kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Gastkommentar zu „Ein Gott in drei Personen“! 5. Juni 2012

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 21:30

 

Das Wesen Gottes hat Herr Kermani nicht verstanden. Er kann sich Gott nicht als dienend”, sondern nur als “allmächtig” und insofern als aus der Allmacht heraus als “barmherzig” oder “gnädig” vorstellen. Herr Kermani kann sich nicht vorstellen, dass Gott, ein Teil von ihm, sich in die Hände seiner Geschöpfe aus göttlicher Liebe begibt, um Leid größten Ausmaßes zu erleben und sich so mit den Leid der Schöpfung und seiner Geschöpfe solidarisch zu erklären. Er hat das Kreuz gewählt, ein öffentliches Zeichen barabarischer Hinrichtung des “schuldlos Schuldigen”, also eines unschuldig am Kreuz Verurteilten, die seine göttliche Liebe für alle sichtbar werden ließ. Darum wird das Leid nicht überhöht, sondern das Leid war vor Jesu und nach Jesus bereits vorhanden. Jesus war nur derjenige, der es freiwillig auf sich nahm als Lamm Gottes, als einer, dessen Blut für “viele” im Sinne von “alle” vergossen wurde. So wurde das (Kreuz Zeichen) der Liebe, nicht weil das Kreuz aus Holz als solches ein Zeichen der Liebe sei, sondern das Kreuz wurde erst durch den unschuldig verurteilten Jesus, der an dem Holz des Kreuzes gehangen hat, zum irdischen Symbolbild der Liebe Gottes zu uns Menschen.

 

Herr Kermani findet den Schmerz körperfeindlich, als einen Undank gegenüber der Schöpfung. Ich will nicht in die Situation kommen, erst über die Schönheit der Schöpfung zu Gott zu finden. Das wäre unrealistisch und verlogen. Die irdische Schöpfung ist nicht nur schön, ja, nur wenn die Geschöpfe jung, schön und ohne Schmerz sind. Die Schöpfung ist nicht unteilbar. Wir können uns aus ihr nicht nur die Rosinen herauspicken, um zu Gott zu finden, wie Herr Kermani das tut. Die Schöpfung des jungen, gesunden Menschen ist selbstverständlich der Anriss der Vorstellung himmlischer Zustände. Die Schöpfung jedoch bedeutet auch Tod, Fressen und Gefressen werden, Krankheit und Schmerzen übelster und manchmal lang andauernder Art, ob von Menschen zugefügt, von Naturkatastrophen zugefügt oder aber durch Krankheit und Alter auf den Tod hin vorbereitet. Herr Kermani bezeugt also Gott nur in einer völlig unrealistischen schönen und vollkommenen Schöpfung, die es aber nicht gibt. Zu ihr gehören im wahrsten Sinne Kreuz und Leid, auch wenn er das so innerlich in Abrede stellt. Und genau das will der Vater uns in Jesus zeigen, dass er auch in den tiefsten Stunden des Leides seiner Geschöpfe bei uns ist. Darum betreibt Herr Kermani die Idealisierung des Vollkommenen in der Schöpfung, die jedoch so nicht erlebbar ist. Ja, sie ist auch so erlebbar, aber eben nicht in Fülle so erlebbar. Tod und Leid gehört zum menschlichen Leben dazu. Das nimmt Gott ernst, Herr Kermani offensichtlich nicht.

 

Aber die irdische Schöpfung hat einen weiteren Aspekt zu bieten, der dem Wesen Gottes wieder sehr nahe kommt. Nur durch den Tod von Mitgeschöpfen kann menschliches, ja auch tierisches Leben erhalten werden, nämlich durch den Tod von Pflanzen. Der Tod des einen ist das Leben des anderen. Wenn wir einen Fisch essen, musste dieses Geschöpf vorher sterben, um für den Erhalt unseres Lebens zu sorgen. Eine andere Möglichkeit, irdisches Leben zu erhalten, gibt es nicht, als das Töten von anderen Mitgeschöpfen. Das Weizenkorn muss sterben, damit andere leben können. Aber auch aus dem natürlich erlittenen Tod von Mensch, Tier und Pflanze erwächst im irdischen Kreislauf wieder neues Leben, welches jedoch wiederum dem irdischen Tod preisgegeben ist. Dies ist nur der irdisch physische Aspekt.

