kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Salafisten gegen Clowns 31. Mai 2012

Filed under: Islamischer Terror — Knecht Christi @ 15:25

Gericht verhandelt über Schlägerei

 

Vor Gericht streiten die zwei Seiten darum,

wer bei einer Schlägerei wen provoziert und angegriffen hat.

 

Mönchengladbach: Mittwochmorgen, 11.20 Uhr. „Was ist denn hier los?“, fragt eine Passantin in der Nähe des Landgerichts und reibt sich verwundert die Augen. Überall Polizei. Fünf Bullis auf der anderen Straßenseite des Landgerichts, zwei weitere in der Seitenstraße, wo das Parkhaus liegt. Die Mitglieder der Hundertschaften haben noch nichts zu tun, trinken Kaffee. Die Passantin mit dem fragenden Blick bekommt eine knappe Antwort von einem anderen Schaulustigen. „Salafisten“, sagt er.

 

Staatsanwalt spricht von „versuchter Körperverletzung“: Das Amtsgericht, das wegen der erhöhten Sicherheitsvorkehrungen im Landgericht tagt, beschäftigt sich mit drei Männern – alle Mönchengladbacher. Sie sollen an einer Schlägerei am 6. März 2011, Karnevalssonntag, beteiligt gewesen sein. Einer der drei, ein 31-Jähriger, wird den Salafisten zugerechnet. Die anderen waren an diesem Tag als Karnevalisten unterwegs, ein 43-Jähriger und ein 30-Jähriger. Der Ältere hatte 1,2 Promille Alkohol im Blut, der Jüngere 0,3. Die zwei kamen vom Karnevalszug, waren mit etwa 20 Männern, Frauen und Kindern unterwegs. Was dann geschah, hat der Gladbacher Salafist Sven Lau, alias Abu Adam, in Internet-Botschaften „Mordanschlag“ auf ihn und seine Familie genannt. Der Staatsanwalt nennt es „versuchte Körperverletzung und Sachbeschädigung“. Der 43-Jährige soll „Deutschland den Deutschen, Salafisten raus“ gegrölt haben, als er auf das Haus an der Eickener Straße zukam, das dem islamistischen Verein „Einladung zum Paradies“ bis zum baurechtlichen Verbot als Moschee diente. Weil einem „Bruder“ dort ein Kind geboren worden war, so schildert es S., habe man sich dort versammelt. Lau, der mit Frau und Kind ankam, soll dem als Clown verkleideten grölenden Mann „Nazi“ entgegen geschleudert haben. Da habe er „Rot“ gesehen, sagt der so Titulierte. „Ich wollte ihn umhauen.“ Lau schob Frau und Kind ins Haus, rannte hinterher und schlug die Tür zu. Die trat der Gladbacher ein. „Ich war so wütend, konnte nicht mehr bremsen“, sagt er. Es entwickelte sich eine Schlägerei. An der soll auch S. beteiligt gewesen sein. Dass er zu Beginn mitgemischt habe, räumt er ein. Davon, dass er, wie es ihm der Staatsanwalt vorwirft, mit einem ein Meter langen Stock auf den 43-Jährigen eingeschlagen haben soll, will er nichts wissen.

 

Einige Drohungen räumte ein Angeklagter ein

 

{EZP: Der Verein „Einladung zum Paradies“ ist im August 2011 aufgelöst worden. Seine Mitglieder haben sich in andere muslimische Gemeinden in Gladbach, aber auch in anderen Städten verteilt}.

