunde noch ein Beisammensein im Gemeindesaal. {Quelle: www.suedkurier.de

 

 

 

Der Traum von einem freien Ägypten
 

 

Die Schülerinnen an Kairos deutscher Mädchenschule

formulieren Erwartungen an den neuen Präsidenten
 

 

KAIRO: Die Mauer des Schulhofs ist höher geworden. Um zwei Meter habe man sie nach der Revolution aufgestockt, sagt Schulleiter Walter Ritter, „weil damals Häuser in der Nachbarschaft angezündet wurden. Aber an unserer Schule ist nichts passiert.“ Zu Fuß geht der Direktor der Mädchenschule an diesem Vormittag vom polizeilich bewachten Kairoer Innenministerium zum Schultor. Sein Chemiebuch hat er unter den Arm geklemmt, gleich beginnt der Unterricht. Drei Tage vor der Stichwahl, aus der Ägyptens erster frei gewählter Präsident hervorgehen wird, deutet an der Deutschen Schule der Ordensgemeinschaft der Borromäerinnen im Stadtzentrum Kairos nichts auf das Ereignis hin. Die Revolution ist Geschichte – eine, die noch nicht im Lehrbuch steht. Gleichwohl vergeht kein Tag, ohne dass die Wahlen thematisiert werden. In den Klassen lernen Musliminnen und Christinnen gemeinsam. An einer Graffiti-Wand haben die Schülerinnen ihre Vorstellung des künftigen Ägyptens skizziert: „Freiheit“, steht da, „Frieden“, „gemeinsam ein modernes Land gestalten“.

 

 

Die Worte sind an den künftigen Präsidenten gerichtet, ganz gleich, ob es der Muslimbruder Muhammed Mursi sein wird oder Ex-Minister Ahmed Schafik. Eine Zeichnung zeigt Handschellen, die geöffnet werden. Das Bild symbolisiert das Gefühl der Ägypter: Befreiung. „An diese Zeit will ich mich erinnern, so lange ich lebe“, sagt die 16-jährige Koptin Sarah. Die Mauer um ihren Schulhof beängstigt die Mädchen nicht, weil es sie schon vor der Revolution gab. Die Sharia Mohammed Mahmoud, so heißt die Straße vor der Borroschule, ist vierspurig: „Wir dürfen nicht riskieren, dass die Mädchen einfach rausrennen“, sagt Walter Ritter. „Fi sachma“ sagen die Ägypter, „viel Verkehr“. Er ist der Hauptgrund, warum es die Mauer gibt. Die Mädchen kommen mit Bussen zum Unterricht, die bis in den Hof fahren. Auch das ist nichts Neues, wird aber seit der Revolution von den Eltern geschätzt: Mit dem Rücktritt Mubaraks hat sich auch die von ihm befehligte Polizei zurückgezogen. Meldungen über Handtaschendiebstähle und Überfälle auf Passanten häufen sich. Gemessen daran, wie riesig Kairo mit seinen 18 Millionen Einwohnern ist, liegt die Zahl aber nicht höher als in Frankfurt am Main oder Berlin. „Ich fühle mich sicher in der Stadt“, erklärt die 17-jährige Salma. Ihre Mitschülerin Merna sieht das ähnlich: „Ich kenne niemanden, der Opfer von Kriminalität wurde.“ Nadine kann hingegen verstehen, „dass Touristen fürchten, nach Kairo zu kommen.“ Die Außenwahrnehmung der Stadt sei anders geworden: „Wer Kairo nicht kennt, denkt, es brennt überall“.

 

 

 

 
Drei Wochen lang blieb die Borroschule im Januar und Februar 2011 wegen der Revolution geschlossen. Vor dem Fernseher verfolgten die Mädchen die Ereignisse in ihrem Land. „Es ist ein Moment in der Geschichte Ägyptens, an dem es eine wirkliche Änderung geben kann“, sagt Merna. Die Unsicherheit, ob sich das Land radikalisiert, bleibt. Auch die Frage, ob die Mauer um die Schule wieder abgesenkt wird.

{Quelle: www.maerkischeallgemeine.de  – Von Tanja Kasischke}

 

 

 

4 Responses to “Auszug aus Ägypten”

  1. saphiri1 Says:

    Der Traum von einem freien Ägypten

    eher
    der Traum von einem freien Ägypten unter nicht Muslimischer Herrschaft–wäre besser,..

    http://kairo-in.de/index.php?option=com_content&view=article&id=5&Itemid=5

  2. saphiri1 Says:

    Drei Tage vor der Stichwahl, aus der Ägyptens erster frei gewählter Präsident hervorgehen wird, deutet an der Deutschen Schule der Ordensgemeinschaft der Borromäerinnen im Stadtzentrum Kairos nichts auf das Ereignis hin. Die Revolution ist Geschichte – eine, die noch nicht im Lehrbuch steht. Gleichwohl vergeht kein Tag, ohne dass die Wahlen thematisiert werden. In den Klassen lernen Musliminnen und Christinnen gemeinsam. An einer Graffiti-Wand haben die Schülerinnen ihre Vorstellung des künftigen Ägyptens skizziert: „Freiheit“, steht da, „Frieden“, „gemeinsam ein modernes Land gestalten“.

    Die Worte sind an den künftigen Präsidenten gerichtet, ganz gleich, ob es der Muslimbruder Muhammed Mursi sein wird oder Ex-Minister Ahmed Schafik. Eine Zeichnung zeigt Handschellen, die geöffnet werden. Das Bild symbolisiert das Gefühl der Ägypter: Befreiung. „An diese Zeit will ich mich erinnern, so lange ich lebe“, sagt die 16-jährige Koptin Sarah.

    http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12344061/492531/Die-Schuelerinnen-an-Kairos-deutscher-Maedchenschule-formulieren-Erwartungen.html

    http://www.kemet.de/Ausgaben/2-2012/Revolution.htm

  3. Ist es nicht interessant wie sich dieZeiten ändern.
    Vor kurzen ist die allseits beliebte Kanzlerin Deutschlands den ägyptischen Präsidenten Mubarak noch um den Hals gefallen als er in Deutschland war,zur Eröffnung einer Ausstellung in Berlin,nun ist er ein Despot!

    Hat man das vorher nicht gewusst ,das der Mann vom CIA und Mossad gesteuert wurde,oder wurde er deshalb so hofiert. Wahrscheinlich letzteres,schlieslich war er ein guter Kumpel Israels.

  4. Emanuel Says:

    …. ekelhaft diese Vereinigung der

    Saudis-rael-USA und Co.


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