 

Gott geht noch viel weiter: In diesen Kreislauf hinein setzt Gott Zeichen in Jesus, in sich selbst. Er zeigt den Menschen, dass im Kreuz, also auch im grausamsten Hinrichtungstod des physischen und psychischen Leides Tod und drei Tage später die Auferstehung, also das wahre Leben folgt. Er zeigt, dass dieser Tod Ausdruck der Liebe Gottes zu den Menschen, zu seinen Geschöpfen kein größerer, weil dienenderer Tod sein kann als der Tod Jesu. Aber er entreißt diesem irdischen Kreislauf des Lebens und des Todes durch das echte Wunder der Auferstehung die Maske allen Irdischen und erhöht den Menschen über alles Irdische. Er gibt ihm anschauliche Hoffnung auf ein Weiterleben nach dem Tode nicht im Sinne des irdischen Lebens-Todes-Kreislaufs, sondern er gibt die begründete Hoffnung aller Zeiten ein Leben in himmlischer Transzendenz weiterführen zu dürfen. Er entführt mit dem Tode Jesu die Menschen in die Welt des Himmlischen, des Göttlichen, und zwar vor aller Augen.

 

 

Hätte Jesus nicht einen öffentlichen Gerichtsprozess gewählt,

wäre er unerkannt geblieben.

 

 

Er musste öffentlich hingerichtet werden, nicht nur, weil es im AT des öfteren prophezeit wurde, sondern auch um die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich zu lenken. Der Prozess lässt alle Nebenfiguren wie Pilatus, Kaiphas, Henker und Helfershelfer in den Hintergrund treten, sie als Handlanger degradieren, denen er sogar am Kreuz verzeiht, weil sie nicht anders konnten als ihn zum Tod am Kreuz zu verurteilen mit allen negativen Begleiterscheinungen der Verleumdung durch falsche Zeugen, durch Kreuzigungsrufe der Menschen, die Barrabas leben lassen wollten und ihn am Kreuz hängen sehen wollten, des Verrates durch Judas, des Verrates durch Petrus, des Flüchtens der Jünger, der Schlägen der Henker, denen er seine Wange bot. Sie alle stehen in der Vergebung des Mannes am Kreuz. So erst wurde dieser Prozess, diese größtmögliche öffentliche Aufmerksamkeit auf einen gelenkt, der als Wundertäter, als Mann Gottes, als Heiliger auch das Wunder der Auferstehung glaubhaft vollziehen konnte.

 

 

 

Wir dürfen nicht vergessen und müssen uns vor Augen halten: Er war im Sinne der Anklage der Juden schuldig, weil er es gewagt hatte, sich dem Vater gleichzustellen, da er ja im Vater sei und vor Abraham sei. Wenn Jesus nicht Gott ist, hätte er sich der Blasphemie schuldig gemacht und wäre nach damaligen Gesetzen des Blasphemieparagrafen zu Recht zum Tode verurteilt worden. Nun glauben wir Christen, dass er Gott in der Dreifaltigkeit ist. Nur ob diesen Glaubens wurde er in den Augen des Christentums unschuldig verurteilt, weil er der wahre Gott ist, wie wir glauben. Das ist der Grund, warum der Koran unbedingt einen Doppelgänger von Jesus am Kreuz sehen will, weil er das Dilemma erkannt hat und so ein strikten “Eingottglauben” durch sein Götzenglaubentodesgesetz in unsere Zeiten herübergerettet hat. Wenn Gott am Kreuz gestorben ist, so ist nicht nur irdisches Unrecht geschehen, sondern auch an Gott selbst größtes Unrecht geschehen. Das wollen sich weder Juden noch Muslime eingestehen, weil letztere Jesus ja für sich vereinnahmt haben, es aber nicht schaffen wegen des Glaubens an die hl. Dreifaltigkeit. Somit darf es in den Augen der Juden und der Muslime die hl. Dreifaltigkeit nicht geben, da sonst die Unzulänglichkeit ihres eigenen Gottesbildes offen zutage treten würde.