Der Gladbacher soll von vielen Menschen angegangen worden sein. „Sie haben gezielt auf den Kopf und Rumpf geschlagen. Ich habe versucht, mich zu schützen und deshalb nichts gesehen“, sagt der. Er erlitt Prellungen, unter anderem am Brustbein, und eine Einblutung am Auge. Den dritten Angeklagten wollten Freunde damals aus dem Geschehen heraushalten. „Mein Mandant ist schon mal strafrechtlich aufgefallen“, sagt sein Anwalt knapp. Der 30-Jährige betont, kein Nazi zu sein. „Mein Opa ist Holländer, da müsste ich mich ja selbst hassen“, sagt er. Allerdings hatte er 2006 beim Public Viewing zwischen Deutschland und Argentinien den Hitlergruß gezeigt. „Das war im besoffenen Kopp, beim Fußball, ein Versehen“. Als er an jenem Sonntag gehört habe, dass „auch Frauen um Hilfe schrien, weil sie geschlagen wurden“, sei er losgerannt. Er habe selbst sofort Schläge bezogen, sei beleidigt worden. Wer ihm angedroht haben soll, ihn „aufzuschlitzen“, konnte nicht ermittelt werden. Dass er aber rief, er wolle „eure Familien vom Opa bis zum Kind anzünden“, wurde protokolliert. Er räumt es auch ein. Beide Männer entschuldigen sich ausdrücklich bei Lau und seiner Familie, auch die kaputte Tür sei bezahlt. Die vielen Zeugen konnten das Geschehen gestern noch nicht wirklich aufklären. Der Prozess wird fortgesetzt. {Quelle: www.wz-newsline.de – Von Mareike Schmitz}

 

 

 

        Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann.       Niedersachsens Innenminister Schünemann

 

Der Nussknacker

 

Der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann pflegt unter den Länder-Innenministern sein Image als harter Hund.

Von den Muslimverbänden fordert er eine klare Distanzierung von extremistischen Bestrebungen.

Außerdem verlangt er elektronische Fußfesseln für alle Gefährder der islamistischen Szene.

 

 

HANNOVER: Der Mann eckt gerne an. Im Land verteilen Salafisten Korane, und Uwe Schünemann verlangt eine klare Distanzierung aller Muslimverbände von extremistischen Bestrebungen. Im Ruhrgebiet werden einige mutmaßliche Islamisten festgenommen, und Schünemann fordert elektronische Fußfesseln für alle Gefährder der Szene. In Berlin brennen nachts Autos, und Schünemann warnt vor einer neuen Welle des Linksterrorismus. Der niedersächsische Innenminister ist ein verlässlicher Lieferant markiger Forderungen – und mag so gar nicht dem sanfteren, freundlicheren Image entsprechen, das sich Innen- und Sicherheitspolitiker in den vergangenen Jahren parteiübergreifend verpasst haben. Seine kompromisslose Haltung beschert ihm regelmäßig bundesweite Aufmerksamkeit, die er genießt, und außerhalb Niedersachsens ein miserables Image, das er dafür gerne in Kauf zu nehmen scheint. Der 47-Jährige aus dem beschaulichen Holzminden wirkt wie ein Relikt aus dem 20. Jahrhundert. Damals hieß der Bundesinnenminister Manfred Kanther, trug Scheitel und vermochte es, die Welt entlang dieser klaren Linie haarscharf in Gut und Böse einzuteilen. Gut, das war die Union; böse der Rest.

 

Fleißig und loyal: Auch Schünemann bedient ein Schwarz-Weiß-Denken. Kantig, unnahbar und ein bisschen verkniffen wirkt er, wenn er sich vor eine Kamera stellt. Er schiebt dann sein breites Kinn, das ihn wie ein grimmiger Nussknacker wirken lässt, noch etwas weiter nach vorne und fordert mit sonorer Stimme: mehr Polizei, mehr Befugnisse oder das Strafrecht voll auszuschöpfen. „Ich bin lieber ein harter Hund als ein Warmduscher“, sagt er. Seine Gegner haben in ihm das perfekte Feindbild. Mehr als neun Jahre ist Schünemann bereits Innenminister von Niedersachsen. Einstmals im zarten Alter von 38 Jahren auserkoren, die rechte Flanke des sanften Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU) abzudecken, gilt der zweifache Vater als zuverlässige Stütze im Kabinett in Hannover. Ehrgeizig, fleißig, loyal und erzkonservativ lauten die Beschreibungen, wenn man politische Weggefährten nach ihm befragt. Und manchmal verbohrt. „Es ist schwer, ihm etwas auszureden“, sagt einer, der ihn lange kennt.