 

Somit bleibt Jesus für alle Zeiten der Eckstein,

den die Bauleute verwarfen,

der als “Ärgernis” und als “Torheit” für alle Zeiten irdischen Lebens gilt.

 

 

 

Ja, er ist und bleibt der Eckstein Gottes.

 

9 Responses to “Gastkommentar zu „Ein Gott in drei Personen“!”

  1. Cajus Pupus Says:

    Gott ohnbeginn

    Gott endverbleib

    Gott ruhestark

    Gott odemnah

    Gott gerneklein

    Gott ewigklang!

  2. Erich Foltyn Says:

    für mich ist die Hl. Dreifaltigkeit ein gewaltiges Geschehen, durch welches sich Gott offenbart, welches zumindest von Abraham bis zur Apostelgeschichte reicht und mich wundert, dass niemand sonst so darüber redet. Unter der sog. Person Jesus stellt man sich nicht nur den leiblichen Menschen Jesus vor, sondern alles, was durch ihn, wegen ihm und um ihn herum und seinetwegen geschehen ist und was man Gott Vater nennt, weil man das nicht inszenieren kann. Um einen Zugang zu dem Glauben an die unvorstellbare Gottheit zu aufzuzeigen, hat man 3 markante Begriff daraus gewählt, um alles Weitere zu skizzieren. Über die Hl. Dreifaltigkeit steht im Katechismus ungefähr Folgendes: „Keiner kann Gott erkennen, nur der Geist Gottes kann Gott erkennen. Keiner kann den Geist erkennen, weil er spricht nicht von sich selbst und nicht aus sich selbst heraus, sondern er, der aus den Propheten spricht, verkündet uns den Vater und dann den Sohn usw.“ Nur wenn man keine Ahnung hat von dem Geschehen, kann man die Hl. Dreifaltigkeit als eine Kleinigkeit abtun, die einen ungelegen kommt. Weil wenn Gott etwas ist, was über unsere ganze Vorstellungskraft geht, sonst wäre es nämlich nicht Gott, wie soll man sich ihn dann vorstellen ? Man kann es nicht, Gott schauen kann man nicht lebend, aber man kann einen Zugang finden, um die Vorstellung zu erweitern. Ich halte nichts davon, wenn sich jemand einen persönlichen Gott selber erfinden will, das wäre abwegig. Besser ist es, man folgt den Empfehlungen der Kirche. Und es ist natürlich nicht so, dass man einen persönlichen Gott haben kann, den die anderen nicht haben. Das ist kein Gott, sondern ein mickriges Über-Ich.

  3. Emanuel Says:

    Der Herr ist unser Eckstein..“ Ich bin “ der Schöpfer des Universums … die jüdische Völkerschaft war mein Volk, in dem Sinne, das jeder, der meinen Gesetzen folgt , zu mir kommen kann …ICH kam auf diesen Erdball, um euch zu erretten .. Euch , das heisst ihr, ihr seid die , die Mir folgen …

    Die jüdische Völkerschaft, hätte Mich anerkannt, als ihren Messias, wenn Ich diese Völkerschaft, vor allen anderen erhoben hätte …

    Ich erhob sie aber nicht- vor allen anderen Völkerschaften, weil das , Meinem eigenen Plan widersprochen hätte.. also haben sie mich irdisch getötet .. Hätte Ich, Jesus Christus , dieses Volk erhoben, vor allen anderen, hätten sie Mich als den Messias anerkannt .. So ist dieses Volk geartet …

    Bald .. in naher Zeit, werden sie diesen Erdkörper vernichten .. weil sie .. aus der Hölle kommen …

    • carma Says:

      pfui teufef – dein judenhass wird schon bald pathologisch. du begehst eine große sünde mit dem, was du da irgendwo aufgeschnappt hast und leichtfertig nachplapperst. passt so überhaupt nicht zu deinen sonstigen beurteilungen und allgemeinen sichtweise- täuscht du nur christliche redlichkeit vor?