 

„Ach, der wieder“: So erleben ihn seine Länderkollegen, wenn sie sich wie von diesem Mittwoch an für zwei Tage zur Innenministerkonferenz treffen. Das halbjährliche Treffen der Sicherheitsminister unterliegt seinen eigenen Gesetzen, unabhängig der Parteizugehörigkeit gilt das Konsensprinzip. Die Landesinnenminister sind sich häufiger einig als man annehmen mag. „Wir haben alle das gleiche Ziel“, sagen sie: mehr Sicherheit. Gemeinsam werben die Innenminister für die Vorratsdatenspeicherung, warnen vor der wachsenden Gewalt gegen Polizeibeamte oder diskutieren ein Verbot der rechtsextremen NPD. Wenn Schünemann sich vorher kernig zu Wort meldet, ziehen seine Länderkollegen nur die Augenbrauen hoch. „Ach, der wieder.“ Mehr schätzen sie seine konzeptionelle Arbeit, die weniger laut, dafür fundierter daherkommt. Großen Respekt nötigt ihnen beispielsweise sein Konzept für das Vorgehen der Polizei bei den jährlichen Castor-Transporten ab. Nun wirbt Schünemann für eine Novelle des Bleiberechts, das so gar nicht zu seinem Image als schwarzer Sheriff passen will. Geduldete Ausländer, die sich vier Jahre in Deutschland aufhalten, sollen die Möglichkeit erhalten, ein Bleiberecht zu erhalten, wenn sie innerhalb von 24 Monaten Deutschkenntnisse erwerben, bei der Beschaffung ihrer Papiere behilflich sind und nachweisen können, dass sie ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten können, schlägt Schünemann vor. Eine entsprechende Initiative möchte Niedersachsen bereits in zwei Wochen im Bundesrat unternehmen. Selbst die SPD kann der Idee etwas abgewinnen und findet, sie „geht in die richtige Richtung“, sagt Fraktionsvize Christine Lamprecht der FR. Der Vorschlag mag keine Revolution sein, doch für Schünemann ist es ein riesiger Schritt, schließlich gehört er zu den Verfechtern einer kompromisslosen Anwendung des Ausländerrechts. 2011 bestand er darauf, dass eine vietnamesische Familie nach 19 Jahren abgeschoben wird. Der öffentliche Protest war groß – und letztlich erfolgreich.

 

Für den Bund nicht geeignet: Wer sich neun Jahre als Innenminister hält, in einem Amt, das eine durchschnittliche Amtszeit von nicht einmal einer Legislaturperiode hat, kann einerseits so viel nicht falsch machen. So sieht es Schünemann: „Auf dem Feld der inneren Sicherheit macht uns in Niedersachsen niemand was vor.“ Er hat die Verwaltung reformiert, gegen großen Widerstand vier Regierungspräsidien abgeschafft und die Polizei neu aufgestellt. Andererseits scheint der einstmals jüngste Innenminister Deutschlands für höhere Weihen im Land oder im Bund nicht in Frage zu kommen. In Hannover hat David McAllister Wulff als Ministerpräsidenten beerbt. In Berlin fungiert mit Hans-Peter Friedrich (CSU) ein Mann als Bundesinnenminister, der sich wahrlich nicht um diesen Job gedrängelt hat. Schünemann aber war weder für den einen, noch für den anderen Posten im Gespräch, obwohl er die nötige Durchsetzungsfähigkeit hätte. In der CDU der Konsenskanzlerin Angela Merkel ist wenig Platz für Leute wie den kantigen Niedersachsen, wo doch alle Ecken und Kanten der CDU abgeschmirgelt werden. Für einen, der wenig vom Taktieren hält und viel von eigenen Positionen, seien sie auch unpopulär. So bleibt Uwe Schünemann nichts anderes, als sich mit markigen Forderungen zu Wort zu melden − aus Niedersachsen. {Quelle: www.fr-online.de}

 

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