      • Emanuel Says:

        ok .. gestern nacht , war es wohl zu sät für mich … aber eins möchte ich noch mal dazu sagen: Ich hasse die Juden nicht ! HASS GEHÖRT NICHT ZU MEINEM REPERTOIRE … allerdings waren die Gedanken vergangener Nacht hier sicher nicht angebracht … !!!! Insofern bedauere ich – das ich das hier herunter geschrieben habe …..

  4. Johannes Says:

    Dieser E. Swedenborg hat sein Gehirn gewaschen, deshalb sind die Äußerungen von E. nicht Ernst zu nehmen. Es ist wie bei den Mohammedanern, die vom Koran berauscht sind und nicht mehr zwischen Phantasie und Realität unterscheiden können.

    In der frühen Christenheit hat die Gnosis auch einen Teil so stark beeinflusst, dass viele einen falschen Weg einschlugen, was allerdings bis heute seine Wirkung zeigt.

  5. carma Says:

    was sagt wiki?:
    …Swedenborg wandte sich von nun an ausschließlich theosophischen Studien zu. Hierdurch wollte er sich – wie er erklärte – auf einen von Gott selbst ihm eingegebenen Beruf vorbereiten, der in der Gründung einer Neuen Kirche bestehen würde. Diese sei bereits im neutestamentlichen Buch der Offenbarung verheißen.
    Swedenborg glaubte diese Mission zu erfüllen, indem er das Wort Gottes in der (nach seinem Sinn) wahren Bedeutung auslegte, ein vollständiges System einer neuen Religionslehre aufstellte und die Natur des Geisterreiches und dessen Zusammenhang mit der Menschenwelt in Visionen enthüllte, von denen mehrere die Aufmerksamkeit Kants erregten und diesen veranlassten, sich in der Schrift „Träume eines Geistersehers“ (1766) mit Swedenborg als einem „Kandidaten des Hospitals“ und „Erzphantast unter allen Phantasten“, der ihn mit seinen Berichten aus der Welt jenseits des Todes in ein „Schlaraffenland der Metaphysik“ verschleppen wolle, kritisch auseinanderzusetzen. Das Werk Arcana caelestia bezeichnete Kant als „acht Quartbände voll Unsinn“.
    warum tust du uns das seit monaten an?? na ja, schwamm drüber…

    • Emanuel Says:

      Komisch , das alle „Kritiker“ immer dieses Kant-Zitat hervorzaubern. Lies was Goethe und viele andere gesagt haben … ABER WIE DU SCHON SAGST :: SCHWAMM DRÜBER :: VIELLEICHT IM NÄCHSTEN LEBEN MEHR Klarheit und Licht des Herrn …

    • Emanuel Says:

      Doch noch eins, lieber Carma. Deine Kommentare rufen in mir den Eindruck hervor, das du ein intelligenter Mensch bist, der durchaus selbständig, aus seinem Eigenen heraus denken will und es auch kann. Dieses eigene Denken ist es, was Gott von uns fordert, obwohl Er in Wahrheit in uns ist und wir, aus Ihm denken….

      Wenn nun die Israeliten im Wort häufig als die „Auserwählten Gottes“ genannt werden, dann ist das doch ein Fakt … oder nicht? Die 10 Stämme müssen also eine besondere geistige, himmlische Bedeutung haben … Das sagt dir doch dein Verstand … oder nicht????

      Wenn wir uns fragen, welche geistige, himmlische Bedeutung im Wort liegt, müssen wir uns über die „BUCHSTABEN BEDEUTUNG“ erheben können … Genau diese Fähigkeit habe ich dir zugetraut..

      Noch einmal Is .. rae oder Jish- rael bedeutet , „Streiter für Gott“ Jeder , der Gottes Licht empfangen möchte und nach Seinen Geboten leben möchte ist diese „Streiter “ ist dieser „Israel“ !!! Jakob wechselt öfter im 1. Buch Moses diesen Namen .. Er ist mal Jakob ..und dann wieder Israel …. Israel bedeutet die „Geistige Kirche des Herrn“ …. …… Aber .. Schwamm drüber …


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